Archiv der Kategorie: Selfpublisher

Keine Cupcakes für Bad Boys: Zwei Kurzromane von Isabella Lovegood und Tamara Leonhard

Das Wichtigste in Kürze

Beide Kurzromane sind sehr gefühlsbetont, doch während die Geschichte von Isabella Lovegood eher romantisch gehalten ist, ist der Part von Tamara Leonhard tiefgründiger. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass Kurzromane sich auf das Wesentliche beschränken. Dennoch haben beide Autorinnen die jeweilige Handlung zu Ende erzählt und auch die Charaktere sind keinesfalls nur oberflächlich gezeichnet.


Von Tamara Leonhard bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

„Keine Cupcakes für Bad Boys“ besteht aus zwei voneinander unabhängigen Kurzromanen von Isabella Lovegood und Tamara Leonhard.

  • (K)ein Bad Boy für Carolin von Isabella Lovegood

Als sein eigener Bruder ihm die Freundin ausspannt, reicht es Oliver. Wenn die Frauen einen Bad Boy wollen, dass sollen sie einen bekommen. Nur blöd, dass seine neue Nachbarin Carolin so gar nicht auf die Macho-Nummer steht.

  • Ein Cupcake zur Mittsommernacht von Tamara Leonhard

Als Tobi sein Medizin-Studium gefährdet, sehen seine Eltern nur noch einen Ausweg:  Sie melden ihn zu  einem Orientierungscamp in Norwegen an. Dass er anders ist, als die anderen Teilnehmer, die oftmals kein Ziel in ihrem Leben haben, bemerkt auch Cleo, die dem Betreuerstab des Camps angehört. Und genau aufgrund dieser Funktion kann sie es sich nicht leisten, Tobi an sich heranzulassen. Da kann das Herz noch so klopfen.


Meine Gedanken zum Buch

Während ich von Isabella Lovegood bisher noch nichts gelesen hatte, kannte ich Cleo und Tobi bereits als Nebencharaktere aus Tamara Leonhards Roman „Wings of love“. „Ein Cupcake zur Mittsommernacht“ ist ein Prequel zum Roman, hier erfährt  der Leser, wie Cleo und Tobi  sich kennengelernt haben.
Beide Kurzromane sind sehr gefühlsbetont, doch während die Geschichte von Isabella Lovegood eher romantisch gehalten ist, ist der Part von Tamara Leonhard tiefgründiger. Oliver ist auf der Suche nach der Frau fürs Leben und ist bereit, sich dafür zu verbiegen und zum Bad Boy zu werden. Tobi hingegen hat sich in der Vergangenheit verbogen, um seinen Eltern gerecht zu werden und will jetzt er selbst sein, allerdings weiß er gerade nicht, wer er ist.
Nun liegt es in der Natur der Sache, dass Kurzromane sich auf das Wesentliche beschränken. Dennoch haben beide Autorinnen die jeweilige Handlung zu Ende erzählt und auch die Charaktere sind keinesfalls nur oberflächlich gezeichnet. Für mein Gefühl kam der Schluss des Parts von Tamara Leonhard allerdings sehr abrupt, andererseits könnte man argumentieren, dass die Geschichte von Cleo und Tobi in „Wings of love“ weitererzählt wird, von daher hat das keine Auswirkung auf meine Bewertung.
Während ich den Teil von Isabella Lovegood als Appetizer angesehen habe, um auszutesten, ob mir ihr Schreibstil gefällt, habe ich bei Tamara Leonhard mehr über zwei Charaktere erfahren, die ich schon kannte. Im Grunde könnten die beiden Kurzromane nicht unterschiedlicher sein, doch jeder hat mich auf seine Art gut unterhalten.

Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir von den Autorinnen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Keine Cupcakes für Bad Boys
zwei Kurzromane
von Isabella Lovegood und Tamara Leonhard
erschienen am 8. Oktober 2019

Sternenvoll von Patricia Renoth


Das Wichtigste in Kürze

Patricia Renoth konnte mich mit ihrem Schreibstil und mit ihrer Geschichte berühren. Ich habe mit den Protagonisten gelitten und ich habe mehr als einmal Tränen vergossen, weil die Handlung so emotional war. Kilians Geheimnis konnte  ich zwar irgendwann erahnen, aber ich gehe davon aus, dass die  Autorin das  beabsichtigt hat. An einer Stelle im Buch hält Ella eine sehr persönliche Rede mit viel Tiefgang, die mir lange nachgegangen ist, weil es darum um „Optimierungswahn“ geht und die Tatsache, dass nur 4% aller Frauen sich schön finden. Auch diese Gedanken der Autorin haben mich sehr berührt.


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Ella und Kilian wurden am gleichen Tag in der gleichen Klinik geboren. Die beiden Elternpaare freundeten sich damals an und der Kontakt ist über all die Jahre eng geblieben. Ella und Kilian sind 16, als Ella das erste Mal mehr als Freundschaft für Kilian empfindet.

In den nächsten Jahren gehen beide ihre eigenen Wege, sind in Partnerschaften und treffen sich, wenn überhaupt, einmal im Jahr auf dem Sommerfest von Ellas Familie. Jahre später gestehen sich die beiden ihre Gefühle ein und Ella ist der glücklichste Mensch auf der Welt, bis Kilian einen Rückzieher macht. Ella ist sich sicher, dass er ihr etwas verschweigt, doch nach all den Jahren mit vielen Aufs und Abs ist sie den Kämpfens müde.


Meine Gedanken zum Buch

In der Beschreibung des Buches steht

„Eine berührende Liebesgeschichte über das Erwachsenwerden und das Erwachsensein…“

und daher rechnete ich mit einem Roman über die erste große Liebe, womit ich einerseits nicht falsch lag, andererseits erzählt Patricia Renoth aber eine Geschichte, die über 20 Jahre hinweg andauert. Der Prolog spielt 1983, dem Geburtsjahr der beiden Protagonisten. In Kapitel 1 springt die Handlung ins Jahr 1999 und von dort aus geht es im jährlichen, manchmal auch im Zwei-Jahres-Rhythmus, weiter.

Ella und Kilian mochte ich von Anfang an gerne. Es war spannend, sie über die Jahre zu begleiten und zu beobachten, wie sie sich entwickeln. Da die beiden Protagonisten nur ein paar Jahre jünger sind als ich, kamen Jugenderinnerungen hoch (Ella chattet z. B. mit ihrer besten Freundin über ICQ). Dadurch konnte mich die Geschichte schon auf den ersten Seiten in ihren Bann ziehen. Später habe ich im Netz Begebenheiten recherchiert, um sicherzugehen, dass ein reales Ereignis genau zu der Zeit stattfand, wie die Autorin es in ihr Buch eingearbeitet hat – wer kann sich denn vorstellen, dass Notting Hill tatsächlich vor über 20 Jahren in den Kinos anlief? ;)

Patricia Renoth konnte mich mit ihrem Schreibstil und mit ihrer Geschichte berühren. Ich habe mit den Protagonisten gelitten und ich habe mehr als einmal Tränen vergossen, weil die Handlung so emotional war. Kilians Geheimnis konnte  ich zwar irgendwann erahnen, aber ich gehe davon aus, dass die  Autorin das  beabsichtigt hat. An einer Stelle im Buch hält Ella eine sehr persönliche Rede mit viel Tiefgang, die mir lange nachgegangen ist, weil es darum um „Optimierungswahn“ geht und die Tatsache, dass nur 4% aller Frauen sich schön finden. Auch diese Gedanken der Autorin haben mich sehr berührt. Ich vergebe fünf von fünf Eulen für diesen wunderbaren Roman.


Bewertung

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Sternenvoll
von Patricia Renoth
erschienen am 01. September 2019
Independently published

Sommerwind in den Highlands von Julia K. Rodeit

Das Wichtigste in Kürze

Julia K. Rodeit hat es  geschafft, dass mir die Protagonisten immer mehr ans Herz gewachsen ist und sie konnte mich emotional fesseln. Den Schauplatz, ein einsames Schloss in den Highlands, hat die Autorin sehr bildhaft beschrieben, ich hab förmlich gefühlt, wie es ist, auf den Klippen zu stehen und den Wind in den Haaren zu spüren.


Von Julia K. Rodeit bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Unter dem Pseudenoym Max Heinemann hat Patrick Röder  den Durchbruch als Thriller-Autor geschafft. Sein Verlag will neue Ideen von ihm und was liegt näher, als ein gemeinsames Projekt mit einer von ihm sehr verehrten Kollegin vorzuschlagen. Sein Agent und der Verlag sind begeistert.

Nach dem Erfolg ihres letzten Romans leidet die Romanautorin Ella Sommerfeld an einer Schreibblockade und braucht eine Pause. Als ihre Agentin sie mit der Idee bedrängt, ein Buch gemeinsam mit Max Heinemann zu schreiben, einem Autor, den sie bisher nicht einmal persönlich kennt, nimmt sie kurz entschlossen die Anfrage einer Schreibakademie an und flieht nach Schottland, um ein Seminar über kreatives Schreiben abzuhalten.

Dort angekommen trifft sie auf Patrick Röder, der  sich in letzter Minute für ihren Kurs angemeldet hat.  Der sympathische Mann spricht nicht nur ihre Kreativität sondern auch ihre Gefühle an. Patrick Röder wiederum genießt es, Zeit mit Ella zu verbringen und  wartet auf den richtigen Augenblick, um ihr zu sagen, dass er mehr als ein talentierter Hobby-Autor ist.


Meine Gedanken zum Buch

Ella kannte ich bereits aus Sommerträume am Gardasee, wo sie eine kleine Nebenrolle eingenommen hat. Schon damals hatte sie Probleme beim Schreiben, weil ihr jeder hineinreden wollte. In diesem Roman hat Ella mir zunächst leid getan, weil sie unter Druck gesetzt wird, doch dieses Mal setzt sie sich durch und nimmt sich eine Auszeit. Patrick Röder war mir nicht direkt unsympathisch, aber  ich empfand es schon als sehr dreist von ihm, mit Ella anzubandeln, ohne ihr zu sagen, wer er wirklich ist.

Vermutlich kann sich jeder Leser schnell denken, in welchem Drama die Handlung ausartet. Deswegen war es für mich ganz wichtig, zu sehen, wie sich meine Haltung Patrick gegenüber verändert. Hätte ich in ihm bis zu diesem Zeitpunkt immer noch den unmöglichen Menschen gesehen, der Ella hintergeht, hätte ich nicht mit ihm leiden können. Doch Julia K. Rodeit hat es  geschafft, dass mir Patrick immer mehr ans Herz gewachsen ist und sie konnte mich emotional fesseln. Den Schauplatz, ein einsames Schloss in den Highlands, hat die Autorin sehr bildhaft beschrieben, ich hab förmlich gefühlt, wie es ist, auf den Klippen zu stehen und den Wind in den Haaren zu spüren.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und vier von fünf Eulen für einen Roman, der mich gut  unterhalten konnte.


Bewertung

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Eckdaten

Sommerwind in den Highlands
von Julia K. Rodeit
erschienen am 18. Januar 2019


Weitere Meinungen zum Buch

Catch me Cowboy 3 – Herz aus Glas von Ava Lennart


Das Wichtigste in Kürze

Dem Autoren-Duo Ava Lennart ist mit „Herz aus Glas“ erneut eine gefühlvolle Geschichte um Familie, Zusammenhalt und natürlich die Liebe gelungen. Wieder einmal hat mir die pure Romantik ein Kribbeln im Bauch beschert und die erotischen Szenen waren genau richtig dosiert. Wie schon so oft bei den Büchern von Ava Lennart habe ich die Seiten förmlich verschlungen und bis mitten in die Nacht gelesen, weil ich das Buch erst aus der Hand legen wollte, wenn ich weiß, wie die Geschichte endet.


Von Ava Lennart bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Grace Boman hat das Ziel, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten  und ein Countrystar zu werden. Idealerweise ist ihr Vater eine Größe als Country-Produzent in Nashville, Tennessee. Zwischen Grace und ihrem Ziel stehen nur noch zwei Dinge: ihre Eltern,  die wollen,  dass sie das Business im familieneigenen Musiklabel von der Pike auf lernt, um sich behaupten zu können … und ihr Lampenfieber.

Als Tate Barker in das Plattenlabel Boman & Clarke stürmt, um Jack Boman und Perry Clarke zur Rede zu stellen, weil sie einen seiner Songs geklaut haben, ist er schnell an der süßen Kleinem vom Empfang vorbei. Dass er sie abends hinter der Theke einer Live-Musik-Bar wiedersieht, ist reiner Zufall, doch dass sie ihn vom ersten Moment an verzaubert, das ist sicher. Auch Grace kann sich wenig vorstellen, was heißer ist, als ein Cowboy mit Gitarre. Doch Tate ist kein Mr. Right, nicht für Grace und auch für keine andere … aber was spricht schon gegen EINE Nacht. Doch nach dieser Nacht geschieht ein Verbrechen und nichts ist mehr so, wie es war.


Meine Gedanken zum Buch

Dem Autoren-Duo Ava Lennart ist mit „Herz aus Glas“ erneut eine gefühlvolle Geschichte um Familie, Zusammenhalt und natürlich die Liebe gelungen. Wieder einmal hat mir die pure Romantik ein Kribbeln im Bauch beschert und die erotischen Szenen waren genau richtig dosiert. Wie schon so oft bei den Büchern von Ava Lennart habe ich die Seiten förmlich verschlungen und bis mitten in die Nacht gelesen, weil ich das Buch erst aus der Hand legen wollte, wenn ich weiß, wie die Geschichte endet.

Die Handlung um Grace und Tate hat mir sehr gut gefallen. Alleine ihre Geschichten hatten sehr viel Potential,  Grace´ Arbeit im Label, ihr Job in einer Bar, ihr Wunsch, Musik zu machen, das Lampenfieber, Tates Vergangenheit, die er mit sich trägt, seine Musik, das gestohlene Lied, die aufkeimenden Gefühle, die Irrungen und Wirrungen, der Altersunterschied und Tates Frauenverschleiß,. Das hätte mir für die Geschichte schon ausgereicht, den Handlungsstrang um das Verbrechen und was daraus an Komplikationen für die Bomans folgt, hätte ich persönlich gar nicht gebraucht. Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau, wer beschwert sich schon für ein Mehr an Handlung.

Die drei Teile um die Barker-Brüder kann man unabhängig von einander lesen. Da ich die anderen beiden Bände bereits kenne, habe ich mich über das Wiedersehen mit Clint, Shane, Valentina und Jessica, die gegen Ende der Geschichte noch eine Rolle spielen, sehr gefreut. Mir gefällt es, wenn man in Folgebänden erfährt, wie es mit den bisherigen Protagonisten weitergegangen  ist.

Da mir die beiden anderen Teile dieser Reihe einen kleinen Ticken besser gefallen haben und ich dort jeweils fünf Eulen vergeben habe, ziehe ich hier eine halbe Eule ab.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir von Ava Lennart zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Herz aus Glas
Catch me Cowboy 3
von Ava Lennart
erschienen am 28. September 2019
289 Seiten

Sommerträume am Gardasee von Julia K. Rodeit

Das Wichtigste in Kürze

„Sommerträume am Gardasee“ ist ein schöner Kurzroman, der schnell gelesen ist und bei dem es sich gut abschalten lässt.


Von Julia K. Rodeit bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Neles Freund Lars weiß, was er will, er weiß auch, was Nele zu wollen hat und vor allem weiß er alles besser. Als die beiden in den Urlaub aufbrechen, kracht es schon an der Tankstelle. Nele hat genug, sie steigt aus dem Auto aus und ohne Nachzudenken auf das Motorrad eines Fremden auf.

Ron ist auf dem Weg zum Gardasee, als er an einer Tankstelle Zeuge davon wird, wie ein Paar sich streitet. Spontan bietet er der jungen Frau an, sie auf seinem Motorrad mitzunehmen. Dabei stand Gesellschaft nicht auf seinen Urlaubsplänen und dass er sich von der Frau angezogen fühlt, passt überhaupt nicht in sein Leben.


Meine Gedanken zum Buch

Der Schreibstil von Julia K. Rodeit ist locker und leicht. Der Roman ist mit 162 Seiten verhältnismäßig kurz gehalten, weshalb sich die ganze Handlung kompakt aufgestellt ist und zügig verläuft. Ich habe das nicht als unangenehm empfunden, denn die Geschichte ist ausgereift und zu Ende erzählt.

Was die Protagonisten betrifft, war mir Ron näher als Nele. Er hat zwar einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, dennoch versucht er, sein Leben weiter zu leben. Nele hätte ich anfangs gerne in den Hintern getreten, weil sie scheinbar nicht sehen wollte, wie unmöglich sie von Lars behandelt wird. Doch hier hat die Autorin mit Neles bester Freundin und mit einem versöhnlichen Ende für Abhilfe gesorgt.

„Sommerträume am Gardasee“ ist ein schöner Kurzroman, der schnell gelesen ist und bei dem es sich gut abschalten lässt.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Sommerträume am Gardasee
von Julia K. Rodeit
erschienen im Juli 2019
162 Seiten

Ins Herz gespielt von Genovefa Adams

Das Wichtigste in Kürze

Auch in diesem Band hat Genovefa Adams es geschafft, überzeugend auf die Homophobie im Profisport einzugehen. Neben diesem schweren Thema ist ihr eine unterhaltsame Geschichte gelungen, die an die gewohnte Qualität anknüpft. 


Von Genovefa Adams bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Daniel ist Sportreporter beim Tageblatt. Im Gegensatz zu vielen anderen Journalisten berichtet er immer fair und genießt daher das Vertrauen der Vereinsführung und der Spieler des FC Düsseldorf. Die Trennung von seinem Ex-Freund hat er noch nicht ganz verarbeitet, was ihn aber nicht davon abhält, für Fußballprofi Raphael zu schwärmen.

Durch dessen Wechsel zum FCD lernt Daniel ihn nun auch persönlich kennen, wobei er sich keine Chancen bei ihm ausrechnet. Doch schon bei der ersten Pressekonferenz wird Raphael auf Daniel aufmerksam. Es bedarf zwar noch der Einmischung von Raphaels Opa Manfred, bis die beiden zusammenkommen, doch das, was da zwischen ihnen ist, scheint etwas ganz Besonderes zu sein.

Aber ein Reporter und ein Profisportler, kann das gut gehen? Das fragen sich nicht nur Raphaels Eltern und die Vereinsführung…


Meine Gedanken zum Buch

Ich bin ein großer Fan von Genovefa Adams und ihrer Reihe „Der FC Düsseldorf und die Liebe“ bin. Die Autorin schreibt darin über ein ganzes Fußball-Team samt Betreuer- und Trainer-Stab sowie Vereinsführung. Mit Vivi hat die Autorin eine junge Frau an die Vereinsspitze gesetzt. Das ist im Profi-Fußball fast so undenkbar, wie dass sich ein Fußballprofi während seiner aktiven Zeit als schwul outet. Doch genau das ist – wenn auch eher unfreiwillig – in einem Spin off geschehen, das im April diesen Jahres erschienen ist.

„Ins Herz gespielt“ ist nun der zweite Gay-Romance-Band dieser Reihe und nach dem unfreiwilligen Outing von Jonas hat Raphael sich dazu entschieden, offen zu seiner Homosexualität zu stehen. Auch in diesem Band hat Genovefa Adams es geschafft, überzeugend auf die Homophobie im Profisport einzugehen. So souverän, wie man in Düsseldorf auf Jonas Coming out reagiert hat, war man in Magdeburg nicht. Raphael wurde das Leben vor seinem Wechsel zum FCD zur Hölle gemacht. Die Autorin berichtet von Anfeindungen durch Mitspieler, Presse und Fans bis hin zu zerstochenen Autoreifen. Das erscheint mir auch in der realen Welt durchaus  im Bereich des Möglichen.

Die Presse spielt in Band 35 erneut eine große Rolle und auch das halte ich für realistisch, denn die eine oder andere reißerische Schlagzeile aus dem Buch könnte ich mir genau so bei einer großen auflagestarken deutschen Tageszeitung vorstellen.

Die beiden Protagonisten waren mir sehr sympathisch, doch am meisten ans Herz gewachsen ist mir Raphaels Opa Manfred, der mit seinen über 80 Jahren sehr Internet-affin ist und durchaus Stalker-Qualitäten an den Tag legt. Manfred hat mich zum Lachen gebracht und auch wenn ich die Reihe von Genovefa Adams immer sehr unterhaltsam fand, hat die Autorin mit Manni eine Schippe Humor drauf gelegt.

Leider endet die Reihe vorerst. Einerseits bin ich traurig, denn ich bin überzeugt davon, dass noch Potential für viele weitere Geschichten vorhanden gewesen wäre, andererseits bin ich sehr gespannt auf das neue Roman-Projekt von Genovefa Adams, über das sie bisher aber leider noch nichts verraten hat. Dieser Roman jedenfalls knüpft an die gewohnte Qualität an, daher vergebe ich fünf von fünf Eulen.


Bewertung

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Eckdaten

Ins Herz gespielt
Der FCD und die Liebe – Band 35
von Genovefa Adams
erschienen am 13. Juli 2019