Schlagwort-Archive: Barbara Leciejewski

Der Altweibersommer kommt

Altweibersommer, so nennt man die Zeit, die nun langsam naht. Das Wort „Weiben“ ist übrigens ein altdeutscher Ausdruck und bezeichnet das Knüpfen von Spinnweben. Wenn es nun langsam kühler wird nachts, dann setzt sich schon gelegentlich Tau auf den Spinnweben ab. Habt ihr euch die glitzernden Spinnfäden mal angesehen, wenn die Sonne darauf scheint? Ein bisschen wirken sie doch dann wie die angegrauten Haare von älteren Frauen. Ein bisschen was hat der Altweibersommer dann wohl doch mit alten Weiber zu tun.  Und genau die Suche ich heute!


Meine Fragen an euch:

Welche Bücher in denen der Protagonist / die Protagonistin jenseits der 40 ist, habt ihr in letzter Zeit gelesen? Welche Bücher in eurem Regal haben ein passendes Cover? In welchem Buchtitel in eurem Regal ist ein passender Begriff zu finden?

Eure Antworten dürft ihr gerne in den Kommentaren posten.

Stellt uns die Bücher kurz vor und sofern ihr Rezensionen zu diesen Büchern veröffentlicht habt, freuen wir uns über die Links.

Ihr habt nun zwei Möglichkeiten. Entweder postet ihr eure Antworten unter diesem Artikel in den Kommentaren

oder

  • ihr bloggt bis zum 20. September 2018 zu dieser Frage
  • verlinkt meinen Artikel
  • postet euren Link hier in den Kommentaren
  • und erhaltet ein Los für die Challenge
  • wenn ihr den Beitrag in den sozialen Medien teilt, freue ich mich, wenn ihr den #buechersommer verwendet

Mein Vorschlag zu diesem Thema ist

Versuchen wir das Glück von Barbara Leciejewski

Helene „Lene“ Thomas ist Ende 40, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Ihr Mann, ein Unternehmensberater, betrügt sie mit seiner wesentlich jüngeren Assistentin.

Ludwig Breuer ist ein Jahr älter als Helene. Er hat seinen Traum, Journalist zu werden und aus den Krisengebieten der Welt zu berichten, verwirklicht.

Als Helene auf dem Münchner Hauptbahnhof auf ihre Jugendliebe Ludwig trifft, ist die Magie zwischen ihnen sofort wieder spürbar, zaghaft zwar noch, aber ausreichend genug, um sich nicht direkt wieder zu trennen sondern zusammen einen Kaffee trinken zu gehen. Sie erzählen sich, was in den letzten 25 Jahren passiert ist, erinnern sich daran, wie unzertrennlich sie waren und wie es trotzdem zum Scheitern ihrer Beziehung kam. Sie blicken sich in die Augen, sie berühren sich – zunächst schüchtern  – und am Ende des Nachmittags steht die Frage „Versuchen wir das Glück“.


Landeierforschung von Karin Spieker

Die Autorin hat (überwiegend) sehr liebenswürdige Haupt- und Nebencharaktere gezeichnet und insbesondere Anne die Möglichkeit gegeben, sich neu zu entdecken. Die Handlung selbst ist sehr humorvoll gestaltet. Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre es, dass ich es nicht authentisch finde, dass Anne und Mike überall schnell Anschluss finden. Ich bin selbst auf dem Dorf groß geworden und habe die Erfahrung gemacht, dass Fremde erstmal mit Abstand genossen werden. Im Urlaub wiederum bin ich auch auf dem Land auf Offenheit und Herzlichkeit gestossen, aber dann doch eher in Regionen, in denen Tourismus vorherrscht. Aber das ist, wie oben erwähnt, ein schon fast erzwungener Kritikpunkt.


Memories of your Smile- Ein Song für Jessica von Tamara Leonhard

9&preview=true

Die Britin Jessica Preston ist 43 und arbeitet als Professorin an der Uni in Berlin. Auf die Ausschreibung ihrer Assistenz-Stellte hat sich unter anderem Tim beworben, der nicht nur zu spät zum Vorstellungsgespräch kommt, sondern auch ein lockeres Mundwerk an den Tag legt. Der 29-jährige hat einige Jahre in Großbritannien gelebt und gearbeitet, was für ihn spricht. Allerdings hat Tim eher eine Karriere als Singer-Songwriter anvisiert, als den Rest seines Lebens im Vorzimmer einer Professorin zu verbringen.

Doch Jessica fasziniert ihn und auch umgekehrt kehren Jessicas Gedanken immer wieder zu dem Bewerber zurück, der offenbar versucht hat, mit ihr zu flirten. Nachdem Tim sich von ihrer Erwartungshaltung an seine künftigen Aufgaben nicht abschrecken lässt, erhält er eine Zusage. Jessica ist gefesselt von seiner kessen Art, doch die Tatsache, dass sie langsam Gefühle für den so viel jüngeren Mann entwickelt, schiebt sie genauso weit von sich, wie den vagen Eindruck, dass auch er möglicherweise mehr für sie empfinden könnte. Tim hingegen ist sich absolut im Klaren darüber, dass er sich verliebt hat, zweifelt aber daran, dass sich seine Chefin wirklich für ihn interessieren könnte. Er schreibt einen Song für sie, in dem er seine Gefühle zum Ausdruck bringt.

Tamara Leonhard hat sich intensiv mit dem Altersunterschied der beiden Protagonisten auseinandergesetzt. Aus meiner Sicht hat sie die Bedenken und Vorbehalte authentisch herausgearbeitet, denn sie hat die Themen aufgegriffen, die auch mich, die ich in Jessicas Alter bin, an deren Stelle beschäftigt hätten. Trotz dieser etwas schweren Thematik ist dem Roman die Leichtheit nicht abhanden gekommen.


Ein Sixpack zum Verlieben war mein erstes Buch von Rike Stienen und was habe ich es geliebt.

Laura soll ihren 42. Geburtstag mit dem Schwiegermonster und deren Freundinnen verbringen.

Kurzerhand fährt sie nach Köln und landet bei den Sixpackboys auf der Bühne. Humorvoll, romantisch, kitschig, schön….

Eines meiner Lieblingsbücher ist E-Book Spring Deal bei acabus

Diesen Beitrag kennzeichne ich als #Werbung, weil ich ein Aktionsbuch vorstelle. Allerdings wurde ich für den Artikel nicht bezahlt und ich habe keine Gegenleistung dafür erhalten.

 

Eines meiner Lieblingsbücher ist „In all den Jahren“ von der wunderbaren Barbara Leciejewski. Und genau dieses Buch ist E-Book Spring Deal beim Acabus Verlag.

Noch bis zum 24. April 2018 ist das eBook überall zum Sonderpreis für 1,99 EUR erhältlich.

„In all den Jahren“ ist ein ganz außergewöhnliches Buch mit tollen Figuren, das alles anspricht, was einem Menschen im Laufe eines Lebens begegnen kann, Freundschaft, Liebe, Erfolg, Misserfolg, Krankheit, Tod, Fremdenhass, Alzheimer, sogar eine nervige Nachbarin trägt ihren Teil zum Gelingen der Geschichte bei. Ich konnte Schmunzeln, ich habe geweint, ich habe gelitten und ich wurde auf die Folter gespannt. Der Schreibstil von Barbara Leciejewski hat mir das Gefühl gegeben, dass ich noch ewig weiterlesen könnte. Mehr kann man von einem Buch nicht erwarten.

Wer nun neugierig geworden ist, den verweise ich gerne auf meine Rezension.

Versuchen wir das Glück von Barbara Leciejewski

Versuchen wir das Glück
von Barbara Leciejewski
erschienen am 3. Oktober 2017
bei Tinte und Feder


Von dieser Autorin habe ich gelesen:


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Helene „Lene“ Thomas ist Ende 40, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Ihr Mann, ein Unternehmensberater, betrügt sie mit seiner wesentlich jüngeren Assistentin.

Ludwig Breuer ist ein Jahr älter als Helene. Er hat seinen Traum, Journalist zu werden und aus den Krisengebieten der Welt zu berichten, verwirklicht.

Als Helene auf dem Münchner Hauptbahnhof auf ihre Jugendliebe Ludwig trifft, ist die Magie zwischen ihnen sofort wieder spürbar, zaghaft zwar noch, aber ausreichend genug, um sich nicht direkt wieder zu trennen sondern zusammen einen Kaffee trinken zu gehen. Sie erzählen sich, was in den letzten 25 Jahren passiert ist, erinnern sich daran, wie unzertrennlich sie waren und wie es trotzdem zum Scheitern ihrer Beziehung kam. Sie blicken sich in die Augen, sie berühren sich – zunächst schüchtern  – und am Ende des Nachmittags steht die Frage „Versuchen wir das Glück“.


  • Meine Gedanken zur Geschichte

Als ich mit diesem Buch begonnen hatte, hatte ich keine Vorstellung davon, wie sehr es mich berühren würde, zwischendurch habe ich mich gefragt, wie Barbara Leciejewski es schafft, mich so in den Bann der Geschichte zu ziehen, obwohl die beiden Protagonisten einen größeren Teil des Buches nur an einem Tisch in einer Bahnhofsgaststätte sitzen und reden und am Ende war ich einfach sprachlos und absolut begeistert.

Diese Kapitel, die in der Gegenwart in einer Bahnhofsgaststätte spielen, sind so unspektakulär und ruhig und dennoch konnte ich nicht erwarten, zu erfahren, wie es mit Helene und Ludwig weiter geht. Im Wechsel dazu erzählt die Autorin von der gemeinsamen Vergangenheit der beiden, von ihrem Kennenlernen, ihrer tiefen Freundschaft, ihrer Beziehung und dem jähen Ende der großen Liebe. Diese Kapitel sind sehr abwechslungsreich und Barbara Leciejewski nimmt oft Bezug auf reale Ereignisse wie den Fall der Mauer oder das Geiseldrama von Gladbeck, aber auch hier hat sie die eher nachdenklichen und leisen Töne gewählt. Es gibt meiner Meinung nach einen einzigen Paukenschlag und selbst der ist in wenigen ruhigen Worten abgehandelt.

Die beiden Protagonisten stehen in der Mitte ihres Lebens und so geht die Autorin in dieser Geschichte auch ganz gezielt auf die zwischenmenschlichen Sorgen und Nöte dieser Altersgruppe, wie zum Beispiel das Bedürfnis, nach einer Trennung nicht allein sein zu wollen, ein. Darüber hinaus haben sowohl Helene als auch Ludwig mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und auch diesen Themen nähert sich Barbara Leciejewski behutsam an.

„Versuchen wir das Glück“ ist kein Liebesroman, den man einfach zwischendurch weglesen kann. Es ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die noch einmal dort beginnen könnten, wo sie vor 25 Jahren aufgehört haben, mit den gleichen Unwegsamkeiten wie damals, aber mit 25 Jahren mehr Lebenserfahrung.

Barbara Leciejewski hat es geschafft, mit einem völlig unaufgeregten Schreibstil ein wunderbares Buch zu schaffen, das mich bezaubert und tief beeindruckt hat. „Versuchen wir das Glück“ ist für mich ein Jahreshighlight 2017 und wenn es möglich wäre, würde ich mehr als die fünf von fünf Eulen vergeben.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Klusi.

Dieses Buch wurde mir über Netgalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Die Nächte, die Tage und das ganze Leben von Barbara Leciejewski

 

Die Nächte, die Tage und das ganze Leben
von Barbara Leciejewski
erschienen am 14. Februar 2017
bei Montlake Romance


Von dieser Autorin habe ich gelesen:


  • Inhalt

Stefanie „Fanni“ Silas ist gerade mit ihren Freundinnen Emma und Lore auf dem Winter-Tollwood unterwegs ist, wo sich Kunst-Stände, Festivalgastronomie und Kulturprogramm aneinander reihen. Als sie das Zelt einer Hellseherin entdeckt, beschließt sie, ihren Standpunkt, dass Hellseherei kompletter Unsinn ist, mit Fakten zu untermauern.

Sie spricht einen ihr völlig Fremden an und bittet ihn, sich mit ihr zusammen als Paar auszugeben um die Schwindelei aufzudecken. Da die Freundin den Angesprochenen einverstanden ist, ziehen Fanni und Horst, so der Name des Mannes, los.

Doch was als Spaß beginnt, endet in Chaos, denn als die beiden zurück kommen, wurde ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt und von nun an befinden sie sich auf einer Liebesfahrt die zunächst ganz nach oben und dann im freien Fall nach unten führt.


  • Protagonisten

Fanni, Lore und Emma und haben sich vor elf Jahren kennengelernt. Fanni hält sich mit Jobs wie Mediengestalterin, Projektmanagerin und Postkartentexterin über Wasser. Vor einiger Zeit hat sie sich ein weiteres Standbein geschaffen und schreibt unter einem Pseudonym Erotikromane. Sie ist spontan und bringt sich dadurch gerne mal in unmögliche Situationen.

Lore interessiert sich für Astrologie und alternative Heilmethoden und arbeitet als Erzieherin. Sie ist zurückhaltend und liebenswert.

Emma ist bei einem Radiosender beschäftigt. Sie ist die Bodenständige und Souveräne, kann sich durchsetzen, ist aber immer sachlich und freundlich.

Horst, genannt Nat, hat Musik studiert und schlägt sich als Barpianist und Klavierlehrer durch. Die Autorin arbeitet in diesem Zusammenhang viel mit den Liedern des Great American Songbook.


  • Gedanken zum Buch

Der Klappentext zeigt eigentlich viel zu wenig von dem, was wirklich in diesem Buch steckt. Meiner Meinung nach lässt er eher auf eine heitere Liebesgeschichte schließen, die, recht unrealistisch, damit beginnt, dass zwei Menschen eine Hellseherin auf die Probe stellen wollen und sich innerhalb kürzester Zeit verlieben.

Doch der neue Roman von Barbara Leciejewski ist so viel mehr. Er handelt von Freundschaft und Liebe, von einem Gefühl von himmelhochjauchzend bis zum totalen Absturz in die Depression. Die Geschichte ist teils humorvoll, teils tragisch und zeigt, wie Intrigen und Missverständnisse einen Menschen völlig aus der Bahn werfen können und wie wichtig echte Freunde sind.

Barbara Leciejewski hat mir mehr als einmal ein beklemmendes Gefühl in der Brust verschafft, wenn ich mit Fanni gelitten habe und genau so war ich befreit, wenn es ihr gut ging. Ich hatte kein Kribbeln im Bauch, aber das war auch gar nicht nötig, ich bin selig und zufrieden eingeschlafen, nachdem ich das Buch innerhalb weniger Stunden beendet hatte.

Von mir gibt es fünf von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Eine weitere Meinung findet ihr bei Patrizia.

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

picsart_11-27-12-38-29

25) ein Buch eines Autors, dem / der Du Dich regional verbunden fühlst Barbara Leciejewski ist in der Nähe von Kaiserslautern geboren.

Liebe auf den ersten Chat von Barbara Leciejewski

P1090153

Liebe auf den ersten Chat
von Barbara Leciejewski
erschienen am 13. Januar 2016
bei feelings


Von dieser Autorin habe ich gelesen:


  • Inhalt

LadyChatterly und MrNiceGuy haben sich über ihre Leidenschaft für Bücher und Filme in einem Internetforum kennengelernt und chatten seither mehr oder weniger regelmäßig miteinander. Aus einer stillen Übereinkunft heraus geben beide nur so viel von sich preis, wie es für ihre tiefe, aber eben virtuelle Freundschaft notwendig ist.

Charlotte, wie LadyChatterly im echten Leben heißt, erhält durch Zufall die Chance, ihren Lieblingsschauspieler Jonas Förster kennenzulernen und stellt fest, dass er trotz seiner Prominenz auf dem Boden geblieben ist und sehr gut auf den Rummel um seine Person verzichten könnte. Die beiden verbringen einen ganzen Tag miteinander und am Ende ist Charlotte sich sicher, dass sie sich verliebt hat, doch was will ein Mann wie Jonas mit einer grauen Maus wie ihr.

Also kehrt sie dorthin zurück, wo sie sich sicher fühlt, in den Chat mit MrNiceGuy, wo die beiden Glück und Leid teilen. Und dann wäre da immer noch das Versprechen „Wenn wir uns jemals richtig verabreden, dann in Paris bei Nacht und im Regen“.

  • Protagonisten

Charlotte liebt Bücher, sie arbeitet in einer Buchhandlung in München und in ihrer Freizeit liest sie Manuskripte ihrer Kunden, die sie um ihre Meinung bitten. Ihr Bruder ist Autor und ausgestiegen, um unter Obdachlosen für sein neuestes Projekt zu recherchieren. Sie mag die Serien und auch die meisten Filme, die Jonas Förster gedreht hat und gehört seinem Münchner Fanclub an. Im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern des Fanclubs ist das für sie aber keine Schwärmerei für den Mann, sondern nur Interesse an dem Schauspieler.

Jonas Förster ist gerne Schauspieler. Aber rote Teppiche sind ihm zu wider und PR-Termine nimmt er nur wahr, weil seine Managerin ihm keine Wahl lässt. Er hat seinen Freundeskreis, trifft sich auch gerne mit diesen Menschen, kämpft aber ständig darum, in der Öffentlichkeit nicht erkannt zu werden. Unter seiner Prominenz leider er eher, als dass sie ihm gut tut. Während seine Eltern nur erahnen, was da in ihm vorgeht, steht seine wesentlich jüngere Schwester ihm zur Seite und begleitet ihn auch zu öffentlichen Auftritten. Jonas Förster ist MrNicyGuy und damit verrate ich kein Geheimnis, denn das erfährt der Leser bereits auf den ersten Seiten.  Im Chat kann er er selbst sein und muss sich vor niemandem verstecken, er muss lediglich aufpassen, nicht zuviel über sich zu verraten, damit seine Chatpartnerin nicht doch herausfindet, wer er ist.

  • Meine Gedanken zum Buch

Wieder einmal konnte mich Barbara Leciejewski überzeugen. Sie hat einen wunderbaren Schreibstil, der mich auch in diesem Buch in den Bann gezogen hat. Die Autorin hat mich zum Schmunzeln gebracht und mich emotional angesprochen, ich habe in Szenen der Annäherung ein Kribbeln verspürt, genau so wie ich mit Charlotte in einer schlimmen Stunde gelitten habe.

Die beiden Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen und die Schauplätze, an denen die beiden sich bewegen, habe ich bildlich vor mir gesehen. Sie konnten mich überzeugen, ihre Handlungen waren authentisch, so dass ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte genau so abgelaufen sein könnte

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mit einem anderen Ende gerechnet, Stichwort „Paris bei Nacht und Regen“, doch auch dieses Ende hat mich absolut befriedigt zurück gelassen, so dass ich gerne fünf von fünf Eulen vergebe.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Eine weitere Meinung findet ihr auf Unsere kleine Bücherwelt.

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

In all den Jahren von Barbara Leciejewski

PicsArt_01-16-01.22.00

In all den Jahren
von Barbara Leciejewski
erschienen am 28. September 2015
im acabus Verlag


Von dieser Autorin habe ich gelesen:


  • Inhalt

Die Geschichte beginnt im Jahr 1990 als Elsa und Finn sich im Treppenhaus kennen lernen. Nach und nach werden sie zu besten Freunden und verbringen die nächsten zwanzig Jahre miteinander. Manchmal sehen sie sich öfters, manchmal weniger oft, manchmal sind sie Single, manchmal liiert, manchmal wohnen sie Tür an Tür, manchmal sind sie durch einen Ozean getrennt, meist sind sie ein Herz und eine Seele, manchmal zoffen sie sich aber auch ordentlich.

Sie lieben sich – als Freunde – und nicht einmal die eine Nacht, die sie in all den Jahren miteinander verbringen, kann das zerstören, denn als sie am Morgen aufwachen, steht fest, es soll alles bleiben, wie es ist. Aber wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Als Elsa und Finn sich kennenlernen, ist Elsa Mitte 20 und Finn fast 30. Sie ist eine recht unbekannte Synchronsprecherin mit Schauspielausbildung, Finn hat sich als Künstler einen kleinen Namen gemacht.

Ich mochte die beiden vom ersten Moment an sehr gerne, weil sie als absolut liebenswerte Menschen gezeichnet sind. Da die beide eine Entwicklung über einen Zeitraum von zwanzig Jahren durchmachen und über der Leser sie begleitet, hatte ich am Ende das Gefühl, dass nicht nur die beiden Protagonisten sich in- und auswendig kennen, sondern dass sie auch mir sehr vertraut sind

Das Buch lebt natürlich auch von den unterschiedlichen Nebenfiguren: den Freunden David und Maria, Finns Mutter und seinem Bruder mit Familie, Edda, die ältere Dame, die so gern aus ihrem Leben erzählt, Norbert, Elsas väterlicher Freund, aber auch von Elsas Eltern, die sich schon seit Jahren mehr für Freunde und Reisen begeistern können, als für das Leben ihrer Kinder.

Der Leser begleitet die beiden Protagonisten über einen Zeitraum von 1990 bis 2010. Das Buch ist so aufgebaut, dass jedes Kapitel einen Zeitraum von einem Jahr einnimmt. Es gibt Jahre, in denen passiert viel, dann sind die Kapitel etwas länger, oder es passiert weniger, dann sind die Kapitel ein wenig kürzer und die Handlung etwas komprimierter.

Im Laufe der zwanzig Jahre lernt der Leser Finns Familie und seine Freunde genauso kennen wie Elsas Familie und Freunde und natürlich erleben wir mit, wie die beiden sich einen gemeinsamen Freundeskreis aufbauen, neue Leute kennen lernen, in Beziehungen hinein- und auch wieder hinausschlittern. Elsa und Finn verstehen sich blind und wissen, was der andere denkt und begleiten sich gegenseitig durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in München, aber Elsas Wurzeln liegen in Mannheim, Finns in Schottland und beruflich verschlägt es Elsa durch Deutschland und Finn bis in die USA, so dass auch andere Schauplätze eine Rolle in diesem Buch spielen.


  • Meine Meinung zum Buch

Barbara Leciejewski hat mich mitgenommen auf eine Reise, die nicht nur für die Protagonisten eine Berg- und Talfahrt war, sondern auch für mich als Leser. Ich habe mich über so viele wunderbare Momente im Leben von Finn und Elsa gefreut, hatte Tränen in den Augen als jemand starb, der Elsa so wichtig war und habe gelitten, wann immer die beiden Protagonisten sich gestritten haben.

Die Autorin hat es geschafft, ihre beiden Hauptfiguren getreu ihrem Alter weiterzuentwickeln, hat Zeiten übersprungen, wann immer es notwendig war und hat wichtige Zeitpunkte in beider Leben ausführlich beschrieben, ohne, dass ich je das Gefühl hatte, dass die Geschichte langatmig wird.

Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Autorin „echte“ Geschehnisse aus diesen zwanzig Jahren hat in die Geschichte einfließen lassen. Dies fällt gleich zu Beginn auf, als Elsa ihren Lohn in DM berechnet oder als Deutschland 1990 Fußballweltmeister wird, behandelt aber beispielsweise auch den Brandanschlag von Solingen in den 90er Jahren und die Terroranschläge von 2001, sowie weitere Erlebnisse, wie z.B. die WM 2006 in Deutschland.

Ich habe einige Seiten gebraucht, bis ich mich in die Geschichte eingelesen habe, aber danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich um 2 Uhr morgens auf der letzten Seite angekommen bin. Dann habe ich es mit einem tiefen Seufzer zur Seite gelegt und war traurig, dass es schon zu Ende war – und das, wo ich doch nach der Hälfte des Buches kurz darüber nachgedacht habe, was noch alles passieren kann und womit man die kommenden 200 Seiten noch füllen soll.


  • Fazit

„In all den Jahren“ ist ein ganz außergewöhnliches Buch mit tollen Figuren, das alles anspricht, was einem Menschen im Laufe eines Lebens begegnen kann, Freundschaft, Liebe, Erfolg, Misserfolg, Krankheit, Tod, Fremdenhass, Alzheimer, sogar eine nervige Nachbarin trägt ihren Teil zum Gelingen der Geschichte bei. Ich konnte Schmunzeln, ich habe geweint, ich habe gelitten und ich wurde auf die Folter gespannt. Der Schreibstil von Barbara Leciejewski hat mir das Gefühl gegeben, dass ich noch ewig weiterlesen könnte. Mehr kann man von einem Buch nicht erwarten. „In all den Jahren“ ist auf jeden Fall schon im Januar ein Lesehighlight des Jahres und ich vergebe natürlich fünf von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule


Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Ina.

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.