Archiv der Kategorie: Krimi / Thriller

Hochsaison von Jörg Maurer

Hochsaison
von Jörg Maurer
gelesen für vorablesen.de
400 Seiten
EUR 8,95
Fischer Taschenbuch Verlag


  • Klappentext

Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer – und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Kommissar Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr…


Der Krimi ist sehr spannend. Was mich fasziniert hat, ist der Bezug auf „echte“ Schauplätze und Menschen. So ist – soweit ich mich erinnern kann – nirgends zu lesen, dass die Geschichte in Garmisch-Partenkichen spielt, aber das Neujahrsspringen, das Werdenfelser Tal, der Gudiberg und vieles mehr sind natürliche deutliche Anzeichen dafür, um welchen Ort es hier geht. Was auch naheliegend ist, da Maurer aus Garmisch-Partenkirchen stammt.

Doch dabei bleibt es nicht. Die oben erwähnte Sprungschanze in Dubai soll (natürlich) vom Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill gebaut werden – tatsächlich einem der grössten Architektenbüros der Welt. Der Präsident des IOC heisst in der Geschichte (selbstverständlich) Jacques Rogge und war in jungen Jahren Rugbyspieler, in der VIP-Lounge schuhbeckelt es und ausser dem Dänen springen auch Michael Uhrmann, Martin Schmidt und Georg Schlierenzauer mit. Während Franz Beckenbauer und Marianne und Michael noch namentlich genannt werden, darf man sich selbst überlegen, wer mit der Bezeichnung „androgyner Starfriseur“ gemeint sein könnte .

Und diese sind nur einige der vielen Details, die mir ins Auge gefallen sind und die für mich die Faszination des Romanes komplettieren.

Die Geschichte ist flüssig zu lesen, bietet Platz für Spekulationen, ist heiter, teilweise lustig und eben kein typischer Krimi, trotz einiger Toten. Ich bewerte das Buch als sehr unterhaltsam.

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Toter Mann von Åke Edwardson

Toter Mann (Ein Erik-Winter-Krimi 9)
von Åke Edwardson
Ullstein Buchverlage


  • Klappentext

Ein verlassener Wagen im nächtlichen Göteborg, Schüsse auf einen bekannten Autor – nichts scheint zusammenzupassen. Doch Kommissar Erik Winter spürt, dass ein mächtiger Gegner ihn belauert. Sind diese Vorfälle Köder, die ihn auf eine bestimmte Spur locken? Oder geniale Ablenkungsmanöver? Immer tiefer gerät Winter in ein verzweigtes Netz aus Lügen und Intrigen, das ihn weit in die Vergangenheit zurückführt. Dann geschieht ein Mord, und Winter muss von vorn anfangen. Noch längst hat er nicht überall Licht ins Dunkel gebracht, da fordert ihn sein Gegner zum Showdown.


  • Meine Gedanken zum Buch

Die Geschichte an sich ist sicher nicht uninteressant. Aufgrund des Klappentextes hatte ich schon damit gerechnet, dass es offene Geheimnisse gibt. Das hat sich auch bestätigt. Die werden zwar auch aufgelöst, es tauchen auch immer neue Geheimnisse und neue Handlungen auf. So kommt ein Puzzleteil zum anderen und nach und nach löst sich dann tatsächlich alles auf.

Der Schreibstil gefällt mir. Aber wenn ich nochmal eines der Bücher von Åke Edwardson lese, dürfte die Handlung keine Längen haben. Ich lese gerne Bücher, die mich von Anfang an faszinieren, fesseln, interessieren, begeistern – einer dieser Punkte reicht oftmals. Aber da das hier kaum der Fall war, konnte mich der Autor nicht überzeugen.

Es ist mir sehr schwer gefallen, eine geeignete Punktzahl zu vergeben. Vier Eulen erschienen mir zuviel, dafür hat mich die Geschichte nicht durchweg genug fasziniert. Aber zwei sind definitiv zu wenig, denn gut ist das Buch auf jeden Fall – daher also die“goldene Mitte“ mit drei Eulen.

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Rauhnacht von Klüpfel und Kobr

Diese Woche habe ich das Buch „Rauhnacht“ von Klüpfel / Kobr über vorablesen erhalten. Es ist der 5. Fall von Komissar Kluftinger, aber der erste, den ich gelesen habe.

368 Seiten
17,95 EUR
Piper Verlag
erschienen am 11. September 2009


  • Protagonisten

Komissar Kluftinger, verheiratet mit Erika und sein „Freund“ Dr. Martin Langhammer, verheiratet mit Annegret. Klufti kann den Doktor eigentlich gar nicht leiden, muss aber mehr oder weniger freiwillig mit ihm zusammen arbeiten.

  • Inhalt

Die beiden Ehepaare werden von der ehemaligen Skirennläuferin Julia Köing in deren Hotel eingeladen. Als Highlight soll ein Krimispiel veranstaltet werden. Julia König bittet Komissar Kluftinger den Hercules Poirot zu spielen.

Im Laufe des Abends wird Carlo Wiß, der dem Komissar gleich zu Beginn unangenehm aufgefallen ist, tot aufgefunden. Kluftinger stellt schnell fest, dass es sich um einen Mord handelt. Da das Hotel eingeschneit ist, kann die Polizei nicht zum Hotel vordringen, so dass Kluftinger mit den Ermittlungen startet und sich Dr. Langhammer (der im Krimispiel den Dr. Watson geben sollte) als Helfer aufdrängt.

  • Meine Gedanken zum Buch

Mir hat der Krimi gut gefallen. Die beiden unterschiedlichen Charaktere von Kluftinger und Langhammer sind toll dargestellt und begeistern, jeder auf seine Art. Besonders die Marotten des Komissars sind sehr humorvoll beschrieben – auch wenn sie mir manchmal etwas langatmig erschienen sind. Aber das macht wohl den Charme der Kluftinger-Bände aus. Der Zwist zwischen den beiden Hauptpersonen zieht sich durch das ganze Buch und gibt dem Roman einen richtigen Pepp.

Es ist eine andere Art Krimi, als das, was ich bisher gelesen habe, was ihn trotzdem oder gerade deshalb sehr lesenswert macht. Allerdings hatte ich manchmal den Eindruck, dass dieser Band gelegentlich auf einen oder mehrere frühere Bände aufbaut, wodurch einem Neueinsteiger wie mir manchmal ein Zusammenhang gefehlt hat.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.