Archiv der Kategorie: Fantasy

Das Lied der Wächter – Das Gesetz – von Thomas Erle

Das Wichtigste in Kürze

Der dritte Band der Trilogie unterscheidet sich zunächst nicht groß von Band 2, Felix zieht seines Weges, lernt Menschen kennen, wird von ihnen  ein Stück begleitet, erhascht aber auch einen weiteren Blick hinter die Fassade und glaubt nicht mehr daran, dass der Schwarzwald nur wegen eines Atomunglücks abgesperrt wurde.

Thomas Erle hat auch hier wieder tolle Charaktere in seine Geschichte geschrieben. Phasenweise waren mir die Erzählungen zu ausschweifend, doch die Grundspannung konnte der Autor immer aufrecht erhalten, da es viele offene Fragen zu ergründen gab.

Zu meinem Bedauern wurden leider nicht alle dieser offenen Fragen geklärt. Nicht etwa, dass Thomas Erle Handlungsstränge nicht zu Ende geführt hätte, aber beispielsweise bleibt das Mystisch  mystisch und ich hätte auch gerne gewusst, wie es mit den Menschen weitergeht, denen Felix während der drei Bände begegnet ist. Allerdings bevorzuge ich es grundsätzlich, wenn ein Autor seine Geschichte zu  Ende erzählt und mir nicht zu viel Platz für eigene Gedankenspiele lässt.

Dennoch hat mich auch dieser letzte Band der Trilogie sehr gut unterhalten.


Von Thomas Erle bereits gelesen


Der Protagonist und seine Geschichte

Felix war gerade ein paar Monate alt, als der Schwarzwald nach einem verheerenden Atomunfall evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich ist die ganze Region unbewohnbar.  An seinem 16. Geburtstag erfährt er, dass die Frau, die er bisher für seine Mutter hielt, seine Tante ist und dass seine Eltern sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Wanderung befanden, von der sie nie mehr zurückgekehrt sind. Aus dem Vermächtnis seines verstorbenen Onkels erhält er einen Hinweis darauf, dass seine Eltern noch leben und so macht er sich auf Spurensuche in der Sperrzone, wo er auf eine unheimliche Kraft stößt, die alles Lebendige gefährdet.

Unterwegs trifft er sowohl auf Menschen, die ihn aufnehmen und ihm weiterhelfen, als auch au Menschen, die  ihm nicht wohlgesonnen sind, mit den Gefahren der unheimlichen Kraft aber lernt er immer besser umzugehen. Am Ende des zweiten Bandes findet er seine Eltern, doch er merkt, dass er damit noch nicht am Ende seines Weges ist. Die unheimliche Kraft bewegt ihn so sehr, dass er sie erforschen will und weiter zieht und damit beginnt der letzte Band der Trilogie.


Meine Gedanken zur Trilogie und zu diesem Buch

Die „Das Lied der Wächter“-Trilogie ist kein typischer Fantasy-Roman, eher mystisch und Band 1 war so spannend, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte. In Band 2 stolpert Felix von einem Abenteuer  ins nächste, wobei das Unergründliche im Hintergrund immer mitschwingt. Am Ende des zweiten Bandes deutete sich schon an, dass Felix wissen möchte, was  hinter der unheimlichen Kraft steckt und so ist es nicht weiter verwunderlich, das gerade am Ende das Mystische überwiegt.

Der Autor erzählt hier eine Geschichte über die Folgen einer Atomkatastrophe, die – so unglaublich sie auch klingen mag – durchaus vorstellbar ist. Natürlich muss man als Leser dieses Buches bereit sein, sich auf das mystische, diese unheimliche Kraft, einzulassen. Sie ist immer wieder da und  wie oben schon erwähnt, nimmt sie in Band 3 nochmals mehr Raum ein.

Die Vorstellung, dass so ein riesiges Gebiet wie der Schwarzwald zur Sperrzone erklärt wird, hat mich bewegt, sicherlich hat dabei eine Rolle gespielt, dass ich die Region kenne, weil ich dort aufgewachsen bin und die Strecke, die Felix zurücklegt, bildhaft vor mir sehen konnte. Doch auch dass das Leben der Menschen, die noch im Schwarzwald leben, um Jahrzehnte zurückgesetzt wurde, hat mich fasziniert.

Der dritte Band unterscheidet sich zunächst nicht groß von Band 2, Felix zieht seines Weges, lernt Menschen kennen, wird von ihnen  ein Stück begleitet, erhascht aber auch einen weiteren Blick hinter die Fassade und glaubt nicht mehr daran, dass der Schwarzwald ausschliesslich wegen des Atomunglücks abgesperrt wurde.

Thomas Erle hat auch hier wieder tolle Charaktere geschaffen. Phasenweise waren mir die Erzählungen etwas zu ausschweifend, doch die Grundspannung konnte der Autor immer aufrecht erhalten, da es viele offene Fragen zu ergründen gab.

Zu meinem Bedauern wurden leider nicht alle dieser offenen Fragen geklärt. Nicht etwa, dass Thomas Erle Handlungsstränge nicht zu Ende geführt hätte, aber beispielsweise bleibt das Mystisch  mystisch und ich hätte auch gerne gewusst, wie es mit den Menschen weitergeht, denen Felix während der drei Bände begegnet ist. Allerdings bevorzuge ich es grundsätzlich, wenn ein Autor seine Geschichte zu  Ende erzählt und mir nicht zu viel Platz für eigene Gedankenspiele lässt.

Dennoch hat mich auch dieser letzte Band der Trilogie sehr gut unterhalten und ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Das Lied der Wächter – Das Gesetz – von Thomas Erle
Das Lied der Wächter-Reihe Band 3
erschienen am  09. Oktober 2019
Gmeiner Verlag


Weitere Meinungen zum Buch

Eine Lady in Nöten – Unsterbliche Highlands 3 von Catherine Bybee

Das Wichtigste in Kürze

Es handelt sich hierbei um den dritten Band der „Unsterbliche Highlands“ – Reihe, die anders ist als das, was ich bisher von Catherine Bybee kannte. Ich habe es bereits bei den Rezensionen zu Band 1 und 2 geschrieben: Fantasy und historische Romane gehören nicht zu meinen bevorzugten Genres, dennoch habe ich mich auf  diese Reihe eingelassen und bin begeistert.
Neben dem Kampf der Highlander gegen die Druidin, der sich sowohl in der Vergangenheit,  wie auch in der Gegenwart abspielt, kommen die Emotionen natürlich nicht zu kurz. In diesem dritten Band nimmt der Kampf gegen  die Druidin eine größere Rolle ein, als in den ersten beiden Bänden, was aber der Tatsache geschuldet ist, dass die Reihe mit diesem Band endet. Catherine Bybee hat die beiden Handlungsstränge wunderbar verwoben.
„Eine Lady in Nöten“ ist für mich ein gelungener Abschluss der Reihe und ich bin gespannt, was Catherine Bybee sich als nächstes einfallen lässt.

Da die Bände aufeinander aufbauen bzw. teilweise sogar als Crossover laufen, empfehle ich, mit Band 1 zu beginnen.


Von Catherine Bybee bereits gelesen

Eine Braut für jeden Tag – Reihe:

Not Quite – Reihe:

Happy End in River Bend – Reihe:

Diesmal für immer – Reihe:

Unsterbliche Highlands – Reihe:


Was bisher geschah

Tara McAllister begegnet während eines Live-Rollenspiel-Events Duncan MacCoinnich und seinem Bruder Finlay. Was Tara zu diesem Zeitpunkt nicht weiß ist, dass die beiden nicht wegen des Rollenspiels als Highland-Krieger verkleidet sind, sondern dem Schottland des 16. Jahrhunderts entstammen. Die beiden haben den Kampf gegen eine Druidin aufgenommen, die ihre Familie und ihre Heimat bedroht und dieins 21. Jahrhundert gelangt ist. Um Tara vor der Druidin zu schützen, nimmt Duncan sie mit in die Vergangenheit. Aufgrund ungünstiger Konstellationen kann sie von dort nicht mehr zurückkehren.

Nach etwa einem halben Jahr scheint es, als ob auch die Druidin ins 16. Jahrhundert zurückgekehrt ist und damit zur Gefahr für eine andere junge Frau geworden ist: Myra, die Schwester von Duncan und Finlay, kann sich nur retten, wenn sie in 21. Jahrhundert reist. Tara bereitet die junge Frau auf die Reise vor und bittet sie, ihre Schwester Lizzy aufzusuchen, damit diese erfährt, dass Tara noch am Leben ist und wo sie sich befindet.

Myra landet wie geplant in Kalifornien, doch sie kann keinen Kontakt zu Taras Schwester Lizzy aufnehmen, da diese verreist ist, also tut sie das, was Tara ihr geraten hat und gibt vor, an einer Amnesie zu leiden. Damit zieht sie allerdings das Interesse des Polizisten Todd auf sich. Die beiden nähern sich einander an. Ihre Geschichte wird in Band 2 erzählt.

Nach einem Aufeinandertreffen mit der Druidin landen auch Todd, Lizzy und ihr Sohn im 16. Jahrhundert, wo die Protagonisten aus der Gegenwart nicht nur mit dem Leben in einem Clan, sondern auch mit Hexerei konfrontiert werden. Gerade Lizzy tut sich hier schwer, da sie  es als alleinerziehende Mutter gewohnt, ihre Entscheidungen alleine zu treffen. Finlay legt zunächst eine herrische Art an den Tag, um ihr klar zu machen, dass das im 16. Jahrhundert nach außen hin nicht angebracht ist. Doch die beiden spüren schnell eine Anziehungskraft, der sie  sich nicht entziehen können.


Meine Gedanken zum Buch

Es handelt sich hierbei um den dritten Band der „Unsterbliche Highlands“ – Reihe, die anders ist als das, was ich bisher von Catherine Bybee kannte. Ich habe es bereits bei den Rezensionen zu Band 1 und 2 geschrieben: Fantasy und historische Romane gehören nicht zu meinen bevorzugten Genres, dennoch habe ich mich auf  diese Reihe eingelassen und bin begeistert.
Neben dem Kampf der Highlander gegen die Druidin, der sich sowohl in der Vergangenheit,  wie auch in der Gegenwart abspielt, kommen die Emotionen natürlich nicht zu kurz. In diesem dritten Band nimmt der Kampf gegen  die Druidin eine größere Rolle ein, als in den ersten beiden Bänden, was aber der Tatsache geschuldet ist, dass die Reihe mit diesem Band endet. Catherine Bybee hat die beiden Handlungsstränge wunderbar verwoben.
„Eine Lady in Nöten“ ist für mich ein gelungener Abschluss der Reihe und ich bin gespannt, was Catherine Bybee sich als nächstes einfallen lässt.

Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir Von der Übersetzerin Stephanie von der Mark als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Eine Lady in Nöten
Unsterbliche Highlands Band 3
von Catherine Bybee
erschienen am 24. Dezember 2019
Montlake Romance
335 Seiten

Ein unwiderstehlicher Gentleman von Catherine Bybee

Das Wichtigste in Kürze

Dies ist der zweite Teil der „Unsterbliche Highlands“ – Reihe, die anders ist als das, was ich bisher von Catherine Bybee kannte. Die Handlungen spielen nicht nur in der Gegenwart, sondern mittels Zeitreisen auch im schottischen Hochland des 16. Jahrhunderts, wo die Protagonisten aus der Gegenwart nicht nur mit dem Leben in einem Clan, sondern auch mit Hexerei konfrontiert werden. Doch wie gewohnt konnte mich die Autorin auch hier begeistern und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil dieser Reihe.


Von Catherine Bybee bereits gelesen

Eine Braut für jeden Tag – Reihe:

Not Quite – Reihe:

Happy End in River Bend – Reihe:

Diesmal für immer – Reihe:

Unsterbliche Highlands – Reihe:


Was bisher geschah

Tara McAllister begegnet während eines Live-Rollenspiel-Events Duncan MacCoinnich und seinem Bruder Finlay. Was Tara zu diesem Zeitpunkt nicht weiß ist, dass die beiden nicht wegen des Rollenspiels als Highland-Krieger verkleidet sind, sondern dem Schottland des 16. Jahrhunderts entstammen. Die beiden haben den Kampf gegen eine Druidin aufgenommen, die ihre Familie und ihre Heimat bedroht und die nun ins 21. Jahrhundert gelangt ist. Um Tara vor der Druidin zu schützen, nimmt Duncan sie mit in die Vergangenheit. Aufgrund ungünstiger Konstellationen kann sie von dort nicht mehr zurückkehren.

Nach etwa einem halben Jahr scheint es, als ob auch die Druidin ins 16. Jahrhundert zurückgekehrt ist und damit zur Gefahr für eine andere junge Frau geworden ist: Myra, die Schwester von Duncan und Finlay, kann sich nur retten, wenn sie in 21. Jahrhundert reist. Tara bereitet die junge Frau auf die Reise vor und bittet sie, ihre Schwester Lizzy aufzusuchen, damit diese erfährt, dass Tara noch am Leben ist und wo sie sich befindet.

Mit dem Zeitpunk der Abreise bilden Band 1 und Band 2 ein Crossover. In Band 1 wird die Geschichte von Duncan und Tara zu Ende erzählt und im Epilog kehrt Myra in die Highlands zurück. In Band 2 der Reihe erfährt der Leser, was Myra in der Zwischenzeit erlebt hat.


Band 2 – Die Protagonisten  und ihre Geschichte

Myra ist wie geplant in Kalifornien gelandet, doch sie kann keinen Kontakt zu Taras Schwester Lizzy aufnehmen, da diese verreist ist, also tut sie das, was Tara ihr geraten hat und gibt vor, an einer Amnesie zu leiden. Damit zieht sie allerdings das Interesse des Polizisten Todd auf sich. Er ist sich sicher, dass die junge Frau ihm etwas verschweigt, doch sein Beschützerinstinkt ist grösser als sein Misstrauen.

Die beiden nähern sich einander an und Myra will Todd die Wahrheit erzählen, doch erst nach ihrer gemeinsamen Begegnung mit Lizzy lässt der Cop den Gedanken zu, dass Myra ihn nicht belügt. Als es für Myra Zeit wird, nach Hause zurückzukehren, zerreißt das beiden das Herz.


Meine Gedanken zum Buch

Dies ist der zweite Teil der „Unsterbliche Highlands“ – Reihe, die anders ist als das, was ich bisher von Catherine Bybee kannte. Die Handlungen spielen nicht nur in der Gegenwart, sondern mittels Zeitreisen auch im schottischen Hochland des 16. Jahrhunderts, wo die Protagonisten aus der Gegenwart nicht nur mit dem Leben in einem Clan, sondern auch mit Hexerei konfrontiert werden. Doch wie gewohnt konnte mich die Autorin auch hier begeistern. Neben dem Kampf der Highlander gegen die Druidin, der sich sowohl in der Vergangenheit,  wie auch in der Gegenwart abspielt, kommen die Emotionen natürlich nicht zu kurz.
Ich wiederhole an dieser Stelle gerne, was ich schon zu Band 1 geschrieben habe, Fantasy und historische Romane gehören nicht zu meinen bevorzugten Genres, dennoch habe ich mich auf  diese Reihe eingelassen und bin auch nach Band 2 begeistert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte um den Clan der MacCoinnich, die pünktlich zu Weihnachten erscheinen soll.

Bewertung

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Eckdaten

Ein unwiderstehlicher Gentleman
Unsterbliche Highlands Band 2
von Catherine Bybee
erschienen am 15. Oktober 2019
Montlake Romance
350 Seiten

Lesen ist nichts für Feiglinge

Unter dem Motto „Lesen ist nichts für Feiglinge“ sind Marah Woolf, Ava Reed, Rose Snow und Katharina Herzog im November auf Leserreise quer durch Deutschland.

Der Tourauftakt fand auf der Frankfurte Buchmesse statt, wo die Autorinnen aus ihren aktuellen Fantasy- und Jugendbüchern lasen:

  • Marah Woolf – TausendMalSchon
  • Ava Reed -Ashes and Souls
  • Katharina Herzog – Faye
  • Rose Snow – Ein Augenblick für immer – Das dritte Buch der Lügenwahrheit

Am meisten gespannt war ich auf d Buch von Katharina Herzog, nicht nur, weil ich bisher fast alle ihre Bücher gelesen habe sondern auch, weil ich ihre Recherche-Reise nach Island in den sozialen Medien verfolgt habe.

Die Lesung war sehr kurzweilig gestaltet, allerdings war die Zeit knapp bemessen, die Autorinnen haben dann auch ein wenig überzogen, was ich aber nicht negativ empfunden habe, schlimmer wäre es gewesen, wenn sie an verschiedenen Stellen gekürzt hätten, um die Zeit einzuhalten.

Hier die Daten der Lesereise:

  • 26.11.2019 Thalia Hamburg
  • 27.11.2019 Thalia Dresden
  • 28.11.2019 Thalia Nürnber
  • 29.11.2019 Thalia Mannheim

Danke an Tanja von lesen und mehr, die mir ihr Foto von der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.

Mitternacht von Christoph Marzi

Das Wichtigste in Kürze

„Mitternacht“ ist ein Roman, den ich als „typisch Marzi“ bezeichnen würde. Die Geschichte spielt in einer echten und einer Parallelwelt mit eigenen Atmosphäre. Die Welt der Toten und Geister ist für mich bezeichnend für den Autor und dennoch schafft er es mit jedem seiner Bücher, eine neue und ganz andere Geschichte zu erzählen. Ich liebe den Schreibstil des Autors und finde, die Geschichten wirken manchmal, als wären es  Märchen für Erwachsene. Er zaubert mit Buchstaben und Worten, formuliert stellenweise erhaben ohne dass es hochtrabend wirkt, eher ein wenig nostalgisch und gleichzeitig zeitgemäß und ansprechend.

Insgesamt konnte Christoph Marzi mich auch mit diesem Roman überzeugen, allerdings war mir das Ende „zu wenig“ und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.

Von Christoph Marzi bereits gelesen


Klappentext 

Es gibt einen Ort, an dem die Geister leben, eine Welt, die unsere berührt, eine Stadt, in der mit Geschichten und Albträumen Handel getrieben wird. Ein Missgeschick lässt Nicholas James, den alle nur den »gewöhnlichen Jungen« nennen, diese Welt betreten – und alles ändert sich: Peter Chesterton, ein reisender Geist, nimmt sich seiner an. Das Findelgeistmädchen Agatha stiehlt sein Herz. Und etwas, das im Dunkeln lauert, gewinnt an Macht. Die Wege, die Nicholas beschreitet, führen ihn dorthin, wo alle Hoffnungen geboren und alle Träume gestorben sind, an einen Ort, den die Geister voller Ehrfurcht »Mitternacht« nennen. Eine Geschichte von der Macht der Bücher und der Gefahr des Vergessens, in einer Welt der Geister. (Piper Verlag)


Meine Gedanken zum Buch

Fantasy ist nicht mein Genre, das weiß ich und auch wenn ich hin und wieder einen Abstecher mache, halte ich mich in erster Linie eher fern.
Die einzige Ausnahme bilden die Bücher von Christoph Marzi, sie haben es mir schon vor langer Zeit angetan. Was mir besonders gefällt, ist, dass die Geschichten des Autors oftmals an Schauplätzen in der echten Welt spielen und eine zweite Parallelwelt entsteht, in die die Protagonisten eintauchen. So ist es auch in „Mitternacht“. Die Parallelwelt ist ein Ort mit einer ganz eigenen Atmosphäre, sie hat etwas Düsteres und gleichermaßen faszinierendes, dass mich als Leser in den Bann gezogen hat. Das empfinde ich als „typisch Marzi“.
Ich liebe den Schreibstil des Autors und habe es schon einmal in einer anderen Rezension erwähnt: manchmal wirken die Geschichten von Christoph Marzi auf mich, als wären es  Märchen für Erwachsene. Er zaubert mit Buchstaben und Worten, formuliert stellenweise erhaben ohne dass es hochtrabend wirkt, eher ein wenig nostalgisch und gleichzeitig zeitgemäß und ansprechend.
Erneut ist der Protagonist ein junger Mensch. In diesem Fall ein Mann von Mitte 20 der Geschichten schreibt und durch diese Geschichten offenbar Zugang zu einer Welt erhält, die  anderen Menschen verschlossen bleibt. Diese Welt der Toten und Geister ist für mich ebenfalls bezeichnend für diesen Autor und dennoch schafft er es mit jedem seiner Bücher, eine neue und ganz andere Geschichte zu erzählen.
Insgesamt konnte Christoph Marzi mich auch mit diesem Roman überzeugen, allerdings war mir das Ende „zu wenig“ und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.
Ich wusste bereits vor dem Lesen des Buches, dass Christoph Marzi einen Schlaganfall erlitten hatte und das Buch danach zu Ende schrieb, dazu äußert er sich auch im Nachwort. Wenn ich das berücksichtige, würde ich dem Buch die Höchstpunktzahl geben, doch ich glaube kaum, dass das die Intention war, die Erkrankung öffentlich zu machen. Aus diesem Grund bewerte ich das, was ich schwarz  auf weiß vor mir habe  und das reicht für vier von fünf Eulen.

Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir über Netgalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Mitternacht
von Christoph Marzi
erschienen am 4. Juni 2019
bei Piper
320 Seiten


Weitere Meinungen zum Buch

Eine widerspenstige Braut von Catherine Bybee

Das Wichtigste in Kürze

Wer die Bücher von Catherine Bybee kennt, sollte wissen, dass die „Unsterbliche Highlands“-Reihe anders ist, als ihre bisher bei Montlake erschienenen Bücher. Mit einem Mix aus Gegenwart, „neumodischem“ Live-Rollenspiel, dem faszinierenden Hochland des 16. Jahrhunderts, dem Leben in Clans, Hexerei und Zauberei, aber auch vielen Emotionen konnte die Autorin mich erneut begeistern und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil dieser Reihe.


Von Catherine Bybee bereits gelesen

Eine Braut für jeden Tag – Reihe:

Not Quite – Reihe:

Happy End in River Bend – Reihe:

Diesmal für immer – Reihe:


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Tara McAllister besucht mit einer Freundin ein Live-Rollenspiel-Event in Boston, wo sie Duncan MacCoinnich kennen lernt und sich zu ihm hingezogen fühlt. Was sie nicht weiß ist, dass der Mann nicht nur wegen des Rollenspiels als Highland-Krieger gekleidet ist, er entstammt tatsächlich dem Schottland des 16. Jahrhunderts und reist mit seinem Bruder Finlay durch die Zeit, um eine gefährliche Druidin zu vernichten, die ihre Heimat bedroht.

Als besagte Druidin Tara töten will, sieht Duncan nur eine Chance, er reist mit Tara zurück in seine Heimat ins 16. Jahrhundert und nimmt der jungen Frau damit jede Möglichkeit, in ihr altes Leben zurückzukehren.


Meine Gedanken zum Buch

Fantasy und historische Romane, beides gehört nicht zu meinen bevorzugten Genres, eine Kombination daraus war für mich ein Wagnis und ich hatte meine Zweifel, ob mir dieses Buch wirklich zusagen wird. Was für den Roman gesprochen hat, war ganz klar die Autorin, denn ich liebe die Bücher von Catherine Bybee, die mich bisher fast durchweg überzeugen konnte.
Ich nehme es vorweg: die Autorin konnte mich auch mit diesem Buch begeistern. Die Geschichte startet mit Taras Fahrt zum Rollenspiel in der heutigen Zeit, sowie dem mehrtägigen Aufenthalt dort. Nach ca. 1/3 des Buches reisen Tara und die MacCoinnich-Brüder in die Vergangenheit. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Roman sich schon längst zu einem Pageturner für mich entwickelt.
Wer die Bücher von Catherine Bybee kennt, sollte wissen, dass die „Unsterbliche Highlands“-Reihe anders ist, als ihre bisher bei Montlake erschienenen Bücher. Mit einem Mix aus Gegenwart, „neumodischem“ Live-Rollenspiel, dem faszinierenden Hochland des 16. Jahrhunderts, dem Leben in Clans, Hexerei und Zauberei, aber auch vielen Emotionen konnte die Autorin mich erneut begeistern und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Bewertung

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Eckdaten

Eine widerspenstige Braut
Unsterbliche Highlands Band 1
von Catherine Bybee
erschienen am 25. Juni 2019
Montlake Romance
334 Seiten