Archiv der Kategorie: Selfpublisher

Im Schatten des Mondlichts – Fortsetzung und Ende der Trilogie

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Im Schatten des Mondlichts ist eine Trilogie von J.J. Bidell. Vor einigen Tagen habe ich den ersten Teil – Das Erwachen – rezensiert. Nun habe ich auch den zweiten Teil – Die Fährte – und das Ende – Das Erbe – gelesen.

In Im Schatten des Mondlichts geht es um Naomi, die in Hamburg lebt und für ein Auslandssemester in die USA geht. Kurz vor ihrer Abreise erzählt ihre Oma, Naomi sein ein Katzenmensch, ein Mensch, der sich bei Vollmond in eine Raubkatze verwandelt. Die junge Frau verbucht die Geschichte als weiteren Versuch, sie in Hamburg zu halten und reist ab. In den USA lernt sie Roman kennen und lieben, doch plötzlich spielt ihr Körper verrückt und Naomi wird klar, dass ihre Großmutter sie wirklich nur wahnen wollte. Bevor die junge Frau erahnen kann, wer Freund und wer Feind ist, ist sie in Gefahr und mit ihr alle, die ihr lieb und wichtig sind…

In Die Fährte erfährt der Leser, dass Naomi nach Deutschland zurückgekehrt ist und Roman sich durch den „Kuss des Vergessens“  nicht mehr an sie erinnern kann. So schwer ihr dieser Schritt auch gefallen ist, es war die einzige Chance, Roman vor ihren Feinden zu schützen. Sie will hart trainieren, um eines Tages zu ihm zurück zu kehren und einen Neuanfang zu warten.

Ihre Großmutter steht ihr bei und übergibt ihr einen Brief, den sie selbst von ihrer Mutter erhalten hat, bevor diese verschwunden ist. Die beiden Frauen reisen nach London und hoffen, dort mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Doch der Feind lauert schon und entgegen Naomis Hoffnung ist auch Roman noch in Gefahr. Er kann sich zwar nicht mehr an sie erinnern, aber sein nächstes Umfeld weiß sehr wohl noch, das da bis vor kurzem ein Mädchen war, dass seine große Liebe zu sein schien und Roman beginnt, nach Naomi zu suchen.

In Das Erbe schliesslich verbringen die beiden die Zeit nach der Geburt des Kindes in Hamburg. Doch Naomi ist noch immer auf der Suche nach den Wurzeln der Katzenmenschen und nach einer Möglichkeit, zu verhindern, dass auch ihr Kind sich einmal verwandeln wird. Die kleine Familie zieht nach Barcelona und damit in den Schutz der Vorfahren. Doch auch hier sind sie nicht sicher. Während Naomi in Sevilla und Mexiko nach Antworten sucht, geraten Familie und Freunde in Gefahr. Es kommt zum finalen Kampf, den Naomi gewinnen muss, um alles retten zu können, was ihr lieb und teuer ist.


Meine Meinung:

Die Fortsetzung und das Ende der Trilogie haben mich nicht enttäuscht. Auch in diesen beiden Teilen kommt es immer wieder zu Wendungen, mit denen vorher nicht zu rechnen war. Wie schon Das Erwachen haben mich diese Teile so gefesselt, dass ich beide innerhalb von 24 Stunden gelesen habe.

Ich bin froh, dass ich meine „Bedenken“ bezüglich Bücher über Gestaltwandler über Bord geworfen habe, denn es hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht. Die Trilogie Im Schatten des Mondlichts von J.J. Bidell kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen!

Ich, der Killer – nackt und mörderisch – von Stefan Lehner

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Ich, der Killer – nackt und mörderisch –
von Stefan Lehner
Verlag: Phantastik-Buch
erschienen im Oktober 2012


  • Zum Inhalt

Auf den ersten Seiten erfährt der Leser von Andreas Steinmann, der ein ungewöhnliches Hobby hat, er geht gerne nackt spazieren. Auf einem dieser Ausflüge beobachtet er einen Mann, der offenbar eine Leiche im Wald vergräbt. Er wird entdeckt, kommt aber mit dem Mann ins Gespräch und so erfährt er von der Geschichte des Auftragsmörders Bruno. Bruno ist bereit, Andreas am Leben zu lassen, doch dazu muss dieser das Erbe von Bruno antreten, der sich zur Ruhe setzen will.

Andreas muss sich entscheiden, ob er bereit ist, zu sterben, oder selbst zu töten und sich auf das grausame Spiel einzulassen.


  • Meine Meinung

Die Handlung der Geschichte war für mich in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich. Zum einen, weil sich die Nacktheit des Protagonisten durch das ganze Buch zieht, zum anderen, weil die Geschichte selbst ein völlig atypischer Thriller ist. Üblichweise würde ich davon ausgehen, dass auf den ersten Seiten etwas passiert und die Spannung bis zur letzten Seite, bis der Täter gefasst wird, anhält.

Das ist hier nicht der Fall, denn der Leser erfährt schnell, dass der Protagonist zum Auftragskiller wird. Dieser Vorgang der „Verwandlung“ wird vom Autor Stefan Lehner völlig sachlich beschrieben, ebenso die Morde, die Andreas Steinmann begeht.

Trotzdem hat das Buch einen Spannungsbogen, der sich bei mir nach einigen Seiten einstellt und bis gegen Ende angehalten hat, denn schon nach kurzer Zeit erzählt Andreas davon, dass er verhaftet wurde. In einem Rückblick erfährt der Leser nun, was geschehen ist, nachdem Andreas Bruno kennengelernt hat, wie er seinen ersten Mord begangen und was er in der Zwischenzeit alles erlebt hat.  Als ich das eBook gelesen habe, stand ich unter dem „Zwang“, so lange weiter zu lesen, bis ich wusste, wie es zur Verhaftung kam und auch, wie es nach seinem Prozess für den Protagonisten weiter ging.

Das Ende ist – wie sollte es bei diesem Buch auch anders sein – sehr überraschend und jeder kann für sich selbst entscheiden, für wie realistisch oder unrealistisch er das Ende hält. Im ersten Augenblick habe ich eher zu „unrealistisch“ tendiert, aber nachdem ich darüber nachgedacht habe, könnte ich mir vorstellen, dass es sich zumindest ansatzweise so zugetragen hat.


  • Mein Fazit

Ein sehr ungewöhnliches Buch, das mit anderen Thrillern nicht vergleichbar ist, das mich aber trotzdem oder gerade deswegen in seinen Bann gezogen hat und dessen Ende genau so ausgefallen ist, wie das Buch selbst.

Wer bereit ist, sich auf einen etwas anderen Thriller einzulassen, dem kann ich dieses eBook guten Gewissens ans Herz legen.


  • Was es sonst noch zu sagen gibt

Jedes Kapitel ist mit einem Bild versehen. Stefan Lehner hat verschiedene Fotos, die zum jeweiligen Kapitel passen, in Zeichnungen umgewandelt und als Illustration verwendet. Eine tolle Idee, deren Umsetzung mich begeistert hat.

Die eine oder andere Stelle des Buches könnte nochmals eine Überarbeitung gebrauchen – ein Beispiel dazu, ein Satz endet mit „noch …“ und der nächste Satz beginnt mit „… noch“. Das ist mir etwas negativ aufgefallen, weil es so „unschön“ klingt, wenn die Worte sich so schnell hintereinander wiederholen. Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. Das war es aber auch schon, was ich an Kritik anzubringen habe.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Ticket ins Glück von Elke Becker

Ticket ins Glück
von Elke Becker



Zum Inhalt:

Alex verliert ihren Job und denkt über den Sinn ihres Lebens nach. Sie stellt fest, dass sie schon lange nicht mehr herzlich gelacht hat und richtig glücklich war. Ihren Freund Tom liebt sie zwar, aber als der auf ihre Entlassung positiv reagiert, weil dies ein guter Zeitpunkt ist, um zu heiraten und Kinder zu bekommen, beschliesst Alex, für einige Monate in die Dominikanische Republik zu gehen und packt ihre Koffer.

Ihre Schwester Sabina hat gerade genug von der Liebe, denn ihr Freund ist scheinbar nicht bereit, seine Frau für Sabina zu verlassen. Sie verkündet, dass sie ihre Schwester begleiten wird und als sie eine Jobzusage haben, geht es los.

Im Urlaubsparadies angekommen, merkt Alex schnell, dass die Medaille auch eine Kehrseite hat und die Uhren in der DomRep anders ticken, als in Deutschland. Die Feststellung, dass sie schwanger ist, macht ihr Leben auch nicht gerade einfacher.

Wie ihre Mutter prophezeit hat, zweifelt Alex innerhalb kurzer Zeit daran, ob ihr Entschluss, Deutschland zu verlassen, richtig war, denn richtig glücklich ist sie immer noch nicht.

Aber auch nach den ganz dunklen Momenten taucht wieder ein Lichtlein auf, das Alex zeigt, dass es sich lohnt, um sein Glück zu kämpfen.

Dies alles verpackt die Autorin in einen heiteren und kurzweiligen Chick-Lit-Roman.


Mein Fazit:

„Ticket ins Glück“ handelt von einer jungen Frau, die merkt, dass heiraten und Kinder bekommen nicht das ist, was sie sich gerade jetzt von ihrem Leben erhofft hat. Viel mehr erinnert sie sich an ihre Träume und daran, dass sie die schon lange nicht mehr verwirklicht. Sie hat – aus Liebe – auf vieles verzichtet und möchte nun einen Neustart wagen und sich und ihre Träume verwirklichen.

Aber das Leben im Ausland ist nicht so einfach, wie sie sich das vorgestellt hat. Licht und Schatten wechseln sich ab. Während Alex bei der Arbeit einen ihrer Träume leben kann und in einer Strandbar mit netten Kollegen arbeitet, können schon einmal ganze Tage vergehen, die sie damit zubringt, einen Telefonanschluss zu bekommen, oder die Stromrechnung zu bezahlen.

Die Handlung wechselt zwischen Glück und Unglück, zwischen Zuversicht und Unsicherheit der beiden Protagonisten, das Buch erzählt aber auch vom Leben der Menschen in der DomRep und damit auch von ihren Problemen und der Armut. Das allerdings, ganz ohne dass Elke Becker den Zeigefinger erhebt.

Die Autorin schafft es, dem Leser ein Bild von Land und Leuten zu vermitteln, das im Großen und Ganzen sehr positiv ist, weil sie z.B. auch aufzeigt, dass man auch in Armut leben kann, ohne die Lebensfreude zu verlieren. Darüber hinaus schreibt Elke Becker so bildhaft, dass man die Szenen direkt vor seinem inneren Auge sehen kann.

Ich habe diesen Chick-Lit-Roman innerhalb kürzester Zeit gelesen, weil die Geschichte nie langatmig oder gar langweilig wurde. Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass es für Alex ein Happyend gibt, was dieses Buch perfekt abrundet.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Ticket ins Glück von Elke Becker. Mehr Infos findet Ihr auch auf der Facebookseite der Autorin.

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Das eBook ist bei amazon zum Preis von 2,99 Euro erhältlich.