Archiv der Kategorie: Bücher

Gewinnspiel „Todesmal“ von Andreas Gruber

Anlässlich meines 10. Bloggerjubiläums verlose ich noch bis Ende November ein paar tolle Buchpakete auf meiner Facebook- und Instagramseite.

Was gibt es diese Woche zu gewinnen?
Buch “Todesmal“ (gelesen) von Andreas Gruber
+ Brausestäbchen
+ Ziemlich bester Freund in Gr. L
+ Setz dem Tag ein Krönchen auf -Handseife
+ Goodies

Zur Teilnahme schaut bitte einfach auf meiner Facebook-Seite oder bei Instagram vorbei.

Homerun for love von Nicole Knoblauch

Das Wichtigste in Kürze

Dieser Roman glänzt mit einer Vielschichtigkeit aus zwei wunderbar gezeichneten Protagonisten, einer Antagonistin, auf die ich nicht  hätte verzichten können, einem lebendiger Schreibstil, der mich die Emotionen förmlich spüren ließ und nicht zuletzt mit einer tiefgründigen Thematik.

Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Der Baseballstar Desmond Holden steht unter Beschuss durch die Presse, denn sein ungezügelter Lebensstil stehen im krassen Gegensatz zu seinen Top-Leistungen auf dem Feld. Seine Managermutter und der Trainer beschließen, dass eine Fake-Freundin sein Image aufpolieren muss.

Die beste Freundin von Imogen war mit Desmond im Bett und will ihn unbedingt wiedersehen. Imogen erklärt sich nur widerwillig bereit, sie  zu einem Spiel zu begleiten. Dort gerät sie durch einen Zufall in Desmonds Fokus und erhält das Angebot, ein Jahr lang seine Freundin zu spielen. Das Geld, das Imogen dafür erhalten soll, kann sie gut gebrauchen, um ihre Doktorarbeit zu finanzieren. Und da Sex vertraglich ausgeschlossen ist, lässt sie sich auf den Deal ein.

Zwischen den beiden knistert es schnell und heftig und Imogen gegenüber ist Desmond ein wahrer Gentleman, ein Traummann. Doch wenn sie nicht bei ihm ist, scheint er ein anderer Mensch zu sein, Imogen bemerkt schnell, dass etwas mit Desmond nicht stimmt, doch er ist nicht bereit, sie ins Vertrauen zu ziehen, auch wenn das nicht nur das Ende ihrer Annäherung, sondern sogar ihrer vertraglichen Vereinbarung bedeutet.


Meine Gedanken zum Buch

„Homerun for Love“ ist Teil 4 der Reihe Read! Sport! Love! aus dem Hause Piper Gefühlvoll. Die Bände dieser Reihe wurden unabhängig von einander von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren geschrieben und haben lediglich gemeinsam, dass sie von Sport und den großen Gefühlen handeln.

Ich mochte beide Protagonisten sofort. Imogen ist eine junge Frau, die mitten im Leben steht und Desmond scheint ein wahrer Traummann zu sein. Doch er hat auch eine andere Seite, eine, die Imogens Gefühle verletzt. Diese Passagen hat  Nicole Knoblauch lebendig beschrieben, ich konnte den Schmerz von Imogen förmlich spüren.
Für mein Empfinden ist Desmonds Mutter ein sehr unsympathischer Charakter, ein Antagonist, da sie Desmond behindert und sehr darauf bedacht ist, den Schein zu wahren. Gelegentlich hadere ich mich solchen Charakteren, doch diese Roman hat genau diese Frau gebraucht.
Wenn ich anfangs noch Bedenken hatte, dass es sich um eine Geschichte handelt, bei der eine junge unerfahrene Frau einen Bad Boy bändigen möchte, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Die Handlung ist nicht nur emotionsgeladen sondern oftmals auch tiefgründig. Nicole Knoblauch packt das Thema Abhängigkeit an und zeigt die Vielschichtigkeit dieser Problematik auf, auch das hat mir gut gefallen. Daneben werden Familie, Freunde und Zusammenhalt thematisiert, was das Buch wunderbar abgerundet hat.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und fünf von fünf Eulen.

Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir vom Verlag über NetGalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Homerun for love
von Nicole Knoblauch
erschienen am 04. November 2019
bei Piper Gefühlvoll
296 Seiten


Weitere Meinungen zum Buch

Lesen ist nichts für Feiglinge

Unter dem Motto „Lesen ist nichts für Feiglinge“ sind Marah Woolf, Ava Reed, Rose Snow und Katharina Herzog im November auf Leserreise quer durch Deutschland.

Der Tourauftakt fand auf der Frankfurte Buchmesse statt, wo die Autorinnen aus ihren aktuellen Fantasy- und Jugendbüchern lasen:

  • Marah Woolf – TausendMalSchon
  • Ava Reed -Ashes and Souls
  • Katharina Herzog – Faye
  • Rose Snow – Ein Augenblick für immer – Das dritte Buch der Lügenwahrheit

Am meisten gespannt war ich auf d Buch von Katharina Herzog, nicht nur, weil ich bisher fast alle ihre Bücher gelesen habe sondern auch, weil ich ihre Recherche-Reise nach Island in den sozialen Medien verfolgt habe.

Die Lesung war sehr kurzweilig gestaltet, allerdings war die Zeit knapp bemessen, die Autorinnen haben dann auch ein wenig überzogen, was ich aber nicht negativ empfunden habe, schlimmer wäre es gewesen, wenn sie an verschiedenen Stellen gekürzt hätten, um die Zeit einzuhalten.

Hier die Daten der Lesereise:

  • 26.11.2019 Thalia Hamburg
  • 27.11.2019 Thalia Dresden
  • 28.11.2019 Thalia Nürnber
  • 29.11.2019 Thalia Mannheim

Danke an Tanja von lesen und mehr, die mir ihr Foto von der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.

Keine Cupcakes für Bad Boys: Zwei Kurzromane von Isabella Lovegood und Tamara Leonhard

Das Wichtigste in Kürze

Beide Kurzromane sind sehr gefühlsbetont, doch während die Geschichte von Isabella Lovegood eher romantisch gehalten ist, ist der Part von Tamara Leonhard tiefgründiger. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass Kurzromane sich auf das Wesentliche beschränken. Dennoch haben beide Autorinnen die jeweilige Handlung zu Ende erzählt und auch die Charaktere sind keinesfalls nur oberflächlich gezeichnet.


Von Tamara Leonhard bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

„Keine Cupcakes für Bad Boys“ besteht aus zwei voneinander unabhängigen Kurzromanen von Isabella Lovegood und Tamara Leonhard.

  • (K)ein Bad Boy für Carolin von Isabella Lovegood

Als sein eigener Bruder ihm die Freundin ausspannt, reicht es Oliver. Wenn die Frauen einen Bad Boy wollen, dass sollen sie einen bekommen. Nur blöd, dass seine neue Nachbarin Carolin so gar nicht auf die Macho-Nummer steht.

  • Ein Cupcake zur Mittsommernacht von Tamara Leonhard

Als Tobi sein Medizin-Studium gefährdet, sehen seine Eltern nur noch einen Ausweg:  Sie melden ihn zu  einem Orientierungscamp in Norwegen an. Dass er anders ist, als die anderen Teilnehmer, die oftmals kein Ziel in ihrem Leben haben, bemerkt auch Cleo, die dem Betreuerstab des Camps angehört. Und genau aufgrund dieser Funktion kann sie es sich nicht leisten, Tobi an sich heranzulassen. Da kann das Herz noch so klopfen.


Meine Gedanken zum Buch

Während ich von Isabella Lovegood bisher noch nichts gelesen hatte, kannte ich Cleo und Tobi bereits als Nebencharaktere aus Tamara Leonhards Roman „Wings of love“. „Ein Cupcake zur Mittsommernacht“ ist ein Prequel zum Roman, hier erfährt  der Leser, wie Cleo und Tobi  sich kennengelernt haben.
Beide Kurzromane sind sehr gefühlsbetont, doch während die Geschichte von Isabella Lovegood eher romantisch gehalten ist, ist der Part von Tamara Leonhard tiefgründiger. Oliver ist auf der Suche nach der Frau fürs Leben und ist bereit, sich dafür zu verbiegen und zum Bad Boy zu werden. Tobi hingegen hat sich in der Vergangenheit verbogen, um seinen Eltern gerecht zu werden und will jetzt er selbst sein, allerdings weiß er gerade nicht, wer er ist.
Nun liegt es in der Natur der Sache, dass Kurzromane sich auf das Wesentliche beschränken. Dennoch haben beide Autorinnen die jeweilige Handlung zu Ende erzählt und auch die Charaktere sind keinesfalls nur oberflächlich gezeichnet. Für mein Gefühl kam der Schluss des Parts von Tamara Leonhard allerdings sehr abrupt, andererseits könnte man argumentieren, dass die Geschichte von Cleo und Tobi in „Wings of love“ weitererzählt wird, von daher hat das keine Auswirkung auf meine Bewertung.
Während ich den Teil von Isabella Lovegood als Appetizer angesehen habe, um auszutesten, ob mir ihr Schreibstil gefällt, habe ich bei Tamara Leonhard mehr über zwei Charaktere erfahren, die ich schon kannte. Im Grunde könnten die beiden Kurzromane nicht unterschiedlicher sein, doch jeder hat mich auf seine Art gut unterhalten.

Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir von den Autorinnen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Keine Cupcakes für Bad Boys
zwei Kurzromane
von Isabella Lovegood und Tamara Leonhard
erschienen am 8. Oktober 2019

Wie können Frauen sowas schreiben? – Bloggertalk bei Gmeiner mit Anne Nørdby

In den letzten Monaten sind mir verstärkt Aktionen wie #wirlesenfrauen oder #femtember aufgefallen, in denen weibliche Autoren in den Vordergrund gestellt werden.

Passend dazu durfte ich während der Buchmesse beim Gmeiner Verlag am Bloggertalk mit der Thriller-Autorin Anne Nørdby teilnehmen, der unter dem Thema „Wie können Frauen sowas schreiben?“ ausgeschrieben worden war.


Anne Nørdby ist ein Pseudonym von Anette Strohmeyer, die 1975 in Göttingen geboren wurde, viele Jahre in Skandinavien, Neuseeland und den USA verbracht hat und lebt nun seit 2018 in Kopenhagen. Sie schreibt unter verschiedenen Namen Thriller und Krimis, aber auch Horror und Dark-Fantasy Romane und Hörspiele. Sie ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern, einem Netzwerk von Frauen, deren gemeinsames Ziel die Förderung der von Frauen geschriebenen, deutschsprachigen Kriminalliteratur ist.

Als Anne Nørdby hat sie im März ihren ersten Skandinavien-Krimi mit dem Titel „Kalter Strand“ beim Gmeiner Verlag veröffentlicht.


In diesem Buch lässt  die  Autorin einen Menschen wie Du und ich in besondere Situationen bringen und ihn dann reagieren, denn es geht um das Leben seiner Frau:

Und jetzt zu deiner neuen Aufgabe: Kaufe vier Benzinkanister, gehe zu einem Haus in deiner Nachbarschaft – aber eines, in dem auch Menschen sind! – und schütte das Benzin dort aus. Mit der Fackel zündest du das Haus an! Widersetzt du dich meinem Befehl, bekommst du Stefanies Kopf mit der Post zugeschickt.

Quelle: Klappentext – Gmeiner-Verlag


Eine der ersten Fragen, die Anne Nørdby beim Bloggertalk gestellt wurde, war, ob sie ihre Protagonistin mag. Dazu muss man wissen, dass die Ermittlerin Jette verheiratet und Mutter einer fünfjährigen Tochter ist. Sie ist bei einer Einheit, die über die Staatsgrenzen hinaus ermittelt, weshalb sie oft unterwegs ist und ihr Mann die Tochter betreut. Nicht zum ersten Mal geht Jette ihm fremd und das macht sie für einige Leser unsympathisch.

 Die Autorin meint, wenn die Kommissarin ein Mann wäre, würden alle ihn mögen, auch wenn er fremd geht. Einer Frau und Mutter hingegen gesteht man das nicht zu.

Anne Nørdby mag Jette sehr, weil diese sich Freiheiten nimmt die Frauen sonst als negativ ausgelegt werden, die Autorin hat diesbezüglich keine Bedenken, sie findet es spannend, einer Frau zuzugestehen, dass sie sich nimmt,  was  sie will, insbesondere, weil das etwas ist, was man Männern grundsätzlich zugestehen würde. Sie empfindet es als eine Art Gratwanderung, dass Frauen aufpassen müssen, was sie sagen oder wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten, während Männer sich viel selbstverständlicher bewegen können und bei ihnen nicht darauf geachtet wird, was sie dürfen oder eben nicht dürfen.

Die Autorin hat ihr übrigens auch ein Klischee auf den Kopf gestellt, denn der zweite Protagonist, Tom Skagen, ist als Mann nicht der leitende Ermittler sondern Jette unterstellt.

Anne Nørdby wird von der Gender-Frage generell beschäftigt. Wenn ihr auffällt, dass alle Chefpositionen durch Männer belegt siind, bringt sie Gender-Gerechtigkeit mit ein, weil in der Realität Führungspositionen auch nicht ausschließlich von Männern besetzt werden.

Es gibt in ihren Büchern männliche und weibliche Täter und sie achtet darauf, dass auch die Opfer durchmischt sind, denn während in Büchern gerne junge Frauen die Opferrolle übernehmen müssen, entspricht dies nicht der Realität, in der auch Männer zu Opfern werden.


Als literarische Vorbilder nennt Anne Nørdby unter anderem Douglas Preston und Lincoln Child, den verstorbenen Tony Hillerman, dessen Krimis im Navajo Nation Reservat spielen und die Isländerin Yrsa Sigurðardóttir.


Auf die Frage, ob schwer ist, sich in die Psyche ihrer Charaktere hineinversetzen, antwortet sie ohne Nachzudenken mit NEIN und schränkt das im vorliegenden Buch auf die Opferrolle ein. Es fiel ihr leicht, sich in den Mann hineinzuversetzen, der Verbrechen begehen soll, um seine Frau zu retten. Sie findet es sehr spannend, wenn die Situation kippt und ein Opfer zum Täter wird, Dass sie sich nicht auf eine Ebene mit dem Psychopathen stellen kann, bedauert sie kein bisschen, sondern sieht das als gutes Zeichen.


Die Autorin wird auch auf ihre Grenzen angesprochen und erzählt, dass es von verschiedenen Lesen sehr negativ aufgenommen wurde, dass ein Hund sterben musste. Anne Nørdby hatte damit gerechnet, dass das zu Unstimmigkeiten führen kann. Doch wenn es für eine Story relevant ist,  wird sie den Tod von Tieren auch weiterhin einbinden, den Vorgang allerdings sie lang und breit auswalzen. Sie betont, dass in ihren Büchern niemand stirbt, weil ihr gerade danach ist, sondern weil alles einen tieferen Sinn hat. Außerdem findet sie es auch ein wenig schizophren, dass es Menschen gibt, die sich darüber aufregen, dass Tiere in Büchern getötet werden, sich aber beim Discounter Billigfleisch kaufen.

Anne Nørdby hat aber auch eine Vermutung, warum Menschen so reagieren. Sie geht davon aus, dass Tiere und Kinder per se als unschuldig gelten und ihnen deswegen keine Gewalt angetan werden darf.

Unabhängig davon ist Gewalt an Kindern generell eine Grenze, die sie nicht übersteigen möchte, das gleiche gilt für brutale Vergewaltigungen, hier positioniert sie sich klar: „Das möchte ich nicht lesen, das  möchte ich auch nicht schreiben!“ Weiterhin schließt sie das Zerstückeln von Leichen für sich aus und legt den Fokus weniger auf Effekthascherei sondern auf die Geschehnisse in den Zwischentönen, O-Ton: „Was man nicht sieht, ist spannender als das, was man sieht.“


Im Anschluss an den Bloggertalk hatten wir noch die Möglichkeit, für gemeinsame Fotos zu posieren und unsere Bücher signieren zu lassen. Vielen Dank an Anne Nørdby und die Mitarbeiter des Gmeiner-Verlags, insbesondere Petra Wendler für das Rund-um-Sorglos-Paket, das wir genießen durften. Der Bloggertalk war nicht nur interessant, sondern auch sehr unterhaltsam.