netzliga – Die Fußball-Liga für Blogger

Gibt es unter meinen Lesern eigentlich Blogger, die etwas mit Fußball am Hut haben? Wenn ja, habt ihr Lust, in der neuen Saison bei der netzliga – Die Fußball Liga für Blogger mitzuspielen?

Wobei „neue Saison“ täuscht, denn man muss hier kein ganzes Jahr über Zeit investieren, sondern nur ein einziges Mal und zwar bis spätestens 16. August.

Die netzliga ist Teil des Kicker Managerspiels. Ich stelle gerade meine Mannschaft auf und mit der gehe ich durch die komplette Saison.

Mehr Arbeit hat da hingegen der Organisator Alex, der wöchentliche Auswertungen darüber veröffentlicht, wie die Teilnehmer der netzliga sich geschlagen haben. Am Ende der Saison vergibt er sogar Titel und Pokale.

Schaut doch einfach mal auf der Anmeldeseite vorbei. Klingt kompliziert? Nur auf den ersten Blick. Wer Fragen hat, darf sich gerne bei mir melden.

Nachdem ich 2016/2017 eine ganz miese Saison hingelegt habe, wurde ich von Alex mit einer echten „Roten Laterne“ bedacht. Aber ich bin nicht immer so schlecht ;) 2014/2015 war ich sogar Torschützenkönig und habe dafür einen Pokal erhalten. Nach der Saison 2018 / 2019 bin ich in die Top 10 in der Ewigen Tabelle aufgestiegen. Klar, kaufen kann ich mir davon zwar nichts, aber es macht viel Spaß und ist spannend, Woche für Woche zu sehen, wie das eigene Team sich entwickelt.


Ich würde mich auf jeden Fall freuen, die oder den eine(n) oder andere(n) in der kommenden Saison als Mitspieler zu haben. Traut euch!

Wenn Eis schmilzt von Aurelia Velten

Das Wichtigste in Kürze

„Wenn Eis schmilzt“ ist keine der typischen `Reicher Mann lernt junge hübsche Frau` – Geschichten, die man in den letzten Monaten und Jahren so häufig findet, denn dieses Buch hat sehr viel Tiefgang. Aurelia Velten hat es auch in diesem Roman geschafft, die Gefühle der Protagonisten zu transportieren, sie hat mich mitgenommen und mein Herz angesprochen, ich habe mit den Protagonisten geliebt und gelitten.


Von Aurelia Velten bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Der Milliardär Dan Tanner ist ein Workaholic. Aufgrund persönlicher Verluste hat er sich geschworen, niemanden mehr an sich heranzulassen und verbietet sich daher auch tiefe Gefühle. Seine Beziehungen sind oberflächlich und halten oft nicht länger als eine Nacht. Während einer Zugfahrt lernt er eine junge Doktorandin der Psychologie kennen, deren Forschungsarbeit ihn fasziniert. Die junge Frau erforscht, wie Kriegsveteranen mit Belastungsstörungen auf den Umgang mit Hunden reagieren.

Nach ihrem Kennenlernen, begegnen sich die beiden wieder und obwohl Dan niemanden mehr in sein Herz lassen wollte, spürt er, dass die viel jüngere Jennifer eine Anziehungskraft hat, der er sich kaum wiedersetzen kann. Doch die Mauern, die er in all den Jahren um sich herum aufgebaut hat, lassen sich nur schwer niederreißen.


Meine Gedanken zum Buch

„Wenn Eis schmilzt“ ist der neunte Band der Reihe um die Boston Berserks. Deren Besitzer Dan Tanner war bislang für die meisten ein Buch mit sieben siegeln, da nur klar war, dass er ein gefühlloser Eisklotz ist, aber er niemanden gestattet hat, hinter die Fassade zu schauen.

Dans Lebensgeschichte ist mir ans Herz gegangen, auch die Annäherung zwischen Dan und Jennifer ist sehr gefühlvoll. Es war toll, zu sehen, dass Dan keineswegs der Eisklotz ist, für den man ihn bei den Berserks vielleicht halten könnte, sondern dass der Verein wie eine Familie für ihn ist, die er zusammenhält, in der er die Fäden zieht und in der gescheiterten Existenzen eine zweite Chance erhalten.

„Wenn Eis schmilzt“ ist keine der typischen `Reicher Mann lernt junge hübsche Frau` – Geschichten, die man in den letzten Monaten und Jahren so häufig findet, denn dieses Buch hat sehr viel Tiefgang. Aurelia Velten hat es auch in diesem Roman geschafft, die Gefühle der Protagonisten zu transportieren, sie hat mich mitgenommen und mein Herz angesprochen, ich habe mit den Protagonisten geliebt und gelitten.


Bewertung

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Eckdaten

Wenn Eis schmilzt
von Aurelia Velten
Band 9 der Reihe um die Boston Berserks
geschienen am 9. März 2018
bei Hippomonte Publishing
360 Seiten

Tiefe Sehnsucht (Love & Passion 4) Michelle Raven

 

Von Michelle Raven bisher gelesen

Hunter-Reihe

Dyson-Reihe

TURT/LE-Reihe

Riverside Club – Reihe

Lyons Ranch-Reihe

R.I.O.S. – Reihe

Love and Passion-Reihe

Cougar Mountain-Reihe als Hailey R. Cross


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Bevor Jasmine Taylor in einen neuen Job startet, will sie einige Tage in den Bergen klettern. Als ihr Sicherungsseil reißt, wird sie von Rafe Stone gerettet. Doch dann macht jemand Jagd auf die beiden und während sie damit beschäftigt sind ihr Leben zu retten, kommen sie sich näher.


Meine Gedanken zum Buch

Bei der Love & Passion-Reihe von Michelle Raven handelt es sich um gefühlvolle Novellen gewürzt mit Spannung und Leidenschaft. Ich mag die Bücher dieser Autorin, seit ich den ersten Romantic-Thrill-Band von ihr gelesen habe und die meisten ihrer Geschichten konnten mich überzeugen. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Erotik in ihren Bücher sehr sinnlich und überhaupt nicht billig wirkt und dass sie sich auf keine reinen Liebesgeschichten festlegt, sondern immer einen dramatischen Anteil mit einfließen lässt. 

Natürlich muss man berücksichtigen, dass es aufgrund der Kürze der Novellen sehr schnell „zur Sache geht“. Aber wer knisternde Erotik gepaart mit ein wenig Spannung für Zwischendurch sucht, der ist bei hier auf jeden Fall richtig.


Bewertung

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Eckdaten

Tiefe Sehnsucht
Love & Passion-Reihe, Band 4
von Michelle Raven
141 Seiten

Daggis Buch-Challenge – Auswertung Mai 2019

Nun wird es aber langsam Zeit, dass ich euch die Mai-Auswertung nachreiche:

  • Im Mai hat sich eine weitere Teilnehmerin angemeldet, herzlich Willkommen an Petrissa von Morgenwald. Nun sind wir 39 Teilnehmer.
  • 26 der 39 Teilnehmer haben im Verlauf der Challenge schon mindestens eine Rezension eingereicht.
  • 19 dieser 26 Teilnehmer waren im Mai für die Challenge aktiv und haben 111 Rezensionen gemeldet. Die meisten Rezensionen im Mai eingereicht haben
  • Die meist rezensierten Autoren im Mai waren
    • Christian Thielmann (3 x von Thea und Pink Anemone)
    • Sebastian Fitzek (3 x von Aglaya und Lena)
    • Marie Brennan (2 x von Miss Page Turner)
    • Sarah Beth Durst (2 x Barbara)
    • außerdem hat Chrissy zwei Bücher von Stephen King rezensiert, davon eines, was unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlicht wurde
  • Die meist rezensierten Bücher im  Mai waren
  • Die beliebtesten Aufgaben im Mai waren
    • 7 – ein Buch mit einer Pflanze auf dem Cover (Angi, BuchBria, buch-leben, Daggi, Thea)
    • 45 – ein Buch in dem der Protagonist sich auf einer Insel befindet (Aglaya, Angi, buch-leben, Miss Page Turner, Pink Anemone)
  • Im Mai wurden neun Rezensionen als Selfpublisher markiert, hier waren Aglaya mit drei Büchern und BuchBria mit zwei Büchern. Die meist rezensierte Selfpublisherin in diesem Monat war Joyce Summer

Eine Aufstellung aller im Mai eingereichten Rezensionen findet ihr unter diesem Link.

Dann schlaf auch du von Leila Slimani

Triggerwarnung

In diesem Buch wird Kindern leid zugefügt.


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Myriam und Paul leben mit ihren beiden Kindern in Paris. Damit Myriam wieder voll in den Beruf einsteigen kann, engagieren die beiden Louise als Nanny für ihre Kinder. Louise erweist sich als wahre Perle und macht sich in kürzester Zeit unentbehrlich.

Was das Paar nicht ahnt ist, wie es in Louise aussieht. Sie hat ihren Mann verloren, kann ihre Wohnung kaum halten und ist einsam. Myriam, Paul und die Kinder sind alles, was sie hat und wofür sie lebt, um nichts auf der Welt darf sie „ihre Familie“ verlieren. Doch wie lange kann diese Obsession gut gehen?


Meine Gedanken zum Buch

Mir ist leider nicht klar geworden, was Leila Slimani mit ihrem Buch zum Ausdruck bringen wollte. Wollte sie einen Thriller schreiben? Wollte sie Geselllschaftskritik üben?

Der Klappentext klang für mich ein Stück weit nach Spannungselementen. Da bereits im ersten Absatz des Buches die ganze Tragödie ausgebreitet wird, hoffe ich, dass niemand die folgenden Zeilen als Spoiler empfindet. „Das Baby ist tot.“ Das sind die ersten Worte. Kurz danach wird beschrieben, dass sich die große Schwester gewehrt hat, so dass klar ist, dass es sich um einen Angriff handelt und nicht etwa um einen natürlichen Tod eines Kindes. Leila Slimani hat den Spannungsbogen also direkt ganz weit oben angesetzt, denn natürlich fragt man sich als Leser, was geschehen ist.  

Im weiteren Verlauf erfährt der Leser dann in gemächlichem Tempo, wie das Kindermädchen Louise in die Familie kam und wie sich die Beziehung zwischen ihr und der Familie entwickelt hat. Auch gewinnt der Leser einen kleinen Einblick in das Seelenleben der Nanny.

Durch diese Bedächtigkeit, mit der die Handlung voranschreitet, ist allerdings der Spannungsbogen stark abgefallen und es haben sich Längen eingeschlichen. Dennoch habe ich ohne Unterbrechung weitergelesen, weil ich erfahren wollte, wie und warum es zum Tod der Kinder kam. Das war meine Erwartungshaltung. Am Ende stand ich allerdings mit leeren Händen da, weil die Autorin die Antwort darauf schuldig geblieben ist.

In einem Interview im Guardian habe ich gelesen, dass der Thriller über ein mörderisches Kindermädchen ganz Frankreich packte und den höchsten Literaturpreis gewann. Dieses Buch ist für mich KEIN Thriller.

Der Roman soll vermutlich ein Stück weit Kritik an unserer Gesellschaft sein, weil Leila Slimani sich auf eine Mutter bezieht, die nach der Geburt des zweiten Kindes in den Beruf zurück will, deswegen eine Kinderfrau engagiert, sich aber immer mehr aus der Familie zurückzieht und es genießt, dass die Nanny sich so gut um die Kinder und den Haushalt kümmert. Die Autorin urteilt zwar nie offen darüber, aber beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, auf unterschwellige Kritik zu stoßen.

In dem Interview erzählt die Autorin, dass sie versucht hat, ihre tiefsten Ängste und Alpträume einzubringen, dass sie ihre Kinder verlieren könnte oder mit jemandem zusammenzuleben, den sie zu kennen glaubt, aber gar nicht kennt. Diese Ängste sind im Buch zu spüren, keine Frage.

Leila Slimani will vermitteln, wie mit dem Hausmädchen umgegangen wird. Sie zeigt in ihrer Geschichte auf, dass Myriam und Paul bedenkenlos annehmen, dass Louise zwar nur als Kindermädchen bezahlt wird, aber viel mehr Aufgaben im Haushalt übernimmt. Die beiden nehmen Louise mit in den Urlaub und geben ihr ein Gefühl von Zugehörigkeit, doch in Wirklichkeit wollen sie gar nicht hinter die Kulissen ihres Lebens blicken, weil dadurch ihr schönes und bequemes Leben zusammenbrechen könnte. Das zeigt sich auch, als die beiden einen Hinweis darauf erhalten, dass bei der Nanny  etwas im Argen liegen könnte, denn das ignorieren sie.

Im Guardian-Interview erzählt Leila Slimani auch darüber, dass einer Angestellten ihrer eigenen Eltern damit gedroht wurde, dass sie gehen muss, wenn etwas nicht gelaufen ist, wie sich die Eltern das vorgestellt haben. Aber sind wir mal ehrlich, welcher Chef hat schon einen tieferen Einblick in das Privatleben seines Angestellten? Und ist es nicht normal, dass ein Chef mit dem Gedanken spielt, einen Angestellten zu entlassen, wenn er unzufrieden ist. Mit dieser „Bedrohung“ leben viele Menschen jeden Tag und zwar unabhängig davon, ob sie in einem Betrieb angestellt sind oder in einem Privathaushalt.

Nun beziehe ich mich ein letztes Mal auf das Interview. Die Autorin erklärt darin, sie habe schon 100 Seiten über das Los des Kindermädchens geschrieben und festgestellt, dass in den Park gehen, Essen machen und Windeln wechseln langweilig ist. Sie hat sich gefragt, wie es weitergehen soll und ist dann auf die reale Geschichte eines Kindermädchens gestoßen, das ihr anvertraute Kinder getötet hat. Diesen Part hat sie in die Geschichte einfließen lassen.

Zurück zu meinen Eingangsworten: Mir ist leider nicht klar geworden, was Leila Slimani mit ihrem Buch zum Ausdruck bringen wollte. Wollte sie einen Thriller schreiben? Wollte sie Geselllschaftskritik üben?

Vielleicht wusste das die Autorin selbst nicht, denn wenn ich das Interview überspitzt zusammenfasse, bleibt, dass Leila Slimani eine gesellschaftskritische Geschichte über das Leben eines Kindermädchens, das nach Frankreich eingewandert ist, erzählen wollte, weiterhin darauf eingeht, dass Eltern gezwungenermaßen ihre Kinder in fremde Obhut übergeben, weil jungen Müttern erwartet wird, dass sie zurückehrt in ihren Beruf und dass die Autorin ihren eigenen Plot zu langweilig fand, weswegen sie nach der Hälfte des Buches noch Thriller-Elemente eingefügt hat. 

Für mich war dieses Buch nichts Ganzes und nichts Halbes.


Bewertung

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Eckdaten
Dann schlaf auch du
von Leïla Slimani
erschienen am 08. Oktober 2018
bei btb Verlag
224 Seiten


Weitere Meinungen

Sommerträume am Gardasee von Julia K. Rodeit

Das Wichtigste in Kürze

„Sommerträume am Gardasee“ ist ein schöner Kurzroman, der schnell gelesen ist und bei dem es sich gut abschalten lässt.


Von Julia K. Rodeit bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Neles Freund Lars weiß, was er will, er weiß auch, was Nele zu wollen hat und vor allem weiß er alles besser. Als die beiden in den Urlaub aufbrechen, kracht es schon an der Tankstelle. Nele hat genug, sie steigt aus dem Auto aus und ohne Nachzudenken auf das Motorrad eines Fremden auf.

Ron ist auf dem Weg zum Gardasee, als er an einer Tankstelle Zeuge davon wird, wie ein Paar sich streitet. Spontan bietet er der jungen Frau an, sie auf seinem Motorrad mitzunehmen. Dabei stand Gesellschaft nicht auf seinen Urlaubsplänen und dass er sich von der Frau angezogen fühlt, passt überhaupt nicht in sein Leben.


Meine Gedanken zum Buch

Der Schreibstil von Julia K. Rodeit ist locker und leicht. Der Roman ist mit 162 Seiten verhältnismäßig kurz gehalten, weshalb sich die ganze Handlung kompakt aufgestellt ist und zügig verläuft. Ich habe das nicht als unangenehm empfunden, denn die Geschichte ist ausgereift und zu Ende erzählt.

Was die Protagonisten betrifft, war mir Ron näher als Nele. Er hat zwar einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, dennoch versucht er, sein Leben weiter zu leben. Nele hätte ich anfangs gerne in den Hintern getreten, weil sie scheinbar nicht sehen wollte, wie unmöglich sie von Lars behandelt wird. Doch hier hat die Autorin mit Neles bester Freundin und mit einem versöhnlichen Ende für Abhilfe gesorgt.

„Sommerträume am Gardasee“ ist ein schöner Kurzroman, der schnell gelesen ist und bei dem es sich gut abschalten lässt.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Sommerträume am Gardasee
von Julia K. Rodeit
erschienen im Juli 2019
162 Seiten