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Ich weiß, wann Du stirbst von Unni Lindell

Ich weiß, wann Du stirbst.
von Unni Lindell
erschienen am 09. März 2018
im Aufbau Verlag
Übersetzung: Gabriele Haefs / Andreas Brunstermann


  • Die Protagonistin und ihre Geschichte

Marian Dahle stammt ursprünglich aus Korea, wurde aber mit drei Jahren adoptiert und ist dann in Norwegen aufgewachsen. Mittlerweile ist sie 33 Jahre alt und war bis vor einem Jahr eine vielversprechende Ermittlerin. Doch ein Verdächtiger hat sie gezwungen, in einen Krematoriumsofen zu steigen, dabei hat sie sich Brandverletzungen zugezogen, deren Narben über eine Seite ihres Gesichtes bis zum Oberkörper reichen. Sie hat sich zurückgezogen und vermeidet den Kontakt zu anderen Menschen.

Als ihr alter Chef, Cato Isaksen, ihr einen Cold Case anbietet, sieht sie eine Möglichkeit, ein Stück weit in ihr altes Leben zurückzukehren. Sie rollt den Fall der vor 15 Jahren verschwundenen Thorna neu auf.


  • Meine Gedanken zum Buch

Dieser Krimi lebt von der Protagonistin Marian Dahle, die versucht, einen Weg zurück ins Leben zu finden, sich dabei aber mit einigen Widrigkeiten auseinandersetzen muss.

Leider bin ich mit ihr nicht ganz warm geworden. Marian Dahle ist eigentlich eine gebrochene Frau und stellt selbst fest, dass sie dem Wiedereinstieg in ihren Job nicht gewachsen ist. Sie betäubt sich mit Schmerztabletten und Alkohol, was soweit nicht ungewöhnlich ist, denn viele Autoren haben Hauptfiguren geschaffen, die Probleme haben. Doch die Ermittlerin agiert chaotisch, macht Fehler und versucht auch noch, diese zu vertuschen. Das war mir zu unrealistisch.

Außerdem führt der Klappentext den interessierten Leser in die Irre. An dessen Ende wird nämlich nur kurz erwähnt, dass jemand in Marians Wohnung eindringt. Tatsächlich ist es so, dass jemand sie immer und immer wieder in ihren eigenen vier Wänden beobachtet und sich dieser Handlungsstrang durch das ganze Buch zieht. Wenn man nun weiß, dass der Titel im Original „Jeg vet hvor du bor“ heißt, was übersetzt „Ich weiß, wo du wohnst“ bedeutet, erweckt das bei mir den Eindruck, dass die Autorin sehr bewusst ein großes Augenmerk auf diesen Beobachter gelegt hat. Das geht im deutschen Titel und im Klappentext jedoch fast unter.

Der Cold Case, an dem die Protagonistin arbeitet, ist durchaus spannend gestaltet, hat interessante Wendungen, aber auch einige Längen. Außerdem verwendet die Autorin Szenen um ein selbstgebautes Folterinstrument, deren grausige Details sogar mir als hart gesottenen Thriller-Leser zu schaffen gemacht haben und bei denen sich beim Lesen alles in mir zusammengezogen hat.

Im Übrigen wird durch einen Absatz auf der Rückseite des Buches suggeriert, dass es sich um eine „neue“ Protagonistin handelt. Tatsächlich hat die Autorin aber eine Cato-Isaksen-Reihe mit bislang zehn Bände geschrieben und Marian Dahle ist seit Band 6 die Partnerin von Cato Isaksen.


  • Fazit

Wer bis zur Mitte des Buches durchhält und  darüber hinwegsehen kann, dass der Protagonistin schwere Schnitzer unterlaufen, die sie normalerweise ihren Job kosten würden, der darf sich auf teils mehr, teils weniger überraschende Wendungen einstellen, die das Buch in der zweiten Hälfte zu einem soliden Krimi machen, für den ich 3,5 von fünf Eulen vergebe.

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Dieses eBook wurde mir zu Rezensionszwecken über NetGalley zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Aufgabe 48) Buch das in Dänemark, Schweden, Norwegen oder Finnland spielt


-> Norwegen

Daggi trifft … Buchmenschen beim Bloggerfrühstück von dotbooks, skoobe und Aufbauverlag

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Am Buchmesse-Samstag haben dotbooks, skoobe und der Aufbau-Verlag zum gemeinsamen Bloggerfrühstück eingeladen. Tim Sonderhüsken, Programmleiter bei dotbooks, begrüßte uns gut gelaunt und stellte die anwesenden Autoren und Verlagsmitarbeiter vor. Christine Seiler vom Aufbau-Verlag richtete ebenfalls ein paar Worte an uns, bevor Veronika von skoobe den Reader Icarus Illumina vorstellte. Der Illumina hat ein Android-Betriebssystem, wodurch alle Android-Leseapps installiert und genutzt werden können. Der Nutzer ist also nicht mehr an ein System oder einen Anbieter gebunden. Da ich keinen Reader besitze, sondern eBooks auf dem Tablet lese, wo ich sowohl die Kindle-App, als auch andere Lese-Apps installiert habe, ist das die ideale Lösung, wenn mein Tablet eines Tages den Geist aufgeben sollte.

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Danach hatten wir die Möglichkeit, mit den Autoren und Verlagsmitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Tanja Kinkel ist mir seit langer Zeit ein Begriff, allerdings habe ich kein Faible für historische Romane, so dass ich noch keines ihrer Bücher gelesen habe. Ich war neugierig, was die Autorin dazu veranlasst hat, ihre Geschichten bei einem ebook-Verlag zu veröffentlichen.

Tanja Kinkel erzählte mir, dass Tim Sonderhüsken ihr Lektor bei Droemer war und sie Beate Kuckertz ebenfalls aus deren Zeit bei Droemer kennt. Da im Printbereich keine Novellen mehr veröffentlicht werden, wollte sie die Möglichkeit eines eBooks nutzen, um etwas Neues auszuprobieren. Darüber hinaus hat sie vor rund 20 Jahren Romane veröffentlicht, die im Printbereich nicht mehr erhältlich sind, die dafür aber nun bei dotbooks als eBook angeboten werden. So erschien beispielsweise im März 2015 ihr historischer Roman „Die Schatten von La Rochelle“ bei dotbooks.  Auf der Buchmesse stellte sie außerdem ihr neues Buch „Schlaf der Vernunft“ vor, in dem es um die RAF geht.

Nach dem Kontakt zu ihren Lesern gefragt, erzählt sie, dass sie sich immer freut, wenn sie jemanden entdeckt, der gerade eines ihrer Bücher liest, ansprechen würde sie diese Personen jedoch nicht. Rund fünf Mal pro Jahr wird sie auf der Straße von Menschen angesprochen, die sie erkennen, auch darüber freut sie sich. Bei Lesungen pflegt sie den Kontakt zu ihren Lesern, weil sie dort Feedback zu ihren Geschichten erhält, gleiches gilt in den Sozialen Medien, wo sie bei Facebook und Twitter aktiv ist.

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Beate Kuckertz ist die Gründerin und Verlegerin von dotbooks, davor war sie zuletzt Verlagsleiterin in der Verlagsgruppe Droemer Knaur.

Im Interview erzählte sie mir von ihrer Überzeugung, dass Taschenbuch-Käufer auf eBooks umschwenken werden, was sie zu dem Entschluss gebracht hat, den eBook-Verlag dotbooks zu gründen. Rund die Hälfte des Verlagsprogrammes besteht aus älteren Print-Romanen, die nun als eBook neu aufgelegt werden, die andere Hälfte besteht aus Veröffentlichungen von neuen Autoren und Autoren, die etwas Neues ausprobieren möchten.

Wenn Beate unterwegs jemanden entdeckt, der ein Buch aus ihrem Verlag liest, dann wird diese Personen von ihr auch angesprochen. Sie fragt, wie das Buch gefällt und ob der Leser den Verlag kennt, erst dann gibt sie sich als Verlegerin zu erkennen. Sie hat viele positive und viele überraschte Reaktionen erhalten.

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Andrea Russo hat bereits bei verschiedenen Verlagen Bücher veröffentlicht. Bei dotbooks ist unter ihrem Pseudonym Juliane Albrecht der Roman „Möppelchensex“ erschienen.

Tanja von lesen und mehr und ich hatten beim Bloggerfrühstück die Möglichkeit, mit ihr und ihrem Mann zu sprechen. Dabei haben wir erfahren, dass ihr Mann sein Herz auf der Zunge trägt und daher – wenn er nach seiner Meinung gefragt wird – auch recht unverblümt sagt, was er denkt. Hin und wieder verarbeitete sie ihre Erlebnisse mit ihrem Mann in ihren Büchern. Er hat ebenfalls aus dem Nähkästchen geplaudert und erzählt, dass sie nicht auf den Punkt kreativ sein kann, sondern zum Schreiben „runter kommen“ muss.

Die beiden hatten auch ein paar witzige Anekdoten auf Lager, die unter anderem von Freunden handeln, die den Russos etwas erzählen, um kurz danach darauf hinzuweisen, dass man diese Geschichte dann bitte nicht in einem der Bücher wieder finden möchte. Auch sollte Andrea Russo auf der Shades of Grey-Welle mitschwimmen. „Kannst Du auch erotisch?“ lautete damals die Frage. Sie hat es versucht und hat festgestellt, dass sie es nicht konnte. Da sich ihre Bücher aber auch ohne Erotik gut verkaufen, war das überhaupt kein Problem.

Aktuell schreibt sie an einem neuen Frauenroman und recherchiert dafür ein wenig in der Blogger-Szene. Tanja und ich haben die Ehre, sie dabei zu unterstützen und ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt, was am Ende dabei heraus kommt.

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Das Bloggerfrühstück war leider viel zu kurz, um mit allen Autoren zu sprechen, aber am Ende hat es immerhin noch für ein Foto mit Kirsten Rick und Patrick Hinz gereicht, daher möchte ich Euch die beiden Autoren wenigstens noch vorstellen.

Kirsten Rick hat bei dotbooks bereits mehrere Kurzgeschichten verfasst. 2014 erschienen beispielsweise „Maria räumt auf“ und „Ausgestochen! Eine Plätzchengeschichte.“

Patrick Hinz ist Mitautor des Buches „Liebe lernen – ein Beziehungskurs“, das 2011 erschienen ist und sich mit dem Thema Beziehung und Familie befasst. Bei dotbooks veröffentlichte er im Mai diesen Jahres seinen melancholisch-humorvollen Debütroman „Ich bin Paul“.

SuB ~ Zuwachs

 

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Es ist soweit, ich darf mir keine weiteren Bücher zuladen. Der „Worst Case“, den mein Vater bereits vorausgesagt hat, ist eingetreten. Die Bücher, die ich am Sonntag auf das Regal gelegt habe, waren dann zuviel, das Regal ist aus der Verankerung in der Wand gerissen und herunter gestürzt. Da ich gerade davor stand, konnte ich das Regal noch ein wenig abfangen, so dass es zumindest nicht auf oder in unseren Fernseher gefallen ist, mein Arm hat nun natürlich ein wenig gelitten, aber ich muss zugeben, dass mir das lieber ist, als dass der Ferneher nun kaputt ist.

Vor diesem „Unfall“ sind aber wie gesagt noch einige Bücher bei uns eingezogen:

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Dieses Buch habe ich bei der Verlosung von Katharina gewonnen.

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Und auch dieses Buch war ein Gewinn, dieses Mal bei Nadine.

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Vor einigen Tagen habe ich Euch über Instagram bereits berichtet, dass bei Thalia wieder Taschenbuchmarkt ist, jedes Taschenbuch 3,99 Euro bzw. ab vier Büchern nur noch 2,50 Euro pro Buch.

Ich hatte nur eine Stunde Zeit, viel zu wenig, um alles durchzusehen, aber diese vier Bücher waren schon mal mein:

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Die Bücher von Britta Sabbag stehen schon länger auf meiner Wunschliste und so habe ich mich sehr über den Fund von Pinguinwetter gefreut.

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Am verkaufsoffenen Sonntag hatte ich dann noch einmal die Möglichkeit, etwas zu stöbern und habe mir vor allem die Kinder- und Jugendbücher aus dem Carlsen Verlag angesehen, die für 2 Euro pro Buch verkauft wurden. Außer den beide habe ich noch drei weitere Bücher für meine Kids entdeckt. Und einen Dühnfort-Fall, den ich auch noch nicht gelesen habe :)

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Zum Geburtstag hatte ich unter anderem einen Thalia-Geschenkgutschein von unserern Nachbarn bekommen, die wissen, dass ich im Auto viele Hörbücher höre. Nach dem ersten Fall von Ray und Phil war klar, dass ich die Fortsetzung davon unbedingt kaufen muss. Und auch Elch Scheisse hat es mir einfach angetan, ich bin sehr gespannt auf die beiden Hörbücher.

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