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Der Schmerz der Seele von Hendrik Falkenberg


Der Schmerz der Seele
Ostsee-Krimi
5. Fall für Hannes Niehaus
von Hendrik Falkenberg
erschienen am 27. Juni 2017
bei Edition M


  • Der Protagonist

Johannes „Hannes“ Niehaus ist Anfang 30, Kanute und belegt als solcher eine Planstelle für Spitzensportler bei der Polizei durch die er für das Training freigestellt wird. Seine Sportler-Karriere will er im kommenden Jahr mit Olympia-Gold krönen und sie dann beenden. Aufgrund einer Iris-Heterochromie hat Hannes ein grünes und ein blaues Auge, was ihm immer wieder irritierte Blicke einbringt.


  • Inhalt

Carina, Julia, Nora, Tim und Torsten sind Tierschutzaktivisten und wollen auf die erbärmlichen Zustände auf einer Geflügelfarm hinweisen. Sie dringen auf das gesicherte Gelände vor, wo sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von Angestellten des Betriebes entdeckt und angegriffen werden. Nach der Auseinandersetzung liegt einer der Tierschützer tot in einem der Ställe. Als die Polizei eintrifft, sind zwei der Beteiligten wie vom Erdboden verschluckt und sowohl die Aktivisten, wie auch die Angestellten geben sich gegenseitig ein Alibi.

Doch als noch mehr Menschen in Gefahr geraten, vermehren sich die Anzeichen, dass es bei diesem Fall nicht alleine um Massentierhaltung geht.



  • Meine Gedanken zum Buch

Der fünfte Band um Hannes Niehaus war für mich der erste Roman, den ich von Hendrik Falkenberg gelesen habe. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen, aber um die Entwicklung der ständigen Charaktere der Reihe (z.B. Hannes, seine Freundin, sein ehemaliger Chef) nachvollziehen zu können, macht es wahrscheinlich Sinn, mit Band 1 zu beginnen.

Neben dem Tod des Tierschützers gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt und von einem Mädchen erzählt, welches nach dem Tod des Vaters keine liebevolle Kindheit hatte. Wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen, wird erst gegen Ende klar und dann macht auch der Titel des Buches Sinn. Bis dahin kommt es immer wieder zu mehr oder weniger überraschenden Wendungen, was die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht hält.

Der Autor hat das Thema Massentierhaltung aufgenommen und für mein Gefühl gut recherchiert. Losgelöst vom Buch regt das der eine oder andere Aspekt zu diesem Thema doch zum Nachdenken an.

Der Krimi hat mich sehr gut unterhalten, für meinen Geschmack wurde zwar zu oft die Iris-Heterochromie des Protagonisten erwähnt, das soll der Bewertung aber keinen Abbruch tun, ich vergebe fünf von fünf Eulen.


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Beim Bloggertreffen von Amazon Publishing im Rahmen der Frankfurter Buchmessen 2017 hatte ich die Möglichkeit, Hendrik Falkenberg persönlich zu treffen.

Amazon Publishing hat mir dieses Buch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine Beurteilung, auch wurde ich nicht für diesen Artikel bezahlt.

Aufgabe 1) ein Buch mit einem überwiegend blauen oder lilafarbenen Cover


-> Deutschland

 

-> Schleswig Holstein (Holsteiner Seenplatte)

Vorhofflimmern von Johanna Danninger

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Vorhofflimmern
von Johanna Danninger
erschienen am 13. Mai 2014
bei Amazon Publishing

 

  • Inhalt

Die Krankenschwester Lena stößt auf der Straße mit einem gut aussehenden Mann zusammen, der sich kurz darauf als neuer Assistenzarzt in der Klinik, in der sie als Krankenschwester arbeitet, entpuppt.

Desiderio DiCastello war schon beim Zusammenstoß so von Lena fasziniert, dass er keine Möglichkeit auslässt, ihr im Krankenhaus über den Weg zu laufen. Doch Lena ist ein gebranntes Kind und nicht bereit, sich auf den Charmeur einzulassen, weil sie befürchtet, dass auch er sie verletzen könnte. Doch Desiderio lässt nicht locker, schließlich hat es noch immer geschafft, die Frau seiner Wahl um den Finger zu wickeln.

  • Meine Gedanken zur Geschichte

Der Klappentext hat mich angesprochen. Ich habe eine junge Frau erwartet, die von den Männern enttäuscht wurde und die einem Mann begegnet, der alles dafür tut, um sie für sich zu gewinnen. Happy End zu erwarten.

Leider bin ich aus verschiedenen Gründen mit der Protagonistin Lena nicht warm geworden. Sie wirkte z.B. stellenweise kindisch und oberflächlich, trinkt gerne mehr als einen über den Durst und hält One-Night-Stands für die einzig wahre Beziehung. Desiderio dagegen erscheint als ein sympathischer Mann ist, der in allen Lebenslagen einen witzigen Spruch auf Lager hat. Die Wortgefechte, die sich daraus ergeben haben, haben mir gut gefallen.

Das war aber auch das Einzige, was ich nach rund 50% des Buches hervor heben konnte. Denn eigentlich ist in der ersten Hälfte kaum etwas passiert. Die beiden sind zusammen gestoßen, haben sich in der Klinik wieder gesehen, Desiderio hat versucht, sich Lena anzunähern und Lena hat ihn abblitzen lassen. Diese Szenen haben sich über rund 200 Seiten hinweg immer wieder wiederholt und ich habe mich schon gefragt, welcher Mann sich so ein Gehabe einer Frau wirklich antun würde.

Dann hat die Geschichte Fahrt aufgenommen und die zweite Hälfte habe ich dann tatsächlich auch an einem Stück durchgelesen, was wiederum für das Buch spricht. Doch auch insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen, was meines Erachtens daran liegt, dass die Autorin die Geschichte unnötig in die Länge zieht, in dem sie so viele Geschehnisse einbaut, dass diese für mehrere Bücher gereicht hätten.

Vorsicht Spoiler: Eine versuchte Vergewaltigung, ein anderer Mann, mehrere andere Frauen, ein Unglück …

Das war mir einfach zuviel. Genau wie die Perfektion mit der die Autorin Desiderio ausgestattet hat, er ist nicht nur gut aussehend und durchtrainiert, sondern fährt auch ein tolles Auto und ist aufgrund einer Erbschaft reich geworden, so dass er sich eine entsprechend teure Wohnung leisten kann.

  • Fazit

Die Geschichte war mir viel zu überzogen und unglaubwürdig, außerdem ist sie mir nicht ans Herz gegangen. Weniger wäre hier tatsächlich mehr gewesen, daher reicht es nur für drei von fünf Eulen.

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Eine Zugfahrt ins Glück von Miranda J. Fox

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  • Inhalt

Sophia ist auf dem Weg nach Berlin, wo sie sich ein neues Leben aufbauen will. Da ihr Sitzplatz im ICE versehentlich doppelt vergeben wurde, bringt der Schaffner sie in einem Abteil in der 1. Klasse unter, wo sie auf einen zwar recht unverschämten, aber auch sehr gut aussehenden Geschäftsmann trifft, der sie zur Weißglut treibt. Nach einem vierstündigen verbalen Schlagabtausch ist Sophia froh, den Zug mit der Gewissheit verlassen zu können, den Mann nie wieder zu sehen.

Als sie am gleichen Tag ein Vorstellungsgespräch antritt, muss sie feststellen, dass Berlin ein Dorf ist, denn ihr gegenüber sitzt Luca Marcs, der Mann aus dem Zug und seines Zeichens Juniorchef der Firma, in der sie sich beworben hat…

  • Protagonisten

Sophia ist 25 Jahre alt und hat ihr Leben lang das getan, was ihre Mutter von ihr erwartet hat. Nach dem sie auch ihr Jurastudium mit Bestnoten abgeschlossen hat, beschließt sie, dass es Zeit wird, sich von der Mutter zu lösen. Ihre Freundin Lisa ist bereit, sie in ihrer Wohnung in Berlin aufzunehmen und so türmt Sophia in einer Nacht- und-Nebel-Aktion von zuhause. Seit ihr Ex-Freund sie verlassen hat, weil sie ihm nicht gut genug war, hat sie sich von jedem Mann fern gehalten und reagiert zunächst gar nicht auf Lucas Avancen.

Luca ist es ähnlich ergangen, auch er steht unter der Fuchtel seines Vaters, der ihn zu seinem Nachfolger in der Firma machen möchte. Luca ist davon gar nicht begeistert, sieht sich aber seinem Vater gegenüber emotional in der Pflicht. Die Mitarbeiter sind begeistert von Luca und die Frauenwelt liegt ihm zu Füßen. Von Sophia war er beinahe schon auf den ersten Blick fasziniert, weil sie so anders ist, als die Frauen, mit denen er bisher zusammen war.

  • Geschichte

Sophia und Luca sind beide schlagfertig und liefern sich von Anfang an Wortgefechte, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Die Autorin bedient sich einiger Klischees und natürlich ist auch der Verlauf der Handlung zu einem großen Teil vorhersehbar. Doch das finde ich gar nicht schlimm, denn für mich zählt bei einem typischen Frauenroman nur, dass mich die Autorin mit ihrer Erzählung fesseln kann und dass es bei mir kribbelt, wenn sich ein Paar näher kommt. Da bei diesem Buch beides der Fall war, vergebe ich fünf von fünf Eulen.

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Der Mann in Nachbars Garten von Elke Becker

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  • Der Mann in Nachbars Garten von Elke Becker
  • erschienen am 08. Juli 2014 bei amazon Publishing
  • eBook-Preis: 4,99 EUR
  • Taschenbuch: 9,99 EUR

Nach „Ticket ins Glück“ und „Yoga ist auch keine Lösung“ ist „Der Mann in Nachbars Garten“ der dritte Roman, den ich von Elke Becker gelesen habe.


  • Zum Inhalt:

Eva ist endlich am Ziel ihrer Träume angekommen. Sie lebt und arbeitet in London und der Umzug ihres Freundes Sascha steht kurz bevor… eigentlich.

Aber nicht nur, dass Sascha hat es sich anders überlegt – am Telefon teilt er Eva mit, dass er Deutschland nicht verlassen wird – Eva selbst wird von ihrer Familie nach Deutschland zitiert und soll für einige Zeit in ihren Heimatort zurückkehren, weil ihre Eltern einen Autounfall hatten und ihr Vater auf Evas Hilfe angewiesen ist. Die Agentur, für die Eva als Grafikerin arbeitet, gewährt ihr die Möglichkeit, vorübergehend von Deutschland aus am Projekt weiter zu arbeiten und so packt die junge Frau ihren Koffer und zieht in ihr Elternhaus zurück, wo ihr Vater sich gerne von vorne bis hinten bedienen lassen möchte.

Während sie sich um den Garten ihrer Eltern kümmert, begegnet sie dort David, dem Lebensgefährten ihrer Nachbarin, der nicht nur die Damen des Ortes in Scharen um den Verstand bringt, sondern auch Eva in ein Gefühlschaos stürzt.


  • Die Protagonisten:

Eva ist eine zauberhafte junge Frau, die eigentlich dachte, mit Sascha ihre große Liebe gefunden zu haben, um dann festzustellen, dass die Trennung gar nicht so weh tut, wie sie sich das im ersten Moment vorgestellt hatte.

Mit David hat sie vor vielen Jahren einmal zusammen gearbeitet, aber da sie zu dieser Zeit gerade schwer verliebt in Thomas war, hat sie ihn damals nicht wahr genommen – ganz im Gegensatz zu David, dem sie bereits früher aufgefallen war. Und so kommen die beiden ins Gespräch.

Evas Familie ist ein bunter Haufen. Ihr Bruder und seine Frau halten die Familie zusammen, der Vater führt sich wie ein Pascha auf, der sich von hinten bis vorne bedienen lassen würde und Evas Mutter ist entsprechend eine Seele von einem Menschen. Und alle sind sie auf ihre Art sehr Liebenswert.

In einer Nebenrolle trifft der Leser auf Lena, die Protagonistin aus „Yoga ist auch keine Lösung“, die ihre Freundin Eva so gut wie möglich unterstützt.


  • Das Cover:

Passender kann das Cover wohl kaum sein – ein Gartenzaun und dahinter die Rückseite eines Mannes, die sich mehr als nett anschauen lässt. Wer dann seinen Blick noch von dem Hintern los reißen kann :D dem werden nicht nur die Herzchen am Zaun auffallen, sondern auch der Obstbaum mit der herzförmigen Krone im Hintergrund..


  • Meine Meinung:

Bei den letzten beiden Romanen von Elke Becker ist mir verstärkt aufgefallen, dass sie Landschaften sehr bildhaft beschreibt. Während es in den beiden erstgenannten Romanen aber um Sonne, Strand und Meer geht, spielt diese Geschichte in einem deutschen Dorf, das der / die eine oder andere so bestimmt wiedererkennen dürfte, zumindest all diejenigen, die – wie ich – samstags immer den Hof oder die Einfahrt kehren mussten, damit es im Dorf kein Gerede gibt.

Was die drei Romane verbindet, es sind alles typische Frauenromane mit vorhersehbarem Happyend, aber das ist ja auch genau das, was ich von dieser Art von Romanen erwarte. Abgerundet wird die Handlung in diesem Fall durch den griesgrämigen Vater, mit dem sich die Protagonistin anlegt, weil es eben nicht immer so laufen kann, wie der Herr sich das vorstellt. Um ehrlich zu sein, habe ich gelegentlich meinen eigenen Vater zwischen den Zeilen entdecken können, der mich mit seiner Sturheit manchmal auf die Palme bringt ;)

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht. Das Buch ist so strukturiert, dass die Handlung nicht nur aus der Sicht von Eva aufgezeigt wird, sondern dass auch Davids Sicht beleuchtet wird. Durch die Überschriften ist für den Leser immer klar erkennbar, wer sich gerade zu Wort meldet.

Einmal mehr gibt es auch für dieses Buch von Elke Becker eine Leseempfehlung und fünf von fünf Eulen von mir.

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