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Gemeinsam finden wir das Glück von Emma Hamberg

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Gemeinsam finden wir das Glück
von Emma Hamberg
Übersetzung: Annika Krummacher
erschienen bei Piper Taschenbuch
am 17. Februar 2014


  • Inhalt

Bror ist 13 Jahre alt und kann abends nie einschlafen, weil er seine Eltern streiten hört. Er beschließt, eine Teilnahme an einem Segelcamp vorzutäuschen, damit seine Eltern vier Wochen ohne ihn in Urlaub fahren und hofft, dass sie so wieder zueinander finden. Auf der Suche nach einer Unterkunft für diese Zeit landet er bei der 60 Jahre alten Jane, die sich um verletzte Tiere kümmert.

Dorthin verschlägt es auch Theresa, die ihren Heimatort verlassen hat, weil sie sich mehr von ihrem Leben erhofft, als ihre Arbeit in einer Imbiss-Bude und die Beziehung zu ihrem Jugendfreund. Sie will die Weichen ihres Lebens neu stellen.

Auch Jane trägt ein Päckchen aus der Vergangenheit und so machen sie sich gemeinsam auf den Weg, um ihr Glück zu finden.


  • Protagonisten

Bror ist 13 Jahre alt, hat eine Schwäche für den französischer Chansonnier Serge Gainsbourg und trägt Vintage-Anzüge. So wurde er zum Außenseiter in der Schule und hat keine Freunde.

Theresa, genannt Tessan, ist 29 Jahre alt. Mit ihrem Freund ist sie zusammen, seit sie als Jugendliche von ihrer Mutter weg kommen wollte, zu der sie nie eine innige Beziehung hatte. Sie liest am liebsten Kochbücher und würde viel lieber tolle Gerichte zaubern, als in einer Imbissbude zu stehen. Ihr Ziel ist es, der Routine ihres Lebens zu entkommen.

Jane ist 60 Jahre alt. Ihr Haus steht Tieren und auch Menschen in Not offen. Sie hat ihre Heimat verlassen und seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern. Als ihre Mutter stirbt, kehrt sie mit ihren Freunden zurück.


  • Geschichte

Als Leser des Buches sollte man bereit sein, sich auf eine ungewöhnliche Geschichte einzulassen. Sie beginnt mit den beiden Handlungssträngen um das Leben von Bror und Tessan. Doch schon daraus, wie Bror und Tessan unabhängig voneinander auf Jane stoßen wird klar, dass hier Übertreibungen im Spiel sind.

Die Geschichte macht nachdenklich, sie spielt viel mit den Gefühlen der Protagonisten, die sehr liebenswert gezeichnet sind. Außerdem erzählt sie von Mut, Kraft und Stärke. Sie ist aber auch verrückt, überdreht und auf positive Weise realitätsfremd.


  • Cover und Titel

Der schwedische Originaltitel lautet „Rosengädda nästa!“, was ich mit „Nächste Station: Rosengädda“ übersetzen würde. Rosengädda ist das Restaurant, das Janes Eltern einst betrieben haben. Dorthin führt die gemeinsame Reise der Freunde. Wörtlich übersetzt bedeutet Rosengädda aber Rosenhecht und dieses Wort eignet sich meiner Meinung nach nicht für den Titel, daher kann ich verstehen, dass das Buch in Deutschland „Gemeinsam finden wir das Glück“ genannt wurde, was tatsächlich auch zur Handlung passt.

Das Cover deutet eher auf eine romantische Geschichte hin. Die schöne Terrasse lässt sich aber weder in Janes Haus, noch im Haus Rosenhecht so finden. Das schwedische Cover, dass ich entdeckt habe, zeigt mehrere Elemente, die dem Buch entnommen sind.


  • Übersetzung

In Anbetracht dessen, dass die Übersetzerin Orte und Straßen mit ihren schwedischen Originalbezeichnungen übernommen hat, finde ich es sehr schade, dass sie ausgerechnet den Namen des Restaurants wörtlich übersetzt hat zu „Rosenhecht“, anstatt auch hier das schwedische Rosengädda zu verwenden, dass sich doch um einiges romantischer und liebevoller anhört.

Das Buch wurde mir von einem Freund empfohlen, der das Buch auf schwedisch gelesen hat. Nachdem ich am Ende des Buches angekommen war, war ich ein wenig irritiert, weil mir nicht klar war, was genau IHM an diesem Buch gefallen hatte, denn für mich war es eher ein Frauenroman.

Bei unserem Gespräch stellte sich heraus, dass er das Buch und insbesondere die Dialoge so unterhaltsam fand, dass er herzlich lachen musste. Er erzählt von einer etwas abgedrehten Geschichte, die ihn bestens unterhalten hatte. Das konnte ich nicht nachvollziehen, denn für mich hat die Handlung eher einen ernsten Hintergrund. Daher habe ich mich gefragt, ob die Übersetzung einen solchen Einfluss hatte, dass die Wirkung auf den Leser eine ganz andere ist.

Ich plane daher, das Buch auch noch im Original zu lesen, sobald ich meine Schwedisch-Kenntnisse noch etwas erweitert habe und ich bin gespannt, wie es dann auf mich wirkt.


  • Fazit

Meine Bewertung bezieht sich nur auf die von mir gelesene Version. Die Geschichte hat mich angesprochen und konnte mich mitreißen, sie hat mich ein wenig darüber nachdenken lassen, wie man festgefahrene Wege verlassen und etwas Neues wagen kann. Der Roman war kurzweilig und unterhaltsam, allerdings sollte man sich, wie bereits erwähnt, auf etwas verrückte Details einlassen können. Ich vergebe vier von fünf Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

Cottage gesucht, Held gefunden von Susan Elizabeth Phillips

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Cottage gesucht, Held gefunden
von Susan Elizabeth Phillips
Verlag: Random House Audio
erschienen am 20. April 2015
Sprecher: Rike Schmid
Übersetzung: Claudia Geng


  • Inhalt

Annie Hewitt kehrt nach dem Tod ihrer Mutter zurück nach Peregrine Island, die Insel, die sie nie wieder besuchen sollte. Doch da Annie pleite ist, ist sie darauf angewiesen, das Vermächtnis, das ihre Mutter ihr im Cottage hinterlassen hat, zu suchen. Die schlechten Erinnerungen an Peregrine Island verbindet Annie insbesondere mit Theo Harp, dem Mann, den sie in ihrer Jugend geliebt hat und der ihr die schlimmsten Ereignisse ihres Lebens bereitet hat … und natürlich läuft sie ausgerechnet ihm in die Arme.


  • Protagonisten

Als Annies Mutter schwer krank wurde, hat Annie sie gepflegt und ihr die letzten Wünsche erfüllt. Damit hat sie doch noch die Anerkennung ihrer Mutter erhalten, die sie ihr leben lang vermisst hatte.  Doch durch die Pflege der Mutter sind Annie finanzielle Mittel aufgebraucht, sie hat weder Geld, noch ein Dach über dem Kopf. Daher ist sie dringend darauf angewiesen, das Vermächtnis ihrer Mutter zu finden. Auf Theo Harp könnte sie gut verzichten, denn seine Gemeinheiten hätten Annie fast das Leben gekostet.

Theos Vater war vor vielen Jahren mit Annies Mutter liiert. Seiner Familie gehört Harp-House, das hoch über den Insel auf den Klippen steht. Das Cottage hat Annies Mutter nach der Trennung erhalten mit der Auflage, jedes Jahr eine vorgeschriebene Zeit auf der Insel zu verbringen. Diese Auflage gilt nun auch für Annie.

Theo Harp hat einen Bestseller geschrieben und arbeitet nun an seinem zweiten Buch.  Annie hat das Buch gelesen und fühlt sich in ihrer Meinung, dass Theo ein Psychopath ist, bestätigt. Er tritt selbstbewusst auf, zeigt sich aber zunächst nur von seiner schlechten Seite. Zu allem Überfluss besteht er darauf, im Cottage, statt in Harp-House zu schreiben, so dass Annie ständig mit seiner Anwesenheit konfrontiert ist.


  • Sprecherin

Rike Schmid konnte ich im wahrsten Sinne des Wortes stundenlang zuhören. Sie hat eine sehr angenehme Stimme und hat jeder Person etwas Individuelles gegeben. Besonders gefallen hat mir dabei die vierjährige Livia mit dem süßen Lispeln.


  • Cover

Das Cover weißt auf eine Liebesgeschichte hin, was alleine schon etwas trügerisch ist. Die abgebildete Deko kann ich weder mit Harp-House, noch mit dem Cottage in Verbindung bringen. Bei Muscheln und Seesternen könnte man an einen Strandurlaub im Sommer denken, aber auch das passt ganz und gar nicht zur Handlung, denn die Geschichte spielt in einem regnerischen und kalten Winter.


  • Geschichte

Die Geschichte startet mit Annies Rückkehr auf die Insel. Der Leser / Hörer erfährt, dass Annie eigentlich Schauspielerin werden wollte, es aber nie zu einem Engagement gebracht hat. Statt dessen arbeitet sie als Bauchrednerin. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass Annie schizophren sein könnte, weil sie mit ihren Puppen spricht und auch deren Antworten hört, doch nach und nach habe ich mich an die Dialoge, die mich teilweise auch zum Schmunzeln gebracht habe, gewöhnt.

Ob des Titels und des Covers hatte ich einen typischen Frauenroman erwartet, doch Susan Elizabeth Phillips hat viel Spannung in ihren Roman hineingepackt. Schnell wird klar, dass Annie zumindest Respekt, vielleicht auch Angst vor Theo hat. Nach und nach erfährt der Leser / Hörer, was sich in Annies Jugend zugetragen hat. Es folgen Einbrüche, Verwüstungen und ein Schuss und mitten drin Annie, die nicht weiß, wem sie vertrauen kann und wem nicht.

Die Autorin hat immer wieder Wendungen in den Roman eingebaut, so dass auch der Leser / Hörer nicht sicher sein konnte, ob es gut für Annie ist, dass sie sich erneut auf Theo einlässt – damit verrate ich hoffentlich nicht zu viel, denn natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte.

Die Handlung fand ich insgesamt gut konstruiert, allerdings war mir die Auflösung des Spannungsparts zuviel des Guten. Da die Geschichte aber keine Längen hatte und ich mich über die Gesamtlaufzeit von über 13 Stunden gut unterhalten fühlte, vergebe ich vier von fünf Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

Von Null auf Liebe mit 4 Rädern von Andi Biel

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Von Null auf Liebe mit 4 Rädern
von Andi Biel
erschienen 2015

Es handelt sich hier um den dritten Band der Reihe „Von Null auf Liebe“ um drei Freundinnen. Jeder Band ist in sich abgeschlossen und unabhängig von den anderen zu lesen.

Band 1 Von Null auf Liebe in 7 Minuten
Band 2 Von Null auf Liebe in 2 Bildern

  • Autorin

Andrea Bielfeldt hat zunächst Fantasyromane für Jugendliche und Liebesromane geschrieben. Unter dem Pseudonym Andi Biel veröffentlicht sie nun Bücher mit „Prickeln“ weil sie, wie sie selbst sagt, ausprobieren wollte, wie es ist, wenn man pikante Szenen nicht immer abblendet“.

  • Protagonisten

Caro arbeitet als Spinning-Trainerin in einem Fitness-Studio. Sie hat schon darüber nachgedacht, sich als Personal-Trainerin selbständig zu machen, hat den Schritt aber noch nicht gewagt. Nach den ersten Seiten erschien sie mir ein wenig oberflächlich, weil sie so erpicht auf einen gut trainierten Körper ist, allerdings wird im Laufe der Geschichte auch klar, dass es ausschlaggebende Punkte in ihrem Leben gab, die für dieses Denken verantwortlich sind. Caro ist seit über einem Jahr in ihren Kollegen Mark verliebt, der ihr aber bisher keine Veranlassung gegeben hat, sich weitere Hoffnungen zu machen. Zusammen mit ihren beiden Freundinnen Tammi und Jill hat sie vor einiger Zeit an einem Speed-Dating teilgenommen und dort Flo kennengelernt.

Flo scheint ein absoluter Traummann zu sein. Beim ersten Date kann Caro mit ihm über Gott und die Welt reden und er bringt sie zum Lachen. Er gibt einiges über sein Privatleben preis, aber Caro merkt schnell, dass er ihr beim ersten Treffen auch nicht alles erzählen möchte. Er hat nach seinem Studium ein Hostel für Rucksacktouristen aufgebaut, was er nun leitet.

  • Geschichte

Zu Beginn der Geschichte lernt der Leser zunächst Caro und Mark kennen, wobei Mark für mich schon nach kurzer Zeit die Rolle des Unsympathischen eingenommen hat. Kurz danach trifft sich Caro mit Flo und die Geschichte der beiden nimmt ihren Lauf, sie nähern sich an, zwischendurch lässt Andi Biehl ihre Leser etwas tiefer blicken, so dass beispielsweise klar wird, warum Caro ihr Figur so wichtig ist und natürlich kommt es zu einer Wendung, die die aufblühende Liebe von Caro zu Flo mehr als in Frage stellt.

In den ersten beiden Bänden hat Andi Biel bereits die Erlebnisse von Tammi und Jill erzählt, die Geschichten sind alle in sich abgeschlossen. Allerdings bin ich weder mit Tammi, noch mit Jill oder deren Männern warm geworden, ich vermute, das wäre anders gewesen, wenn ich die beiden ersten Bände vorher gelesen und die Eigenheiten von Caros Freundinnen gekannt hätte.

Die Handlung konnte mich fesseln, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Stimmungen und die Leidenschaft der Protagonisten hat die Autorin wunderbar transportiert.

Einzig die Wendungen um Mark haben mir nicht zugesagt, das war für mich ein Hin und Her zwischen Bad Boy und Friede-Freude-Eierkuchen und hat für nicht in das Gesamtbild gepasst.

  • Fazit

Die Autorin hat mir einige tolle Lesestunden verschafft. Der Roman hat alles, was das Leserherz begehrt: Liebe, Irrungen und Wirrungen, viel Gefühl und ein Happy End. Dafür vergebe ich gerne fünf von fünf Eulen.

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Eine Zugfahrt ins Glück von Miranda J. Fox

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  • Inhalt

Sophia ist auf dem Weg nach Berlin, wo sie sich ein neues Leben aufbauen will. Da ihr Sitzplatz im ICE versehentlich doppelt vergeben wurde, bringt der Schaffner sie in einem Abteil in der 1. Klasse unter, wo sie auf einen zwar recht unverschämten, aber auch sehr gut aussehenden Geschäftsmann trifft, der sie zur Weißglut treibt. Nach einem vierstündigen verbalen Schlagabtausch ist Sophia froh, den Zug mit der Gewissheit verlassen zu können, den Mann nie wieder zu sehen.

Als sie am gleichen Tag ein Vorstellungsgespräch antritt, muss sie feststellen, dass Berlin ein Dorf ist, denn ihr gegenüber sitzt Luca Marcs, der Mann aus dem Zug und seines Zeichens Juniorchef der Firma, in der sie sich beworben hat…

  • Protagonisten

Sophia ist 25 Jahre alt und hat ihr Leben lang das getan, was ihre Mutter von ihr erwartet hat. Nach dem sie auch ihr Jurastudium mit Bestnoten abgeschlossen hat, beschließt sie, dass es Zeit wird, sich von der Mutter zu lösen. Ihre Freundin Lisa ist bereit, sie in ihrer Wohnung in Berlin aufzunehmen und so türmt Sophia in einer Nacht- und-Nebel-Aktion von zuhause. Seit ihr Ex-Freund sie verlassen hat, weil sie ihm nicht gut genug war, hat sie sich von jedem Mann fern gehalten und reagiert zunächst gar nicht auf Lucas Avancen.

Luca ist es ähnlich ergangen, auch er steht unter der Fuchtel seines Vaters, der ihn zu seinem Nachfolger in der Firma machen möchte. Luca ist davon gar nicht begeistert, sieht sich aber seinem Vater gegenüber emotional in der Pflicht. Die Mitarbeiter sind begeistert von Luca und die Frauenwelt liegt ihm zu Füßen. Von Sophia war er beinahe schon auf den ersten Blick fasziniert, weil sie so anders ist, als die Frauen, mit denen er bisher zusammen war.

  • Geschichte

Sophia und Luca sind beide schlagfertig und liefern sich von Anfang an Wortgefechte, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Die Autorin bedient sich einiger Klischees und natürlich ist auch der Verlauf der Handlung zu einem großen Teil vorhersehbar. Doch das finde ich gar nicht schlimm, denn für mich zählt bei einem typischen Frauenroman nur, dass mich die Autorin mit ihrer Erzählung fesseln kann und dass es bei mir kribbelt, wenn sich ein Paar näher kommt. Da bei diesem Buch beides der Fall war, vergebe ich fünf von fünf Eulen.

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Endlich! von Ildikó von Kürthy

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Endlich! von Ildikó von Kürthy

  • Inhalt

Die 40-jährige Vera, in Stade angesehen, gut situiert, eigenes Haus, erfolgreicher Ehemann, gelegentliche Aufträge als Freiberuflerin, ereilt ein Hilferuf von Johanna Zucker, ihres Zeichens Freundin und Mutter von Veras Patenkind Sammy. Johanna möchte sich unters Messer legen und bittet Vera für einige Wochen nach Berlin zu kommen und sich um Sammy zu kümmern.

In Berlin angekommen findet Vera heraus, dass ihr Mann Marcus, mit dem sie seit acht Jahren verheiratet ist, sie betrügt. Mit Hilfe von Johanna und neuen Freunden nimmt sie den Kampf um ihren Mann auf…

  • Protagonisten

Vera wird als Frau dargestellt, die sich in der Rolle einer Unternehmersgattin, in die sie hineingepresst wurde, gar nicht wohl fühlt. So flüchtet sie gelegentlich zu ihren Freundinnen, von denen eine fremd geht und die andere eher etwas durchgeknallt wirkt. Der Ehemann blieb für mich recht farblos, gleiches gilt für die Freunde. Eine Ausnahme bildet hier lediglich der schwule Türke Erdal, der auf mich aber schon wieder zu überzogen wirkte.

  • Gedanken zum Buch

Der Schreibstil von Ildikó von Kürthy hat mir grundsätzlich gefallen. Was mir eher gelangweilt hat, war, dass die Protagonistin mit ihren Gedanken immer wieder abdriftet und in Erinnerungen schwelgt, so dass ich mich mehrfach dabei ertappt habe, wie ich ganze Absätze übersprungen habe, weil mich nur die gegenwärtige Handlung fesseln konnte. Das Ende hatte ich so nicht erwartet, was mich positiv überrascht hat, allerdings hat sich das befriedigende Gefühl nicht eingestellt, das ich erwarte, wenn ich ein Buch zuklappe.

Gut gefallen haben mir die Zitate von bekannten Persönlichkeiten, mit denen die Autorin jedes Kapitel beginnt, genau wie die Illustrationen, die immer passend zur entsprechenden Handlung gestaltet sind.

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Die Idee zur Handlung hat mich überzeugt, gleiches gilt im Großen und Ganzen auch für die Umsetzung der Idee. Allerdings spricht es weder für ein Buch, dass ich dazu verleitet werde, Abschnitte zu überspringen, noch, dass ich ein Buch unbefriedigt zuklappe. Daher reicht es nur für 3,5 von 5 Eulen.

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Verlags-vielfalt-Challenge 2.0

Wunderlich Verlag

Ein Hardcover mit Schutzumschlag