Archiv der Kategorie: Bücher

In der Hitze der Nacht von Lynn Viehl

In der Hitze der Nacht
von Lynn Viehl
Verlag: Egmont LYX


Isabel Duchesne inspiziert ein Lagerhaus, dass ihr von Marc LeClare, Kandidat für das Amt des Gouverneurs von Louisiana, überschrieben wurde, damit sie ihre Pläne von einem Gemeinschaftszentrum verwirklichen kann. Im Lagerhaus findet sie Marcs Leiche und wird niedergeschlagen. Die Lagerhalle brennt ab und sie kann im letzten Moment entkommen.

Ausgerechnet ihr Ex Jean-Del Gamble ermittelt in diesem Mordfall. J.D. ist Kreole, entstammt einer angesehenen und reichen Familie, die Marc LeClare persönlich kannte. Schnell wird klar, dass seine damalige Beziehung zu Isabel zum Scheitern verurteilt war, weil Isabel eine Cajun und im ärmlichen Bajou aufgewachsen ist. Sie wurde von seinen Freunden nicht akzeptiert und in die Mangel genommen. Diese schlimmste Nacht ihres Lebens hat sie nie vergessen. Sie ist aus J.D.s Leben verschwunden. Er hat nie erfahren, was wirklich passiert ist, kennt nur die Version seiner „Freunde“.

Und nun wird Isabel des Mordes an Marc verdächtigt und J.D., der immer noch Gefühle für Isabel hat, hilft ihr, sich zu verstecken, denn der Mörder ist auch hinter ihr her. Schnell wir öffentlich, dass der wesentlich ältere, verheiratete LeClare und die junge Cajun eine Liebesbeziehung hatten. Und einmal mehr spielt sich J.D.s Mutter in den Vordergrund und berichtet der Presse aus Isabels Vergangenheit.


  • Meine Gedanken zum Buch

Die Autorin erzählt von den sozialen Unterschieden zwischen Kreolen und Cajun, aber auch von Cajun Country, der Heimat der Cajuns, vom Atchafalaya und dem Bajou, den Sumpflandschaften … viele Infos über einen US-Bundesstaat über den ich bisher nicht viel wusste, das ganze interessant und toll verpackt in einer wunderbaren Geschichte.

Und natürlich steht der Mord an Marc LeClare und seine Aufklärung weiter im Mittelpunkt der Handlung. Denn da ist auch noch Terri Vincent, J.D.s Partnerin, die Isabel nicht traut, aber versucht, J.D. den Rücken frei und vor allem, seinen Bruder, der Isabel nie leiden konnte, von J.D. fern zu halten. Terri ist witzig, spontan und schlagfertig. Genau so beschreibt die Autorin den Handlungsstrang um ihr Privatleben.

Das Buch wird vom Verlag als Romantic Thrill geführt. Außer der Handlung um den Mord und die knisternde Beziehung zwischen Isabel und J.D. hat die Autorin auch noch einiges an Erotik eingebaut, an einer Stelle für mich persönlich etwas zuviel, aber insgesamt wirklich ein sehr lesenswertes Buch, das ich innerhalb von wenigen Stunden „inhaliert“ habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte, weiter zu lesen.

Der nächste Romantic Thrill von Lynn Viehl. „Spiel mit dem Feuer“ erscheint im März 2012. Wie ich der Homepage des Verlages entnehmen konnte, geht es in diesem Buch um Terri und da mir die Polizistin in „In der Hitzer der Nacht“ sehr sympathisch war, freue ich mich darauf.

Das Buch an sich ist ein wenig ungewöhnlich für ein Taschenbuch. Der Umschlag ist kartoniert und hat hinten und vorne eine Klappe. Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Die Umrisse eines Mannes, der eine Frau küsst und darunter ein dichter Wald. Der Titel ist in rot gehalten. Die Innenseiten zeigen wieder Landschaften mit vielen Bäumen und Büschen in schwarz weiss. Wirklich schön gemacht, aber für meinen Geschmack zu unauffällig, als das man es im Buchhandel entdecken würde.

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Vielen Dank an das Literaturportal Leser-Welt, das mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Der Stalker gelesen von Tania Carver

Tania Carver
Der Stalker
480 Seiten
List Verlag, Berlin


  • Zum Inhalt

Phil Brennan und sein Team um Mickey Philips untersucht den Mord an einer jungen Frau, die – teilweise geschunden – aufgefunden wurde. Zeitgleich untersucht die Kollegin Annie Hepburn eine Anzeige von Suzanne Perry, die morgens aufwacht und feststellt, dass nachts jemand in ihrer Wohnung war, sie zum Teil entblösst und dann fotografiert hat. Als kleinen Morgengruss hat er das Foto mit den Worten ICH WACHE ÜBER DICH in ihrem Schlafzimmer hinterlassen.

Nur kurze Zeit später wird Suzannes beste Freundin ermordet in Susannes Wohnung aufgefunden und Suzanne ist verschwunden. Die Ermittler stoßen auf eine weitere Frau, die verschwunden ist und nach und nach wird klar, dass alle Fälle zusammenhängen. Die Polizei steht unter Zeitdruck, denn noch besteht die Hoffnung, dass die Frauen lebend gefunden werden.

Während die Polizei anfangs an einen Serientäter glaubt, nimmt der Fall eine unvorhersehbare Wendung und es  wird klar, dass viel mehr dahinter steckt, als bisher vermutet.


  • Cover

Das Buch ist recht unauffällig, es zeigt eine vermummte Person hinter einem Vorhang, die Farbkombination erinnert ein wenig an Flammen. Das erscheint mir von daher passend, dass am Ende klar wird, dass Feuer eine große Rolle im Leben des Stalker spielt. Der Name der Autorin und der Buchtitel heben sich von der glatten Oberfläche ab. Den Text auf der Rückseite des Buches hat mich etwas irritiert. Dort steht ganze unten

Profilerin Marina glaubt nicht an einen Einzeltäter. Dann gibt es das erste Mordopfer.

Das erste Mordopfer taucht bereits im 2. Kapitel auf Seite 13 auf, während Marina erst in Kapitel 77 auf Seite 334 in den Fall einsteigt.

  • Meine Meinung

Das Buch ist vom ersten Moment an spannend und das ganze 480 Seiten lang. Ich hab wieder einmal viel länger gelesen, als ich das eigentlich vor hatte und so bin ich heute morgen um 2 Uhr endlich zum Finale gekommen ;)

In meiner ersten Lesenacht hatte ich schon Bedenken, ob ich je wieder allein in einem dunklen Zimmer schlafen kann. Die Handlung erscheint absolut realistisch. Man braucht nicht darüber nachdenken, ob das auch mir selbst passieren kann, denn beim Lesen wird dem Leser klar, dass es genau so geschehen kann.

Das tolle an der Geschichte ist, dass am Ende ersichtlich wird, dass dieser Stalker eben nicht „jedem“ begegnet, sondern dass es einen guten Grund für jedes einzelne Opfer gab. Also doch wieder beruhigt das Licht ausdrehen und versuchen, einzuschlafen ;)

Das schon einmal ein kleiner Hinweis darauf, dass am Ende alles anders ist, als man es sich als Leser eigentlich dachte … aber auch viel schlimmer. Dabei verzichtet die Autorin im Großen und Ganzen auf blutrünstige Details, wobei sie durchaus Einfluss darauf nimmt, was sich beim Lesen im Kopf des Lesers abspielt.

Tania Carver wechselt die Perspektiven, sie erzählt die Handlung aus Sicht der Polizei, aus Sicht der Opfer und des Täters. Genau so springt sie zwischen den Handlungssträngen hin und her, dies aber sehr strukturiert. Der Leser weiß immer genau, um welche Person es gerade geht und in welchem Handlungsstrang er sich befindet. Es gibt keine „echte“ Hauptperson. Einmal steht das Ermittlerteam um Phil im Mittelpunkt, einmal einzelne Ermittler, oder auch der Täter.

Dabei lässt Tania Carver dem Leser keine Chance, Sympathien oder Antipathien selbst zu bilden, sie weist durch kleine Spitzen immer wieder darauf hin, wer im Ermittlerteam die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind.

Auf eine Lieblingspassage verzichte ich heute, denn es gibt zu viele Passagen, die erwähnenswert wären, weil fast jede Person eine eigene Geschichte zu erzählen hat.

Ich hatte mich bereits vorab über das Buch „Der Stalker“ von Tania Carver informiert und habe dabei mehrfach entdeckt, dass die Leser Bezug auf „Entrissen“ nehmen, das Buch, in dem die Geschichte von Phil und Marina wohl beginnt. Ich kann aber sagen, dass es nicht notwendig ist, dass man „Entrissen“ gelesen hat, um der Handlung bei „Der Stalker“ folgen zu können.

5 von 5 Sternen für einen sensationellen Thriller.

Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Meinung. Für diesen Artikel habe ich keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.

 


Corinna hat dieses Buch ebenfalls rezensiert und 3,5 von 5 Sternen vergeben, wer also noch gerne eine „zweite Meinung“ einholen möchte, kann die Rezension nachlesen.

Hildegard von Bingen – Einfach kochen 2 von Brigitte Pregenzer und Brigitte Schmidle

Hildegard von Bingen – Einfach kochen 2
250 neue gesunde Rezepte mit Fotos von Norbert Ellensohn und Thomas Schmidle und Zeichnungen von Sophia Pregenzer
von Brigitte Pregenzer; Brigitte Schmidle
Tyrolia Verlag

Der erste Eindruck:

Es handelt sich auch hier nicht um ein „gewöhnliches“ Kochbuch“, sondern sieht von außen nach einem Ordner aus und hat innen eine Spiralbindung.

Zum Inhalt:

  • Geschickte Vorratshaltung
  • Salate und Kalte Vorspeisen
  • Aufstriche, Dips und Sonstiges
  • Suppen und warme Vorspeisen
  • Vegetarische Gerichte und Gemüse
  • Fisch und Fleisch
  • Desserts, Kuchen und Süßes
  • Brote und Teige
  • Getränke
  • Frühstück, Jause und Knabbereien

Die Grundlage der Ernährung nach Hildegard von Bingen bildet Dinkel. Im Vorspann beschreiben die Autorinnen, warum z.B. Roggen nicht für jedermann geeignet ist und wann Weizen verwendet werden sollte. Ausserdem gehen sie auf verschiedene Kräuter und Gewürze, sowie auf die Tabus der Hildegard-Küche ein.

Hildegard von Bingen war mir schon ein Begriff, bevor ich dieses Buch in die Hand genommen habe. Allerdings wusste ich nur, dass sie in der katholischen Kirche als Heilige verehrt wurde und dass sie sich mit der heilenden Wirkung von Pflanzen befasst hat. Ich erinnere mich an ein Buch über pflanzliche Heilmittel im Schrank meiner Großeltern, in welchem später auch mein Vater öfters geblättert hat.

Doch auch als Anfänger in Sachen Hildegard-Küche findet man sich im Buch schnell zurecht. Gerade durch die Einführungsseiten erfährt man alles wichtige. Da ich mich zuvor noch nie mit der Thematik beschäftigt habe, bin ich sehr gespannt auf die Rezepte und werde hier berichten.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Xunde Jause! gelesen für Tyrolia Verlag

Im vergagenen Herbst durfte ich für den Tyrolia Verlag das Buch Xund Backen! von Angelika Kirchmaier lesen und testen.

Xunde Jause!
300 kunterbunte Ideen und Rezepte für Schule, Arbeit und Freizeit. Schnell, einfach, lecker und gesund. Auch für Diabetiker geeignet
von Angelika Kirchmaier
Tyrolia Verlag

Xunde = g´sunde = gesunde
Jause  = österr. für Brotzeit, Vesper, Zwischenmahlzeit
Das Rezeptbuch enthält 300 kunterbunte Ideen und Rezepte für Schule, Arbeit und Freizeit und ist für Diabetiker geeignet.

Auch bei diesem Buch aus der „xunden“ Ratgeber- und Kochbuchreihe wurden die Rezepte nach den Richtlinien der gesunden Ernährung entwickelt, die Rezepte sind erprobt und werden mit gängigen Zutaten zubereitet. Die Rezepte können problemlos an die Bedürfnisse von Diabetikern angepasst werden. Jedes Rezept enthält Zubereitungszeit und Nährstoffangaben. Ausserdem sind in dem Buch eine Reihe an glutenfreien Rezepten enthalten, sowie Gesundheits-, Zeitspar- und Zubereitsungstipps.


Der erste Eindruck:

Wie ich es schon von Xund Backen! kannte, handelt es sich nicht um ein „gewöhnliches“ Kochbuch, sondern es sieht von aussen nach einem Ordner aus und hat innen eine Spiralbindung.

Auch bei Xunde Jause! erfährt der Leser gleich zu Beginn, wie die genannten Lebensmittel diabetikergerecht ersetzt werden können. Das ist tatsächlich sehr einfach:

Bei den Zutaten steht z.B. 170g Zucker, dahinter folgt ein Pfeil und in rosa 60g Zucker und 11 g Süssstoff.

Man ersetzt also 170g Zucker durch 60g Zucker und 11g Süssstoff.

Aufteilung:

  • Das xunde Jausen-Einmaleins
  • Jause aus dem Supermarkt
  • Getränke
  • Brot und Hefeteiggebäck
  • Belegte Brote und Brotspieße
  • Aufstriche, Dips, Bagels, Tramezzini, Wraps
  • Bäckerpizza aus dem Toaster
  • Salate
  • Knabberspaß
  • Müsli
  • Fruchtjoghurt, Eis und süße Cremen
  • Pudding
  • Marmelade
  • Süße Blitzkuchen für Schule und Büro
  • Früchtebrot und Fruchtschnitten
  • Tipps und Tricks zum Aufbewahren von Lebensmitteln
  • Anhang

Schon beim ersten Durchblättern habe ich viele tolle Sachen entdeckt, die ich gerne ausprobieren würde. Ausserdem enthält auch dieses Buch allerlei Wissenswertes , z.B. wann ein kurzer Energieschub ausreicht und wann er lang anhaltend sein sollte, sowie, wie man das umsetzen kann. Ein wichtiges Thema, gerade wenn es um die Leistungsfähigkeit von Kindern geht. Oder wozu Kinder Kalzium benötigen und warum Käse in dieser Hinsicht nicht gleich Käse ist. Wusstet Ihr z.B. dass Schmelzkäse einen negativen Effekt auf den Knochenbau auswirkt?!

Die Autorin geht auch auf die Werbeslogans der Kinderlebensmittel ein.

„Das Beste aus einem 1/4l Milch“ – aber „Was ist für die Herstellerfirma das Beste aus der Milch? Der Zucker, das Fett….“

Ausserdem geht sie schon vorab auf die Bedürfnisse ein, Jause für Kinder bis zum Vorschulalter, Schuljause, Prüfungsjause, Jause für Kopfarbeiter, Schüler, Studenten, Berufstätige, Snacks für Besprechungen, Jause für alle, die viel Zeit im Auto verbringen.

Gerade dieser Teil hat mir sehr gut gefallen, weil die Autorin nicht generell sagt, dass dies gut und das andere ungesund ist, sondern erklärt, was wann richtig ist und auf was man wann warum verzichten sollte.

Natürlich werde ich auch hier wieder einige Rezepte ausprobieren und Euch berichten.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Blutrache von Eva Klingler

Vergangenen Samstag war ich mal wieder in der Stadtbücherei und habe mich mit neuem Lesestoff versorgt. Unter anderem bin ich dabei auf Blutrache von Eva Klingler gestossen. Aufgefallen ist mir das Buch durch die Zusatzbezeichnung „Ein badischer Krimi“. Da ich in Baden aufgewachsen bin, hat mich das neugierig gemacht.

  • Zum Inhalt

Die Hauptperson ist die Ahnenforscherin Maren Mainhardt. In der Zeitung liest sie von einem Mord im Europapark. Am nächsten Tag erfährt sie von ihrer Bekannten, der Karlsruher Kommissarin Elfie Kohlschröter, dass sie das Opfer kannte. Für den SWR hat sie Familiendokumente geprüft, die in Zusammenhang mit einem Schiffsunglück in New York stehen, über das der Öffentlichkeit nicht viel bekannt ist, obwohl mehr als 1000 deutsche Einwanderer gestorben sind.

Maren recherchiert auf eigene Faust. So lernt sie den Freiburger Kommissar Melchior Oberst kennen, der allerdings nicht begeistert von ihrer Eigeninitiative ist. Maren glaubt an einen Zusammenhang zwischen dem Mord und dem Schiffsunglück. Doch Melchior Oberst ermittelt in eine ganz andere Richtung und auch sonst glaubt niemand an Marens Version der Geschichte. Bis Maren selbst in Gefahr gerät.

  • Meine Gedanken zum Buch

Die Geschichte ist spannend – bis zum Schluß hatte ich keine Ahnung, wer der Mörder ist – und unterhaltsam – die Autorin spickt sie mit viel Humor. Verpackt wird die Handlung in sehr vielen Informationen über die Deutschen, die vor mehr als 100 Jahren in die USA ausgewandert sind. Das war zwar einerseits sehr interessant, aber andererseits hat es die Geschichte für mich auch sehr langatmig gemacht.

Ich habe schon mehrere Regional-Krimis gelesen, oftmals hat mich dieser regionale Bezug fasziniert. Hier muss ich allerdings sagen, dass das Buch eigentlich überall spielen könnte. Die Karlsruher Südstadt wird zwar ausführlicher Teil der Handlung, aber die anderen Städte und Orte werden oft einfach nur genannt und spielen keine typische Rolle. Zum Beispiel fährt Maren mit dem Zug von Karlsruhe über Achern und Offenburg nach Freiburg. Sie hätte auch von Basel über Weil fahren können, oder von Stuttgart über Heilbronn, es wäre genau so wichtig oder unwichtig für die Handlung gewesen.

Daher reicht es leider nur für drei von fünf Eulen.

Kleine Fische küssen besser von Jana Krivanek

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Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von Blogg Dein Buch zur Verfügung gestellt. Ich wurde gebeten, Blogg Dein Buch und den Verlag zu verlinken. Für diesen Artikel habe ich jedoch keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.

 

Kleine Fische küssen besser
von Jana Krivanek
Taschenbuch
Unsichtbar Verlag
254 Seiten
EUR 9,99
ISBN: 9783942920018


  • Zum Inhalt

Caro will der festgefahrenen Beziehung zu Max neues Leben einzuhauchen. In Seidenunterwäsche steht sie am Herd und hofft auf hochexplosiven Sex auf dem Küchentresen. Sie spürt Max Lippen und Hände auf ihrem Körper … bis er sich Sekunden später auf die Couch verzieht, um die Sportschau zu schauen. Abserviert und gedemütigt, fährt sie zu ihrer Freundin Marie.

Marie verfrachtet Caro nach Ägypten und innerhalb von 6 Tagen trifft sie auf jede Menge Männer und hat Aussicht auf fantastischen Sex.

Doch erst zurück in München wird aus der leidgeprüften Caro eine befriedigte und glückliche Singlefrau. Dumm nur, dass ihr Lover bereits vergeben ist… und dass sie Max immer noch nicht ganz vergessen kann.


  • Meine Meinung

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben und lässt sich leicht lesen. Manches war mir zu ausführlich, z.B. die Geschichten aus der Kindheit. Hier erfährt der Leser viel über das Verhältnis von Caro zu ihren Geschwistern, aber um das richtig zur Geltung zu bringen, hätte der Handlungsstrang um Caros Familie ausgeprägter sein dürfen.

Andere Geschichten hätten ruhig etwas länger sein dürfen. Aufgrund des Klappentextes hatte ich angenommen, dass Sven einer der drei männlichen Hauptpersonen des Buches ist. Stattdessen wird Caros Affäre mit ihm auf genau drei Seiten beschränkt.

Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gefallen, es eignet sich gut, um einfach mal abzuschalten und ich habe einige Male geschmunzelt.

Ich vergebe 4 von 5 Sterne.


Das Cover:

Die beiden sich küssenden Fische passen zum Titel. Allerdings passt der Titel für mich nicht wirklich zum Buch. Ich konnte zumindest nur kleine Zusammenhänge herstellen. Das Cover ist in rosa gehalten, ich könnte mir vorstellen, dass mir diese Farbe in der Buchhandlung aufgefallen wäre und ich das Buch in die Hand genommen hätte. Die beiden Fische sind unspektakulär und nur aufgrund dieses Motives wäre mir das Buch nicht aufgefallen.