Biest von Jenk Saborowski

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Biest
von Jenk Saborowski
Piper Taschenbuch
erschienen Ende Dezember 2012


Zum Inhalt:

Im Prolog erfährt der Leser, dass während eines Galadinners in Moskau im Juni 2011, der russische Präsident laut über die Zukunft seines Landes nachdenkt und das „Biest“ auf einen schrecklichen Plan bringt, der ganz Westeuropa schaden könnte.

Danach wird das ermittelnde Team einer europäischen Geheimpolizei, der European Council Special Branch (ECSB) vorgestellt. Es handelt sich um außerordentlich begabte Spezialagenten, die von den besten Wissenschaftlern Europas unterstütz werden. Wer – wie ich – den Vorgängerband (Operation Blackmail) nicht gelesen hat, dem sei gesagt, dass das auch nicht nötig ist. Wer Probleme mit den Namen hat, findet im Anhang ein Personenregister, was mir weitergeholfen hat.

Im Verlauf der nächsten Kapitel erfährt der Leser, dass es Hinweise darauf gibt, dass der Computerwurm Stuxnet in die Hände einer Terrorgruppe gelangt ist. Zunächst ist unklar, was die Gruppierung mit der Verbreitung des Wurmes erreichen will, doch als die Ermittler der ECSB herausfinden, dass Stuxnet Störfälle in Atomkraftwerken verursachen soll, ist es schon zu spät, denn in Neckarwestheim ist Radioaktivität ausgetreten und die Wolke steuert direkt auf München zu.

Die Protagonisitin Solveigh Lang, genannt Slang, und ihr Team müssen nun versuchen, den Super-Gau in Deutschland und in allen anderen europäischen Ländern zu verhindern, denn es bricht bereits Panik in der Bevölkerung aus.


Meine Meinung:

Mit der Thematik der Atompolitik könnte das Buch nicht aktueller sein. Der Autor nimmt Bezug auf die Atomkatastrophe in Japan, das Herunterfahren der Atommeiler in Deutschland und anderes mehr. Er verwendet in seinem Buch viele real existierende Personen, meist Politiker und die stellt er so präzise dar, dass die Nennung des Namens praktisch nicht notwendig ist. Der Plan des Biests klingt gerade in der jetzigen Zeit sehr realistisch, was das Buch um so spannender macht.

Mit dem Team der ECSB verfügt die Geschichte über sehr sympatische Protagonisten, die einen Fall mit viel Action und Logik zu lösen versuchen. Solveigh Lang reist dabei einmal quer durch Europa und das schon beinahme im Tagesrhythmus. Der Autor überschreibt die Kapitel mit Ort und Datum, so dass der Leser immer weiss, wo er ist, was auch notwendig ist, weil die Handlungsstränge paralell verlaufen, wodurch das Buch ein sehr hohes Tempo aufnimmt. Ich habe bis mitten in die Nacht gelesen und das Buch nur widerwillig aus der Hand gelegt.

Dieser Politthriller verdient auf jeden Fall fünf Sterne und eine Leseempfehlung. Ich habe zwar darüber nachgedacht, nun auch Operation Blackmail zu lesen, aber in „Biest“ wird schon so viel über den ersten Fall verraten, dass ich es vermutlich lassen werde.


Das Cover

ist in schwarz gehalten. Autorenname, Titel und der Begriff „Thriller“ heben sich in rot-orange davon ab, wobei der Schriftzug des Titels angerauht ist, während der Rest des Covers glatt ist.

Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar über vorablesen.de zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

8 Gedanken zu „Biest von Jenk Saborowski“

  1. Liebe Daggi,

    danke für Deine tolle Rezension, freut mich, dass „Biest“ Dir so gut gefallen hat. Vielleicht gibst Du ja Operation Blackmail doch noch eine Chance? Es wird eigentlich nicht wirklich viel verraten … :-)

    herzlichen gruss

    jenk

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