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Blog´nTalk – im Gespräch mit Andreas Gruber

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Die Verlagsgruppe Random House hat auch in diesem Jahr wieder eine bunte Truppe von Bloggern zum traditionellen Blog´nTalk eingeladen.

Im September habe ich Todesmärchen gehört, das neueste Buch vom österreichischen Autor Andreas Gruber. Das Hörbuch hat mich begeistert und wie es der Zufall so wollte, habe ich bei der Interview-Challenge die Möglichkeit erhalten, mit Andreas Gruber zu sprechen.

Andreas Gruber ist in Wien geboren und in Niederösterreich aufgewachsen. Bereits als Teenager hat er sein Faible für Thriller entdeckt und unter anderem am liebsten Stephen King gelesen.

Sein Arbeitstag ist durchstrukturiert. Für gewöhnlich steht er um halb sieben Uhr morgens auf, setzt sich um 7 Uhr an den PC und arbeitet an seinen Büchern. Er verzichtet zunächst darauf, eMails zu lesen, oder surfen, weil die Gefahr besteht, dass er die Zeit vergisst. Wer kennt das nicht? Deshalb legt er gegen 11 / 12 Uhr eine Pause von der Arbeit am Buch ein und beantwortet dann auch eingegangene Mails. Ein Arbeitstag endet für ihn um 19 Uhr, denn dann kommt seine Frau nach Hause.

Natürlich hat auch Andreas Gruber seine Abneigungen und Eigenheiten. Unzuverlässigkeit und Arroganz mag er bei Anderen gar nicht und auf die Frage, was andere Menschen an ihm stört, gab er zu, dass er sehr unflexibel und pedantisch ist, Planung und Struktur sind ihm sehr wichtig.

Andreas Gruber schreibt seit 1996 und hat sich schon immer mit anderen Autoren ausgetauscht, unter anderem gehört er der Autorengruppe „Das Syndikat“ an, in der sich in den letzten 30 Jahren rund 750 deutschsprachige Krimi- und Thrillerautoren zusammen gefunden haben.

Sein Lebensmotto lautet (frei nach dem Nobelpreisträger Alexis Carrel)

Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern dem Jahr mehr Leben geben.

Daggi trifft … Frank Behrendt – Mein Gespräch mit einer Rampensau

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Es gibt Buchmesse-Begegnungen, die bleiben einem in Erinnerung. 2014 war das ganz klar der britische Autor David Nicholls, der mich so bewegt hat, dass ich meinen eigenen Namen nicht mehr auf Englisch buchstabieren konnte. Aus 2015 ist mir Timothy Sonderhüsken, Programmleiter von dotbooks, in Erinnerung geblieben als menschgewordener Flummy, der die Menschen begeistern kann. Und in diesem Jahr? Es ist mein Interview mit Frank Behrendt, einem der bekanntesten Kommunikationsberater Deutschlands, das bei mir Eindruck hinterlassen hat.

Kommunikationsberater, Top-Manager (das schreibt stern.de), Vollblut-Verkäufer aus Leidenschaft (das schreibt er über sich), kein Wunder also, dass dieser Mann gut reden kann. Doch es sind keine Phrasen, die er von sich gibt, er ist ein Geschichtenerzähler, einer, dem man einfach zuhören muss und dem man sich nicht entziehen kann. Was machten die Zuhörer auf seiner Lesetour wohl für ein Gesicht, als er ihnen auf verkündete „Ich lese nicht“, bevor er ein „ich erzähle ihnen nur Geschichten“ hinterher schob. Vermutlich hat er sie im ersten Moment verblüfft. So wie mich, nachdem ich ihn gefragt habe, was ihn an anderen Menschen stört und er sein e Antwort „Schlechte Laune“ mit dem Nachsatz, dass er einen Mitarbeiter, der negative Energie verbreitet, rausschmeisst, versehen hat.

An dieser Stelle musste ich zunächst schlucken, doch dann haben wir uns eine gefühlte Ewigkeit über zufriedene Mitarbeiter unterhalten und darüber, wie ein unzufriedener Mitarbeiter die Kollegen herunter zieht und mir ist schnell klar geworden, worum es Frank Behrendt geht, wenn er so handelt. Gebt es zu, ihr denkt gerade darüber nach, welchen von euren Kollegen es erwischen würde. Ihr dürft dazu stehen, es ging mir so und auch jedem anderen, dem ich bislang davon erzählt habe. Oder seid ihr gar selbst jemand, der schlechten Einfluss auf das Betriebsklima ausübt?

Dann solltet ihr darüber nachdenken, zum Buch von Frank Behrendt zu greifen. „Liebe dein Leben und NICHT deinen Job“ lautet der Titel. Grundlage für dieses Buch waren seine „10 ernsthaften Ratschlägen wie man lockerer durchs (Berufs)Leben kommt“, die im vergangenen September im Magazin CLAP, dem „People-Magazin der Kommunikationsbranche“ erschienen sind. CLAP hat die Ratschläge einige Tage später online gestellt. „Zum Ausdrucken und an die Cheftüre nageln.„. Bislang habe ich erst einige Kapitel des Buches gelesen und nein, auch Frank Behrendt hat das Rad nicht neu erfunden, er betont im Buch auch, dass es zehn Ratschläge sind, durch die er persönlich es schafft, gelassen zu sein. Aber das, was ich bisher gelesen habe, macht mir wieder einmal deutlich, auf was ich achten sollte und was ich ändern müsste, damit ich weniger gestresst durchs Leben gehe. Das schreibe ich bewusst im Konjunktiv, denn natürlich ist mir klar, dass so etwas nicht von heute auf morgen funktioniert und wahrscheinlich auch ein Kampf mit dem inneren Schweinehund ist.

Wenn ihr euch das Buch zugelegt habt, dann passt bitte auf, wo ihr es lest. Erwischt euch Frank Behrendt nämlich mit dem Buch in der Hand, dann könnt ihr es vergessen, auch nur eine weitere Seite zu lesen. So zumindest ging es der Frau, die kürzlich in einem Flugzeug sein Buch gelesen hat. Er hat sich neben sie gesetzt und die beiden haben sich während des ganzen Fluges unterhalten. Nicht über das Buch, erzählt er, sondern über das Leben. Wenn Frank Behrendt jemanden mit seinem Buch sieht, sind das Glücksmomente für ihn und dann macht er das, was er so gut kann: Kommunizieren,  um mehr über die Menschen zu erfahren.

Kommunizieren ist auch ein Stichwort für die Antwort auf meine nächste Frage: „Was stört andere an Frank Behrendt?“ Dass er schnell redet, kommt es prompt. Das kann ich sogar nachvollziehen. Er redet so schnell und so viel, dass ich gar nicht mehr mitschreiben kann und wenn ich ehrlich bin, auch gar nicht will. Denn wenn ich mitschreibe, kann ich ihm nicht voll konzentriert zuhören, dann verpasse ich etwas und das möchte ich auf keinen Fall. Um ehrlich zu sein, Frank Behrendt überfordert meine Multitaskingfähigkeit und ich bereue es ein wenig, noch nie darüber nachgedacht zu haben, ein Interview aufzuzeichnen. Was er erzählt, reißt mich mit und diesem Moment tritt die Tatsache, dass ich über das Interview schreiben wollte, etwas in den Hintergrund.

„Und dass ich den ganzen Tag gute Laune habe.“ ergänzt Frank Behrendt. Er zeigt mir ein Interview, das er gegeben hat und das gerade in einem Printmedium erschienen ist. Dort lese ich, dass Frank Behrendt über Frank Behrendt sagt, er könnte ihn nicht den ganzen Tag ertragen. Ich frage mich, ob er anstrengend ist, diesen Mann den ganzen Tag um sich zu haben. Oder ist es eher mitreißend? Gerne würde ich jemanden dazu befragen, der schon einmal mit Frank Behrendt zusammengearbeitet hat. Wie ist es, wenn da jemand ist, der immer ein Lachen im Gesicht hat, der gute Laune versprüht, der frei Schnauze sagt, was er denkt? Wie ist es, einen Chef zu haben, der, gerne im goldenen Dress, wie er in seinem Buch schreibt, die Bühne erklimmt und Howard Carpendale singt? Frank Behrendt geht davon aus, dass ihn das seinen Mitarbeitern näher bringt, ihn anfassbar macht und dafür sorgt, dass er sich selbst nicht zu wichtig nimmt.

Frank Behrendt, die Rampensau? Ja, das ist er wohl, vielleicht auch ein Selbstdarsteller, das muss man wahrscheinlich auch ein Stück weit sein in diesem Job. Aber was er sagt, klingt für mich authentisch und er ist offensichtlich auf dem Boden geblieben. So bringt er beispielsweise seine Kinder morgens in die Schule oder in die KiTa, wie er in einem Interview verraten hat, Und anstatt in einem Hotel zu übernachten, setzt er sich nach einem langen Messetag gegen 23 Uhr ins Auto, um von Frankfurt nach Köln zu fahren, dort morgens um 2 Uhr anzukommen, kurz zu schlafen und das „nur“, um mit seinen Kindern am Frühstückstisch zu sitzen, bevor er wieder zurück nach Frankfurt fährt. Ein absoluter Familienmensch eben.

Verdammt sympathisch, dieser Frank Behrendt.


Auch Frau Pixel hat die Möglichkeit genutzt, mit Frank Behrendt zu sprechen, welche Fragen sie ihm gestellt hat, könnt ihr hier nachlesen:

BlognTalk: Sachbuchautor Frank Behrendt im Interview

Daggi trifft … Autoren und Büchermenschen beim Blog´n´talk auf der Random House Plaza

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Beim Blog´n´Talk auf der Random House Plaza haben sich in diesem Jahr sehr viele Autoren eingefunden, die ich teilweise nur vom Namen und teilweise gar nicht kannte. Aber gerade das hat das Treffen sehr spannend gemacht.

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Denn so habe ich Angelique Mundt kennen gelernt. Ihr zweiter Krimi „Denn es wird kein Morgen geben“ ist der zweite Teil einer der Serie um die Psychotherapeutin Tessa Ravens und Hauptkommissar Torben Koster, der Roman im März 2015 bei btb erschienen.

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Victoria Schwartz hat sich dafür entschieden, nebenberuflich Menschen zu beraten, die Opfer von Fakes im Internet wurden und hilft ihnen bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse. Ihr Buch „Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde – Das Phänomen Realfakes“ erschien am 19. Oktober 2015.

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Jeder teilnehmende Blogger hat mit seiner Einladung auch eine Vorlage für ein Kurzinterview erhalten. Darauf waren jeweils der Name des zu interviewenden Autors, sowie zwei Fragen notiert.

Als ich zur Random House Plaza kam, ist eine Bloggerin zur Seite gerückt, so dass ich mich neben sie setzen konnte. Wir kamen ins Gespräch und haben uns darüber ausgetauscht, welche Autoren wir interviewen sollten. So haben wir nicht nur festgestellt, dass wir beide Christoph Marzi mögen, sondern auch, dass ihr „meine“ Autorin mehr liegt, als der Autor, der auf ihrem Zettel stand und umgekehrt. Kurzerhand haben wir getauscht und uns nach dem Blog´n´Talk nochmals getroffen, um festzustellen, dass wir beide ein tolles Interview hatten. Liebe Nanni von Fantasie und Träumerei, es war toll, Dich kennen gelernt zu haben!

Wenn Ihr nun wissen wollt, wie Bernhard Aichner es schafft, in der Sauna an seinen Romanen zu schreiben und was er tun würde, wenn er unterwegs auf jemanden trifft, der sein Buch liest, dann solltet Ihr unbedingt in das Kurzinterview schauen! :)

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Sehr angenehm war auch mein Gespräch mit Angelika Schwarzhuber, von der ich bereits ihren ersten Roman Liebesschmarrn und Erdbeerblues gehört habe. Am 19. Oktober 2015 erschien ihr neuester Roman „Servus heißt vergiss mich nicht“.

Im Gespräch hat sie erzählt, dass sie Drehbücher schreibt, als sie 2012 eine Idee vorgelegt hatte, war ihre Agentin der Meinung, dass sie diese Idee besser als Roman veröffentlichen sollte und so wurde aus der Drehbuchautorin die Romanautorin Angelika Schwarzhuber.

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Patrycja Spychalski schreibt Jugendbücher. Zuletzt erschien das Buch „Auf eine wie Dich habe ich lange gewartet“.

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Sabine Zett habe ich ebenfalls schon 2014 beim Blog´n´Talk kennengelernt. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher, wie auch Frauenromane. In Kürze werde ich „In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt“ lesen, der Roman erschien im Dezember 2014. Von ihren Kinderbüchern kenne ich bereits die Hugo-Serie, hier ist am 12. Oktober 2015 der neueste Band erschienen. Sie arbeitet mit ihren Büchern in den ganz unterschiedlichen Bereichen wie z. B. Schullektüre, Leseförderungsprojekte, Antolin-Programm und Therapeutenversionen für Kinder mit Legasthenie.

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Während des Blog´n´Talk wurde ich von dieser sympathischen Frau mit den Worten „Ah, Frau xxx – ihren Namen kenne ich auch“ angesprochen. Das ist Eva Korte, Pressereferentin und meine Ansprechpartnerin beim Hörverlag. Ihr habe ich die vielen tollen Hörbücher zu verdanken, die ich Euch in den letzten Monaten vorstellen konnte. Mit Eva Korte habe mich längere Zeit über das Portal unterhalten, das die Verlagsgruppe Random House für Blogger geschaffen hat.

Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House für den wunderbaren Blog´n´Talk, es war wieder ein tolles Erlebnis!

Buchmesse – Autoren und ihre Bücher

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Auch von mir lang ersehnt: „Silber – das dritte Buch der Träume“ von Kerstin Gier. Das Interview von Roswitha Budeus-Budde habe ich allerdings nicht sehr lange verfolgt. Die Fragen waren eher peinlich mäßig und auch wenn Kerstin Gier – wie ich hörte – normalerweise nicht auf den Mund gefallen sind, kam das Gespräch zunächst nicht in Gang und sie hat drei Fragen hintereinander mit einem Lächeln und Nicken beantwortet. Als sie dann erzählt hat, dass ihr Sohn nicht gerne liest und Frau Budeus-Budde ihr voller Überzeugung mitgeteilt hat, dass sie dann mit Sicherheit noch nicht das richtige Buch für ihn gefunden hat, kam bei mir ein wenig Fremdschäm-Gefühl auf und ich bin weiter gezogen.

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„Todesdeal“ von Veit Etzold ist am 01. Oktober 2015 erschienen.

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Auch „Der Blick fremder Augen“ ist am 01. Oktober 2015 erschienen. Im Interview mit Freddy Langer von der FAZ erzählt sie von ihrem Roman um die Kommissarin Melanie Fallersleben.

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Adnan Maral durfte ich 2014 beim Blog´n´Talk von Random House persönlich kennen lernen und ich war sofort hin und weg von ihm. Eben habe ich nachgelesen, was ich über ihn geschrieben habe:

Ganz ehrlich, mein persönliches Highlight beim Blog´n´talk. Mega sympathisch, mega offen…

Autoren (15)

(Blog´n´Talk 2014)

Und so habe ich ihn auch in diesem Jahr wieder empfunden. Foto- und Autogrammwünsche hat er immer freundlich und mit einem Lächeln erfüllt. Seit dem Blog´n´Talk folge ich ihm auch auf Instagram und weiß daher, dass er immer wieder gerne Selfies von den Veranstaltungen postet. Und wer genau hinschaut, kann mich auf dem Selfie von der Lesung auf der Buchmesse entdecken :)

#lesung am Stand #cbjverlag #randomhouse mit dem wunderbaren #marc_langebeck als #Moderator #SuperUnkühlAlter danke! ;-)

Ein von Adnan Maral (@adnan_maral) gepostetes Foto am

Aktuell lese ich sein Buch „Mein Deutschland heißt Almanya“, das im September 2014 erschienen ist. Außerdem wurde am 28. September 2015 sein Jugendbuch „Super unkühl, Alter!“ veröffentlicht. Das Buch habe ich für meine beiden Mädels signieren lassen.

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“We can be heroes for one day…” Jimmy Hartwig, einer der Fußballhelden meiner Kindheit, und Albert Ostermaier, Torhüter der Schriftsteller-Nationalmannschaft, lesen und diskutieren mit Klaus Döring über Helden von heute.

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Sein erstes Kinderbuch hat die Musik-Legende Stephan Remmler veröffentlicht: „Heinrich, Schweinrich und die fliegenden Krokodile“ ist am 28. September 2015 erschienen.

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Ein Mann, den ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte, ist Mario Adorf. Im August ist sein Buch „Schauen sie mal böse“ erschienen, das viele Erlebnisse aus seinem Schauspielerleben beinhaltet. Auch dieses Interview fand bei der SZ statt und auch hier habe ich nach den ersten Fragen die Segel gestrichen, weil sie so schlecht waren, dass Mario Adorf nicht einmal wusste, auf was der Fragesteller hinaus wollte. Dennoch eine beeindruckende Erscheinung, ich hätte ihn nicht versäumen wollen.

Mein #Blogntalk-Kurzinterview mit Bernhard Aichner

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Mein Kurz-Interview mit Bernhard Aichner beim #Blogntalk brachte unter anderem zutage, dass der Autor überall schreibt. Einen Lieblingsplatz zum Schreiben gibt es demnach nicht, ob Cafe, Zug, Hotel oder Messe, wenn dem Autoren danach ist, wird geschrieben. Dass Bernhard Aichner dabei auch die Sauna aufgezählt hat, hat mich zum Schmunzeln gebracht, er hat dann aber nachgeschoben, dass sich diese Aussage selbstverständlich auf den Ruheraum bezieht.

Wenn ihr einmal in einem Zug sitzt und ein Buch von Bernhard Aichner lest, dann wundert euch bitte nicht, wenn euch ein Mann anspricht und sich aufdrängt, weil er gerne etwas in eurer Buch schreiben möchte.

Im besten Fall ist es der Autor persönlich, für den ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Tatsächlich hat der Autor bereits Fotos von Bekannten zugesandt bekommen, die einen Menschen zeigen, der eines seiner Bücher liest. Ihm selbst ist so eine Begegnung bisher versagt geblieben, doch er freut sich darauf, seinen Leser dann anzusprechen.

Das Küstengrab von Eric Berg

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Das Küstengrab von Eric Berg
Verlag: Limes
erschienen am 22. September 2014
Leseprobe

  • Zum Inhalt:

Lea ist nach über 20 Jahren aus Südamerika in ihre Heimat auf der Insel Poel zurückgekehrt. Bei einem Autounfall, bei dem Lea´s Schwester ums Leben kam, wird auch Lea schwer verletzt. Lea leidet seither an einer Amnesie, sie kann sich weder an ihre Rückkehr auf die Insel, noch an die Ereignisse bis zum Unfall erinnern. Deshalb will sie heraus finden, was passiert ist und reist erneut nach Poel, wo sie auf ihre Jugendfreunde trifft, die ihr berichten, was sie vier Monate zuvor mit ihr erlebt haben. Doch kann sie den Freunden damals wirklich noch trauen?


  • Meine Gedanken zum Buch:

Die Geschichte wird von der Protagonistin Lea in der Ich-Form erzählt, aber Eric Berg gewährt seinen Lesern zwischendurch auch immer wieder einen Blick in die Vergangenheit, sowohl in Leas Jugendzeit, als auch in die Zeit von ihrer ersten Rückkehr.

Während Lea zu Beginn des Buches kein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester hat und sich fragt, wie es dazu kam, dass sie gemeinsam in dem Unfallwagen saßen, wird für den Leser während der Rückblenden ersichtlich, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden Schwestern verändert hat.

Die Clique von früher setzt sich aus ganz unterschiedlichen Charakteren zusammen, von denen jeder irgend eine Schwäche zu haben scheint, die Lea nach und nach aufdecken kann. Von den positiven Erinnerungen an ihre Jugendzeit kann Lea daher nicht lange zehren.

Eric Berg verlegt den Ort der Handlung dieses Kriminalromanes in einen kleinen Ort auf der Insel Poel, der vor allem wegen der verlassenen Burg, die früher der Treffpunkt von Lea und ihrer Jugendfreunde war, sehr düster erscheint und damit natürlich ein geeigneter Schauplatz für die Geschichte ist.

Mit Das Küstengrab hat der Autor eine beklemmende Geschichte konstruiert, die mich von Anfang an ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil natürlich klar war, dass Sabina nicht ohne Grund einen Autounfall hatte und ich unbedingt wissen musste, wer die Schuld dafür trägt.

Mit dem Ende hatte ich allerdings so ganz und gar nicht gerechnet, obwohl es sich auf den letzten Seiten angedeutet hat.

Mich hat Das Küstengrab absolut überzeugt und ich kann dieses Buch jedem Krimifan ans Herz legen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Buch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten. 

  • Der Autor:

Eric Berg durfte ich im Rahmen des Blog´n´talk auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen. Er erzählte uns in kleiner Runde vom Schauplatz auf Poel und war natürlich erfreut, zu hören, dass uns das Buch begeistert hat.

In einem Interview konnte ich lesen, dass er den Traum, einmal ein Buch zu schreiben, bereits während seiner Schulzeit hatte und sich selbst als „Mann der kleinen Wünsche“ bezeichnet – Reichtum und Luxus findet er überschätzt. Er liest bunt gemischt, von Grisham bis Sparks und am besten kann er in der Sauna oder am Meer entspannen. Wenn Ihr wissen wollt, welche Geheimnisse er über sich preisgegeben habt, dann solltet Ihr unbedingt das Interview lesen – es loht sich :)

Eric Berg