Archiv der Kategorie: Bücher

Schärengarten-Krimis von Viveca Sten

Im Mai durfte ich dank vorablesen.de „Die Toten von Sandhamn“ von Viveca Sten lesen. Da dieser bereits der dritte Krimi der Thomas-Andersson-Fälle ist, habe ich nun in der Stadtbücherei auch „Tödlicher Mittsommer“ und „Tod im Schärengarten“ ausgeliehen und gelesen und ich war genau so begeistert, wie vom dritten Fall.

Absolut empfehlenswert – das findet übrigens auch Iris, die das Buch im Rahmen des Liegestuhl-Wichtelns von mir erhalten hat.

Gefährlicher Einsatz von Michelle Raven

TURT/LE Band 1 – Gefährlicher Einsatz von Michelle Raven


Zum Inhalt:

TURT/LE (Terrorism Undercover Reconnaissance Team / Ladies Elite) ist ein Projekt der US-Regierung zur Bekämpfung von Terrorismus und das LE steht für den weiblichen Teil der Einheit.

Kyla und Jade sind seit geraumer Zeit für TURT/LE undercover in Afghanistan im Einsatz, sie werden entdeckt und müssen flüchten. Dabei wird Kyla verletzt. Die beiden trennen sich darauf hin und während Jade in die Gefangenschaft eines Warlords gerät, wird Kyla von einem einzelnen Mann geschnappt, der sich Hamid nennt. Da die beiden keine Verbindung mehr zu ihrer Einheit aufnehmen können, bereiten sich die SEALS darauf vor, die beiden Frauen in Afghanistan zu suchen.

Rose Gomez, die vor sieben Jahren ihren Mann Ramon bei einem Navy SEAL-Einsatz verlor, wird zur gleichen Zeit in San Diego mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie begegnet Roderic „Rock“ Basilone, einem Mitglied der Einheit ihres verstorbenen Mannes, der alte Wunden in ihr aufreißt.

Kurze Zeit später benötigen die SEALS Rose´ Hilfe, da sie einige Monate in Afghanistan für eine Hilfsorganisation gearbeitet hat. Zögerlich willigt Rose ein und muss sich noch einmal mit dem Tod ihres Mannes auseinander setzen, den sie längst zu verarbeiten geglaubt hat.

Nachdem das erste SEALS-Team mit dem Hubschrauber abstürzt, muss Rocks Einheit nach Afghanistan fliegen. Nun gilt es nicht nur, die beiden Agentinnen zu finden, sondern auch die toten Mitglieder des ersten Teams zu bergen und gegebenenfalls nach Überlebenden zu suchen, ohne selbst unter Beschuss zu geraten.


  • Meine Meinung:

Michelle Raven lässt verschiedene Handlungen parallel laufen. So erlebt der Leser mit, wie Jade gefoltert, Kyla durch die Wüste geschleift und Rose mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, wie das erste SEAL-Team abstürzt, das zweite Team eingesetzt wird, die Truppe beim deutschen KSK unter kommt, festgestellt wird, dass es nicht ausreicht, den Warlord auszuschalten und anderes mehr. Während die Autorin auch mitten in der Geschichte immer neue Schauplätze einführt, beendet sie kurz darauf einen anderen Handlungsstrang, wodurch der Leser nie den Überblick verliert.

Durch die neuen Handlungsstränge reißt die Spannung nie ab, so dass ich die halbe Nacht durch gelesen und das Buch gleich nach dem Aufwachen wieder in die Hand genommen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.

Drei weibliche Protagonistinnen und eine ganze Schar von gut gebauten Männern, da erscheint der Hinweis darauf, dass es sich um ein Romantic Thrill handelt, schon fast überflüssig. Ich darf Euch verraten, dass die Gefühle von Rose, Jade und Kyla nicht zu kurz kommen. Allerdings gibt es nur für zwei von ihnen ein Happy End. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch als Band 1 gekennzeichnet ist, bin ich gespannt, was uns noch erwartet.

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Gletschergrab von Arnaldur Indridason

Im April hat die Buchbox bei mir Station gemacht und unter anderem habe ich das Buch Gletschergrab von Arnaldur Indridason eingetauscht. Das Buch habe ich in mein Reisegepäck gesteckt und da ich genügend Zeit hatte, nun auch gelesen ;)


Ich kannte den Autor bisher nicht, hab also keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Geschichte selbst fand ich sehr spannend, so dass ich das Buch auch nur ungern aus der Hand gelegt habe. Einige Rezensenten bezeichnen den Teil der Geschichte, in der es um Hitler geht, als unglaubwürdig. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber ich bin anderer Meinung, denn über den Tod von Hitler wurde viel spekuliert und recherchiert und meines Erachtens könnte alles genau so passiert sein, wie der Autor es beschreibt. Überzogen würde ich gelten lassen, aber nicht unglaubwürdig.

Überzogen – und da gebe ich dem Autor der Rezension recht – ist auch die Beschreibung der Charaktere, entweder sind gehört die Person zu den skrupellosen Bösen, oder zu den unverletzbaren Superhelden, oder sie streben – meist recht sadistisch durch die Hand der Skrupellosen.

Schade fand ich, dass am Ende nicht klar wird, was nun tatsächlich die Ladung des Flugzeuges war und warum die Amis (die übrigens richtig ihr Fett wegbekommen) so einen Aufwand betreiben, um alles zu verschleiern.

Ein Thriller mu ss für mich spannend sein und muss mich fesseln. Das hat Gletschergrab geschafft. Deshalb kann ich auch über die anderen Punkte weg sehen und vergebe vier von fünf Sternen.


Autoren-Lesechallenge 16/26

Nordhörn von Jürgen Rath

#Werbung

Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von Blogg Dein Buch zur Verfügung gestellt. Ich wurde gebeten, Blogg Dein Buch und den Verlag zu verlinken. Für diesen Artikel habe ich jedoch keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.

 

Nordhörn – Ein Nordsee-Krimi
von Jürgen Rath
erschienen im Sutton-Verlag


Zum Inhalt:

Auf einer der ersten Seiten ist die Insel Nordhörn eingezeichnet, so dass der Leser sich gleich einen Überblick über die einzelnen Schauplätze verschaffen kann.

Die Geschichte spielt im Jahr 1959. Steffen kommt nach Nordhörn, um das Archiv aufzuräumen. Die einzigen, die etwas zugänglich erscheinen, sind seine Kolleginnen Henny und Julia. Henny war mit Steffens Vorgänger liiert und glaubt nicht an ein Unglück, sie denkt, … wurde ermordet. Sie schnüffelt in den alten Unterlagen und nach und nach entdeckt auch Steffen einige Ungereimtheiten.

Ein weiterer Handlungsstrang spielt im Jahr 1938. Es geht um ein überladenes Schiff und die Schwierigkeiten des Kapitäns, im Bestimmungshafen anzukommen.

Am Ende führen beide Handlungsstränge zusammen und es kommt zum Show-Down auf der von der Umwelt abgeschnittenen Insel Nordhörn.


Meine Meinung:

Als ich mich bei Blogg Dein Buch für dieses Buch beworben hatte, war mir nicht klar, dass die Geschichte im Jahr 1959 spielt. Der Klappentext sagt nur, dass das Wirtschaftwunder auch 1959 noch nicht angekommen ist, aber ich hatte nicht realisiert, dass es hier tatsächlich um genau dieses Jahr geht. Wäre mir das klar gewesen wäre, hätte ich dieses Buch wohl eher nicht gelesen, denn ich mag eher ganz neuzeitliche Krimis und Thriller mit viel Technik-Schnick-Schnack. Ich gebe zu, dass ich daher ein wenig skeptisch war, als ich realisiert habe, in welchem Jahr das Buch spielt.

Trotzdem konnte ich mich sehr schnell einlesen und fand die Geschichte zum Teil auch sehr spannend. Ausser, dass Steffen einiges über Schmuggler und versunkene Schiffe heraus findet, wird dem Leser auch näher gebracht, wie das Leben auf der Insel vor einem halben Jahrhundert ablief. Ein wenig Probleme hatte ich mit dem Verhalten von Steffen, z.B. ist er immer überkorrekt, als er aber bedroht wird, läuft er mitten in der Nacht durch den Ort, das passt für mich nicht zusammen.

Das Ende war für mich enttäuschend, denn der Schluss ist eher vage, es wird zwar klar, wer der Bösewicht war und dieser wird auch gestellt. Aber die Liebelei zwischen Steffen und einer Frau (wer das ist, werde ich natürlich nicht verraten ;) ) bleibt mehr oder weniger offen, ist auch kein Cliffhanger für eine Fortsetzung. Außerdem wird immer wieder von Schwierigkeiten erzählt, die Steffen auf dem Festland mit einer bestimmten Person hatte, mir war am Ende nicht klar, weshalb diese Schwierigkeiten überhaupt eine Rolle spielen, um was genau es geht und auch hier fehlt mir ein richtiges Ende.

Ein netter Krimi, der aber meinen Geschmack nicht so richtig getroffen hat und der für mich persönlich unbefriedigend endete, deshalb nur drei von fünf Sternen.

Wenn mein Zorn Dich findet von Michele Jaffe

Dieses Buch habe ich über einen Büchertausch von Susanne erhalten.

Zum Inhalt:

Auf den ersten Seiten lernt der Leser die Protagonisten kennen und erfährt einiges über sie.

Windy Thomas erster Mann ist gestorben. Sie hat als Sheriff gearbeitet, doch nachdem sie in Gefahr geraten ist, hat sie sich auf Drängen ihres Verlobten Bill eine neue Stelle gesucht, bei der sie eher im Hintergrund arbeiten kann. Sie zieht mit ihrer Tochter nach Las Vegas und übernimmt dort die Stelle als Leiterin der forensischen Abteilung.

Als junge Beamtin hat sie zunächst damit zu kämpfen, sich bei den Männern in ihrer Abteilung durchzusetzen, aber ihr Wissen und Können ebnet ihr dabei den Weg. Besonders ihr neuer Vorgesetzter Ash ist fasziniert von Windy.

Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, er ermordet Mütter mit Kindern auf bestialische Weise. Die Spur führt zu Eve, die eine schwere Zeit hinter sich hat und mit dem Schicksal hadert. Lange Zeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf die junge Frau, aber sie wird nie gefunden… und dann wird Windy klar, dass es eine zweite Person gibt, die dafür sorgt, dass alles auf Eve hinweist…

In einem zweiten Handlungsstrang wird das Privatleben von Windy als alleinerziehende Mutter dargestellt. Ihr Verlobter Bill pendelt noch und fliegt am Wochenende immer zu Windy und Cate nach Las Vegas. Der Leser erfährt außerdem, wie Windy ihren ersten Mann kennen gelernt hat und was zu seinem Tod geführt hat. Darüber hinaus zeigt der Autor auf, wieso Ash bei der Polizei arbeitet, obwohl er Millionär ist und wieso der Frauenheld ausgerechnet von Windy fasziniert ist.


Meine Meinung:

Dadurch, dass bereits auf den ersten Seiten eine grössere Zahl an Hauptpersonen und die Vergangenheit von Windy vorgestellt wurde, habe ich mich sehr schnell in der Geschichte zurecht gefunden.

Die Handlung ist vom ersten Moment an so spannend, dass ich die mehr als 600 Seiten in zwei  Tagen verschlungen habe. Michele Jaffe hat es geschafft, dass sich die Spannung bis zum Ende hin immer weiter aufbaut und erzählt nebenbei aus dem Privatleben von Windy, ohne dass dies der Kriminalgeschichte Abbruch tun würde.

Wenn mein Zorn Dich findet ist ein Thriller ganz nach meinem Geschmack mit zwei Minuspunkten:

Zum einen wurde mir nicht klar, warum Eve ausgerechnet vor den Häusern der Menschen herum lungerte (und sie zeichnete), die später ermordet werden. Zum anderen finde ich das letzte Kapitel, Nr. 87, überflüssig, leider kann ich hier nicht schreiben, warum ich dieser Meinung bin, aber wer das Buch liest, wird vielleicht verstehen, warum diese letzten drei Seiten zuviel des Guten sind.

Trotz dieser kleinen Einschränkungen vergebe ich fünf von fünf Sternen.

Autoren-Lesechallenge 15/26

Ölspur von Lukas Erler

 

Zum Inhalt:

Thomas Nyström erfährt von der Polizei, dass seine Freundin Helen in der Sauna einem Herzstillstand erlegen ist. Da Thomas weiss, das Helen Platzangst hatte, hält er es für ausgeschlossen, dass sich Helen freiwillig in eine so enge Saunakabine begeben hat. Ihre Schwester Anna hat ebenfalls Zweifel an der Geschichte der Polizei und so machen sich die beiden auf den Weg quer durch Europa, um den Mörder von Helen zu finden.


Meine Meinung:

Der Autor nimmt verschiedene Umweltkatastrophen wie die Exxon Valdez auf und verarbeitet dies zu einem spannenden Krimi, aus dem nach und nach hervor geht, welche Rolle PR-Firmen in der heutigen Zeit spielen, um Negativschlagzeilen für ihre Kunden zu vermeiden oder klein zu reden.

Das Thema ist sehr interessant und die Idee, daraus einen Krimi zu basteln, hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist sehr spannend und hat mich vom ersten Moment an gefesselt, wobei ich sagen muss, dass das Ende meiner Meinung nach ein wenig überzogen ist.

Das Buch habe ich in der Stadtbücherei entdeckt, als ich nach neuem Lesefutter für die Autoren-Lesechallenge und einem Autor, dessen Nachname mit E beginnt, gesucht habe. Normalerweise wäre mir das Buch ganz sicher nicht aufgefallen, weil mich das Cov er allein nicht angesprochen hat. Doch schon der Klappentext hat viel versprochen … und das Buch hat das auch gehalten.

4 von 5 Sterne für „Ölspur“ von Lukas Erler.


Buch 14/26 Autoren-Lesechallenge