Archiv der Kategorie: Unterhaltungsliteratur

London HeART: Gefährliche Liebe von Ava Lennart

London HeART: Gefährliche Liebe
von Ava Lennart
erschienen am 29. August 2018
Independently published


bisher von diesem Autoren-Duo gelesen:


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Olivia „Liv“ Heart und Nick Montgomery sind Inhaber einer Ermittlungsagentur in London. Ihr aktueller Auftrag ist es, Lord Jacob Ashton, dem begehrtesten Junggesellen Englands, den Diebstahl eines Gemäldes nachzuweisen, bei Erfolg winkt ein großzügiges Honorar. Olivia hat von Kindesbeinen an ein Faible für Kunst und geht in diesem Fall voll auf. Nick ist in der High Society aufgewachsen und kennt Jacob seit vielen Jahren. Auch wenn sie längst keinen Kontakt mehr pflegen, fragt er sich, warum der Milliardär ein Gemälde stehlen sollte. Die Frage, die Liv sich hinsichtlich des Verdächtigen stellt, ist weniger professioneller Art: Warum ist dieser Mann so unfassbar sexy?


  • Meine Gedanken zum Buch

Für mich ist dieser Roman anders als die anderen Bücher, die ich von Ava Lennart gelesen habe. Bisher stand immer der Handlungsstrang um eine gefühlvolle Lovestory mit knisternder Erotik im Vordergrund. In London HeART hingegen nimmt der Kunstraub mit allen Ausuferungen eine sehr große Rolle ein.

Ich gebe zu, das hat mich stellenweise etwas irritiert zurückgelassen, denn eigentlich hatte ich ja viel mehr Romantik und Emotion erwartet, aber der Spannungsteil konnte mich durchaus auch fesseln. Allerdings waren mir die Verstrickungen, in die die Protagonisten herein geraten sind, manchmal etwas zu konfus und hin und wieder wirkte der Fall um den Kunstraub auch arg konstruiert, so dass ich mich nicht zu 100% wohl mit dem Buch gefühlt habe.

Was mir richtig gut gefallen hat ist die Tiefe, mit der die Geschichte in die Kunstwelt eintaucht. Nicht zu oberflächlich, aber auch nicht zu detailliert, um langatmig zu werden. Und das Wortspiel HeART, das farblich auch aus dem Cover deutlich wird, ist natürlich auch sehr gelungen.

London HeART ist das Buch von Ava Lennart, das mir bislang am wenigsten gut gefallen hat. Da ich die anderen Bücher dieses Autoren-Duos mit vier und fünf Eulen bewertet habe, reicht es hier nur für 3,5.

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-> Großbritannien, England

Aus dem Abseits ins Herz von Genovefa Adams

Aus dem Abseits ins Herz
von Genovefa Adams
erschienen am 14. November 2015
CreateSpace Independent Publishing Platform


bisher von dieser Autorin gelesen


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Celal, Profi beim FC Düsseldorf, erliegt der Verlockung von Koks, um seine Probleme wenigstens kurzfristig zu vergessen. Bei einem überraschend anberaumten vereinsinternen Drogentest fliegt er auf, doch die Vereinsführung bietet ihm eine Chance. Der Verein engagiert die Psychotherapeutin Marie, die ihm helfen soll.

Der Fußballprofi versucht gar nicht erst, vor Marie zu verstecken, wie wenig er von den Gesprächen mit ihr hält, doch davon lässt Marie sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Flirtversuche von Celal hingegen prallen nicht ohne Weiteres von ihr ab, was dazu führt, dass Marie Celals Vertrauen gewinnen kann. Doch im Hintergrund werden Strippen gezogen, die alles, was Marie und Celal aufgebaut haben, zum Einbruch bringen.


  • Meine Gedanken zum Buch

Die Geschichten um den FC Düsseldorf sind in sich abgeschlossen und können daher auch jede für sich gelesen werden. Da Genovefa Adams aber über ein ganzes Fußball-Team samt Betreuer- und Trainer-Stab und Vereinsführung schreibt, tauchen immer wieder Personen auf, die Stammleser schon aus vorhergehenden Bänden kenne, so dass es natürlich Sinn macht, sie der Reihe nach zu lesen. Aber auch ich bin „Quereinsteiger“ und habe mich bisher in den von mir gelesenen Bänden gut zurecht gefunden.

Generell mag ich es, dass die Protagonistinnen von Genovefa Adams nicht als die klischeehaften Spielerfrauen gezeichnet sind. Es handelt sich um selbständige Frauen, die mit beiden Beinen mitten im Leben stehen und nie die Absicht hatten, sich einen Profifußballer an Land zu ziehen. Doch mit Marie bin ich nicht ganz warm geworden, ich war schon sehr überrascht, wie schnell sie mit Celal intim geworden ist.

Womit mich die Autorin überraschen konnte, war die Person, die die beiden Protagonisten zu Fall bringt, ich gebe zu, diese Person hatte ich als „Gegenspieler“ gar nicht auf dem Schirm.

Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht so überzeugen, wie andere Bände dieser Reihe, deswegen vergebe ich „nur“ 3,5 von fünf Eulen.

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-> Deutschland

Herz und Tal von Jana Lukas

Herz und Tal
von Jana Lukas
erschienen am 9. Juli 2018
bei Heyne


bereits gelesen:


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Nachdem die Ärztin Emilia Jonasson herausgefunden hat, dass ihr Liebhaber verheiratet ist, verlässt sie recht überstürzt ihre Heimat und zieht von Norddeutschland in den Chiemgau. Sie freundet sich schnell mit ihrer Pensionswirtin Theresa Leitner an, doch dass deren mutmasslicher Ehemann Max mit ihr flirtet, macht sie wütend und lässt sie zu Max auf Distanz gehen, obwohl ihr Herz eine ganz andere Sprache spricht.

Max hat als Polizist in München gearbeitet und kehrt nun in seine Heimat zurück, um künftig dort Dienst zu tun. Nachdem Emilia endlich klar wird, dass Max nicht etwa Theresas Mann, sondern ihr Zwillingsbruder ist, nähern sich die beiden an. Doch auch Max hat eine Vergangenheit und die holt ihn ein.


  • Meine Gedanken zum Buch

„Landliebe“ von Jana Lukas hatte mir richtig gut gefallen und deswegen war für mich klar, dass ich auch unbedingt „Herz und Tal“ lesen wollte.

Jedes Kapitel wird von witzigen Notrufen eingeleitet, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben und egal, wie skurril der Notruf auch klingt, die entsprechenden Ereignisse, die zum Notruf geführt haben, sind hinterher immer Teil der Geschichte. Die Idee hat mir sehr gut gefallen.

Der Schauplatz im Chiemgau ist natürlich eine hervorragende Vorlage für tolle bildhafte Beschreibungen der Landschaft. Aber Jana Lukas hat sich nicht nur einen tollen Schauplatz ausgesucht, sie hat auch sehr sympathische Haupt- und Nebenfiguren geschaffen. Neben Theresa und Max leben auch ihr gemeinsamer bester Freund seit Kindertagen und ihr Vater auf dem Kastanienhof, eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft, die mich begeistern konnte.

Etwas ins Stocken bin ich geraten, wenn Theresa und Max in Gedanken miteinander kommuniziert haben. Sicherlich haben sie als Zwillinge eine ganz besondere Verbindung zueinander und dass der eine merkt, was der andere denkt oder fühlt, ist für mich durchaus plausibel. Aber dass sie nicht nur einzelne Gedanken austauschen, sondern  trotz räumlicher Distanz ganze Gespräche führen oder, im Umkehrfall, den anderen bewusst aus den eigenen Gedanken ausschließen, damit derjenige nicht „lesen“ kann, was im Kopf des anderen vorgeht, das war mir zu unrealistisch.

„Herz und Tal“ ist ein toller Sommerroman, sicherlich ist vieles vorhersehbar, aber für mich zählt, dass mich die gefühlvolle Geschichte fesseln und gut unterhalten konnte. Ich vergebe auch hier wieder fünf von fünf Eulen, wobei mir „Landliebe“ sogar noch einen Ticken besser gefallen hat.

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Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Mona von Tintenhain. 

-> Deutschland

Warum ich trotzdem an Happy Ends glaube von Alessia Gazzola

Warum ich trotzdem an Happy Ends glaube
von Alessia Gazzola
erschienen am 01. August 2018
bei Thiele & Brandstätter


  • Die Protagonistin und ihre Geschichte

Emma de Tessent ist 30 Jahre alt, hat einen Masterabschluss und ist dennoch die ewige Praktikantin bei Fairmont, einer Filmproduktion in Rom. Anstatt des erhofften unbefristeten Anstellungsvertrages fällt sie den Einsparungen ihres Arbeitgebers zum Opfer. Damit gerät auch der Traum von einer wunderschönen Villa, die es ihr angetan hat, in weite Ferne. Nachdem sie sich bei der Konkurrenzfirma Waldau beworben hat und von Filmproduzent Scalzi kaltschnäuzig abserviert wurde, sieht sie ihre einzige Chance darin, den Autor Tameyoshi Tessai dazu zu bringen, ihr die Filmrechte für seinen Bestseller anzuvertrauen, doch der denkt nicht einmal daran.

Trotz allem ist Emma nicht bereit, sich vom Leben in die Knie zwingen zu lassen, sie nimmt einen Aushilfsjob als Näherin in einer Kinderboutique an und blickt nach vorne …


  • Meine Gedanken zum Buch

Alessia Gazzola hat mehrere Handlungsstränge entwickelt, die alle bei Emma zusammen laufen. Da wäre zunächst ihre Arbeit und ihrer Suche nach einer neuen Anstellung und ihre Ausbildung als Näherin. Der Begriff der „wackeren Praktikantin“ zieht sich durch den ganzen Roman. Dann geht es um ihre freundschaftliche Beziehung zum Autor Tameyoshi Tessai, der eng mit ihrer Familiengeschichte verknüpft ist. Auch gibt es einen Liebhaber, der aber verheiratet ist und sie zugunsten seiner Frau verlässt. In einer Nebengeschichte lernen wir außerdem Emmas Schwester und deren Mann kennen, der sich als „schrecklicher Schwager“ durch das Buch schleicht.

Obwohl hier mehrere kleine Geschichten um Emma parallel ablaufen, hatte ich nicht das Gefühl, dass der Roman damit überfrachtet ist. Lediglich die Geschichte um Emmas Schwester und den „schrecklichen Schwager“ fand ich überflüssig, diesen Handlungsstrang hätte es nicht gebraucht.

Emma ist im Grunde eine starke Protagonistin, die sich trotz aller Widrigkeiten den Optimismus bewahrt hat. Das hat mir sehr gut gefallen.

Der Roman würde ich nicht als ausgesprochen tiefgründig bezeichnen, aber er ist auch nicht oberflächlich sondern hat die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit.

Während sich die Geschichte langsam aufbaut, kam das Ende für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Das wirkte auf mich so, als ob es eine Begrenzung der Seitenzahl gegeben hätte und die Autorin 10 Seiten vor dem Ende gemerkt hat, dass sie noch 1/4 der Geschichte unterbringen muss. Das ist nun sicherlich überspitzt beschrieben, aber der Höhepunkt und der Schluss hätten gerne etwas ausführlicher sein dürfen.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und ich vergebe vier von fünf Eulen.

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Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Heike von Irve liest.

 

-> Italien

Mein wunderbarer Küstenchor von Janne Mommsen

Mein wunderbarer Küstenchor
von Janne Mommsen
erschienen am 24, Juli 2018
bei rororo


  • Die Protagonistin und ihre Geschichte

Britta arbeitet in einem Hotel in Klütz, einem kleinen Küstenort in Mecklenburg. Der Besitzer des Hotel möchte Umbaumaßnahmen vornehmen lassen und das Hotel deswegen über Winter schließen. Die bevorstehende Zwangspause bereitet Britta Unbehagen, deshalb ist sie froh, in „ihrem“ Chor, den sie vor zwanzig Jahren mitgegründet hat, eine feste Konstante zu haben.

Zusammen mit den anderen Chormitgliedern freut sie sich auf die Teilnahme an einem Wettbewerb in Finnland. Doch ausgerechnet jetzt muss der Chorleiter aus beruflichen Gründen ans andere Ende von Deutschland ziehen. Auf die Schnelle wird eine Annonce geschalten und es melden sich tatsächlich potentielle Kandidaten, doch diese fallen allesamt bei den Chormitgliedern durch.

Über Umwege lernt Britta den Pianisten Jasper kennen, der sie dazu überredet, die Leitung des Chores selbst zu übernehmen. Eigentlich traut Britta sich das gar nicht zu, aber die Alternative wäre, dass der Chor auseinanderfällt und das möchte sie mit allen Mitteln verhindern.


  • Meine Gedanken zum Buch

Der bildhafte Schreibstil von Janne Mommsen hat mich sofort begeistert und nach und nach hatte ich das Gefühl, jede Ecke von Klütz zu kennen und die Protagonistin und die Nebendarfsteller auf den Straßen und Wegen entlang gehen oder fahren sehen.

Auch die Idee, dem Singen und dem Chor eine so große Plattform zu geben, hat mir gut gefallen. – en fester Termin, eine verlässliche Gruppe, Menschen, die man seit Jahren kennt, eine eingeschworene Gemeinschaft, die Halt gibt, das war glaubwürdig gestaltet.

Mit Britta bin ich leider gar nicht warm geworden. Einerseits wird sie als starke und selbständige Frau beschrieben, dann ist sie diejenige, die verunsichert ist, nicht an sich selbst glaubt und schon gar nicht daran, dass sie einem bestimmten Mann gefallen könnte. Als sich dann tatsächlich etwas zwischen ihr und besagtem Mann anbahnt, war das eher emotionslos und schnell abgehandelt.

Auch hat mich gestört, dass es immer wieder auf und ab geht. Viele kleine Probleme, die dazu führen, dass der Chor aufgelöst wird (oder auch nicht), dass die Männerstimmen abspringen (oder auch nicht),  dass die Reise nach Finnland abgesagt wird (oder auch nicht). Das war mir persönlich „to much“.

Leider gab es auch Ereignisse innerhalb des Buches, die nicht glaubwürdig waren, wenn ich das näher ausführe, verrate ich allerdings zu viel und das möchte ich vermeiden. Wer das Buch noch lesen möchte, kann sich selbst ein Bild davon machen, für diejenigen, die das Buch schon kennen, werfe ich den Begriff „Musikhochschule“ in den Raum und hoffe, ihr könnt erahnen, auf was ich mich beziehe.

Aus genannten Gründen vergebe ich „nur“ 3,5 von fünf Eulen.

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Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei den Mädels von nicht ohne Buch und  bei Silke von World of Books and Dreams.



-> Deutschland


-> Mecklenburg-Vorpommern

Hör mir auf mit Glück von Helena Baum

Hör mir auf mit Glück
von Helena Baum
erschienen am 6. Juni 2018
Independently published


von Helena Baum bisher gelesen:


 

  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Dr. David Tenner ist 58 Jahre alt und hat sich als Psychotherapeut, Redner und Autor einen Namen gemacht. Seine Frau Kathy ist nur wenige Jahre jünger, oft rastlos, ständig unterwegs und wenn sie zuhause ist, trägt sie Kopfhörer, um von David in Ruhe gelassen zu werden. Wenn man davon absieht, dass die beiden noch selten miteinander schlafen, scheint ihre Beziehung am Ende zu sein. Auch beruflich ist David unzufrieden. Vor fünf Jahren hat er dem Nomadendasein als herum reisender Redner und Autor ein Ende bereitet und hat eine Praxis eröffnet. Doch seine Arbeit bereitet ihm keine Freude und von seinen Patienten ist er nur noch genervt.

In seinen Mittagspausen macht er sich mit seinem Hund Batman auf den Weg zu einem Food Market in der Nähe seines Hauses. Dort ist er Emily begegnet, einer junge Frau, die sich mit ihrem Foodtruck eine Existenz aufgebaut hat und gerade schuldenfrei wurde. Sie lebt in einem Bus und ist zufrieden mit ihrem Leben. Die beiden haben sich im Laufe der Zeit ein wenig angefreundet und so sind die Pausen für David zu einem Tageshighlight geworden.

Emily ist Mitte 20 und seit zwei Jahren mit Cooper liiert. Auch der 29-jährige Cooper ist selbständig und baut sich gerade ein Netzwerk an Auftraggebern auf. Als Emily schwanger wird, steht für sie sofort fest, dass ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt keinen Platz in ihrem Leben hat, während Coop Feuer und Flamme ist, Vater zu werden. Coop versucht, Emilys Entscheidung, das Kind nicht zu bekommen, zu akzeptieren, bittet sie aber um einen gemeinsamen Termin bei einem Therapeuten. Die beiden vereinbaren einen Termin mit David, der unterbreitet ihnen einen ungewöhnlichen Vorschlag und stellt damit ihrer aller Leben auf den Kopf.


  • Meine Gedanken zum Buch

Auch dieser Roman von Helena Baum ist eher unaufgeregt und verläuft meist sehr ruhig. Das hat gerade zu Anfang des Buches ein wenig langatmig auf mich gewirkt. Doch die Autorin hat in diesem Buch die ganz unterschiedlichen Geschichten von mehreren Personen aufgegriffen und auf wunderbare Weise zusammengeführt.

Im Klappentext eines anderen Buches von Helena Baum, das ich bereits gelesen habe, heißt es „Suchen – Finden – Verlieren, sich aufrappeln und weitermachen“, das passt auch zu diesem Buch. Die Charaktere müssen sich suchen und finden, sich vielleicht erst verlieren, aber vor allem rappeln sie sich auf und machen weiter. David, der von seinen Patienten genervt ist und der es nicht schafft, aus seinem Trott auszubrechen, seine Frau, die unbedingt neue Wege gehen muss, Emily, in deren Familie die Frauen ständig verlassen wurden und die deshalb Sicherheit braucht, Cooper, dessen Eltern immer Geld, aber nur selten Zeit für ihn hatten, die hilfsbereite Freundin von Emily und der Mitbewohner von Cooper mit seinen Eigenheiten. Sie alle haben, bewusst oder unbewusst, ein Problem, das sich nach und nach herauskristallisiert und sie alle werden im Laufe der Geschichte auf die eine oder andere Weise therapiert.

Daneben gibt es noch die junge Familie von nebenan, die für David plötzlich zum Bezugspunkt wird und George, den väterlichen Freund, der in sich ruht und mit seinem Leben vollkommen zufrieden ist. Sie werden zu Ratgebern und zur Inspiration für den Protagonisten und stehen für die Quintessenz des Romans: Man muss reden, über sich selbst, mit anderen, von anderen. Reden hilft. Als die vier Protagonisten endlich reden, lassen sie den Leser sehr tief in ihre Vergangenheit und in ihre Emotionen einsteigen. Das ist selten humorvoll, manchmal schockierend, oft traurig und hat mich nachdenklich gemacht.

Ist jetzt so

Besonders gut gefallen hat mir diese Aussage von George, der in sich ruht, seit er Dinge so akzeptiert, wie sie sind. Ist jetzt so. Es ist nicht zu ändern, nimm es hin und mach das Beste daraus.

Helena Baum hat es nicht nur geschafft, die Gefühle ihrer Charaktere zu transportieren, sie hat außerdem auch eindrucksvolle Bilder von den Stränden Oregons vor dem inneren Auge geschaffen, an die sich die vier Hauptpersonen der Geschichte zurückziehen.

Was bleibt, ist ein sehr tiefgehender Roman über vier Protagonisten, die auf eine sehr ungewöhnliche Weise zueinandern finden und deren Leben sich miteinander verknüpfen. Der Leser wird im ersten Drittel des Buches mit der Geschichte der Hauptpersonen vertraut gemacht, aber dieser Einstieg konnte mich nicht genug fesseln. Das Gefühl, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können hat sich erst später eingestellt. Deshalb vergebe ich „nur“ vier von fünf Eulen.

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Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Aufgabe 6) ein Buch, das dich traurig oder nachdenklich gemacht hat


-> USA


-> Oregon