Archiv der Kategorie: Selfpublisher

Ein Sixpack zum Verlieben von Rike Stienen

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Ein Sixpack zum Verlieben
von Rike Stienen
Oldigor Verlag
erschienen am 10. Mai 2012


  • Zum Inhalt

Laura ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn… und seit dem Tod des Schwiegervaters auch noch ihre Schwiegermutter an der Backe, die sie mehr wie eine Bedienstete behandelt, als wie die Frau ihres Sohnes. Als ihr Mann beruflich wegfahren muss, soll Laura ihren Geburtstag mit der Schwiegermutter und deren Freundinnen verbringen.

Zusammen mit ihrer Freundin Kerstin beschliesst sie aber, sich ein paar schöne Tage in Köln zu gönnen. Allerdings sitzt Kerstin dann im Ausland am Flughafen fest und Laura muss alleine losziehen. Kerstin hat für sie Karten hinterlegt und erst als die Show beginnt, stellt Laura fest, dass sie bei den Sixpackboys gelandet ist. Sie lernt einen der Männer näher kennen und verliebt sich in ihn…


  • Meine Meinung

Ahhhhh … ist das Buch so kitschig toll :-)

Rike Stienen hat hier eine unterhaltsame und sehr kurzweilige Geschichte mit viel Herz und auch Herzschmerz geschrieben. Das Besondere: lange Zeit war nicht vorhersehbar, für wen Laura sich entscheiden wird. Direkt nach dem Lesen habe ich mir dann auch „Kein Traumprinz ist einer zu wenig„ von Rike Stienen gekauft, das im Mai erschienen ist. Den Roman hebe ich mir aber für den Urlaub auf, Vorfreude ist bekanntlich die grösste Freude.

Kleiner Tipp: Wer den Sixpack noch nicht kennt, sollte die Inhaltsangabe vom Traumprinzen noch nicht lesen, da wird zuviel verraten.

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Wunschgewitter von Nathan Jaeger

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Wunschgewitter von Nathan Jaeger
erschienen im Oktober 2012
CreateSpace Independent Publishing Platform


Zum Inhalt:

Anja Sattler ist 21 und arbeitet nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrem Bruder im väterlichen Restaurant, über dem sich auch ihre Wohnung befindet.

Mit Männern hatte sie bisher nicht viel Glück, denn welcher Mann will sich schon mit einer Teilzeitfreundin begnügen, die nur an ihren freien Tagen Zeit für ihn hat. An denen zieht sie dann mit ihrer Clique durch ihre Stammkneipen und die Lieblingsdisco und ist einem One-Night-Stand nicht abgeneigt.

Eines Tages schickt ihr ihre Oma ein Buch mit Rezepten und der Anweisung, ein ganz besonderes Rezept genau nach Anweisung zuzubereiten. Anjas Oma kündigt an, dass sie ihr alles, was passieren wird, einige Tage später am Telefon erklären wird. Die zubereitete Mousse au Chocolat zaubert ein 1000-Watt-Lächeln auf Anjas Gesicht und zwei Männer in ihr Leben, die Selbiges durcheinander und Anja manchmal zur Verzweiflung bringen. Was hat es nur mit diesem Rezeptbuch auf sich? Eines ist klar, erst, seit Anjas Oma ihr das Buch geschenkt hat, passieren viele seltsamen Dinge in ihrem Leben…


Meine Meinung:

Warnung ;) Ich möchte nicht zu viel über Anja verraten, aber wer darüber nachdenkt, dieses Buch zu lesen, sollte wissen, dass Wunschgewitter kein Chick-Lit-Roman ist, sondern unter Urban Fantasy einsortiert wird. Urban Fantasy spielt nicht in einer Phantasiewelt, sondern irgendwo in unserem Alltag, der Leser sollte auf jeden Fall bereit sein, sich auf ein bisschen Magie einzulassen.

Das vorweg.

Die Geschichte ist romantisch und auch ein bisschen dramatisch. Sie ist realistisch, weil jeder nachvollziehen kann, mit welchen Problemen Anja zu kämpfen hat, die dann arbeiten muss, wenn ihre Freunde sich vergnügen, aber auch magisch. Sie ist manchmal vorhersehbar, hält aber auch Überraschungen bereit. Sie ist leicht zu lesen, so dass ich das Buch an einem Abend ohne Unterbrechung „inhaliert“ habe, weil mich die Handlung verzaubert hat. Und ganz am Ende hatte ich dann Anjas 1000-Watt-Lächeln in meinem zufriedenen Gesicht und konnte mit einem guten Gefühl einschlafen.

Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Wunschgewitter von Nathan Jaeger.

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Vielen Dank an an den Autor, der mir dieses Rezensionsexemplar im Rahmen einer Wanderbuchrunde zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Das Geheimnis der Flamingofrau von Laura Lay

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Das Geheimnis der Flamingofrau
von Laura Lay
erschienen 2012
50 Seiten (eBook)
Erotische Erzählung


Als Laura Lay mich gefragt hat, ob ich Interesse hätte ihre erotische Erzählung „Das Geheimnis der Flamingofrau“ zu lesen, habe ich nur kurz gezögert und dann zugesagt. Schließlich schreibe ich oft genug, dass man offen sein sollte für Neues. Überzeugt hatte mich schlussendlich, dass die Autorin die Erzählung als „kleinen literarischen Seitensprung“, „niveauvoll“ und „geschmackvoll“ bezeichnet hat.


Zum Inhalt:

Das Geheimnis der Flamingofrau ist ein Buch im Buch:

Der Autor Leon hat es geschafft, einmal ein Buch herauszubringen, was sich gut verkauft hatte. Er hat sich geschworen, dass er vom Schreiben leben will. Aber nachdem all seine Reserven aufgezehrt und sogar seine Möbel verkauft waren, steht er vor dem Aus. Zu diesem Zeitpunkt erhält er das Angebot einer ihm unbekannten Gönnerin, ein Buch nur für sie zu schreiben, die Bezahlung erfolgt nach Seiten. Sie erbittet sich lediglich, dass sie die Richtung mitbestimmen darf.

Leon erfindet nun – animiert von einer Frau, die er an einem Flamingogehege entdeckt – eine Geschichte um Tania von Rosenfels, der schüchternen Luise, die Tania ergeben ist, sowie einem jungen Lehrer, der seine Freude daran entdeckt, über Tania Macht auf Luise auszuüben. Die drei unterschiedlichen Menschen kommen sich nah, so nah, wie es für eine erotische Erzählung notwendig ist.


Meine Meinung:

Vor “Das Geheimnis der Flamingofrau” hätte ich erotische Bücher eher niveau- und geschmacklos in Verbindung gebracht. Vulgäre Worter, plumper Sex. Doch wer das sucht, liegt mit dem Buch von Laury Lay falsch. Schon der Inhaltsangabe kann man entnehmen, dass es hier nicht nur um Erotik geht, auch wenn Leon von der Frau am Flamingokäfig fasziniert ist.

Die Autorin spielt mit den Worten, wie sie mit dem Leser spielt. Sie animiert die Fantasie des Lesers durch sehr bildhafte Beschreibungen und führt den Leser – sprichwörtlich – langsam zum Höhepunkt hin.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich vom abrupten Ende zunächst völlig überrascht war, aber mehr als dass auch am Ende wieder mit der Fantasie des Lesers gespielt wird, möchte ich hier aber auch gar nicht verraten.


Mein Fazit:

Ich bin positiv überrascht und frage mich nun, ob Laura Lay die Ausnahme ist, oder ob erotische Erzählungen allgemein ganz anders sind, als ich sie mir vorgestellt habe.


Mit dieser erotischen Erzählung erfülle ich Punkt 13 von *Hufies “Auf den SuB mit Gebrüll” Challenge 2013*“Lest ein Buch eines Genres was ihr normal nicht lest.“

Das 5. Gebot von Nika Lubitsch

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Zum Inhalt:

Die Engländerin Vicky lebt mit ihrem Mann seit kurzer Zeit in Berlin. Sie hat noch keine Arbeit gefunden und so vertreibt sie sich ihre Zeit unter anderem mit Joggen. Im Wald entdeckt sie eine Leiche, doch noch bevor die Polizei eintrifft, flieht sie, denn die ermordete Frau könnte ihre Zwillingsschwester sein, so ähnlich sieht sie ihr.

Als kurz darauf ihre Mutter in England ermordet wird, glaubt Vicky nicht mehr an einen Zufall und begibt sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit, doch damit auch von Tag zu Tag mehr in Gefahr. Und als ob das nicht ausreicht, gefährdet sie auch noch das Leben Anderer…


Meine Meinung:

Die Handlung des Buches hat mir insgesamt gut gefallen und der Spannungsbogen wurde so gut gehalten, dass ich den Reader gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Allerdings gibt es einige Punkte die für mich nicht schlüssig waren, wodurch die Geschichte hin und wieder an Glaubwürdigkeit verloren hat. Keine Erklärung habe ich ausserdem dafür gefunden, dass ein Mann über seinen Hass auf Frauen erzählt hat. Gegen Ende des Buches wurde mir zwar klar, wer dieser Mann ist, aber warum er die jeweiligen Frauen gehasst und sie als Luder bezeichnet hat, habe ich nicht verstanden und fand es auch eher seltsam, vor allem, wenn man berücksichtigt, in welcher Beziehung er zu diesen Frauen stand oder steht. (Leider kann ich nicht näher darauf eingehen, weil das schon viel vom Ende des Buches vorweg und damit an Spannung nehmen würde.)

Trotz dieser Einschränkungen gebe ich vier von fünf Sternen, einfach deshalb, weil das der Spannung des eBooks keinen Abbruch getan hat.


Mit diesem eBook erledige ich Punkt 16 von *Hufies “Auf den SuB mit Gebrüll” Challenge 2013*: 16. Lest ein Buch einer Autorin. Den aktuellen Stand der Challenge könnt Ihr hier nachlesen.

Im Schatten des Mondlichts – Fortsetzung und Ende der Trilogie

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Im Schatten des Mondlichts ist eine Trilogie von J.J. Bidell. Vor einigen Tagen habe ich den ersten Teil – Das Erwachen – rezensiert. Nun habe ich auch den zweiten Teil – Die Fährte – und das Ende – Das Erbe – gelesen.

In Im Schatten des Mondlichts geht es um Naomi, die in Hamburg lebt und für ein Auslandssemester in die USA geht. Kurz vor ihrer Abreise erzählt ihre Oma, Naomi sein ein Katzenmensch, ein Mensch, der sich bei Vollmond in eine Raubkatze verwandelt. Die junge Frau verbucht die Geschichte als weiteren Versuch, sie in Hamburg zu halten und reist ab. In den USA lernt sie Roman kennen und lieben, doch plötzlich spielt ihr Körper verrückt und Naomi wird klar, dass ihre Großmutter sie wirklich nur wahnen wollte. Bevor die junge Frau erahnen kann, wer Freund und wer Feind ist, ist sie in Gefahr und mit ihr alle, die ihr lieb und wichtig sind…

In Die Fährte erfährt der Leser, dass Naomi nach Deutschland zurückgekehrt ist und Roman sich durch den „Kuss des Vergessens“  nicht mehr an sie erinnern kann. So schwer ihr dieser Schritt auch gefallen ist, es war die einzige Chance, Roman vor ihren Feinden zu schützen. Sie will hart trainieren, um eines Tages zu ihm zurück zu kehren und einen Neuanfang zu warten.

Ihre Großmutter steht ihr bei und übergibt ihr einen Brief, den sie selbst von ihrer Mutter erhalten hat, bevor diese verschwunden ist. Die beiden Frauen reisen nach London und hoffen, dort mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Doch der Feind lauert schon und entgegen Naomis Hoffnung ist auch Roman noch in Gefahr. Er kann sich zwar nicht mehr an sie erinnern, aber sein nächstes Umfeld weiß sehr wohl noch, das da bis vor kurzem ein Mädchen war, dass seine große Liebe zu sein schien und Roman beginnt, nach Naomi zu suchen.

In Das Erbe schliesslich verbringen die beiden die Zeit nach der Geburt des Kindes in Hamburg. Doch Naomi ist noch immer auf der Suche nach den Wurzeln der Katzenmenschen und nach einer Möglichkeit, zu verhindern, dass auch ihr Kind sich einmal verwandeln wird. Die kleine Familie zieht nach Barcelona und damit in den Schutz der Vorfahren. Doch auch hier sind sie nicht sicher. Während Naomi in Sevilla und Mexiko nach Antworten sucht, geraten Familie und Freunde in Gefahr. Es kommt zum finalen Kampf, den Naomi gewinnen muss, um alles retten zu können, was ihr lieb und teuer ist.


Meine Meinung:

Die Fortsetzung und das Ende der Trilogie haben mich nicht enttäuscht. Auch in diesen beiden Teilen kommt es immer wieder zu Wendungen, mit denen vorher nicht zu rechnen war. Wie schon Das Erwachen haben mich diese Teile so gefesselt, dass ich beide innerhalb von 24 Stunden gelesen habe.

Ich bin froh, dass ich meine „Bedenken“ bezüglich Bücher über Gestaltwandler über Bord geworfen habe, denn es hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht. Die Trilogie Im Schatten des Mondlichts von J.J. Bidell kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen!

Ich, der Killer – nackt und mörderisch – von Stefan Lehner

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Ich, der Killer – nackt und mörderisch –
von Stefan Lehner
Verlag: Phantastik-Buch
erschienen im Oktober 2012


  • Zum Inhalt

Auf den ersten Seiten erfährt der Leser von Andreas Steinmann, der ein ungewöhnliches Hobby hat, er geht gerne nackt spazieren. Auf einem dieser Ausflüge beobachtet er einen Mann, der offenbar eine Leiche im Wald vergräbt. Er wird entdeckt, kommt aber mit dem Mann ins Gespräch und so erfährt er von der Geschichte des Auftragsmörders Bruno. Bruno ist bereit, Andreas am Leben zu lassen, doch dazu muss dieser das Erbe von Bruno antreten, der sich zur Ruhe setzen will.

Andreas muss sich entscheiden, ob er bereit ist, zu sterben, oder selbst zu töten und sich auf das grausame Spiel einzulassen.


  • Meine Meinung

Die Handlung der Geschichte war für mich in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich. Zum einen, weil sich die Nacktheit des Protagonisten durch das ganze Buch zieht, zum anderen, weil die Geschichte selbst ein völlig atypischer Thriller ist. Üblichweise würde ich davon ausgehen, dass auf den ersten Seiten etwas passiert und die Spannung bis zur letzten Seite, bis der Täter gefasst wird, anhält.

Das ist hier nicht der Fall, denn der Leser erfährt schnell, dass der Protagonist zum Auftragskiller wird. Dieser Vorgang der „Verwandlung“ wird vom Autor Stefan Lehner völlig sachlich beschrieben, ebenso die Morde, die Andreas Steinmann begeht.

Trotzdem hat das Buch einen Spannungsbogen, der sich bei mir nach einigen Seiten einstellt und bis gegen Ende angehalten hat, denn schon nach kurzer Zeit erzählt Andreas davon, dass er verhaftet wurde. In einem Rückblick erfährt der Leser nun, was geschehen ist, nachdem Andreas Bruno kennengelernt hat, wie er seinen ersten Mord begangen und was er in der Zwischenzeit alles erlebt hat.  Als ich das eBook gelesen habe, stand ich unter dem „Zwang“, so lange weiter zu lesen, bis ich wusste, wie es zur Verhaftung kam und auch, wie es nach seinem Prozess für den Protagonisten weiter ging.

Das Ende ist – wie sollte es bei diesem Buch auch anders sein – sehr überraschend und jeder kann für sich selbst entscheiden, für wie realistisch oder unrealistisch er das Ende hält. Im ersten Augenblick habe ich eher zu „unrealistisch“ tendiert, aber nachdem ich darüber nachgedacht habe, könnte ich mir vorstellen, dass es sich zumindest ansatzweise so zugetragen hat.


  • Mein Fazit

Ein sehr ungewöhnliches Buch, das mit anderen Thrillern nicht vergleichbar ist, das mich aber trotzdem oder gerade deswegen in seinen Bann gezogen hat und dessen Ende genau so ausgefallen ist, wie das Buch selbst.

Wer bereit ist, sich auf einen etwas anderen Thriller einzulassen, dem kann ich dieses eBook guten Gewissens ans Herz legen.


  • Was es sonst noch zu sagen gibt

Jedes Kapitel ist mit einem Bild versehen. Stefan Lehner hat verschiedene Fotos, die zum jeweiligen Kapitel passen, in Zeichnungen umgewandelt und als Illustration verwendet. Eine tolle Idee, deren Umsetzung mich begeistert hat.

Die eine oder andere Stelle des Buches könnte nochmals eine Überarbeitung gebrauchen – ein Beispiel dazu, ein Satz endet mit „noch …“ und der nächste Satz beginnt mit „… noch“. Das ist mir etwas negativ aufgefallen, weil es so „unschön“ klingt, wenn die Worte sich so schnell hintereinander wiederholen. Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. Das war es aber auch schon, was ich an Kritik anzubringen habe.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.