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Drei Schwestern am Meer von Anne Barns

Das Wichtigste in Kürze

Wenig überraschend, die Emotionen konnten mich nicht wirklich erreichen und dennoch hat es für vier Sterne gereicht.


Von Andrea Russo bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Drei Schwestern am Meer – Die älteste Schwester ist Katharina (genannt Rina), die gerade ihre Berufswünsche über den Haufen werfen will, wofür ihr Freund kein Verständnis hat. Der hat sie außerdem vor einem Jahr betrogen und Katharina meint zwar, ihm Verziehen zu haben, aber der Stachel sitzt noch tief.

Pia, das Sandwichkind, ist Künstlerin und lebt auf Rügen. Sie trennt sich gerade von ihrem Freund, nachdem dieser entschieden hat, in seine Heimat England zurückzukehren. Jana ist die Nachzüglerin und studiert derzeit Psychologie. Sie ist mit einem der Dozenten zusammen, weswegen das Verhältnis der beiden geheim gehalten werden muss.

Rina fährt nach Rügen, um ihre Oma zu besuchen. doch aus der ersehnten Erholung wird nichts, denn die alte Dame bricht zusammen und muss ins Krankenhaus. Die drei Schwestern versammeln sich in ihrer Heimat und erfahren dort, dass  ihre Großmutter sich offensichtlich mit der eigenen Schwester überworfen, das hat ihr arg zugesetzt. Niemand will den Enkelinnen verraten, was tatsächlich passiert ist, bis sie etwas herausfinden, das ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt.


Meine Gedanken zum Buch

Ich habe mich mit diesem Buch wohlgefühlt, allerdings waren sowohl das Geheimnis, das die Oma mit sich herum trägt, wie auch Katharinas Zukunft wenig überraschend.

Auch hatte ich erwartet, dass die DREI Schwestern eine Rolle in diesem Buch spielen. Zwar nehmen alle drei Schwestern Raum ein, jede hat ihren eigenen Handlungsstrang, doch das Augenmerk liegt hier ganz deutlich bei Rina bzw. auf dem Leben der Großmutter. Leider konnten mich außerdem die Emotionen nicht wirklich erreichen.

Gut gefallen hat mir die Einheit, die die Geschwister bilden. Sie stehen hintereinander und zweifeln nicht am Tun oder Lassen der anderen. Auch das Setting auf Rügen hat mir sehr zugesagt, so dass ich trotz meiner Kritik vier von fünf Sternen vergebe.


Bewertung

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Eckdaten

Drei Schwestern am Meer
von Anne Barns
erschienen am 05. März 2018
bei MIRA Taschenbuch
352 Seiten


Weitere Meinungen zum Buch

Meerblick inklusive von Anna Rosendahl

 

  • Meine Gedanken zum Buch

Die Protagonistin Meike lebt seit der Trennung von ihrem Freund wieder bei ihren Eltern und versucht, die Familie zusammen zu halten. Zu ihrer Oma hat sie ein inniges Verhältnis, so dass sie nach deren Verschwinden nicht lange zögert und sich auf die Suche macht. Doch war als Suche nach der Oma beginnt, entwickelt sich für Meike zu einer zukunftsweisende Reise.

Anna Rosendahl hat viele wunderbare Charakter in dieses Buch eingebaut, die Meike ein Stück weit auf der Reise begleiten und sie unterstützen. Ihre Landschaftsbeschreibungen fügen sich vor dem inneren Auge zu einem Bild zusammen und den Charme von Amrum vervollständigt sie mit der Verwendung des insel-eigenen Dialekts.

Was mir ein wenig gefehlt hat, ist die Durchgängigkeit von Meikes Bloggerei, die gerade am Anfang eine größere Rolle einnimmt, aber später für mein Empfinden doch stark verloren geht. Auch die Begegnung mit einem Menschen aus ihrer Vergangenheit bzw. das was sich daraus innerhalb kürzester Zeit entwickelt war für meine Begriffe zuviel des Guten.

Insgesamt ist die Geschichte kurzweilig und humorvoll, aber auch romantisch und sie hat mich zum Teil auch nachdenklich zurück gelassen. Das Ende hat Anna Rosendahl relativ offen gestaltet, aber das hat mich nicht gestört.

Ich vergebe 4,5 von fünf Eulen.

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  • Eckdaten

Meerblick inklusive
von Anna Rosendahl (Andrea Russo / Anne Barns)
erschienen am 13.03.2017
bei Heyne


  • Klappentext

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Für die Rezension habe ich keine anderen Leistungen erhalten, sie zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

Daggi trifft … Buchmenschen beim Bloggerfrühstück von dotbooks, skoobe und Aufbauverlag

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Am Buchmesse-Samstag haben dotbooks, skoobe und der Aufbau-Verlag zum gemeinsamen Bloggerfrühstück eingeladen. Tim Sonderhüsken, Programmleiter bei dotbooks, begrüßte uns gut gelaunt und stellte die anwesenden Autoren und Verlagsmitarbeiter vor. Christine Seiler vom Aufbau-Verlag richtete ebenfalls ein paar Worte an uns, bevor Veronika von skoobe den Reader Icarus Illumina vorstellte. Der Illumina hat ein Android-Betriebssystem, wodurch alle Android-Leseapps installiert und genutzt werden können. Der Nutzer ist also nicht mehr an ein System oder einen Anbieter gebunden. Da ich keinen Reader besitze, sondern eBooks auf dem Tablet lese, wo ich sowohl die Kindle-App, als auch andere Lese-Apps installiert habe, ist das die ideale Lösung, wenn mein Tablet eines Tages den Geist aufgeben sollte.

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Danach hatten wir die Möglichkeit, mit den Autoren und Verlagsmitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Tanja Kinkel ist mir seit langer Zeit ein Begriff, allerdings habe ich kein Faible für historische Romane, so dass ich noch keines ihrer Bücher gelesen habe. Ich war neugierig, was die Autorin dazu veranlasst hat, ihre Geschichten bei einem ebook-Verlag zu veröffentlichen.

Tanja Kinkel erzählte mir, dass Tim Sonderhüsken ihr Lektor bei Droemer war und sie Beate Kuckertz ebenfalls aus deren Zeit bei Droemer kennt. Da im Printbereich keine Novellen mehr veröffentlicht werden, wollte sie die Möglichkeit eines eBooks nutzen, um etwas Neues auszuprobieren. Darüber hinaus hat sie vor rund 20 Jahren Romane veröffentlicht, die im Printbereich nicht mehr erhältlich sind, die dafür aber nun bei dotbooks als eBook angeboten werden. So erschien beispielsweise im März 2015 ihr historischer Roman „Die Schatten von La Rochelle“ bei dotbooks.  Auf der Buchmesse stellte sie außerdem ihr neues Buch „Schlaf der Vernunft“ vor, in dem es um die RAF geht.

Nach dem Kontakt zu ihren Lesern gefragt, erzählt sie, dass sie sich immer freut, wenn sie jemanden entdeckt, der gerade eines ihrer Bücher liest, ansprechen würde sie diese Personen jedoch nicht. Rund fünf Mal pro Jahr wird sie auf der Straße von Menschen angesprochen, die sie erkennen, auch darüber freut sie sich. Bei Lesungen pflegt sie den Kontakt zu ihren Lesern, weil sie dort Feedback zu ihren Geschichten erhält, gleiches gilt in den Sozialen Medien, wo sie bei Facebook und Twitter aktiv ist.

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Beate Kuckertz ist die Gründerin und Verlegerin von dotbooks, davor war sie zuletzt Verlagsleiterin in der Verlagsgruppe Droemer Knaur.

Im Interview erzählte sie mir von ihrer Überzeugung, dass Taschenbuch-Käufer auf eBooks umschwenken werden, was sie zu dem Entschluss gebracht hat, den eBook-Verlag dotbooks zu gründen. Rund die Hälfte des Verlagsprogrammes besteht aus älteren Print-Romanen, die nun als eBook neu aufgelegt werden, die andere Hälfte besteht aus Veröffentlichungen von neuen Autoren und Autoren, die etwas Neues ausprobieren möchten.

Wenn Beate unterwegs jemanden entdeckt, der ein Buch aus ihrem Verlag liest, dann wird diese Personen von ihr auch angesprochen. Sie fragt, wie das Buch gefällt und ob der Leser den Verlag kennt, erst dann gibt sie sich als Verlegerin zu erkennen. Sie hat viele positive und viele überraschte Reaktionen erhalten.

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Andrea Russo hat bereits bei verschiedenen Verlagen Bücher veröffentlicht. Bei dotbooks ist unter ihrem Pseudonym Juliane Albrecht der Roman „Möppelchensex“ erschienen.

Tanja von lesen und mehr und ich hatten beim Bloggerfrühstück die Möglichkeit, mit ihr und ihrem Mann zu sprechen. Dabei haben wir erfahren, dass ihr Mann sein Herz auf der Zunge trägt und daher – wenn er nach seiner Meinung gefragt wird – auch recht unverblümt sagt, was er denkt. Hin und wieder verarbeitete sie ihre Erlebnisse mit ihrem Mann in ihren Büchern. Er hat ebenfalls aus dem Nähkästchen geplaudert und erzählt, dass sie nicht auf den Punkt kreativ sein kann, sondern zum Schreiben „runter kommen“ muss.

Die beiden hatten auch ein paar witzige Anekdoten auf Lager, die unter anderem von Freunden handeln, die den Russos etwas erzählen, um kurz danach darauf hinzuweisen, dass man diese Geschichte dann bitte nicht in einem der Bücher wieder finden möchte. Auch sollte Andrea Russo auf der Shades of Grey-Welle mitschwimmen. „Kannst Du auch erotisch?“ lautete damals die Frage. Sie hat es versucht und hat festgestellt, dass sie es nicht konnte. Da sich ihre Bücher aber auch ohne Erotik gut verkaufen, war das überhaupt kein Problem.

Aktuell schreibt sie an einem neuen Frauenroman und recherchiert dafür ein wenig in der Blogger-Szene. Tanja und ich haben die Ehre, sie dabei zu unterstützen und ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt, was am Ende dabei heraus kommt.

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Das Bloggerfrühstück war leider viel zu kurz, um mit allen Autoren zu sprechen, aber am Ende hat es immerhin noch für ein Foto mit Kirsten Rick und Patrick Hinz gereicht, daher möchte ich Euch die beiden Autoren wenigstens noch vorstellen.

Kirsten Rick hat bei dotbooks bereits mehrere Kurzgeschichten verfasst. 2014 erschienen beispielsweise „Maria räumt auf“ und „Ausgestochen! Eine Plätzchengeschichte.“

Patrick Hinz ist Mitautor des Buches „Liebe lernen – ein Beziehungskurs“, das 2011 erschienen ist und sich mit dem Thema Beziehung und Familie befasst. Bei dotbooks veröffentlichte er im Mai diesen Jahres seinen melancholisch-humorvollen Debütroman „Ich bin Paul“.