Archiv der Kategorie: Fantasy

Silber – Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier

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  • Silber – Das zweite Buch der Träume
  • von Kerstin Gier

  • Zum Inhalt:

Nach dem ersten Abenteuer, das für Liv tödlich hätte enden können, ist die Gruppe auseinander gebrochen. Anabel ist in der Klinik und Grayson, Henry und Liv vermeiden den Kontakt mit Arthur. Aber auch ohne Anabel und Arthur geht es drunter und drüber:

Liv und Henry sind seit einigen Wochen ein Paar, aber es ziehen Wolken auf. Die Großmutter von Grayson und Florence ist von ihrer zukünftigen Schwiegertochter und deren Familie gar nicht begeistert ist und macht das auch jedem klar. Mia fängt an schlafzuwandeln und muss mehr als einmal gerettet werden. Nein, das ist längst noch nicht alles, aber alles, was ich noch schreiben könnte, wäre gespoilert und das wollen wir ja schließlich nicht ;)


  • Meine Meinung:

Ich war mir nach dem ersten Buch der Träume nicht sicher, wie Kerstin Gier diese Geschichte noch fortsetzen will, aber die Ideen, die sie im zweiten Buch der Träume umgesetzt hat, machen mich jetzt schon neugierig auf Teil 3. Das Buch ist spannend, humorvoll, märchenhaft, unterhaltsam, die Personen sind toll herausgearbeitet, die Protagonisten einfach liebenswert, das Cover ist ganz zauberhaft, die Sprecherin Simona Pahl ist grandios, Secrecys Blog ist gemein wie eh und je.

Nach der Edelsteintrilogie ist auch diese Trilogie für mich ein potentieller Kandidat für eine Verfilmung.


  • Mein Fazit:

„Silber“ ist für mich ein Märchen für Jugendliche und Erwachsene. Ich hab mich sogar dabei erwischt, wie ich versucht habe, mich an meine Träume zu erinnern und daran, ob ich da jemals eine Tür gesehen habe ;) Natürlich ist der Überraschungseffekt aus dem ersten Teil ein wenig verloren gegangen, denn schließlich weiß der Leser nun schon, worum es geht. Aber die Fortsetzung ist genau so spannend wie Teil 1, die Protagonisten erleben ein weiteres Abenteuer und werden nochmal ein Stück deutlicher gezeichnet.

Wer Teil 1 nicht gehört oder gelesen hat, sollte dies auf jeden Fall noch tun. Kerstin Gier hat es zwar geschafft, auch neue Leser einzuführen, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass demjenigen, der das erste Buch der Träume nicht kennt, ein Stück fehlt.

Meine Mädels und ich sind auf jeden Fall sehr gespannt auf die Fortsetzung und vergeben fünf von fünf Eulen. „Dream on“

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Der Gott des Todes von Patrick Satters

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Zum Inhalt:

Azur findet sich nach seinem Selbstmord in der Unterwelt wieder. An seine Vergangenheit kann er sich kaum noch erinnern, als auch die Erinnerungen an seine Frau zu verschwinden drohen, lässt er sich auf ein Spiel mit dem Gott des Todes ein und bekommt die Chance, noch einmal in sein Leben zurückzukehren.

Er begibt sich auf die Suche nach seiner geliebten Frau und muss dabei allerlei Gefahren bestehen.


Meine Meinung:

Der Gott des Todes ist der erste Band der „Reich der Götter“-Trilogie und im Bereich Epic Fantasy angesiedelt. Ich habe in den letzten Monaten kaum Fantasybücher gelesen, die mich richtig überzeugen konnten, aber Patrick Satters ist hier ein echter Pageturner gelungen.

Nach ca. 50 Seite schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass der Autor den zweiten Hobbitfilm gesehen haben musste, als er das Buch schrieb, tatsächlich ist es so, dass Patrick Satters ein Fan von Tolkien ist, da ich den Film erst kurz vor Weihnachten gesehen habe, hatte ich bei verschiedenen Passagen einfach verschiedene Bilder aus dem Film im Kopf, die die Erzählweise des Autors noch anschaulicher gemacht haben. Wer aber nun denkt, dass es sich bei diesem Buch um einen Abklatsch vom Hobbit oder Herr der Ringe handelt, der hat weit gefehlt.

Sicherlich muss auch Azur – wie die Gefährten und die Zwergen – auf seiner Reise einige Abenteuer bestehen, aber darüber hinaus hat er seine ganz eigene Geschichte und die fand ich sehr fesselnd. Ganz davon abgesehen, dass Patrick Satters es auch in den vielen vielen Nicht-Tolkien-Affinen Passagen schafft, Bilder in meinen Kopf zu zaubern und mir das Gefühl zu geben, als sei ich hautnah dabei.

Die beiden Protagonisten Azur und Numenez sind mir sehr sympathisch, wobei Azur eher spontan reagiert, wenn jemandem Unrecht geschieht, während Numenez gerne abwägen würde, was auf ihn zukommen kann – doch dafür ist es meist schon zu spät, weil Azur schon losgestürmt ist ;) Azur weiss eigentlich gar nicht, wohin seine Reise ihn führt, aber durch die Rückblicke in Form von Erinnerungsfetzen kommt er seiner Vergangenheit immer näher, bis er erkennt, was ihn wirklich dazu veranlasst hat, Selbstmord zu begehen.

Mich konnte der Debütroman von Patrick Satters absolut überzeugen, ich vergebe fünf von fünf Sterne und bin gespannt auf den 2. Teil der Trilogie.


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Mit diesem Buch erfülle ich Punkt 16 meiner Challenge Lese ein Buch aus dem Bereich Fantasy.

Edelsteintrilogie von Kerstin Gier

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Die Edelsteintrilogie ist irgendwie an mir vorbei gegangen, bis ich ein Making of von Rubinrot im Fernsehen gesehen und mir den Film im Kino angeschaut habe. Direkt danach habe ich mir Saphirblau und Smaragdgrün als Hörbuch gekauft und im November das zweite Mal angehört, einfach, weil ich eine bezaubernde Geschichte gebraucht habe :)

Den Inhalt kopiere ich direkt aus meiner Kinoreview:

Die 16jährige Gwendolyn ist das schwarze Schaf der Familie, sie hält sich weder an eine Kleiderordnung, noch kann sie sich mit ihrer feinen Verwandtschaft identifizieren – ganz anders ihre Cousine Charlotte, die ihr Leben lang darauf vorbereitet wurde, ab ihrem 16 Lebensjahr durch die Zeit zu reisen und für die Loge des Grafen von St. Germain Aufträge zu erledigen. Dumm nur, dass nicht Charlotte diejenige ist, die das Gen in sich trägt, sondern Gwendolyn. Gwenny, die weder Sprachen, noch Selbstverteidigung oder Geschichte studiert hat, um sich auf diese Aufgabe vorzubereiten, wird nun ins kalte Wasser geworfen. Zur Seite gestellt wird ihr Gideon de Villiers, Charlottes gutaussehender Freund, der die tolpatische Gwenny am liebsten loswerden würde. Ihre Aufgabe wird es sein, das Blut aller zwölf Zeitreisenden in die Zeitmaschine einzuspeisen, damit sich der Blutkreis der zwölf schliesst. Da die meisten Zeitreisenden bereits verstorben sind, müssen Gwenny und Gideon sie in der Vergangenheit aufsuchen. Doch Gwendolyn ist nicht bereit, einfach zu tun, was man ihr sagt, sie hinterfragt alles und bezweifelt das Gute am Auftrag der Loge…

Von Rubinrot über Saphirblau bis zu Smaragdgrün lernen Gideon und Gwen sich schätzen und lieben. Allerdings werden ihre Gefühle immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Der Untertitel lautet LIEBE GEHT DURCH ALLE ZEITEN und das ist hier sprichwörtlich gemeint.

Meine Meinung zu Rubinrot gilt auch für die beiden Folgebände: phantastisch, romantisch, rührend und stellenweise auch sehr humorvoll. Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und die beiden Hörbücher habe ich beim ersten Mal sofort durchgehört, nun, beim zweiten Mal, höre ich Dinge heraus, die mir beim ersten Mal gar nicht aufgefallen sind und geniesse die Geschichte sehr.


Die Rezension erfolgt mit leichter Verspätung, aber Smaragdgrün ist natürlich geradezu prädestiniert, um die Farbe HELLGRÜN bei der Regenbogenchallenge zu erfüllen :)

Fabula von Christoph Marzi

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Zum Inhalt:

Colin Darcy arbeitet als Wissenschaftler in London und ist mit einer Anwältin liiert. An einem Tag kommt es geballt für Colin, er erkennt, dass die Beziehung nicht das Wahre ist, beruflich kommt es zu Problemen und sein bester Freund stirbt bei einem Autounfall.

Als er dann noch einen bunten Vogel entdeckt, wird er an seine Kindheit in Ravenscraig erinnert. Da kann es kein Zufall sein, dass seine Mutter und sein Bruder seit Tagen vermisst werden. Seine Mutter wäre ihm noch egal, aber seinen kleinen Bruder will Colin nicht im Stich lassen, vor allem, weil es ihm unbegreiflich ist, was dieser in der Heimat wollte, schliesslich war er noch weiter als Colin aus Schottland geflüchtet: in die USA. Was also sollte Danny dazu veranlasst haben, zurück zu kehren, und warum sind er und die Mutter nun verschwunden?


Meine Meinung:

Einmal mehr bin ich begeistert von einem Buch meines Lieblingsautors Christoph Marzi.

Was anfänglich noch eine Beschreibung des doch recht langweiligen Alltages von Colin Darcy ist, entpuppt sich schnell als mystisch und undurchsichtig.

Erst ist Rückblicken auf die Kindheit von Colin und Danny erfährt der Leser mehr über die Gabe, die Helen Darcy gegen ihre Söhne eingesetzt hat. Denn die Geschichten, die ihre Mutter erzählt, sind nicht einfach nur Geschichten, sie haucht ihnen Leben ein. Schnell  wird klar, wieso die beiden ihre Mutter hassen und ihre Heimat verlassen haben.

Ist es während des Buches die Gabe der Mutter, die die Fantasy-Elemente in die Geschichte einbringt, so ist es am Ende die Auflösung des Verschwindens, die fast schon märchengleich klingt. Der Schluss hätte ein bisschen ausführlicher sein dürfen, aber das hat meiner Begeisterung keinen Abbruch getan.


Keine Frage, das ist natürlich das Buch, mit dem ich die Aufgabe Nr. 14 von Hufies „Auf den SuB mit Gebrüll“-Lesechallenge erfülle: Lest ein Buch Eures Lieblingsautoren.

Soul Screamers – Mit ganzer Seele – von Rachel Vincent

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Zum Inhalt:
Kaylee und ihre Freundin Emma werden von deren Schwester in einen Club eingelassen. An diesem Abend begegnet Kaylee einem der bestaussehendsten Typen der Schule, Nash, der sie auch noch anspricht. Plötzlich überkommt Kaylee eine Panickattake, als sie ein Mädchen sieht, das von einem grauen Schleier umhüllt zu sein scheint. Kaylee weiss, was das bedeutet, das Mädchen wird sterben und sie wird schreien, deshalb will sie den Club so schnell wie möglich verlassen. Allerdings will Nash sie begleiten und es gelingt ausgerechnet ihm, sie zu halten und zu beruhigen, so dass sie ihr Schreien unterdrücken kann. An dieser Stelle erfährt der Leser, dass das Mädchen sich bereits seinen Pflegeeltern anvertraut hatte mit dem Ergebnis, dass sie in der geschlossenen Abteilung des Krankenhauses gelandet ist. Kein Wunder, dass sie nicht mehr über die Vorgänge sprechen will.

Am nächsten Tag ist das Mädchen tatsächlich tot und Kaylee beschliesst, endlich herauszufinden, was es mit dem geheimnisvollen Schleier auf sich hat und Nash will ihr zur Seite stehen. Kaylee lernt dabei nicht nur ihre eigene Vergangenheit kennen, sondern muss herausfinden, warum Mädchen sterben müssen, die noch ein langes Leben vor sich hatten und sie deshalb noch gar nicht „auf der Liste“ standen. Gemeinsam mit Nash will sie verhindern, dass es weitere Tote gibt.


Meine Meinung:

Was sich zunächst als recht einfache Handlung über ein Mädchen, das einem Geheimnis auf die Spur kommen will, anhört, entpuppt sich als komplexe Geschichte mit ungeahntem Ausgang.

Kaylees Todesahnungen spielen dabei genau so eine Rolle, wie ihre Eltern und Pflegeeltern, die ihr so vieles verschwiegen haben. Dem gegenüber steht Nash, den sie eigentlich erst jetzt besser kennenlernt, dem sie aber sofort vertraut und der ihr viel mehr erzählt, als er eigentlich darf. Natürlich spielen auch die Gefühle zwischen den beiden eine goße Rolle in deisem Buch.

Die Autorin hat es geschafft, die Geschichte so aufzubauen, dass sie, je mehr man als Außenstehender erfährt, auch an Spannung gewinnt. Das Ende war für mich immer noch überraschend, wenn auch vielleicht nicht ganz unerwartet. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass es eine in sich geschlossene Geschichte ist. Natürlich bin ich neugierig auf den zweiten Band geworden, aber die Handlung hat keinen Cliffhanger, so dass der Leser selbst entscheiden kann, ob er einen weiteren Teil lesen möchte, oder eben auch nicht.

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Fazit:

Ich besitze das Buch schon seit über einem Jahr und frage mich jetzt, warum ich es nicht schon früher in die Hand genommen habe. Es ist viel zu gut, als dass man es auf seinem SuB liegen lassen sollte.

Damit erfülle ich auf Punkt 19 (Lest etwas was mindestens 1 Jahr auf eurem Sub liegt.) von *Hufies “Auf den SuB mit Gebrüll” Challenge 2013*

Soul Screamers – Mit ganzer Seele
von Rachel Vincent
Mira Taschenbuch
erschienen im Oktober 2011
9,99 Euro

Im Schatten des Mondlichts – Fortsetzung und Ende der Trilogie

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Im Schatten des Mondlichts ist eine Trilogie von J.J. Bidell. Vor einigen Tagen habe ich den ersten Teil – Das Erwachen – rezensiert. Nun habe ich auch den zweiten Teil – Die Fährte – und das Ende – Das Erbe – gelesen.

In Im Schatten des Mondlichts geht es um Naomi, die in Hamburg lebt und für ein Auslandssemester in die USA geht. Kurz vor ihrer Abreise erzählt ihre Oma, Naomi sein ein Katzenmensch, ein Mensch, der sich bei Vollmond in eine Raubkatze verwandelt. Die junge Frau verbucht die Geschichte als weiteren Versuch, sie in Hamburg zu halten und reist ab. In den USA lernt sie Roman kennen und lieben, doch plötzlich spielt ihr Körper verrückt und Naomi wird klar, dass ihre Großmutter sie wirklich nur wahnen wollte. Bevor die junge Frau erahnen kann, wer Freund und wer Feind ist, ist sie in Gefahr und mit ihr alle, die ihr lieb und wichtig sind…

In Die Fährte erfährt der Leser, dass Naomi nach Deutschland zurückgekehrt ist und Roman sich durch den „Kuss des Vergessens“  nicht mehr an sie erinnern kann. So schwer ihr dieser Schritt auch gefallen ist, es war die einzige Chance, Roman vor ihren Feinden zu schützen. Sie will hart trainieren, um eines Tages zu ihm zurück zu kehren und einen Neuanfang zu warten.

Ihre Großmutter steht ihr bei und übergibt ihr einen Brief, den sie selbst von ihrer Mutter erhalten hat, bevor diese verschwunden ist. Die beiden Frauen reisen nach London und hoffen, dort mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Doch der Feind lauert schon und entgegen Naomis Hoffnung ist auch Roman noch in Gefahr. Er kann sich zwar nicht mehr an sie erinnern, aber sein nächstes Umfeld weiß sehr wohl noch, das da bis vor kurzem ein Mädchen war, dass seine große Liebe zu sein schien und Roman beginnt, nach Naomi zu suchen.

In Das Erbe schliesslich verbringen die beiden die Zeit nach der Geburt des Kindes in Hamburg. Doch Naomi ist noch immer auf der Suche nach den Wurzeln der Katzenmenschen und nach einer Möglichkeit, zu verhindern, dass auch ihr Kind sich einmal verwandeln wird. Die kleine Familie zieht nach Barcelona und damit in den Schutz der Vorfahren. Doch auch hier sind sie nicht sicher. Während Naomi in Sevilla und Mexiko nach Antworten sucht, geraten Familie und Freunde in Gefahr. Es kommt zum finalen Kampf, den Naomi gewinnen muss, um alles retten zu können, was ihr lieb und teuer ist.


Meine Meinung:

Die Fortsetzung und das Ende der Trilogie haben mich nicht enttäuscht. Auch in diesen beiden Teilen kommt es immer wieder zu Wendungen, mit denen vorher nicht zu rechnen war. Wie schon Das Erwachen haben mich diese Teile so gefesselt, dass ich beide innerhalb von 24 Stunden gelesen habe.

Ich bin froh, dass ich meine „Bedenken“ bezüglich Bücher über Gestaltwandler über Bord geworfen habe, denn es hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht. Die Trilogie Im Schatten des Mondlichts von J.J. Bidell kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen!