Archiv der Kategorie: Kinder-/Jugendbuch

Lesen ist nichts für Feiglinge

Unter dem Motto „Lesen ist nichts für Feiglinge“ sind Marah Woolf, Ava Reed, Rose Snow und Katharina Herzog im November auf Leserreise quer durch Deutschland.

Der Tourauftakt fand auf der Frankfurte Buchmesse statt, wo die Autorinnen aus ihren aktuellen Fantasy- und Jugendbüchern lasen:

  • Marah Woolf – TausendMalSchon
  • Ava Reed -Ashes and Souls
  • Katharina Herzog – Faye
  • Rose Snow – Ein Augenblick für immer – Das dritte Buch der Lügenwahrheit

Am meisten gespannt war ich auf d Buch von Katharina Herzog, nicht nur, weil ich bisher fast alle ihre Bücher gelesen habe sondern auch, weil ich ihre Recherche-Reise nach Island in den sozialen Medien verfolgt habe.

Die Lesung war sehr kurzweilig gestaltet, allerdings war die Zeit knapp bemessen, die Autorinnen haben dann auch ein wenig überzogen, was ich aber nicht negativ empfunden habe, schlimmer wäre es gewesen, wenn sie an verschiedenen Stellen gekürzt hätten, um die Zeit einzuhalten.

Hier die Daten der Lesereise:

  • 26.11.2019 Thalia Hamburg
  • 27.11.2019 Thalia Dresden
  • 28.11.2019 Thalia Nürnber
  • 29.11.2019 Thalia Mannheim

Danke an Tanja von lesen und mehr, die mir ihr Foto von der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.

Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe von Michael Ende und Wieland Freund

Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe ist ein Märchen und Ritterabenteuer. Michael Ende hat die ersten Kapitel hinterlassen, Wieland Freund hat die Geschichte mehr als 20 Jahre nach Endes Tod fertiggestellt. Da ich die Bücher von Michael Ende sehr mag, war ich gespannt darauf, ob Wieland Freund es schafft, die Abenteuergeschichte im Stil des verstorbenen Autors zu beenden. Ja, das hat er auf jeden Fall geschafft.

Doch nicht nur die Geschichte hat uns gut gefallen, auch die Illustrationen sind wunderschön. Sie stammen von Regina Kehn, die bereits mehrere Bücher von Michael Ende illustriert hat.

Das Buch wird für Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren empfohlen, allerdings bin ich der Meinung, dass es für Erstleser zu umfangreich ist, auch wenn es viele Illustrationen enthält. Als Vorlesebuch finde ich es aber grandios und aufgrund der vielen Bilder auch für jüngere Kinder geeignet.


Bewertung

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Eckdaten

Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe
von Michael Ende und Wieland Freund
erschienen 15. Januar 2019
Thienemann Verlag


Weitere Meinungen zum Buch

Minus Drei und die wilde Lucy – Die blöde Sache mit dem Ei von Ute Krause

Minus Drei und die wilde Lucy - Die blöde Sache mit dem Ei von Ute Krause

Kurzfazit

Ute Krause hat einen sehr bildhaften Schreibstil, mit ihren Illustrationen, mit denen die Figuren ein bisschen lebendig werden, konnte sie mich sofort begeistern. Trotz der für Kinder doch sehr ernsten Thematik ist die Geschichte sehr humorvoll und unterhaltsam.


Von Ute Krause bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Minus Drei ist ein kleiner Saurier, der mit seinen Eltern, Mama Drei und Papa Drei, in Farnheim lebt. Sein Haustier, das Steinzeit-Mädchen Lucy, ist immer an seiner Seite.

Eines Tages entdeckt Minus Drei im Schlafzimmer seiner Eltern ein Ei und weiß sofort, da kommt ein Baby und seine Eltern werden nicht mehr genug Zeit für ihr haben. Lucy will ihm helfen und das Ei verschwinden lassen, doch dass ist gar nicht so einfach.


Meine Gedanken zum Buch

Von Ute Krause wurden fünf Bände der „Minus Drei“-Reihe (Altersempfehlung ab vier Jahren) veröffentlicht und die Reihe „Minus Drei und die wilde Lucy“ (Altersempfehlung ab sechs Jahren). „Die blöde Sache mit dem Ei“ ist der vierte Band dieser zweiten Reihe, für uns war es der Erste, den wir gelesen haben.

Im ersten Moment war ich davon irritiert, dass ein Mädchen das Haustier ist und ein Saurier das Herrchen, das hatte für mich etwas von verkehrter Welt. Aber die sollte man wohl aus Kinderaugen sehen, denn ich wurde direkt darüber aufgeklärt, dass das ja „ganz logisch“ sei, denn schließlich sei der Saurier der Große in der Geschichte und das Mädchen die Kleine – ja, das macht durchaus Sinn.

Ute Krause konnte mich sofort mit ihren tollen Illustrationen begeistern. Ich kannte zwar bereits ihre Geschichte um die Muske(l)tiere, aber da wir diese als Hörbuch hatten, hatte ich lediglich das Cover im Kopf.

Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil, als Erwachsener konnte ich die Bilder direkt vor mir sehen, doch ich kann mir vorstellen, dass es gerade für Erstleser schwierig ist, sich auf die Worte zu konzentrieren und dabei die Handlung vor sich zu sehen, da unterstützen die tollen Illustrationen und lassen die Figuren ein wenig lebendig werden.

Was mir gut gefällt, ist der Bezug zum echten Leben, in diesem Fall die Bedenken, wenn ein Geschwisterchen unterwegs ist, in anderen Bänden die Angst vor Dunkelheit o.ä. Trotz der für Kinder doch sehr ernsten Thematik ist die Geschichte sehr humorvoll und unterhaltsam.

Wie ich oben bereits erwähnt habe, gibt es eine Altersempfehlung „ab sechs Jahren“, wobei meine Nichte mittlerweile neun Jahre alt und so begeistert von Minus Drei ist, dass sie sich gleich weitere Bücher der Reihe gewünscht hat und auch ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.


Bewertung

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Weitere Meinung


Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir im Rahmen eines Meet & Greet mit der Autorin vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Minus Drei und die wilde Lucy
Die blöde Sache mit dem Ei / Band 4
von Ute Krause
erschienen am 29. Mai 2018
bei cbj

Gregs Tagebuch 13 – Eiskalt erwischt von Jeff Kinney

Gregs Tagebuch 13; Eiskalt erwischt; Jeff Kinney

  • Infos zur Reihe

Eiskalt erwischt ist der 13. Band der Kinderbuch-Reihe Gregs Tagebuch. Der Autor Jeff Kinney zieht für seine Geschichten echte Erlebnisse aus seiner Kindheit heran. Er wollte seine Romane ursprünglich für Erwachsene schreiben, doch die Comic-Romane haben eine große Fangemeinde bei Kindern und Jugendlichen.

  • Infos zu Band 13

Kälte und Schnee, zwei Dinge, mit denen Gregory „Greg“ Heffley sich nicht gerade anfreunden kann. Die schulfreien Tage würde er am liebsten im Warmen verbringen und zocken, doch seine Mutter schickt ihn nach draußen. Dort werden Iglus gebaut und Schneeballschlachten geschlagen, es gibt aber auch Banden, die gegeneinander kämpfen und dann finden sich Greg und sein bester Freund Rupert Jefferson mitten im Chaos wieder.

  • Das sagt die jugendliche Leserin:

Die Geschichte hat mir gefallen, sie ist wieder sehr lustig. Auch die Zeichnungen fand ich gut. Außerdem passt das Buch in die Weihnachtszeit, weil es richtig kalt wird und hoffentlich auch bald schneit.

  • Das sagt die erwachsene Leserin:

Die Mischung zwischen Comic-Zeichnungen und Text ist für meine Tochter optimal. Sie hat noch nie gerne gelesen und ein „normales“ Buch mit dieser Seitenzahl würde sie abschrecken. Doch diese Reihe liest sie auch heute noch gerne.

Auch gefällt mir die Mischung zwischen purer Unterhaltung und der Einarbeitung von Problematiken, sowohl was das Schülerdasein, als auch was die Welt betrifft.

Da Greg und sein Umfeld sich innerhalb der Serie entwickeln, macht es aus meiner Sicht Sinn, mit Band 1 zu beginnen.


Bewertung

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Gregs Tagebuch 13 – Eiskalt erwischt
von Jeff Kinney
erschienen am 30. Oktober 2018
bei Baumhaus


Weitere Meinungen

Der kleine Hirte und das Weihnachtswunder

 

Meine Nichte spielt mit ihren drei Jahren in diesem Jahr zum ersten Mal beim Krippenspiel an Heiligabend in unserer Kirche mit. Deshalb war ich auf der Suche nach einer traditionellen, kindgerechten Weihnachtsgeschichte, die ich mit „Der kleine Hirte und das Weihnachtswunder“ gefunden habe.

Liran ist ein Hirtenjunge. Wie im Weihnachtsevangelium erscheint ihm ein Engel, der die Geburt Jesu verkündet und Liran folgt dem Stern zum Stall, wo er auf die Heilige Familie trifft.

Immer mehr Menschen kommen in den Stall, um das Jesuskind zu sehen und Liran passt auf das Neugeborene auf, bis es schließlich einschläft.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, weil sie so nah an der herkömmlichen Weihnachtsgeschichte ist. Meine Nichte konnte die Figuren entdecken, die sie aus dem Krippenspiel kennt, so zum Beispiel auch die Heiligen Drei Könige und Ochs und Esel.

Das Buch ist wunderschön, detailliert und immer zur Geschichte passend illustriert, so dass die Kinder anhand der Bilder mitverfolgen können, was gerade vorgelesen wird bzw. was sie selbst lesen.


Bewertung

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Der kleine Hirte und das Weihnachtswunder
von Silvia Schröer, Silke Schwarz
illustriert von Franziska Harvey
erschienen am 01. Oktober 2018
bei cbj


Weitere Meinungen zum Buch


(Vor-) Weihnachtsfaktor

PicsArt_11-15-07.58.49

Das Buch gibt die klassische Weihnachtsgeschichte wieder, mehr Weihnachten geht nicht.


Challenges

 

-> Palästina

Der Sternenmann von Max von Thun

Der Sternenmann
von Max von Thun
erschienen am 16. Juli 2018
bei ars edition
Illustration: Marta Balmaseda


Weil er viel unterwegs ist, hat der Schauspieler und Musiker Max von Thun für seinen fünfjährigen Sohn einige Gute-Nacht-Lieder geschrieben und aufgenommen. Aus einem dieser Lieder ist das Buch „Der Sternenmann“ entstanden.

Mit kleinen – teils sehr persönlichen – Anekdoten rund um die Entstehung des Buches, einer Lesung und dem dazugehörenden Gute-Nacht-Lied hat der Autor auf der Hombuch sein Kinderbuch vorgestellt.

Ich konnte mich bei der anschließenden Signierstunde kurz mit ihm unterhalten und als er gehört hat, dass ich das Buch meiner Nichte Stella (lateinisch „Stern“) zum Geburtstag schenken möchte, hat er das Buch nicht nur signiert, sondern auch noch eine kleine Widmung geschrieben. Max von Thun hat einen sehr sehr sympathischen Eindruck gemacht und auch wenn ich ihn vorher schon als Schauspieler mochte, hat er nun einen großen Fan mehr.


Meine Gedanken zum Buch:

Schon auf den ersten Blick war ich von den tollen Illustrationen begeistert, doch es sind die Kleinigkeiten, die das Buch für mich zu etwas Besonderem machen. Nicht nur, dass man auch beim zweiten und dritten Lesen auf kleine Details stößt, die zuvor nicht aufgefallen sind, ich fand es auch toll, dass der Sternenmann auf seiner Reise einer Astronautin begegnet. Das hat mich als Mädchen-Mama natürlich angesprochen, typischerweise sind Astronauten doch meist Männer.

Die Geschichte selbst ist ganz zauberhaft und vermittelt, dass auch der kleinste Stern am Himmel eine große Bedeutung hat.

Ich bin auf der Lesung von Max von Thun in den Genuss gekommen, das Lied vom Sternenmann live vom Autor gesungen zu hören und ich muss gestehen, ich hatte eine kleine Gänsehaut. Für euch bleibt nun leider „nur“ die Konserve – das Lied kann man auf der Seite des Verlages anhören – aber ich kann euch auch das ans Herz legen, es ist genauso wundervoll, wie die Geschichte.

Ich vergebe fünf von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Aufgabe 14) ein Kinder- oder Jugendbuch