Talisker Blues von Mara Laue

Talisker Blues
von Mara Laue
aus dem Goldfinch Verlag

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Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von Blogg Dein Buch zur Verfügung gestellt. Ich wurde gebeten, Blogg Dein Buch und den Verlag zu verlinken. Für diesen Artikel habe ich jedoch keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.

 

  • Zum Inhalt:

Kieran kehrt in seine Heimat auf der Insel Skye zurück, nachdem er zwanzig Jahre wegen Mordes an seiner Freundin im Gefängnis sass. Bis heute kann er sich an die Tat nicht erinnern, er weiß nur, dass er sie mit mehreren Messerstichen getötet haben soll und neben ihr lag eine Flasche Talisker, deren Inhalt er intus hatte.

Nach seiner Ankunft muss Kieran erleben, wie seine Eltern ihm die Tür vor der Nase zu werfen und die Menschen ihn nicht in ihrer Nähe haben wollen. Nur wenige geben ihm eine zweite Chance.Dann wird erneut eine weibliche Leiche mit Messerstichen gefunden, wieder liegt eine Flasche mit Kierans Fingerabdrücken neben ihr und schon haben alle den Schuldigen gefunden: Kieran.


  • Meine Meinung:
Die Autorin erzählt zunächst von Kierans Ankuft auf der Insel und der Leser erfährt nur bruchstückhaft, was vor 20 Jahren passiert ist. Nach und nach lässt sie einen zweiten Handlungsstrang einfliessen, in Rückblicken lässt Kieran die Ereignisse seiner Jugend Revue passieren, so dass der Leser seine ganze Geschichte kennen lernt.
Kieran selbst war mir auf Anhieb sympatisch. Er wirkt nicht wie ein Mörder und ist bemüht, Normalität in sein Leben zu bringen. Sein Umfeld macht ihm das aber nicht einfach, zum einen verleugnen ihn seine Eltern, zum anderen sorgen Menschen dafür, dass er sowohl seine Unterkuft, wie auch seinen Job verliert.

Catie, die er kennen lernt, tritt ihm völlig offen gegenüber, selbst, als man ihr klar macht, mit wem sie sich da angefreundet hat. Dass sie eine der wenigen Menschen in diesem Buch ist, die Kieran offen gegenüber tritt, macht sie auf Anhieb so sympatisch, wie ihn.

Aus dem Rückentext war bereits ersichtlich, dass eine weitere Frau sterben muss. So habe ich gebangt und gehofft, dass es nicht die warmherzige Catie trifft, habe einen Mann nach dem anderen auf die Liste der Verdächtigen gesetzt und wieder gestrichen und habe mich gefragt, zu was Kieran unter Alkoholeinfluss fähig ist. Das war mein persönlicher Spannungsbogen, deswegen habe ich Seite um Seite verschlungen und alles nur, um am Ende herauszufinden, dass …. (das würde Ihr nun gerne wissen, oder? ;) )

Wie Ihr lesen könnt, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Mara Laue hat es verstanden, einen Mann nach dem anderen, verdächtig erscheinen zu lassen. Das Ende hat mich zwar nicht ganz überrascht, aber zwischenzeitlich war ich doch auf dem völlig verkehrten Dampfer gewesen.

Einen kleinen Negativpunkt habe ich, die Autorin scheint die Insel sehr gut zu kennen, denn sie schreibt viel über Kierans Heimat, die Dörfer und die ganze Region. Doch leider haben mich die Bilder zu den Beschreibungen nicht erreicht, ich konnte mir nur vage vorstellen, was Mara Laue vor sich gesehen hat, als sie das Buch geschrieben hat. Das fand ich sehr schade, allerdings war die Geschichte selbst so gut, dass ich trotzdem fünf Sterne vergebe.


Leider habe ich es zu spät gesehen: Mara Laue war diese Woche zu einer Lesung in der Buchhandlung Thalia in Mannheim und passend zum Thema wurden in diesem Rahmen hochklassige schottische Single-Malt Whiskys verkostet :)


Vielen Dank an Blogg Dein Buch und den Goldfinch Verlag, das Buch hat mir eine spannende Nacht bereitet :)

4 Gedanken zu „Talisker Blues von Mara Laue“

  1. Das ist schlimm, wenn die Menschen einen verurteilen bevor sie die Geschichte aus dem Mund des Beschuldigten gehört haben, aber wenn sogar die Familie einen nicht mehr bei sich haben möchte, das ist das schlimmste auf der ganzen Welt!

    Gruß Jenny

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