Archiv der Kategorie: Bücher

Bericht zur HomBuch 2012 #4

Nach den beiden Lesungen von Elke Schwab und Stephan Russbült habe ich in der Aula die Messestände des PeBo-Verlages von Peter Bochanan und des Verlages DK von Dieter Kumpf besucht, die freundlicherweise mehrere Bücher für die Verlosungen zur Verfügung gestellt haben.

Peter Bochanan hatte zuvor aus dem Buch “Flug paradox” gelesen, das er verlegt und das im Spätsommer erscheinen wird. Bereits im Vorfeld hatte ich gelesen, dass der Autor selbst nicht öffentlich in Erscheinung treten wird. Im Gespräch mit Peter Bochanan habe ich erfahren, dass er selbst den Autor auch noch nie persönlich getroffen hat und dass es eine Vereinbarung gibt, dass er als Verleger die Termine für den Autor wahr nimmt.

Dieter Kumpf hatte für die Verlosung das Buch Löwenstark zur Verfügung gestellt.  Dabei handelt es sich um ein Projekt von Marion Schadeks, die eine Krimi-Schreibwerkstatt für Kinder im Alter von 8-12 Jahren initiiert hatte. Die Kinder schreiben, illustrieren, präsentieren und publizieren ihre Geschichten selbst.

Mit Dieter Kumpf habe ich mich allerdings nur kurz über Bücher unterhalten. Unser Gespräch drehte sich viel mehr um den Abstieg des FCK und das Championsleague-Finale am kommenden Samstag.


Außer dem 1. FC Kaiserslautern ist ja auch der 1. FC Köln abgestiegen und das ist dann schon die Überleitung zur nächsten Lesung, denn auch der bekennende Köln-Fan Manuel Andrack hat auf der HomBuch ein Buch vorgestellt.

Manuel Andrack ist vor einigen Jahren von Köln an die Saar gezogen und berichtet in „Saar Sammelsurium“ unterhaltsam über die Besonderheiten des Saarlandes.

Erzählt hat er zum Beispiel auch vom Dreh zur Saarbrücker Tatort-Folge „Heimatfront“, in der er einen Kneipenwirt spielte. In der Szene sollte der Kommissar den Wirt fragen, was es zu essen gibt und Andrack sollte antworten „Lyonerpfanne, Lyonerpfanne oder Lyonerpfanne“. Daraufhin sollte der Kommissar Lyonerpfanne bestellen und Andrack sollte in die Küche rufen „Harald, mach mal eine Lyonerpfanne.“

Manuel Andrack bat darum, ob man den Namen „Harald“ nicht durch einen anderen ersetzen konnte, schliesslich sollte das sein erster bundesweiter TV-Auftritt seit der Harald Schmidt Show werden. Man kam seiner Bitte nach und änderte den letzten Satz ab in „Schmidt, mach mal eine Lyonerpfanne.“ Aber auch diese Idee wurde verworfen und so endete der Dialog mit den Worten „Olli, mach mal eine Lyonerpfanne.“

Ob das nun ein Hinweis auf den ehemaligen Co-Moderator von Harald Schmidt, Oliver Pocher, sein sollte, darf jeder für sich selbst entscheiden ;)

Bleibt nur noch zu sagen, dass Manuel Andrack die Lesung sehr unterhaltsam gestaltete und dass es schade war, dass zeitgleich die Lesung von Markus Heitz statt fand, denn der sympatische Manuel Andrack hätte mehr Zuhörer verdient gehabt.

Das fanden übrigens auch die Mädels vom piepmatz-Verlag.

Danke an Brunhilde Maria Cronauge, die mir gestattet hat, das Foto hier zu veröffentlichen.

Bericht zur HomBuch 2012 #3

Nachdem ich die Lesung von Christoph Marzi besucht hatte, habe ich Andrea Tillmanns an ihrem Messestand besucht. Andrea hatte mir drei ihrer Bücher für eine Verlosung zur Verfügung gestellt und so sind wir vor einigen Wochen in Kontakt gekommen.

Mit ihr zusammen habe ich eine Lesung von Elke Schwab besucht. Elke Schwab stammt aus dem Saarland und schreibt Krimis, die im Saarland spielen. Auf der HomBuch hat sie ihr Buch Blutige Seilfahrt im Warndt vorgestellt. Sie erzählte, dass ihr Verleger, ein ehemaliger Bergmann, sie gefragt hat, ob sie nicht einmal einen Fall ihrer Ermittler in einem Bergwerk spielen lassen kann und diesen Wunsch hat sie mit dem Buch umgesetzt.

Für Recherchearbeiten war Elke Schwab drei Mal im Erlebnisbergwerk Velsen. Das Erlebnisbergwerk befindet sich an der französischen Grenze, ca. 15 km westlich von Saarbrücken und 10 km südlich von Völklingen. Die Autorin hat versichert, dass ich ein Besuch absolut lohnt.


Danach musste ich mich beeilen, denn gleichzeitig mit der Lesung von Elke Schwab war auch die Lesung von Stephan Russbült gestartet. Allerdings dauerte seine Lesung eine Stunde, so dass ich wenigstens die zweite Hälfte noch „mitnehmen“ konnte.

Schon als ich den Saal betreten habe, bemerkte ich das Grinsen auf den Gesichtern der Zuhörer und genau dieses Lachen zauberte Stephan Russbült mit seinem Laferus auch in mein Gesicht.

Der Autor selbst sagte, dass Laferus eine Figur der griechischen Mythologie sei, die in diesem Buch weitere Figuren trifft, die allerdings alle eine „kleine Behinderung“ hätten.

Laferus ist das Begleitbuch zum Kochbuch „Die Köche – Biss zum Mittagessen“ und Stephan Russbült erzählte, dass er versucht habe, ausser Laferus auch Köche wie Lichterus und viele andere unterzubringen und auch die Autoren von „Die Köche“ sind in Laferus zumindest erwähnt.

Man nehme die einzigartigen Rezepte der besten Fantasy-Autoren Deutschlands, verfeinere sie mit unvergleichlichen Illustrationen und gebe alles in ein Buch. Heraus kommt eine außergewöhnliche Fantasy-Anthologie, die Sie so bestimmt noch nie gesehen haben. Dieses Buch ist gespickt mit Rezepten – aber auch der ein oder anderen Kurzgeschichte – Ihrer Lieblingsautoren. … Mit Rezepten von: Markus Heitz; Tommy Krappweis; Oliver Plaschka; Christoph Marzi; Christoph Hardebusch; Michael Peinkofer; Gesa Schwartz; Thomas Finn; Stephan R. Bellem; Stephan Russbült; Daniela Knor; Aileen P. Robert; Mona & Carsten Steenbergen; Christoph Lode; Lena Klassen; Tanya Carpenter; André Wiesler; Timothy McNeal; Diana Kinne; Fabienne Siegmund; Markus Grimm; Lena Falkenhagen; Thomas Plischke und Ju Honisch „.

Auszug aus dem Buchrückentext

„Laferus – Zwei Hufe für eine Mahlzeit“ wurde von der Phantastik-Couch rezensiert und wer sich auf das Buch neugierig geworden ist, sollte sich dort unbedingt einmal umsehen.

Bericht zur HomBuch 2012 #2

Dass ich bei meinem Besuch auf der HomBuch zunächst Sandra Vogel vom piepmatz-Verlag begegnet bin, habe ich bereits hier berichtet.

Nach meinem Gespräch mit ihr habe ich die Lesung von Christoph Marzi besucht. In den ersten 45 Minuten präsentierte Christoph Marzi zusammen mit seinen Schülern Nicolas La Roche und Tim Marburger das Buch „Stop!“

Christoph Marzi ist Lehrer in einem Gymnasium und hat ab Beginn des Schuljahres 2010/2011 für die Oberstufe einen Seminarfachkurs Kreatives Schreiben angeboten. Acht Schüler haben sich für dieses Seminarfach eingetragen und beispielsweise gelernt, wie man Dialoge schreibt. Irgendwann entstand die Idee, etwas Grösseres zu schaffen, doch wie sollten acht Schüler an einem Buch schreiben?

Die Lösung war schnell gefunden: Jeder Schüler schrieb eine Kurzgeschichte, deren Inhalt er/sie selbst bestimmen konnte. Die einzige Vorgabe war, dass die Protagonisten der einzelnen Geschichten alle am selben Tag, am 16. April 2011, in Frankfurt am Flughafen eintreffen mussten, wo an diesem Tag ein Fleugverbot wegen der Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull bestand, so dass die Reisenden auf dem Flughafen festsassen.

Herausgekommen sind dabei unter anderem Geschichten über Magersucht, Mobbing, Depressionen und eine Love Story in unterschiedlichen Stilen und Erzählweisen.

Christoph Marzi betonte, dass er lediglich Sätze eingefügt hätte, um die einzelnen Geschichten miteinander zu verbinden, darüber hinaus hätte er nur für Hilfestellungen und Korrekturen zur Verfügung gestanden.  Er sagte, er sei von der Ernsthaftigkeit fasziniert gewesen, mit der die Schüler ihre Geschichten geschrieben hätten. Tim Marburger ergänzte, dass die Schüler zum Teil mehrere Jahre zusammen die Schule besucht hätten und in diesem Kurs hätten sie völlig neue Facetten von einander kennen gerlernt.

Tim Marburger und Nicolas La Roche haben anschließend aus ihren Kurzgeschichten „David“ und „Matheus“ gelesen.

Vor allem die Passage, die Tim Marburger vorgelesen hat, hat mich so angesprochen, dass ich mir das Buch gekauft habe, wobei ich nicht sagen kann, was mir am meisten gefallen hat: sowohl seine Art zu Lesen, als auch seinen Schreibstil empfinde ich als sehr angenehm, darüber hinaus hat er die Neugier der Zuhörer geweckt. Ich bin nun sehr gespannt auf die acht Geschichten und werde die Rezension natürlich auf dem Blog veröffentlichen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Tim Marburger bereits eine weitere Kurzgeschichte im Buch Ley Lines – und andere magische Momente veröffentlichen konnte. Das Buch ist ebenfalls im Ulrich-Burger-Verlag erschienen.


Nach einer Dreiviertelstunde hat Christoph Marzi seine Schüler abgelöst und selbst noch aus einem neuen Buch, das den Arbeitstitel „Sahara“ trägt, sowie aus einer neuen Geschichte mit dem Arbeitstitel „Dartmoor“ gelesen.

Ausserdem hat er über seine aktuellen Projekte erzählt und davon, dass er über eine weitere Geschichte von Emily Laing nachdenkt.

Als grosser Christoph Marzi-Fan bin ich natürlich gespannt, was hier Neues auf uns zu kommt.

Besonders gefreut habe ich mich, dass ich endlich die Möglichkeit hatte, seine Frau Tamara, mit der ich seit fast sieben Jahren online in Kontakt stehe, endlich persönlich kennen zu lernen, wodurch ich auch mit Christoph persönlich sprechen konnte … ich kann nur sagen, dass er auch privat sehr sehr sympatisch ist  :)

Bericht zur HomBuch 2012 #1

Wie bereits mehrfach berichtet, habe ich am vergangenen Samstag die Homburger Buchmesse „HomBuch“ besucht.

Als ich angekommen bin, waren noch nicht sehr viele Besucher in der Aula. Ich habe mir daher zunächst einige Ausstellungs-Stände angesehen und durfte Sandra Vogel kennenlernen, mit der ich bisher ausschließlich in Mail- Kontakt stand.

Sandra Vogel ist seit 2010 selbständige freiberufliche Grafik-Designerin und Verlegerin (piepmatz-design und piepmatz-verlag). Für die Verlosungen hier auf meinem Blog hatte sie die Bücher „LeseBlüten – Ruf der Freiheit 2012“ und „LeseBlüten – Muttertag 2012“ zur Verfügung gestellt.

Im Shop des piepmatz-Verlages hatte ich bereits das Buch „Liebe kennt keine Liga entdeckt“. Sandra hatte ein Leseexemplar ausliegen und nachdem ich kurz reingeschaut habe und Sandra mir ein wenig über das Buch erzählt hat, habe ich es gleich gekauft.

In diesem Zusammenhang sind wir auch auf die Bloggeraktion EM-Abseits zu sprechen gekommen und Sandra hat uns eine Kooperation in Aussicht gestellt. Sobald die Sache in trockenen Tüchern ist, werde ich an dieser Stelle darüber berichten.

Im Laufe des Tages habe ich dann auch Jeannette Holdinghausen (die ich bereits über Facebook kennen gelernt hatte) und Brunhilde Maria Cronauge getroffen. Beide haben aus den Anthologien, die im piepmatz-Verlag erschienen sind, gelesen.

Die grosse Schlussverlosung anlässlich der HomBuch

Die Gewinner der 5. Gewinnspielrunde in alphabetischer Reihenfolge:

  • Beate – Das Leben
  • Benjamin – Das Leben
  • Buechereule – Ruf der Freiheit
  • Buechermaus 82 – Die Krone von Lytar
  • Cathi – Löwenstark
  • Frank –  Die Abenteuer der …
  • Glamour Girl – Die letzte Plage
  • Himbeerchen – Muttertag 2012
  • Janine  – Die Abenteuer der …
  • Jecke – Das Leben
  • Julchen – Löwenstark
  • Kleiner Vampir – Die Abenteuer der …
  • knallfrosch 87 – Kuschelgetuschel
  • Lars – Das Leben
  • Leyia – Das Leben
  • Lotte 29 – Das Leben
  • Martina E – Das Leben
  • Michael – Das Leben
  • mimikuh – Löwenstark
  • Monja – Das Leben
  • Nadja – Das Leben
  • Nicole  – Die Abenteuer der …
  • Nicole Z – Grand Cru
  • Sabrina – Süden und der Luftgitarrist
  • Sinni – Lyrik 2011
  • Tina – Schweigeminute
  • Vroe – Die Abenteuer der …

Leider bin ich die nächsten beiden Tage noch sehr eingespannt, also wundert Euch nicht, wenn Ihr erst gegen das Wochenende von mir hört – es wird keiner vergessen … versprochen ;)

Erdbeer Schorsch von Joachim Seidel

Erdbeer Schorsch
von Joachim Seidel
272 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch


Anton „HimbeerToni“ Hornig fällt vor seiner Lebensgefährtin auf die Knie und macht ihr einen Heiratsantrag. Die Antwort fällt ernüchternd aus, Ada KANN ihn nicht heiraten. So beginnt das Buch ErdbeerSchorsch von Joachim Seidel, das ich im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks lesen durfte.

Toni ist ein Chaot, kein Job, dafür eine arbeitende Lebensgefährtin, die ständig an ihm herummäkelt und zwei Kinder, die Zwillinge Anniki und Max. Und in seinem Leben geht schief, was gerade schief gehen kann. Das Mietshaus, in dem sie wohnen, soll verkauft werden, statt eines komfortablen Hotels auf Sylt hat Ada ein Familienzimmer in einer Jugendherberge gebucht, während des Schwimmens verletzt Toni sich so schwer, dass er zunächst ins Krankenhaus und dann seinen Urlaub abbrechen muss, sein kosovarischer Freund Radu soll abgeschoben werden, seine Stammkneipe wird schließen …

Und in diesem ganzen Trubel begegnet Toni seinem alten Freund und Bandkollegen Georg, den er uns seine Band-Kumpels schon lange für tot gehalten haben.


Mein Eindruck:

Die Musik spielt eine zentrale Rolle in Tonis Leben und auch in diesem Buch, beispielsweise hat Joachim Seidel die Kapitel mit Songnamen überschrieben und Textpassagen aus Songs tauchen auf, um die Geschehnisse zu untermauern.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, ich musste sehr oft grinsen und mir auch die eine oder andere Lachfalte aus den Augen wischen. Der Schreibstil ist einfach zu lesen, Probleme hatte ich anfangs nur bei einem Spiel, das Anton mit den Jungs spielt. Als ich begriffen habe, dass „Alaska“ „Alles klar“ heißen soll, war auch diese Passage problemlos zu lesen und zu verstehen.

Allerdings ist die Handlung stellenweise völlig überzogen und unglaubwürdig. Auch habe ich über viele Seiten weg versucht, hinter den Sinn des Buches zu kommen – Stichwort: Was will uns der Autor damit sagen. Auf dem Buchrücken heisst es „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss“, allerdings machen die Männer nicht viel, ausser essen und trinken und sich gegenseitig bedauern, wie schlecht es ihnen geht. Diese Suche nach dem Sinn des Buches hat zwar bewirkt, dass ich die Geschichte verhältnismässig schnell gelesen habe, aber auch das Happy End konnte mich nicht darüber hinweg trösten, dass mir einfach das gewisse Etwas gefehlt hat.

Daher vergebe ich 3,5 Sterne für den ErdbeerSchorsch, nicht vier, weil mich das Buch nicht überzeugen konnte, aber auch nicht drei, weil es dazu einfach zu unterhaltsam war.

Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von lovelbooks zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Meinung. Für den Artikel habe ich keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.