Archiv der Kategorie: Unterhaltungsliteratur

Hör mir auf mit Glück von Helena Baum

Hör mir auf mit Glück
von Helena Baum
erschienen am 6. Juni 2018
Independently published


von Helena Baum bisher gelesen:


 

  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Dr. David Tenner ist 58 Jahre alt und hat sich als Psychotherapeut, Redner und Autor einen Namen gemacht. Seine Frau Kathy ist nur wenige Jahre jünger, oft rastlos, ständig unterwegs und wenn sie zuhause ist, trägt sie Kopfhörer, um von David in Ruhe gelassen zu werden. Wenn man davon absieht, dass die beiden noch selten miteinander schlafen, scheint ihre Beziehung am Ende zu sein. Auch beruflich ist David unzufrieden. Vor fünf Jahren hat er dem Nomadendasein als herum reisender Redner und Autor ein Ende bereitet und hat eine Praxis eröffnet. Doch seine Arbeit bereitet ihm keine Freude und von seinen Patienten ist er nur noch genervt.

In seinen Mittagspausen macht er sich mit seinem Hund Batman auf den Weg zu einem Food Market in der Nähe seines Hauses. Dort ist er Emily begegnet, einer junge Frau, die sich mit ihrem Foodtruck eine Existenz aufgebaut hat und gerade schuldenfrei wurde. Sie lebt in einem Bus und ist zufrieden mit ihrem Leben. Die beiden haben sich im Laufe der Zeit ein wenig angefreundet und so sind die Pausen für David zu einem Tageshighlight geworden.

Emily ist Mitte 20 und seit zwei Jahren mit Cooper liiert. Auch der 29-jährige Cooper ist selbständig und baut sich gerade ein Netzwerk an Auftraggebern auf. Als Emily schwanger wird, steht für sie sofort fest, dass ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt keinen Platz in ihrem Leben hat, während Coop Feuer und Flamme ist, Vater zu werden. Coop versucht, Emilys Entscheidung, das Kind nicht zu bekommen, zu akzeptieren, bittet sie aber um einen gemeinsamen Termin bei einem Therapeuten. Die beiden vereinbaren einen Termin mit David, der unterbreitet ihnen einen ungewöhnlichen Vorschlag und stellt damit ihrer aller Leben auf den Kopf.


  • Meine Gedanken zum Buch

Auch dieser Roman von Helena Baum ist eher unaufgeregt und verläuft meist sehr ruhig. Das hat gerade zu Anfang des Buches ein wenig langatmig auf mich gewirkt. Doch die Autorin hat in diesem Buch die ganz unterschiedlichen Geschichten von mehreren Personen aufgegriffen und auf wunderbare Weise zusammengeführt.

Im Klappentext eines anderen Buches von Helena Baum, das ich bereits gelesen habe, heißt es „Suchen – Finden – Verlieren, sich aufrappeln und weitermachen“, das passt auch zu diesem Buch. Die Charaktere müssen sich suchen und finden, sich vielleicht erst verlieren, aber vor allem rappeln sie sich auf und machen weiter. David, der von seinen Patienten genervt ist und der es nicht schafft, aus seinem Trott auszubrechen, seine Frau, die unbedingt neue Wege gehen muss, Emily, in deren Familie die Frauen ständig verlassen wurden und die deshalb Sicherheit braucht, Cooper, dessen Eltern immer Geld, aber nur selten Zeit für ihn hatten, die hilfsbereite Freundin von Emily und der Mitbewohner von Cooper mit seinen Eigenheiten. Sie alle haben, bewusst oder unbewusst, ein Problem, das sich nach und nach herauskristallisiert und sie alle werden im Laufe der Geschichte auf die eine oder andere Weise therapiert.

Daneben gibt es noch die junge Familie von nebenan, die für David plötzlich zum Bezugspunkt wird und George, den väterlichen Freund, der in sich ruht und mit seinem Leben vollkommen zufrieden ist. Sie werden zu Ratgebern und zur Inspiration für den Protagonisten und stehen für die Quintessenz des Romans: Man muss reden, über sich selbst, mit anderen, von anderen. Reden hilft. Als die vier Protagonisten endlich reden, lassen sie den Leser sehr tief in ihre Vergangenheit und in ihre Emotionen einsteigen. Das ist selten humorvoll, manchmal schockierend, oft traurig und hat mich nachdenklich gemacht.

Ist jetzt so

Besonders gut gefallen hat mir diese Aussage von George, der in sich ruht, seit er Dinge so akzeptiert, wie sie sind. Ist jetzt so. Es ist nicht zu ändern, nimm es hin und mach das Beste daraus.

Helena Baum hat es nicht nur geschafft, die Gefühle ihrer Charaktere zu transportieren, sie hat außerdem auch eindrucksvolle Bilder von den Stränden Oregons vor dem inneren Auge geschaffen, an die sich die vier Hauptpersonen der Geschichte zurückziehen.

Was bleibt, ist ein sehr tiefgehender Roman über vier Protagonisten, die auf eine sehr ungewöhnliche Weise zueinandern finden und deren Leben sich miteinander verknüpfen. Der Leser wird im ersten Drittel des Buches mit der Geschichte der Hauptpersonen vertraut gemacht, aber dieser Einstieg konnte mich nicht genug fesseln. Das Gefühl, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können hat sich erst später eingestellt. Deshalb vergebe ich „nur“ vier von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Aufgabe 6) ein Buch, das dich traurig oder nachdenklich gemacht hat


-> USA


-> Oregon

Landeierforschung von Karin Spieker

Landeierforschung
von Karin Spieker
erschienen am 1. Juni 2018
bei Piper


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Anne ist 40, geschieden und arbeitet in einer Werbeagentur in Köln, in der auch ihr Ex-Mann tätig ist. Unter Alkoholeinfluss und durch Kollegen provoziert verkündet sie, ihren Urlaub heimatnah auf dem Land zu verbringen. Am nächsten Morgen bereut die Großstadtpflanze ihre Ansage und denkt darüber nach, einen Rückzieher zu machen. Doch dann würde sie ihr Gesicht gegenüber den Kollegen, vor allem aber gegenüber ihrem Ex und seiner „neuen superhübschen, superjungen und supernervigen Gespielin“ verlieren und das will sie sich nicht antun.

Annes Cousin Mike ist im gleichen Alter, freischaffender Künstler und sofort Feuer und Flamme von der Idee, Anne auf ihre Tour ins Landleben zu begleiten.

Schon bei ihrer ersten Station, einem 300-Seelen-Dorf, finden die beiden schnell Anschluss bei den Einheimischen und wider Erwartens fühlt auch Anne sich wohl. Als sich dann noch der Reitlehrer Ben und die Gymnasiallehrerin Nicki in ihrer beiden Gedanken schleichen und sie auf ihren Entdeckungstouren feststellen, dass auch das Leben auf dem Dorf seine schönen Seiten haben kann, haben sie es gar nicht mehr so eilig damit, zurück nach Köln zu kommen.


  • Meine Gedanken zum Buch

Die Ankündigung, ihren Urlaub im Niemandsland zu verbringen, gehört nicht gerade zu Annes Glanzleistungen, aber ich kann gut nachvollziehen, wie sie sich in diese Situation hineinmanövriert hat, nachdem ich gelesen habe, wie ihr Ex-Mann Oliver sie auf die Palme bringen kann. Eigentlich ist Anne nicht auf den Mund gefallen, aber gegen Olivers dumme Kommentare kommt sie scheinbar nicht an. Das macht diesen dann für mich auch zum unbeliebtesten Charakter des Buches, wobei Anne – und ich hoffe, ich verrate damit nicht zu viel – noch die Möglichkeit bekommt, ihm die Meinung zu geigen.

Karin Spieker lässt ihre Protagonisten auf ihrer Tour schnell Anschluss finden und vor allem beschränkt sie deren Erlebnisse nicht auf das Durchwandern von Kuhweiden oder das Besichtigen von Dorfkapellen. Tatsächliche entdecken Anne und Mike, dass auch auf dem Land interessante Menschen leben und Anne verabschiedet sich nach und nach von ihren Vorurteilen.

Die Autorin hat (überwiegend) sehr liebenswürdige Haupt- und Nebencharaktere gezeichnet und insbesondere Anne die Möglichkeit gegeben, sich neu zu entdecken. Die Handlung selbst ist sehr humorvoll gestaltet. Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre es, dass ich es nicht authentisch finde, dass Anne und Mike überall schnell Anschluss finden. Ich bin selbst auf dem Dorf groß geworden und habe die Erfahrung gemacht, dass Fremde erstmal mit Abstand genossen werden. Im Urlaub wiederum bin ich auch auf dem Land auf Offenheit und Herzlichkeit gestossen, aber dann doch eher in Regionen, in denen Tourismus vorherrscht. Aber das ist, wie oben erwähnt, ein schon fast erzwungener Kritikpunkt.

Was mir tatsächlich nicht gefallen hat, ist das Cover. Es ist sehr einfach gehalten und erinnert mich ein wenig an die selbst entworfenen Cover aus den Anfangszeiten der Selfpublisher. Aufgefallen wäre es mir im Buchladen auf jeden Fall nicht.

Für den unterhaltsamen und kurzweiligen Roman über eine Großstädterin, die Landluft schnuppert und sich neu entdeckt vergebe ich vier Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Celina von bookscuppatea. 


-> Deutschland

Liebe zukünftige Lieblingsfrau von Michalis Pantelouris

Liebe zukünftige Lieblingsfrau
von Michalis Pantelouris
Taschenbuch, erschienen am 14. Mai 2018
bei Heyne


  • Der Autor und seine Geschichte

Michalis Pantelouris wird nach zehn Jahren Ehe von seiner Frau verlassen und erkennt bald, dass sich vieles geändert hat, seit er zum letzten Mal Single war. Es folgt ein Loch mit einer Schreibblockade und als der Chefredakteur mit ihm sprechen will, rechnet er mit dem Rauswurf beim „SZ-Magazin“. Doch es kommt ganz anders: Er soll eine wöchentliche Kolumne darüber schreiben, wie es ist, wieder Single zu sein. So kam es zur Veröffentlichung von Briefen an seine „zukünftige Lieblingsfrau“ in denen er von seinem neuen Leben erzählt, davon, was während seiner Suche nach der zukünftigen Lieblingsfrau alles passiert und wie er sich fühlt.


  • Meine Gedanken zum Buch

Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Buch hauptsächlich aus den Briefen besteht, das ist aber nicht der Fall. Michalis Pantelouris erzählt „seine“ Geschichte. Er berichtet von Problemen und Gedanken nach der „Explosion“, wie er die Trennung von seiner Frau nennt. Er erzählt von seinem ersten Date und dem ersten Sex nach Tag X, von der Liebe zu seinen Kindern und davon, wie schwer es ihm fällt, seine Frau loszulassen und frei zu sein für eine neue Beziehung. Dazwischen packt er einige seine Briefe an die zukünftige Lieblingsfrau, die in der Kolumne veröffentlicht wurden. So erfährt der Leser des Buches, wie es zu seinem jeweiligen Brief kam, was davor und was danach passiert ist und erhält ein Bild auf „das Ganze“.

„Liebe zukünftigte Lieblingsfrau“ hat mich regelrecht umgehauen. Ich habe mich in vielen Situationen wiedererkannt, konnte mit dem Autor mitfühlen, habe aber auch geschmunzelt, wenn er beispielsweise über das Verhalten seiner Kinder geschrieben hat, weil es mir bekannt vor kam. Michalis Pantelouris hat in einem Interview gesagt, dass diese Kolumne wohl das Ehrlichste war, was er in seinem Leben geschrieben hat. Schon nach dem Lesen eines einzigen „Briefe“, war mir klar, was er er damit meint und vor allem, warum er unzählige Liebeserklärungen und Heiratsanträge erhalten hat.

Ich gebe zu, auch mein Herz ist dem Autoren zugeflogen. Seine Texte haben eine Wirkung auf mich, die ich gar nicht beschreiben kann. Er spricht Dinge an, von denen ich glaube, dass viele „Wieder-Singles“ jenseits der 40 sie nachvollziehen können. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass er „der perfekte Mann“ sein müsste und doch ist Michalis Pantelouris immer darauf bedacht, aufzuzeigen, dass er Fehler und Marotten hat und darauf hinzuweisen, dass es ja einen Grund dafür geben muss, dass seine Frau sich „entliebt“ hat. Im Grunde hat er mit dem Buch und der Kolumne seine Seele offen gelegt. Dass er sich dabei auch verletzbar gemacht, dafür zolle ich ihm großen Respekt. Ich bin überzeugt davon, dass er aus seiner persönlichen Situation heraus den Nerv der Zeit erwischt hat, dass er einigen Männern aus der Seele gesprochen und mit seinen Worten und oftmals romantischen Ansichten viele Frauen mitten ins Herz getroffen hat. Das Buch dürfte allen Singles, deren letztes erstes Date schon viele Jahre zurückliegt, zeigen, dass sie nicht alleine sind, dass es anderen genauso geht und dass man die Hoffnung nicht aufgeben sollte.

Ich werde das Buch bestimmt noch mehrfach in die Hand nehmen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

-> Deutschland

 

Vergessene Bücher ans Licht gezerrt

Einen SuB haben wohl die meisten zuhause, die Freude am lesen haben. Bei den einen ist der Stapel ein wenig größer, bei den anderen ein wenig kleiner. Meiner bewegt sich derzeit bei ca. 140 Büchern und nochmal mindestens so vielen eBooks, so wie einer Handvoll Hörbücher.

Viele Sommerbücher habe ich vergangenes Jahr im Urlaub gelesen, aber das eine oder andere, dass ich für diese Lesechallenge vorgesehen habe, lag auch letztes Jahr schon auf dem SuB.

Und wie ist es bei euch?


Welches ungelesene Buch stand bereits letzten Sommer in eurem Regal?


Ihr habt nun zwei Möglichkeiten. Entweder postet ihr eure Antworten unter diesem Artikel in den Kommentaren

oder

  • ihr bloggt bis zum 05. Juli 2018 zu dieser Frage
  • verlinkt meinen Artikel
  • postet euren Link hier in den Kommentaren
  • und erhaltet ein Los für die Challenge.

Diese Woche habt ihr wieder eine Extra-Gewinnchance. Schaut dazu am besten gleich in den Gewinnspielbeitrag.


Habt ihr schon euren Beitrag zur Blogparade von Mona eingereicht?

Mein Buchtipp für Dich!

Wer teilnehmen möchte, schreibt innerhalb des Aktionszeitraums einen Blogbeitrag zu einem Sommerbuch. Das kann ein aktuelles Buch sein oder eines, was ihr vor längerer Zeit gelesen habt. Die Blogparade endet am 15. Juli 2018.

Gemeinsam nutzen wir den Hashtag #buechersommer. Wenn ihr eure Rezensionen, die Artikel zu den Wochenaufgaben oder eure Artikel für die Blogparade in den sozialen Netzwerken teilt, freuen wir uns, wenn ihr diesen Hashtag benutzt.


Auf meiner To-Read-Liste stehen drei Bücher, die letzten Sommer schon auf meinem SuB lagen, zwei davon stelle ich euch heute vor.

  • Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena

Iris erbt das Haus, in dem sie früher ihre Sommerferien verbracht hat. Sie weiß nicht, ob sie das Haus behalten soll und bleibt zunächst eine Woche dort. Nach und nach kommen die Erinnerungen an die Sommer mit den Verwandten zurück.

Dieses Buch habe ich von einer Bloggerfreundin geschenkt bekommen, da es eher schwermütig klingt, hatte ich es bislang immer vor mir hergeschoben.


  • Zwei an einem Tag von David Nicholls

Es ist der 15. Juli 1988 und Emma und Dexter sind beide gerade 20 Jahre alt, als sie sich kennen lernen und sich ihre Wege wieder trennen. In den nächsten 20 Jahren treffen sie sich jährlich am gleichen Tag wieder.

Dieses Buch habe ich vor mehr als fünf Jahren gewonnen und seither liegt es auf dem SuB. Den Film habe ich nie geschaut, weil ich zuerst das Buch lesen wollte. Immerhin hatte ich 2014 die Möglichkeit, den Autor auf der Buchmesse zu treffen und da habe ich das Buch signieren lassen.

Autoren1 (1)

Ich find Schlager toll

#Werbung

Herzlich Willkommen bei der Schlagerwoche mit dem Autor Friedrich Kalpenstein und Schlagersänger Ben Valdern. Besucht unbedingt die Malloraca-Release-Party auf Facebook!

Roman: Gruppentherapie von Friedrich Kalpenstein

Der 30-jährige Architekt Ben Valdern aus München führt ein Doppelleben. Was kaum jemand weiß, er jettet zweimal wöchentlich nach Mallorca, um im UNIVERSUM als Benny Biber auf der Bühne zu stehen und dem Partypublikum mit seinen eigenen Schlagern einzuheizen.

Während im Roman der Protagonist Ben die Texte selbst schreibt und anschließend von seinem Kumpel Sascha die Musik dazu liefern lässt, ist es der Buch-Autor Friedrich Kalpenstein, der sich „im wahren Leben“ für die Lieder verantwortlich zeigt.

Er hat die Texte geschrieben und leiht seinem Protagonisten Ben auch die Stimme. Richtig gelesen. Friedrich Kalpenstein hat die Schlager eingesungen, denn was wären die Songtexte ohne die Melodie im Ohr.

Zusammen mit Jürgen „Yogi“ Lang und Karlheinz „Kalle“ Wallner (Mitglieder der Band RPWL und Inhaber eines Plattenlabels) hat Kalpenstein die Lieder produziert.

Bei der Aufnahme wurde er von der Sängerin Bine Heller unterstützt.

Und so ist nicht nur das Buch „Gruppentherapie“ erschienen, auch die Lieder stehen zum Download bereit Wer sich vorab einen kleinen Einblick verschaffen möchte, dem empfehle ich, bei YouTube nach Ben Valdern zu suchen.

Bildnachweis:
Banner: Agentur Mainwunder
Die Fotos wurden vom Autor Friedrich Kalpenstein über die Agentur Mainwunder zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Die Rechte liegen beim Autor.

Gruppentherapie von Friedrich Kalpenstein

#Werbung

Dieses Buch wurde mir im Rahmen der Schlagerwoche vom Autor als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Gruppentherapie
von Friedrich Kalpenstein
erschienen am 12. Juni 2018
bei Tinte & Feder


  • Der Protagonist und seine Geschichte

Der 30-jährige Ben Valdern führt ein Doppelleben. In München ist er Architekt in einem bekannten Architekten-Büro und seit einem halben Jahr mit der Clarissa, der Tochter seines Chefs liiert. Doch zwei Mal in der Woche jettet er nach Mallorca, wo er als Benny Biber die Bühne des UNIVERSUM als Partysänger im weißen Anzug rockt und danach die Nacht mit der Barfrau Eva verbringt.

Clarissa Zöllner ist dank ihres Elternhauses in der Highsociety von München groß geworden, während Ben mit dem Schicki-Micki-Leben gar nichts anfangen kann. Außer seinem Kumpel Sascha, der die Melodien zu seinen Texten liefert, weiß in München niemand von seinem Leben als Benny Biber. Als Clarissa immer mehr darauf drängt, zusammenzuziehen und ihr Vater Ben ein Prestige-Projekt überträgt, gerät dieser zunehmend unter Druck, schließlich bereiten ihm seine Auftritte viel Freude und er möchte auf keine Fall darauf verzichten.


  • Meine Gedanken zum Buch

Ich muss gestehen, anfangs hatte ich meine Probleme mit der Geschichte, sie konnte mich zunächst nicht so recht überzeugen, was rückblickend möglicherweise daran lag, dass mich die Lieder, die immer wieder ins Buch einfließen, nicht wirklich an Schlager sondern eher an sinnfreie Sauflieder erinnert haben.

Doch dann habe ich in die CD von Ben Valdern hineingehört, hatte die Musik im Ohr und auf einmal konnte ich gar nicht mehr genug von der Geschichte bekommen und habe den Rest in einem Rutsch gelesen. Ja, die Schlager von Ben Valdern gibt es tatsächlich. Gesungen werden sie vom Autor Friedrich Kalpenstein höchstpersönlich, der sie auch selbst getextet hat.

Insbesondere die Dialoge zwischen Ben und Sascha sind sehr humorvoll, aber Friedrich Kalpenstein versteht es auch, groteske Situationen so gekonnt zu transportieren, dass ich das Gefühl hatte, daneben zu stehen, mehr als einmal musste ich laut lachen.

Zu Beginn habe ich mich noch davor gescheut, Ben wegen seiner Dreiecksbeziehung sympathisch zu finden, aber da Clarissa vom ersten Moment an fast unerträglich gezeichnet ist, konnte ich schnell darüber hinwegsehen.

Insgesamt hat mich das Buch nach dem ersten Drittel super unterhalten, da ich jedoch meine Schwierigkeiten mit dem Einstieg hatte, ziehe ich eine Eule ab.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Schaut unbedingt bei unserer großen Mallorca Release-Party auf Facebook vorbei, es gibt viele tolle Preise zu gewinnen.

Ein Interview mit dem Autor haben Thora  und Vielleserin veröffentlicht. Weitere Rezensionen findet ihr bei Die Bücherfreaks, und Sabine. Bei Claudia erfahrt ihr mehr über die Ben Valdern und  seine Lieder und Doris hat sich mit der Sonneninsel auseinander gesetzt.



-> Spanien