Archiv der Kategorie: Romance

Hot Office Day – Ein Sommer-Quickie von Erin McCarthy

Jared hatte eine Affäre mit einer Arbeitskollegin und hat dadurch seinen Job verloren. Grund genug, den Frauen in der Firma abzuschwören. Bis Candy auftaucht. Obwohl er sich große Mühe gibt, lässt Candy ihn nicht kalt. Doch er will seine Kollegin auf Abstand halten, was seinen Chef dazu veranlasst, die beiden zu einer Online-Therapie anzumelden, um die Teamfähigkeit zu verbessern. Dabei kommen die beiden sich nahe … sehr nahe…

  • Meine Gedanken zum Buch:
Die Online-Therapie und die entsprechende Online-Befragung sind unrealistisch und schwach konstruiert, aber das Hauptaugenmerk liegt auf der Erotik und das passt auf jeden Fall. Heiße – klischeehafte – Szenen, zwischendurch Geplänkel bei der Abarbeitung der Fragen, aber insgesamt ein kurzweiliges Lesevergnügen.
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Keine Angst, es ist nur Liebe von Marlies Zebinger

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Keine Angst, es ist nur Liebe
von Marlies Zebinger
erschienen am 05. August 2014
Feuerwerke Verlag


  • Zum Inhalt:

Anna Maria Elisabeth Rogner leidet unter Angst und Panikattacken, sie hat Angst vor so ziemlich allem, vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, vor der Höhe, vor Nähe und seit ihrer letzten Beziehung auch vor der Liebe.

Dann begegnet sie Matts, der ihre Angst spürt und ihr helfen will, in dem er ihr sieben Aufgaben stellt, die sie erfüllen soll, um ihre Ängste zu überwinden und ihre Träume zu verwirklichen.


  • Die Autorin:

Marlies Zebinger ist 1981 in Graz geboren, wo auch ihr erstes Buch spielt. Nach ihrem Studium war sie aufgrund einer Lebens- und Angstkrise gezwungen, neue Wege zu gehen. Ihre Form der Therapie war das Schreiben der Geschichte um Anna und Matts. Das hat ihr geholfen, ihre Kriese zu überwinden.

Ihr Buch „Keine Angst es ist nur Liebe“ ist am 05. August 2014 im Feuerwerke Verlag erschienen. Es handelt sich um eine gefühl- und humorvolle Geschichte über Ängste und Panikattacken, aber auch von wunderbaren Briefen, Sonnenblumen und von Anna und Matts.


  • Meine Gedanken zum Buch:

Die Protagonistin Anna trifft auf den gut aussehenden, charmanten und einfühlsamen Matts, der ihr nicht nur zuhört, sondern darüber hinaus auch noch in der NHL Eishockey gespielt hat und daher recht vermögend ist. Ein typischer Frauenroman? Mitnichten! „Keine Angst, es ist nur Liebe“ liest man nicht eben mal am Pool oder abends im Bett und legt das Buch dann zur Seite. Es handelt zwar von tiefen Gefühlen, aber auch von Angst und Panik, davon, sich selbst im Weg zu stehen. Wer dieses Buch in die Hand nimmt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es genauso tiefgründig wie unterhaltsam ist.

Die Briefe, die Matts an Anna schreibst, sind zum dahin schmelzen. Sicherlich ist ein so perfekter Mann unrealistisch, aber dieses Buch braucht genau ihn, um mit der Thematik hinter der Liebesgeschichte klar zu kommen. Die Ängste die Anna hat, kann ich zu einem Teil nachvollziehen, weil sie möglicherweise alltäglich sind, wie z.B. die Angst vor der Dunkelheit oder Höhenangst. Aber Annas Erkrankung geht weit darüber hinaus.

Marlies Zebinger hat es geschafft, den Humor in ihrer Geschichte trotz des schwierigen Themas nicht zu kurz kommen lassen und mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Sie hat einen warmherzigen Schreibstil, allerdings hatte ich immer wieder Schwierigkeiten, den Text flüssig zu lesen. Aufgefallen sind mir beispielsweise Schachtelsätze mit vielen Kommas und „unds“, was dann gut gepasst hat, wenn die Wortschwalle, die aus der Protagonistin herausbrechen, wiedergegeben werden, aber an anderen Stellen den Lesefluss behindert haben. Gleiches gilt für Erläuterungen, die die Autorin in Klammern setzt, das war für mich sehr ungewohnt. Markant ist die Verwendung von Worten, die es im hochdeutschen Wortschatz nicht gibt, die aber in Österreich verwendet werden, spontan fällt mir hier „Kassa“ für „Kasse“ ein. Das wiederum hat meinem flüssigen Lesen keinen Abbruch getan, ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Leser, dem das österreichische Deutsch nicht so vertraut ist, über das eine oder andere Wort stolpert, dass ihm nicht geläufig ist.

Die Autorin verarbeitet mit diesem Buch ihre eigene Lebenskrise, sie ist offen und direkt, das spürt man als Leser. Vielleicht hätte ich vieles besser nachvollziehen können, wenn ich selbst ebenfalls mit Angstzuständen konfrontiert werde, aber da ich glücklicherweise davon verschont bin, habe ich Ausschweifungen in diese Richtung hin und wieder als langatmig empfunden.

Für „Keine Angst, es ist nur Liebe“ vergebe ich 3,5 von 5 Eulen.

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Die unverhofften Zutaten des Glücks von Deborah McKinlay

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  • Die unverhofften Zutaten des Glücks
  • von Deborah McKinlay
  • erschienen bei Heyne

  • Zum Inhalt:
Die Engländerin Eve Petworth ist Mitte 40, geschieden, hat eine erwachsene Tochter und wurde ihr Leben lang von ihrer kürzlich verstorbenen Mutter dominiert. Aus einer spontanen Idee heraus schreibt sie einen Brief an den amerikanischen Schriftsteller Jackson „Jack“ Cooper.
Überraschenderweise erhält sie Antwort und aus der gemeinsamen Leidenschaft für das Kochen und Essen entwickelt sich ein reger Briefkontakt über den großen Teich hinweg.
Die beiden entwickeln eine Freundschaft, tauschen sich nach und nach über private Dinge aus und eines Tages schlägt Jack ein Treffen in Paris vor…

  • Meine Meinung:
Eve war mir von Anfang an sympathisch, sie wirkt aber immer zerbrechlich und hat durch den ständigen Einfluss ihrer Mutter überhaupt kein Selbstbewusstsein. Jeder Gang aus dem Haus scheint sie Überwindung zu kosten. Durch den Kontakt mit Jack kriecht sie ein wenig aus ihrem Schneckenhaus heraus.
Jack ist eine erfolgreicher Autor, dessen zweite Ehe gerade gescheitert ist. Er steht kurz vor seinem 50. Geburtstag und ist auf der Suche nach dem Sinn des Lebens bzw. einer Frau, mit der er den Rest seines Lebens teilen kann.
Die Autorin wechselt hier immer geschickt zwischen Eve und Jack hin und her, so dass der Leser automatisch am Leben beider Protagonisten teilnimmt und auch viel von ihrer Vergangenheit erfährt. Die beiden sind so unterschiedlich, dass es an ein Wunder grenzt, dass die beiden überhaupt eine Gemeinsamkeit haben, aber die Liebe zum Kochen verbindet sie tatsächlich.
Auf die großen Gefühle wartet man bei diesem Buch allerdings vergebens, denn wer meint, dass sich die beiden unter dem Eiffelturm in die Arme fallen und für immer zusammen bleiben, der irrt gewaltig. Das hätte auch gar nicht zu diesen beiden Menschen gepasst, finde ich :) Die Autorin hat sie hier ein anderes Ende einfallen lassen und rundet diesen wunderschönen Roman damit perfekt ab.

„Die unverhofften Zutaten des Glücks“ war für mich wieder einmal ein Buch, dass ich verschlungen und mir wieder einemal eine Nacht um die Ohren geschlagen habe, bis ich auch die letzte Seite umschlagen konnte. Der Roman ist tiefgründig und trotzdem kurzweilig und leicht zu lesen. Ich vergebe daher 5 von 5 Eulen und bedanke mich Claudia, die mir das Buch leihweise überlassen hat.

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Hochzeitsküsse und Pistolen von Katrin Koppold

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Hochzeitsküsse und Pistolen
von Katrin Koppold
erschienen am 03. August 2014


Zum Inhalt: 

Wenige Tage vor ihrer Hochzeit mit dem Polizisten Simon Gunn besichtigt Catherine „Cathy“ Walsingham zusammen mit ihrer besten Freundin Janina die Hochzeitsfoto-Location Glenford Castle und stolpert dort über die Leiche der ortsansässigen Postbotin Veronica Finch.

Wilbury on the Woods ist ein kleines Dorf im Südwesten von England und auch wenn es nur 30 km bis Plymouth und Exeter sind, steht kein Ermittler zur Verfügung, der Simon und seinen Kollegen Harry unterstützen kann. Sollte der Fall nicht innerhalb einer Woche gelöst sein, wird Simons Urlaub gestrichen und die Flitterwochen lösen sich in Luft auf.

Cathy will das verhindern und beschließt, Simon unter die Arme zu greifen und zieht Janina mit in die Geschichte hinein. Nicht nur, dass Simon Cathy ständig bei ihren „Ermittlungen“ erwischt, geraten die beiden auch in die Schusslinie des Mörders…


Die Protagonisten:

Cathy hat ihr Studium beendet und versucht, herauszufinden, was sie beruflich machen möchte. Finanzielle Probleme hat sie keine, ihre Eltern sind vermögend und stehen auf dem Standpunkt, dass sie sich nun auch nicht mehr orientieren muss, da sie nach der Hochzeit sowieso bald Mutter werden wird. Das klingt recht oberflächlich, tatsächlich hat Cathy aber ihr Herz am rechten Fleck. Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Cathy erzählt.

Simon liebt seine Zukünftige. Er macht sich Sorgen, dass ihr durch ihre Ermittlungen etwas zustoßen könnte und versucht sie, von ihren Unternehmungen abzuhalten. Wie sich am Ende herausstellt, waren seine Sorgen berechtigt.


Meine Meinung:

Katrin Koppold lässt ihren Leser in dem Moment in das Buch eintauchen, in dem Cathy und Janina die Tote finden. Dadurch hatte sie mich schon in den Bann der Handlung gezogen. Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch humorvoll und mit einem Tick Liebe gespickt.

Spannend deshalb, weil die Autorin hier einen Krimi geschafften hat, bei dem ich bis zum Ende keine Ahnung hatte, wer die Postbotin nun tatsächlich umgebracht hat, obwohl ich während der Geschichte mehrere Verdächtige hatte.

Humorvoll, weil Katrin Koppold immer wieder kleine Geschichten einfließen lässt, die einem ein herzhaftes Lachen ins Gesicht zaubern. Und das mit der Liebe, das kann sich ja wohl jeder denken ;-)

Für mich war die Handlung bis hin zum Dorftratsch plausibel und das Ende hat die Geschichte perfekt abgerundet.

Ich vergebe fünf von fünf Eulen für „Hochzeitsküsse und Pistolen“ und bin gespannt auf den nächsten Teil der Reihe, den die Autorin für das kommende Jahr angekündigt hat. Aber nicht nur das, ich werde nun auch endlich den ersten Teil von Katrin Koppolds „Sternschnuppen-Reihe“ aus meinem eBook-SuB befreien, denn der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und auch wenn es sich bei den Sternschnuppen-Büchern um ein ganz anderes Genre handelt, hoffe ich sehr, dass auch diese mich begeistern werden.

Traummänner und andere Hirngespinste von Annika Bühnemann und Anna Fischer

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Traummänner und andere Hirngespinste
von Annika Bühnemann und Anna Fischer
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2014


  • Zum Inhalt:

Marietta ist eine liebenswerte Frau in den Dreißigern. Sie hat ein Problem damit, Entscheidungen zu treffen. Das fängt schon bei Kleinigkeiten an, z.B. kann sie sich nicht spontan zwischen zwei verschiedenen Sorten Kaffee entscheiden. Sie gibt sich für Männer auf und will ihnen alles recht machen. Gerade haben sie uns ihr Exfreund sich getrennt. Daher sucht sie Rat bei ihrer Freundin Trudi. Dort begegnet sie dem netten Arzt Dr. Hannes Werk und ist schon wieder ganz angetan von einem Mann.

Trudi empfiehlt ihr, professionelle Hilfe zur Bewältigung ihrer Probleme mit Männern in Anspruch zu nehmen und so landet Marietta beim Hypno-Coach Paul. Als dieser ihr erklärt, dass sie unter Entscheidungsfindungsstörungen leidet, ist für Marietta schnell klar, dass es bei diesem einen Besuch bleiben wird.

Sie begegnet erneut Dr. Werk und als sie erfährt, dass dieser noch keine Wohnung in seiner neuen Heimat gefunden hat und daher noch im Hotel wohnt, bietet sie im spontan an, in ihr Gästezimmer zu ziehen. Es kommt, wie es kommen muss, die beiden landen miteinander im Bett, doch schon kurz darauf ist der gute Doktor auch mit der Nachbarin zugange und Marietta schmeißt ihn wieder aus der Wohnung.

Was Marietta in diesem Moment noch nicht weiß: Das war gar nicht der echte Hannes, sondern eine Halluzination. Das Hirngespinst hat sie nicht nur im Bett beglückt, sondern ist nun ständig präsent, um sie „an den Mann zu bringen“. Marietta versteht zunächst die Welt nicht mehr, aber eines ist klar, „Hirni“ muss weg …


  • Meine Meinung:

Die Idee, eine Halluzination als ständigen Begleiter in die Geschichte einzuführen, fand ich bei „Hirnis“ erstem Auftritt in der Geschichte befremdlich. „Wie unrealistisch“, dachte ich. Aber Hirni ist mir trotz oder gerade wegen seiner nervigen Art schnell ans Herz gewachsen und ich hätte ihn gar nicht mehr missen möchten.

Mariettas ständige Versuche, alles richtig zu machen, um die Männer zu halten, gibt der Geschichte ein wenig Tiefgang. Der Leser kann mitverfolgen, wie sie im Laufe der Geschichte lernt, mehr sie selbst zu sein. Dazu passen auch die kleinen Zitate zu Beginn jeden Kapitels.

Der Schreibstil hat mich schnell gefesselt, die Geschichte ist amüsant und hat mich gut unterhalten, aber es war kein „Pageturner“, der mich nicht mehr los gelassen hätte.

Außerdem muss ich zugeben, dass ich bereits sehr früh geahnt habe, worauf es am Ende hinaus läuft und trotzdem konnte mich der Abschluß in einem solchen Maße überraschen, dass ich ihn als rund und genial bezeichnen möchte.

Traummänner und andere Hirngespinste erhält von mir vier von fünf wohlverdiente Eulen und trotz meiner kleinen Einschränkungen eine glatte Leseempfehlung.

Die Autoren:

Anna Fischer ist das Pseudonym von Stefan Fischer, der mit diesem Namen für Romane mit Seele stehen will. Annika Bühnemann bezeichnet sich selbst als Lebensoptimistin. Ihr Ziel ist es, anderen Frauen zu vermitteln, dass man den Mut haben soll, seine Träume zu verwirklichen und für sein Glück einzustehen.

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer von Kerstin Gier

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Ehebrecher und andere Unschuldslämmer
von Kerstin Gier
erschienen am 26. September 2000
bei Bastei Lübbe

Kurzrezension:

Das Buch wird aus der Perspektive mehrer Frauen erzählt und überschneidet sich stellenweise auch. Da wäre zunächst die Studentin Louise, die erfährt, dass sie schwanger ist, kurz bevor ihr Vater stirbt und sie zu ihrer Mutter fährt. Ihre Mutter Amelie selbst droht durch den Tod des Mannes in ein tiefes Loch zu fallen und hängt sich an den neuen Pfarrer. Außerdem sind da noch die Nachbarinnen ihrer Mutter, Carola, die unbedingt ein Kind haben möchte, deren Mann aber unfruchtbar ist und die sich daher den Pfarrer als Samenspender auserkoren hat und Irmi, deren an den Rollstuhl gefesselter Mann ihr das Leben zur Hölle macht und die sich vom Pfarrer trösten lässt.

Das Buch ist sehr strukturiert, ich wusste zu jederzeit, um welche der Damen es sich gerade dreht. Zwischenzeitlich habe ich viele Frauenromane von Kerstin Gier gelesen, aber dieser hier passt nicht so ganz in das Bild, er war einfach anders und ich konnte hier auch nur äußerst selten schmunzeln. Auch die Idee, dass der Pfarrer hier von einer Dame zur anderen geht und seinen Charme spielen lässt, hat mich eher abgeschreckt. Der Schreibstil hingegen ist typisch Kerstin Gier, locker und gut zu lesen.

Aber das alleine hat mir hier nicht gereicht, daher vergebe ich nur 3,5 von 5 Eulen.

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