Archiv der Kategorie: Selfpublisher

Küss niemals deinen Ex! von Birgit Kluger

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Küss niemals deinen Ex!
von Birgit Kluger


Zum Inhalt:

Jana leidet an chronischem Geldmangel, deshalb stimmt sie zu, als ihre Schwester Irene sie bittet, den potentiellen Erben eines Mandanten aufzuspüren. Der Mandant will sicher gehen, dass sein Erbe in die richtigen Hände gerät und möchte deshalb wieder Kontakt herstellen. Jana bemerkt schnell, dass sie den Gesuchten kennt, allerdings nicht unter dem Namen, unter dem sie ihn suchen soll … den Mann auf dem Foto kennt sie als Lex, ihren Exfreund, der sich Knall auf Fall verlassen hat. Sie findet heraus, dass er sich auf Ibiza aufhält und reist ihm mit ihrer Freundin nach. Allerdings ist es gar nicht so einfach, den Gesuchten, unter welchem Namen auch immer er sich nun auf Ibiza aufhält, zur Kontaktaufnahme mit dem Mandanten ihrer Schwester zu bewegen und als ob das nicht reicht, landet Jana im Gefängnis …


Meine Meinung:

Der Beginn des Romanes ist rasant, innerhalb weniger Seiten nimmt Jana den Auftrag ihrer Schwester an und landet auf Ibiza. Anfangs habe ich reinen Chick-Lit erwartet, aber Lex hat einige Überraschungen auf Lager und so stolpert die Möchte-Gern-Detektivin von einem Desaster in das nächste. Der „Kriminalfaktor“ ist ein wenig überzogen, aber nicht unangenehm, eher erfrischend unterhaltsam.

Jana war mir auf Anhieb sympathisch mit einem Hauch chaotisch, aber Ihre Freundin Vanessa hilft ihr immer wieder aus der Patsche. Lex ist … geheimnisvoll ist das falsche Wort, eher verwirrend. Ich wurde aus ihm zunächst nicht schlau. Aber nach und nach hilft die Autorin ihren Lesern auf die Sprünge.

Mich hat dieser Roman gut unterhalten, ich wollte meinen Reader nur ungern aus der Hand legen. Wie oben schon beschrieben, war gerade der Start sehr rasant, aber ich habe mich schnell eingelesen und konnte der Handlung problemlos folgen. Deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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Die Heilanstalt von Simon Geraedts

Zum Inhalt:

Patrick findet sich in nach dem Aufwachen in einer Klinik wieder, hat aber keine Erinnerung an sein Leben oder wie er in die Klinik gekommen ist. Gleich, nachdem er sich aus seinem Krankenzimmer begibt, begegnet er Melanie und verbringt den Tag mit ihr. Als sie ihm die Heilanstalt zeigt, stellt Patrick fest, dass es kein Fenster gibt und das Tageslicht nur vorgetäuscht ist. Außerdem scheinen sich die Menschen um einen türkisfarbenen Tee zu streiten. Als Patrick immer wieder zu diesem Wundertee greift, der die Patienten heilen soll, leidet er unter Entzugserscheinungen. Melanie hat Glück, denn sie hat eine Aversion gegen Tee und hat das Wundermittel noch nie angerührt. Im Gegensatz zu allen anderen Patienten hat sie deshalb einen klaren Blick und wirkt nicht betäubt. Melanie versucht, Patrick zu warnen, dass mit der Klinik etwas nicht stimmt. Sie will ihn von dem Tee fern zu halten, der ihn die Kontrolle über sich verlieren lässt. Doch Patrick kann dem Wundermittel nicht wiederstehen. Erst, als Melanie verschwunden ist, kann er zu sich selbst zurück finden und beginnt einen Kampf gegen einen unbekannte Gegner.


Meine Meinung:

In der ersten Hälfte des Buches vermutete ich recht schnell, dass der Tee die Patienten gefügig machen soll. Die Frage war nur, warum. Ich dachte an illegale Experimente und wollte wissen, was wirklich dahinter steckt. Deswegen war ich auch etwas genervt, dass die Handlung fast auf der Stelle trat. Ständig las ich darüber, dass Patrick es nicht schafft, auf den Tee zu verzichten und immer mehr der Sucht verfällt. Ich war sogar kurz davor, das Buch deswegen abzubrechen.

Genau zur Hälfte des Buches, als Melanie verschwindet, gibt es einen Rückblick auf die Kindheit des Protagonisten und spätestens hier wird deutlich, dass es sich nicht um einen reinen Psychothriller handelt. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Handlung merklich an Fahrt auf und entwickelt sich zu einer Dystopie und alles, was vorher unklar war, fügt sich nun zusammen.

Es würde mich schwer fallen, diesem Buch eine faire Bewertung zu geben, denn ich hatte einen Psychothriller erwartet und der Teil, der dieses Genre umsetzt, war mir zu langweilige. Eine Dystopie habe ich bisher noch keine gelesen und habe nach diesem Buch auch den Eindruck, dass es nicht mein Genre ist. Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, auf eine Bewertung zu verzichten. Mein Fazit ist, dass der potentielle Leser wissen sollte, dass dieser Roman zwei Genres bedient und dass sich das Durchhalten lohnt, weil man in der zweiten Hälfte mit Spannung belohnt wird.

Sub

Simon Geraedts ist 1984 geboren und damit erfülle ich einen weiteren Punkt meiner Challenge: Lese ein Buch eines Autors, der jünger ist, als Du.

Der Gott des Todes von Patrick Satters

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Zum Inhalt:

Azur findet sich nach seinem Selbstmord in der Unterwelt wieder. An seine Vergangenheit kann er sich kaum noch erinnern, als auch die Erinnerungen an seine Frau zu verschwinden drohen, lässt er sich auf ein Spiel mit dem Gott des Todes ein und bekommt die Chance, noch einmal in sein Leben zurückzukehren.

Er begibt sich auf die Suche nach seiner geliebten Frau und muss dabei allerlei Gefahren bestehen.


Meine Meinung:

Der Gott des Todes ist der erste Band der „Reich der Götter“-Trilogie und im Bereich Epic Fantasy angesiedelt. Ich habe in den letzten Monaten kaum Fantasybücher gelesen, die mich richtig überzeugen konnten, aber Patrick Satters ist hier ein echter Pageturner gelungen.

Nach ca. 50 Seite schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass der Autor den zweiten Hobbitfilm gesehen haben musste, als er das Buch schrieb, tatsächlich ist es so, dass Patrick Satters ein Fan von Tolkien ist, da ich den Film erst kurz vor Weihnachten gesehen habe, hatte ich bei verschiedenen Passagen einfach verschiedene Bilder aus dem Film im Kopf, die die Erzählweise des Autors noch anschaulicher gemacht haben. Wer aber nun denkt, dass es sich bei diesem Buch um einen Abklatsch vom Hobbit oder Herr der Ringe handelt, der hat weit gefehlt.

Sicherlich muss auch Azur – wie die Gefährten und die Zwergen – auf seiner Reise einige Abenteuer bestehen, aber darüber hinaus hat er seine ganz eigene Geschichte und die fand ich sehr fesselnd. Ganz davon abgesehen, dass Patrick Satters es auch in den vielen vielen Nicht-Tolkien-Affinen Passagen schafft, Bilder in meinen Kopf zu zaubern und mir das Gefühl zu geben, als sei ich hautnah dabei.

Die beiden Protagonisten Azur und Numenez sind mir sehr sympathisch, wobei Azur eher spontan reagiert, wenn jemandem Unrecht geschieht, während Numenez gerne abwägen würde, was auf ihn zukommen kann – doch dafür ist es meist schon zu spät, weil Azur schon losgestürmt ist ;) Azur weiss eigentlich gar nicht, wohin seine Reise ihn führt, aber durch die Rückblicke in Form von Erinnerungsfetzen kommt er seiner Vergangenheit immer näher, bis er erkennt, was ihn wirklich dazu veranlasst hat, Selbstmord zu begehen.

Mich konnte der Debütroman von Patrick Satters absolut überzeugen, ich vergebe fünf von fünf Sterne und bin gespannt auf den 2. Teil der Trilogie.


Sub

Mit diesem Buch erfülle ich Punkt 16 meiner Challenge Lese ein Buch aus dem Bereich Fantasy.

Yoga ist auch keine Lösung von Elke Becker

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Im Februar habe ich das eBook Ticket ins Glück von Elke Becker gelesen. In diesem Buch geht es um Alex, die beschließt, eine Auszeit zu nehmen und einige Monate in die Dominikanische Republik möchte. Ihre Schwester Sabina hat gerade einige Beziehungsprobleme und möchte sie begleiten. Was die beiden erleben, könnt Ihr in meiner Rezension nachlesen.

In Yoga ist auch keine Lösung greift Elke Becker die Geschehnisse aus Ticket ins Glück am Rande noch einmal auf. Protagonistin in diesem Buch ist aber die Cousine von Alex und Sabina, Lena.


  • Zum Inhalt:

Lena hat, nachdem sie Ron kennengelernt hat, ihre Koffer in Hannover gepackt und ist nach Berlin gezogen. Sie steht kurz vor dem Ende ihres Studiums und hat bereits einen tollen Job in Aussicht.

Als sie den Büroschlüssel zu Hause hat liegen lassen, kommt sie überraschend in die gemeinsame Wohnung und erwischt Ron beim Fremdgehen und die Person, die sie da im Kleiderschrank entdeckt, kennt sie nur zu gut.

Sie rennt aus der Wohnung und merkt erst unterwegs, dass sie kaum etwas bei sich hat. In dieser Nacht lernt sie Maureen kennen, eine ältere Schauspielerin, die auf Mallorca lebt und mit der sie sich blendend versteht. Maureen nimmt Lena mit in ihr Haus nach Mallorca, damit diese in Ruhe darüber nachdenken kann, wie es für sie weiter gehen soll.

Als der Schauspieler Marcel in dem Lokal auftaucht, in dem Lena bedient, gerät er an die Falsche, denn Lena weiß aus der Boulevardpresse, dass der arrogante Schnösel die Frauen reihenweise abschleppt und so lässt sie ihn eiskalt abblitzen.


  • Meine Meinung:

Schon bei Ticket in Glück war ich ganz begeistert davon, wie Elke Becker die Landschaften beschreibt und dem Leser das Land näher bringt. Und auch in diesem Buch schafft die Autorin es, wunderschöne Bilder vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen.

Die Geschichte selbst ist ein typischer leichter Frauenroman mit vielen Irrungen und Wirrungen und natürlich einem Happy End. Ungewöhnlich ist in diesem Buch die Einflechtung von Maureen, die mit viel Lebenserfahrung bei Lena und dem Leser punkten kann, die aber auch den Schalk im Nacken sitzen hat. Abgerundet wird das Gesamtbild durch die unterschiedlichsten Männer wie Ron, Jörg, Niklas, Marcel und Theo, die alle ein Wörtchen mitreden wollen, wenn es um Lenas Zukunft geht.


  • Fazit:

Ein perfekter Frauenroman, mit einem vorhersehbaren Ende, aber was will ich als Happy-End-Liebhaber auch mehr? :)

Ohne Hintern wär ich sexy von Sandra Hausser

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  • Zum Inhalt:

Diana erhält eine Einladung zu einem Klassentreffen, das sie im Prinzip auch gerne besuchen würde, wenn da nicht ihr dicker Hintern, auch Fettsteiß genannt, wäre. Mit verschiedenen Methoden – Diät, Wundermittel, Sport und Zaubertrank – versucht sie ihrem Problem her zu werden und wie Ihr Euch sicher vorstellen kann, geht da mehr schief, als dass es klappt.

Das ist aber nicht ihre einzige Baustelle, auch beruflich gibt es Probleme mit ihrem Chef, der sie rausschmeissen will, wie gut dass sie Freunde und Kollegen hat – die sie dummerweise noch weiter in die Bredouille bringen.

Als ob das nicht reicht, nistet sich ihre Mutter, mit der sie ein eher schlechtes Verhältnis hat, bei ihr ein und ein richtiger Traumtyp läuft ihr über den Weg …


  • Meine Meinung:

Der „Hintern“, wie das Buch zwischenzeitlich in Bloggerkreisen schon genannt wird, hat es mir vom ersten Augenblick an angetan. Mehr als einmal saß ich grinsend vor meinem Reader. Wahrscheinlich wird jede(r) nachvollziehen können, dass es Situationen im Leben gibt, die einen dazu bringen, dass man auf die schnelle ein paar Kilogramm verlieren möchte. Deswegen werden sich wohl auch die Meisten mit der Protagonistin identifizieren können und mehr oder weniger Verständnis dafür aufbringen, dass man auch mal einen ungewöhnlichen Weg geht, um das Ziel zu erreichen. Mir ging es auf jeden Fall so. Genau deswegen war mir Diana sofort sympathisch und ich habe regelrecht mit ihr gelitten bei jedem Fettnäpfchen, in das sie getreten ist.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und damit leicht zu lesen. Der Verlauf der Geschichte ist sicherlich vorhersehbar, aber das finde ich bei „leichter Kost“ nicht ungewöhnlich, wenn ich einen Frauenroman lese, will ich schliesslich auch ein Happy End haben.

Beim Amazon habe ich viele Stimmen gefunden, die nach einer Fortsetzung rufen. Ich persönlich habe kein Faible für Fortsetzungen, aber das soll auf keinen Fall heissen, dass ich nicht mehr von Sandra Hausser lesen möchte – gerne auch viel mehr :) Ich vergebe 5 von 5 Sternen für einen herrlichen Frauenroman bei dem es nicht in erster Linie um die Liebe, sondern um das eigene Wohlbefinden geht.

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Das ungewöhnliche Cover ist zu einem großen Teil in grün gehalten, weswegen ich mit Ohne Hintern wär ich sexy den Punkt „dunkelgrün“  der Regenbogenchalle erfülle.

Holunderküsschen von Martina Gercke

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Zum Inhalt

Die Protagonistin Julia bereitet sich auf ihre Hochzeit vor, als sie ihren Zukünftigen mit einer anderen im Bett erwischt.

Sie nimmt den Nachtzug und fährt von Freiburg nach Hamburg zu ihrer Freundin Katja. Das Schlafwagenabteil teilt sie sich mit Benni, dem sie ihre ganzen Sorgen anvertraut. Am nächsten Morgen wacht sie ohne Erinnerung an die vergangene Nacht auf und auch Benni ist nicht mehr da.

Gerade, als sie beginnt, sich ein neues Leben aufzubauen, taucht Benni wieder auf und als dann auch noch der Ex-Bräutigam vor der Tür steht, wird es richtig kompliziert.

 

Meine Meinung zu diesem Buch habe ich gelöscht, nachdem ich den Kommentar von Kerstin gelesen habe.