Archiv der Kategorie: Fantasy

Ein unwiderstehlicher Gentleman von Catherine Bybee

Das Wichtigste in Kürze

Dies ist der zweite Teil der „Unsterbliche Highlands“ – Reihe, die anders ist als das, was ich bisher von Catherine Bybee kannte. Die Handlungen spielen nicht nur in der Gegenwart, sondern mittels Zeitreisen auch im schottischen Hochland des 16. Jahrhunderts, wo die Protagonisten aus der Gegenwart nicht nur mit dem Leben in einem Clan, sondern auch mit Hexerei konfrontiert werden. Doch wie gewohnt konnte mich die Autorin auch hier begeistern und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil dieser Reihe.


Von Catherine Bybee bereits gelesen

Eine Braut für jeden Tag – Reihe:

Not Quite – Reihe:

Happy End in River Bend – Reihe:

Diesmal für immer – Reihe:

Unsterbliche Highlands – Reihe:


Was bisher geschah

Tara McAllister begegnet während eines Live-Rollenspiel-Events Duncan MacCoinnich und seinem Bruder Finlay. Was Tara zu diesem Zeitpunkt nicht weiß ist, dass die beiden nicht wegen des Rollenspiels als Highland-Krieger verkleidet sind, sondern dem Schottland des 16. Jahrhunderts entstammen. Die beiden haben den Kampf gegen eine Druidin aufgenommen, die ihre Familie und ihre Heimat bedroht und die nun ins 21. Jahrhundert gelangt ist. Um Tara vor der Druidin zu schützen, nimmt Duncan sie mit in die Vergangenheit. Aufgrund ungünstiger Konstellationen kann sie von dort nicht mehr zurückkehren.

Nach etwa einem halben Jahr scheint es, als ob auch die Druidin ins 16. Jahrhundert zurückgekehrt ist und damit zur Gefahr für eine andere junge Frau geworden ist: Myra, die Schwester von Duncan und Finlay, kann sich nur retten, wenn sie in 21. Jahrhundert reist. Tara bereitet die junge Frau auf die Reise vor und bittet sie, ihre Schwester Lizzy aufzusuchen, damit diese erfährt, dass Tara noch am Leben ist und wo sie sich befindet.

Mit dem Zeitpunk der Abreise bilden Band 1 und Band 2 ein Crossover. In Band 1 wird die Geschichte von Duncan und Tara zu Ende erzählt und im Epilog kehrt Myra in die Highlands zurück. In Band 2 der Reihe erfährt der Leser, was Myra in der Zwischenzeit erlebt hat.


Band 2 – Die Protagonisten  und ihre Geschichte

Myra ist wie geplant in Kalifornien gelandet, doch sie kann keinen Kontakt zu Taras Schwester Lizzy aufnehmen, da diese verreist ist, also tut sie das, was Tara ihr geraten hat und gibt vor, an einer Amnesie zu leiden. Damit zieht sie allerdings das Interesse des Polizisten Todd auf sich. Er ist sich sicher, dass die junge Frau ihm etwas verschweigt, doch sein Beschützerinstinkt ist grösser als sein Misstrauen.

Die beiden nähern sich einander an und Myra will Todd die Wahrheit erzählen, doch erst nach ihrer gemeinsamen Begegnung mit Lizzy lässt der Cop den Gedanken zu, dass Myra ihn nicht belügt. Als es für Myra Zeit wird, nach Hause zurückzukehren, zerreißt das beiden das Herz.


Meine Gedanken zum Buch

Dies ist der zweite Teil der „Unsterbliche Highlands“ – Reihe, die anders ist als das, was ich bisher von Catherine Bybee kannte. Die Handlungen spielen nicht nur in der Gegenwart, sondern mittels Zeitreisen auch im schottischen Hochland des 16. Jahrhunderts, wo die Protagonisten aus der Gegenwart nicht nur mit dem Leben in einem Clan, sondern auch mit Hexerei konfrontiert werden. Doch wie gewohnt konnte mich die Autorin auch hier begeistern. Neben dem Kampf der Highlander gegen die Druidin, der sich sowohl in der Vergangenheit,  wie auch in der Gegenwart abspielt, kommen die Emotionen natürlich nicht zu kurz.
Ich wiederhole an dieser Stelle gerne, was ich schon zu Band 1 geschrieben habe, Fantasy und historische Romane gehören nicht zu meinen bevorzugten Genres, dennoch habe ich mich auf  diese Reihe eingelassen und bin auch nach Band 2 begeistert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte um den Clan der MacCoinnich, die pünktlich zu Weihnachten erscheinen soll.

Bewertung

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Eckdaten

Ein unwiderstehlicher Gentleman
Unsterbliche Highlands Band 2
von Catherine Bybee
erschienen am 15. Oktober 2019
Montlake Romance
350 Seiten

Lesen ist nichts für Feiglinge

Unter dem Motto „Lesen ist nichts für Feiglinge“ sind Marah Woolf, Ava Reed, Rose Snow und Katharina Herzog im November auf Leserreise quer durch Deutschland.

Der Tourauftakt fand auf der Frankfurte Buchmesse statt, wo die Autorinnen aus ihren aktuellen Fantasy- und Jugendbüchern lasen:

  • Marah Woolf – TausendMalSchon
  • Ava Reed -Ashes and Souls
  • Katharina Herzog – Faye
  • Rose Snow – Ein Augenblick für immer – Das dritte Buch der Lügenwahrheit

Am meisten gespannt war ich auf d Buch von Katharina Herzog, nicht nur, weil ich bisher fast alle ihre Bücher gelesen habe sondern auch, weil ich ihre Recherche-Reise nach Island in den sozialen Medien verfolgt habe.

Die Lesung war sehr kurzweilig gestaltet, allerdings war die Zeit knapp bemessen, die Autorinnen haben dann auch ein wenig überzogen, was ich aber nicht negativ empfunden habe, schlimmer wäre es gewesen, wenn sie an verschiedenen Stellen gekürzt hätten, um die Zeit einzuhalten.

Hier die Daten der Lesereise:

  • 26.11.2019 Thalia Hamburg
  • 27.11.2019 Thalia Dresden
  • 28.11.2019 Thalia Nürnber
  • 29.11.2019 Thalia Mannheim

Danke an Tanja von lesen und mehr, die mir ihr Foto von der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.

Mitternacht von Christoph Marzi

Das Wichtigste in Kürze

„Mitternacht“ ist ein Roman, den ich als „typisch Marzi“ bezeichnen würde. Die Geschichte spielt in einer echten und einer Parallelwelt mit eigenen Atmosphäre. Die Welt der Toten und Geister ist für mich bezeichnend für den Autor und dennoch schafft er es mit jedem seiner Bücher, eine neue und ganz andere Geschichte zu erzählen. Ich liebe den Schreibstil des Autors und finde, die Geschichten wirken manchmal, als wären es  Märchen für Erwachsene. Er zaubert mit Buchstaben und Worten, formuliert stellenweise erhaben ohne dass es hochtrabend wirkt, eher ein wenig nostalgisch und gleichzeitig zeitgemäß und ansprechend.

Insgesamt konnte Christoph Marzi mich auch mit diesem Roman überzeugen, allerdings war mir das Ende „zu wenig“ und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.

Von Christoph Marzi bereits gelesen


Klappentext 

Es gibt einen Ort, an dem die Geister leben, eine Welt, die unsere berührt, eine Stadt, in der mit Geschichten und Albträumen Handel getrieben wird. Ein Missgeschick lässt Nicholas James, den alle nur den »gewöhnlichen Jungen« nennen, diese Welt betreten – und alles ändert sich: Peter Chesterton, ein reisender Geist, nimmt sich seiner an. Das Findelgeistmädchen Agatha stiehlt sein Herz. Und etwas, das im Dunkeln lauert, gewinnt an Macht. Die Wege, die Nicholas beschreitet, führen ihn dorthin, wo alle Hoffnungen geboren und alle Träume gestorben sind, an einen Ort, den die Geister voller Ehrfurcht »Mitternacht« nennen. Eine Geschichte von der Macht der Bücher und der Gefahr des Vergessens, in einer Welt der Geister. (Piper Verlag)


Meine Gedanken zum Buch

Fantasy ist nicht mein Genre, das weiß ich und auch wenn ich hin und wieder einen Abstecher mache, halte ich mich in erster Linie eher fern.
Die einzige Ausnahme bilden die Bücher von Christoph Marzi, sie haben es mir schon vor langer Zeit angetan. Was mir besonders gefällt, ist, dass die Geschichten des Autors oftmals an Schauplätzen in der echten Welt spielen und eine zweite Parallelwelt entsteht, in die die Protagonisten eintauchen. So ist es auch in „Mitternacht“. Die Parallelwelt ist ein Ort mit einer ganz eigenen Atmosphäre, sie hat etwas Düsteres und gleichermaßen faszinierendes, dass mich als Leser in den Bann gezogen hat. Das empfinde ich als „typisch Marzi“.
Ich liebe den Schreibstil des Autors und habe es schon einmal in einer anderen Rezension erwähnt: manchmal wirken die Geschichten von Christoph Marzi auf mich, als wären es  Märchen für Erwachsene. Er zaubert mit Buchstaben und Worten, formuliert stellenweise erhaben ohne dass es hochtrabend wirkt, eher ein wenig nostalgisch und gleichzeitig zeitgemäß und ansprechend.
Erneut ist der Protagonist ein junger Mensch. In diesem Fall ein Mann von Mitte 20 der Geschichten schreibt und durch diese Geschichten offenbar Zugang zu einer Welt erhält, die  anderen Menschen verschlossen bleibt. Diese Welt der Toten und Geister ist für mich ebenfalls bezeichnend für diesen Autor und dennoch schafft er es mit jedem seiner Bücher, eine neue und ganz andere Geschichte zu erzählen.
Insgesamt konnte Christoph Marzi mich auch mit diesem Roman überzeugen, allerdings war mir das Ende „zu wenig“ und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.
Ich wusste bereits vor dem Lesen des Buches, dass Christoph Marzi einen Schlaganfall erlitten hatte und das Buch danach zu Ende schrieb, dazu äußert er sich auch im Nachwort. Wenn ich das berücksichtige, würde ich dem Buch die Höchstpunktzahl geben, doch ich glaube kaum, dass das die Intention war, die Erkrankung öffentlich zu machen. Aus diesem Grund bewerte ich das, was ich schwarz  auf weiß vor mir habe  und das reicht für vier von fünf Eulen.

Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir über Netgalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Mitternacht
von Christoph Marzi
erschienen am 4. Juni 2019
bei Piper
320 Seiten


Weitere Meinungen zum Buch

Eine widerspenstige Braut von Catherine Bybee

Das Wichtigste in Kürze

Wer die Bücher von Catherine Bybee kennt, sollte wissen, dass die „Unsterbliche Highlands“-Reihe anders ist, als ihre bisher bei Montlake erschienenen Bücher. Mit einem Mix aus Gegenwart, „neumodischem“ Live-Rollenspiel, dem faszinierenden Hochland des 16. Jahrhunderts, dem Leben in Clans, Hexerei und Zauberei, aber auch vielen Emotionen konnte die Autorin mich erneut begeistern und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil dieser Reihe.


Von Catherine Bybee bereits gelesen

Eine Braut für jeden Tag – Reihe:

Not Quite – Reihe:

Happy End in River Bend – Reihe:

Diesmal für immer – Reihe:


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Tara McAllister besucht mit einer Freundin ein Live-Rollenspiel-Event in Boston, wo sie Duncan MacCoinnich kennen lernt und sich zu ihm hingezogen fühlt. Was sie nicht weiß ist, dass der Mann nicht nur wegen des Rollenspiels als Highland-Krieger gekleidet ist, er entstammt tatsächlich dem Schottland des 16. Jahrhunderts und reist mit seinem Bruder Finlay durch die Zeit, um eine gefährliche Druidin zu vernichten, die ihre Heimat bedroht.

Als besagte Druidin Tara töten will, sieht Duncan nur eine Chance, er reist mit Tara zurück in seine Heimat ins 16. Jahrhundert und nimmt der jungen Frau damit jede Möglichkeit, in ihr altes Leben zurückzukehren.


Meine Gedanken zum Buch

Fantasy und historische Romane, beides gehört nicht zu meinen bevorzugten Genres, eine Kombination daraus war für mich ein Wagnis und ich hatte meine Zweifel, ob mir dieses Buch wirklich zusagen wird. Was für den Roman gesprochen hat, war ganz klar die Autorin, denn ich liebe die Bücher von Catherine Bybee, die mich bisher fast durchweg überzeugen konnte.
Ich nehme es vorweg: die Autorin konnte mich auch mit diesem Buch begeistern. Die Geschichte startet mit Taras Fahrt zum Rollenspiel in der heutigen Zeit, sowie dem mehrtägigen Aufenthalt dort. Nach ca. 1/3 des Buches reisen Tara und die MacCoinnich-Brüder in die Vergangenheit. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Roman sich schon längst zu einem Pageturner für mich entwickelt.
Wer die Bücher von Catherine Bybee kennt, sollte wissen, dass die „Unsterbliche Highlands“-Reihe anders ist, als ihre bisher bei Montlake erschienenen Bücher. Mit einem Mix aus Gegenwart, „neumodischem“ Live-Rollenspiel, dem faszinierenden Hochland des 16. Jahrhunderts, dem Leben in Clans, Hexerei und Zauberei, aber auch vielen Emotionen konnte die Autorin mich erneut begeistern und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Bewertung

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Eckdaten

Eine widerspenstige Braut
Unsterbliche Highlands Band 1
von Catherine Bybee
erschienen am 25. Juni 2019
Montlake Romance
334 Seiten

Lost Boy von Christina Henry

Das Buch hat meine Tochter gelesen, sie ist in der 7. Klasse, mag düstere Geschichte und schaut gerne Filme im englischen Original, weshalb sie mit diesem englisch-sprachigen Buch überhaupt keine Probleme hatte. Diese Rezension habe ich nach ihren Worten erstellt:

„Lost Boy“ von Christina Henry handelt von Peter Pan und Jamie, dem ersten „lost boy“, den Peter Pan nach Nimmerland bringt. Die beiden sind die besten Freunde und haben viel Spaß. Aber irgendwann möchte Peter Pan nicht mehr nur mit Jamie spielen und es versammeln sich immer mehr Jungs um ihn. Diese Jungs müssen kämpfen und töten. Als ein ganz kleiner Junge nach Nimmerland kommt, beginnt Jamie, sich Gedanken zu machen, denn Charlie, so heißt dieser Junge, ist viel zu klein, um zu kämpfen. Peter Pan ist das egal, denn er will einfach nur Spaß haben.

Die meisten kennen die Geschichte vom „guten“ Peter Pan und dem „bösen“ Captain Hook. Hier ist es genau umgekehrt. Peter Pan ist verrückt, es ist ihm egal, dass Kinder verletzt werden oder sterben. Hauptsache, er hat Spaß. Jamie (der später zu Captain Hook wird) ist der Gute, der sich Sorgen macht. Und das ist auch der Grund, warum die beiden plötzlich nicht mehr miteinander klar kommen, denn Peter Pan will keine Schwierigkeiten, er will sich um niemanden kümmern, er will einfach nur sein Vergnügen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe es innerhalb kurzer Zeit gelesen. Die Geschichte hat mich gefesselt, ich muss aber dazu sagen, sie ist düster und blutig. Ich lese das gerne, aber ich kann mir vorstellen, dass es für andere Schüler, die so alt sind wie, ich, zu heftig ist, wenn die Jungs mit Piraten kämpfen, verletzt werden oder sterben.


Bewertung

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Eckdaten

Lost Boy
von Christina Henry
erschienen 2017
bei Titan Books


Weitere Meinungen zum Buch

Das Lied der Wächter – Der Gesang – von Thomas Erle

Das Wichtigste in Kürze

Während ich „Das Erwachen“ eher mystisch empfunden habe, hat mich „Der Gesang“ mehr an eine Geschichte erinnert, bei der der Protagonist von einem Abenteuer ins nächste stolpert, wobei das Unergründliche im Hintergrund immer mitschwingt.

Nachdem die Handlung auf den ersten Seiten eher vor sich hin geplätschert ist, hat sie Fahrt aufgenommen und konnte mich erneut faszinieren. Ich bin nicht nur gespannt darauf, wie die vielen offenen Fragen in Band 3 beantwortet werden, sondern auch darauf, wohin Felix Reise noch führen wird.


Von Thomas Erle bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Felix war gerade ein paar Monate alt, als der Schwarzwald nach einem verheerenden Atomunfall evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich ist die ganze Region unbewohnbar.  An seinem 16. Geburtstag hat er erfahren, dass die Frau, die er bisher für seine Mutter hielt, seine Tante ist und dass seine Eltern sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Wanderung befanden, von der sie nie mehr zurückgekehrt sind.

Es erhält einen Hinweis darauf, dass seine Eltern noch leben und so macht er sich auf Spurensuche in der Sperrzone, wo er auf eine unheimliche Kraft stößt, die alles Lebendige gefährdet.


Meine Gedanken zum Buch

In diesem zweiten Band der Trilogie, der dort beginnt, wo Band 1 geendet hat, dringt Felix immer weiter in den Schwarzwald vor. Erneut trifft er auf Menschen, die ihm gut gesonnen sind, aber auch auf Menschen, von denen Gefahr ausgeht. Auch die unheimliche Kraft, der berauschende Gesang und gefährliche Gewässer sind nach wie vor eine Bedrohung für ihn. Doch Felix kann immer besser damit Gefahren umgehen.

Ich habe diesen zweiten Band als unaufgeregter empfunden, als den ersten Band, was daran liegen könnte, dass mir die Gefahren und die Situation im Schwarzwald nun schon bekannt waren. Dennoch ist der zweite Band nicht weniger packend, schon alleine, weil es noch so viele offene Fragen gibt, die geklärt werden wollen.

Während ich „Das Erwachen“ eher als mystisch wahrgenommen habe, hat mich „Der Gesang“ mehr an eine Geschichte erinnert, bei der der Protagonist von einem Abenteuer ins nächste stolpert -wobei das Unergründliche im Hintergrund immer mitschwingt. Nachdem die Handlung auf den ersten Seiten eher vor sich hin geplätschert ist, hat sie Fahrt aufgenommen und konnte mich erneut mitreissen.

Nach wie vor fasziniert mich diese Trilogie natürlich auch, weil ich im Südschwarzwald aufgewachsen bin. Obwohl ich mir eingebildet habe, dass mir meine Heimat bekannt ist, lerne ich durch Thomas Erle nochmal Ecken kennen, die ich noch nie besucht habe. Hin und wieder google ich Orte oder Plätze und stellte fest, wie nah der Autor an der Realität bleibt. Daher bin ich nicht nur gespannt darauf, wie meine offenen Fragen in Band 3 beantwortet werden, sondern auch darauf, wohin Felix Reise noch führen wird.

Ich ziehe 1/2 Eule ab, weil Band 1 mich noch einen Ticken mehr begeistern konnte.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Das Lied der Wächter – Der Gesang – von Thomas Erle
Das Lied der Wächter-Reihe Band 2
erschienen am 13. März 2019
Gmeiner Verlag


Weitere Meinungen zum Buch