Archiv der Kategorie: Romance

Ein Engel im Mondlicht von Angela von Gatterburg

  • Ein Engel im Mondlicht
  • von Angela von Gatterburg
  • 192 Seiten
  • Verlag Rütten & Loening
  • 978-3-352-00816-0
  • 12,99 Euro

Zum Inhalt:

Engel 19 hat einen Fehler in der Verwaltung entdeckt, deshalb haben sich zwei Menschen nicht kennen gelernt, obwohl sie für einander bestimmt waren. Er fliegt zur Erde, verliert aber bei der Landung das Gedächtnis. In Bayern kommt er bei Willi, dessen Tochter Marie und der Enkelin Jennifer unter. Hier versucht Engel 19 die beiden Menschen zu finden, die er verkuppeln will.


Meine Meinung:

Achtung, das Buch ist furchtbar klischeehaft und kitschig. Aber es vermittelt auch eine Botschaft:

Es gibt in jedem Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Verbundenheit. Aber während die Menschen die Erlösung im „Außen“ suchen, in Autos, Häusern, Ruhm, Ehre, Liebesabenteuer usw. vergessen sie, nach „Innen“ zu gehen und ruhig zu werden. In jedem Menschen gibt es einen heiligen Ort mit der „Melodie des Himmels“, die man aber nur finden kann, wenn man bereit ist, nach „Innen“, in die Stille zu gehen.

(Die „Melodie des Himmels“ zieht sich durch das Buch, die zusammen gefassten Passagen sind auf Seite 170 und 171 zu finden.)

Das Buch handelt von der Liebe und davon den Richtigen oder die Richtige zu finden. Es ist sehr unterhaltsam und kurzweilig. Als Leser muss man nicht an die Existenz von Gott, Amor oder Schutzengel glauben, aber es hilft bei der Lektüre.

Autoren-Lesechallenge 21/26

Wachgeküßt von Sarah Harvey

Zum Inhalt:

Alex Gray hat einen tollen Job, Freundinnen und ihren Freund Max, der allerdings mit einer anderen im Bett landet. Mit ihren Freundinnen Emma und Serena will sie den Spieß umdrehen und den Männern das Herz brechen. Zu diesem ungünstigen Zeitpunkt taucht ausgerechnet ein Mann auf, dem Alex das Herz gar nicht brechen möchte…


Meine Meinung

Für dieses Buch habe ich mich entschieden, als die Bücherbox von chaosweib bei mir Station gemacht hat, orientiert hatte ich mich dabei am Klappentext. Der täuscht allerdings, denn Alex lernt ihren Traumman erst nach der Hälfte des Buches kennen und so habe ich mich dabei erwischt, wie ich immer wieder ganze Passagen übersprungen habe. Natürlich war ich neugierig, wie es weiter geht, aber ich war nicht bereit, dafür jeden alkoholbedingten Absturz, den sich die Protagonistin genehmigt, über Seiten weg zu verfolgen. In diesem Buch spielt der Alkohol eine umfangreiche Rolle. Alex gibt sich mehrfach pro Woche zusammen mit ihren Freundinnen irgendwo die Kanne und entsprechend viele Seiten waren gefüllt mit ihren Eskapaden unter Alkoholeinfluss.

Wenn man davon absieht, fällt das Buch unter die Rubrik „Leichte Kost“, ein typischer Frauenroman, den ich in einem Rutsch durchgelesen habe, witzig und unterhaltsam geschrieben, mit netten Charakteren, wobei das Klischee gut aussehender Mann – wenig im Kopf mehr als einmal bedient wird.

Allerdings ist dieses Buch für mich kein Grund, ein anderes Buch dieser Autorin zu lesen, weil mir vieles zu arg in die Länge gezogen war.

Autoren-Lesechallenge 19/26

Hier und jetzt und Himbeerkuchen von Agnes Nelle

  • Agnes Nelle
  • Hier und jetzt und Himbeerkuchen
  • 336 Seiten
  • EUR 14,99
  • Verlag Marion von Schröder – Ullstein Buchverlag GmbH

Zum Inhalt

Iris ist Ende 30 und arbeitet beim Ordnungsamt in Bremen. Sie lebt mit ihrem Freund Jörg zusammen, träumt von Heirat, Kinder, einem kleinen Häuschen, als Jörg sie für eine wesentlich jüngere (und „wilde“) aus der Wohnung wirft – Iris ist ihm zu langweilig geworden.Die Protagonistin packt ein paar Sachen zusammen und zieht zu ihrer besten Freundin Emma. Die hat eigene Probleme – von denen Iris nicht einmal etwas ahnt – die sie mit ständigen Unternehmungen versucht zu verdrängen. Und so belegen Iris und Emma einen Niedriggarkurs, bei dem sie Niklas begegnen. Attraktiv, verständnisvoll, Single, mit dem Wunsch nach Familie und einem Häuschen. Eigentlich Mr. Right – nur Emma findet ihn seltsam.

Als ob es nicht ausreicht, dass Iris Niklas gegenüber von Emma verteidigen muss, macht ihr auch noch ihr Chef Bruno Avancen und dessen Sohn Felix hatte ihr bereits einige Tage zuvor eine Liebeserklärung gemacht, allerdings unter Medikamenteneinfluss im Zuge einer Magenspiegelung.

Dann lernt Iris auch noch die Familie und die Exfreundin von Niklas kennen und ist verunsichert, ob Mr. Right überhaupt der Richtige ist.


Meine Meinung

Iris ist nicht aufregend, sie wünscht sich ein solides Leben mit Häuschen und Familie und als die biologische Uhr langsam tickt, fällt ihr Leben zusammen wie ein Kartenhaus. Aber nun stellt Iris nicht ihr Leben auf den Kopf, sondern macht weiter wie bisher und merkt, dass es noch andere Mütter gibt, die schöne Söhne haben.

Ich habe mich auf eine leichte, unterhaltsame Lektüre eingestellt und genau das war es:
Das Buch hat mich gefesselt und obwohl es keiner meiner geliebten Thriller ist, wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste schmunzeln, weil Iris in manchen Dingen wirklich ein extremes Gewohnheitstier ist, aber ich habe auch gelitten ob der „tollen“ Schwiegerfamilie, die sie sich da mitsamt ihrem Niklas geangelt hat.
Was mich etwas irritiert hat, ist der Titel des Buches, z.B. kann ich mich nicht daran erinnern, dass nur einmal das Wort Himbeerkuchen in der Geschichte vor kam. Aber das soll meiner Begeisterung keinen Abbruch tun: Volle Punktzahl für eine unterhaltsame Geschichte mit einem rundum gelungenen Abschluss.

Vielen Dank an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden.

 

Schwesterherz von Anna Licht

 

Schwesterherz
von Anna Licht
erschienen am 12. März 2012

Verlag: Rütten & Loening

Zum Inhalt:

Lilly meldet sich bei ihren Schwestern, weil sie einen Typen heiraten will, den sie noch gar nicht lange kennt. Luise war sauer auch Charlotte, weil sie ein Versprechen nicht eingelöst hat, was Luise einen neuen Job versaut hat.

So weit, so gut, anhand der Kurzbeschreibung muss man davon ausgehen, dass sich die beiden nun ständig in den Haaren liegen. Tatsächlich entwickelt sich nun aber ein Mailwechsel, in dem beide füreinander da sind und sich in guten und schlechten Zeiten helfen.

Natürlich geht es – wie es in der Kurzbeschreibung steht – nicht zuletzt um die grosse Liebe, denn Charlotte, verheiratet, eine kleine Tochter, trifft sich mit einem Typen, den sie übers Internet kennen gelernt hat und Luise stellt fest, dass ihr Freund Tom nicht der ist, für den er sich ausgibt.


Mein Fazit:

Mailverkehr – klingt nach Daniel Glattauer, ja, tut es. Aber während ich den Hype um „Gut gegen Nordwind“ nicht wirklich nachempfinden konnte, hat mich „Schwesterherz“ sofort gepackt. Es ist das Verhältsnis, wie ich es unter Geschwistern kenne. Man liebt und hasst sich, aber wenn es darauf ankommt, ist einer für den anderen da.

Das Buch ist nicht spektakulär, sondern einfach nur schön, toll zu lesen und in der Hinsicht spannend, das fast jede Mail etwas offen lässt, was sich erst in der nächsten Mail klärt, so dass ich das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen wollte.

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Gefährlicher Einsatz von Michelle Raven

TURT/LE Band 1 – Gefährlicher Einsatz von Michelle Raven


Zum Inhalt:

TURT/LE (Terrorism Undercover Reconnaissance Team / Ladies Elite) ist ein Projekt der US-Regierung zur Bekämpfung von Terrorismus und das LE steht für den weiblichen Teil der Einheit.

Kyla und Jade sind seit geraumer Zeit für TURT/LE undercover in Afghanistan im Einsatz, sie werden entdeckt und müssen flüchten. Dabei wird Kyla verletzt. Die beiden trennen sich darauf hin und während Jade in die Gefangenschaft eines Warlords gerät, wird Kyla von einem einzelnen Mann geschnappt, der sich Hamid nennt. Da die beiden keine Verbindung mehr zu ihrer Einheit aufnehmen können, bereiten sich die SEALS darauf vor, die beiden Frauen in Afghanistan zu suchen.

Rose Gomez, die vor sieben Jahren ihren Mann Ramon bei einem Navy SEAL-Einsatz verlor, wird zur gleichen Zeit in San Diego mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie begegnet Roderic „Rock“ Basilone, einem Mitglied der Einheit ihres verstorbenen Mannes, der alte Wunden in ihr aufreißt.

Kurze Zeit später benötigen die SEALS Rose´ Hilfe, da sie einige Monate in Afghanistan für eine Hilfsorganisation gearbeitet hat. Zögerlich willigt Rose ein und muss sich noch einmal mit dem Tod ihres Mannes auseinander setzen, den sie längst zu verarbeiten geglaubt hat.

Nachdem das erste SEALS-Team mit dem Hubschrauber abstürzt, muss Rocks Einheit nach Afghanistan fliegen. Nun gilt es nicht nur, die beiden Agentinnen zu finden, sondern auch die toten Mitglieder des ersten Teams zu bergen und gegebenenfalls nach Überlebenden zu suchen, ohne selbst unter Beschuss zu geraten.


  • Meine Meinung:

Michelle Raven lässt verschiedene Handlungen parallel laufen. So erlebt der Leser mit, wie Jade gefoltert, Kyla durch die Wüste geschleift und Rose mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, wie das erste SEAL-Team abstürzt, das zweite Team eingesetzt wird, die Truppe beim deutschen KSK unter kommt, festgestellt wird, dass es nicht ausreicht, den Warlord auszuschalten und anderes mehr. Während die Autorin auch mitten in der Geschichte immer neue Schauplätze einführt, beendet sie kurz darauf einen anderen Handlungsstrang, wodurch der Leser nie den Überblick verliert.

Durch die neuen Handlungsstränge reißt die Spannung nie ab, so dass ich die halbe Nacht durch gelesen und das Buch gleich nach dem Aufwachen wieder in die Hand genommen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.

Drei weibliche Protagonistinnen und eine ganze Schar von gut gebauten Männern, da erscheint der Hinweis darauf, dass es sich um ein Romantic Thrill handelt, schon fast überflüssig. Ich darf Euch verraten, dass die Gefühle von Rose, Jade und Kyla nicht zu kurz kommen. Allerdings gibt es nur für zwei von ihnen ein Happy End. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch als Band 1 gekennzeichnet ist, bin ich gespannt, was uns noch erwartet.

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Erdbeer Schorsch von Joachim Seidel

Erdbeer Schorsch
von Joachim Seidel
272 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch


Anton „HimbeerToni“ Hornig fällt vor seiner Lebensgefährtin auf die Knie und macht ihr einen Heiratsantrag. Die Antwort fällt ernüchternd aus, Ada KANN ihn nicht heiraten. So beginnt das Buch ErdbeerSchorsch von Joachim Seidel, das ich im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks lesen durfte.

Toni ist ein Chaot, kein Job, dafür eine arbeitende Lebensgefährtin, die ständig an ihm herummäkelt und zwei Kinder, die Zwillinge Anniki und Max. Und in seinem Leben geht schief, was gerade schief gehen kann. Das Mietshaus, in dem sie wohnen, soll verkauft werden, statt eines komfortablen Hotels auf Sylt hat Ada ein Familienzimmer in einer Jugendherberge gebucht, während des Schwimmens verletzt Toni sich so schwer, dass er zunächst ins Krankenhaus und dann seinen Urlaub abbrechen muss, sein kosovarischer Freund Radu soll abgeschoben werden, seine Stammkneipe wird schließen …

Und in diesem ganzen Trubel begegnet Toni seinem alten Freund und Bandkollegen Georg, den er uns seine Band-Kumpels schon lange für tot gehalten haben.


Mein Eindruck:

Die Musik spielt eine zentrale Rolle in Tonis Leben und auch in diesem Buch, beispielsweise hat Joachim Seidel die Kapitel mit Songnamen überschrieben und Textpassagen aus Songs tauchen auf, um die Geschehnisse zu untermauern.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, ich musste sehr oft grinsen und mir auch die eine oder andere Lachfalte aus den Augen wischen. Der Schreibstil ist einfach zu lesen, Probleme hatte ich anfangs nur bei einem Spiel, das Anton mit den Jungs spielt. Als ich begriffen habe, dass „Alaska“ „Alles klar“ heißen soll, war auch diese Passage problemlos zu lesen und zu verstehen.

Allerdings ist die Handlung stellenweise völlig überzogen und unglaubwürdig. Auch habe ich über viele Seiten weg versucht, hinter den Sinn des Buches zu kommen – Stichwort: Was will uns der Autor damit sagen. Auf dem Buchrücken heisst es „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss“, allerdings machen die Männer nicht viel, ausser essen und trinken und sich gegenseitig bedauern, wie schlecht es ihnen geht. Diese Suche nach dem Sinn des Buches hat zwar bewirkt, dass ich die Geschichte verhältnismässig schnell gelesen habe, aber auch das Happy End konnte mich nicht darüber hinweg trösten, dass mir einfach das gewisse Etwas gefehlt hat.

Daher vergebe ich 3,5 Sterne für den ErdbeerSchorsch, nicht vier, weil mich das Buch nicht überzeugen konnte, aber auch nicht drei, weil es dazu einfach zu unterhaltsam war.

Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von lovelbooks zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Meinung. Für den Artikel habe ich keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.