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Was wurde aus der Buchbox on Tour

Mitte Mai hat die Buchbox bei mir zu Hause Station gemacht, nachdem Jutta (chaosweib) sie einige Wochen zuvor mit 15 Büchern bestückt auf die Reise geschickt hat.

Vor mir war die Box bei Conny von den Buecher-Fans und ich habe sie weiter gegeben an  Tina.

Nachdem ich in der Kur viel Zeit zum Lesen hatte, ist mein SuB geschrumpft und so bin ich auch endlich dazu gekommen, mir einige Bücher, die ich der Bücherbox entnommen hatte, vorzunehmen.

Nachdem ich heute entdeckt habe, dass die Box gerade bei Bibilotta Station gemacht hat, war ich neugierig, wer den sechs Bücher, die ich in die Box hinein gelegt habe, eine neue Heimat gegeben hat.


 

Die irische Meerjungfrau von Carolin Römer und Bretonische Verhältnisse hatten mir beide nicht so sehr zugesagt, doch beide Bücher haben die nächsten Tage nicht überlebt, sondern sind direkt bei der nächsten Station, bei Tina, wieder ausgestiegen.

Wunschgeflüster ist bei Nadine gelandet.

Zimtschnute hat sich “mein” Weiberfrühstück von Renée Karthee geschnappt und

Süden und der Luftgitarrist steht nun bei Sabina in Berlin.

Sie und Er von Andrea De Carlo ist immer noch in der Buchbox drin. Ich habe schon gelesen, dass einige das Buch gerne genommen hätten, aber vom Umfang abgeschreckt wurden. Ich hoffe trotzdem nach wie vor, dass jemand sich “erbarmt” ;)

Falls Ihr nun auf den Geschmack gekommen ist und der Buchbox ebenfalls einmal für ein oder zwei Nächte ein zuhause geben möchte, könnt Ihr Euch bei Jutta über die Regeln informieren und anmelden.

Alternativ dazu hat Glamourgirl vor einigen Tagen eine Bücher-Rundreise-Box auf den Weg geschickt.

Die Buchbox macht Station in Kaiserslautern

Um es mit den Worten von Oliver Kahn zu sagen:

Da ist das Ding!

Am Montag hat Jutta (chaosweib) angekündigt, dass sich die Buchbox auf den Weg zu mir macht.

Danke an Conny von den Buecher-Fans für den schnellen Versand, nachdem die Buchbox bei ihr schon die 11. Station hinter sich gebracht ist, ist sie nun bei mir zwischen gelandet.

Als die Buchbox gestartet ist, habe ich genau hingesehen, wer welche Bücher hinein legt und musste oft zusehen, wie andere Bücherfans die Bücher, die mir auch gefallen hätten, wieder heraus genommen haben.

Auf den letzten Stationen habe ich mich deswegen nur noch daruf konzentriert, welche Bücher IN die Kiste wandern und hatte deswegen auch keinen Überblick mehr, was tatsächlich noch vorhanden ist. Die Spannung war also gross, als ich das Paket geöffnet habe.

Zum Vorschein kamen diese 15 Bücher:

Der Schwarm von Frank Schätzing
Das Herz meiner Töchter von Jodi Picoult
Im Abgrund von Jeff Long
Fackelzüge – ein Liebeslied von Sigurbjörg Thrastardótti
Fleißig bis dreißig von Heidi Goch
Wachgeküßt von Sarah Harvey
Tod auf dem Pilgerschiff von Peter Tremayne
Arlington Park von Rachel Cusk
Schwarzer Schwan von Horst Eckert
Nightfall von Adrian Phoenix
Gletschergrab von Arnaldur Indriðason
Generation Doof von Stefan Bonner und Anne Weiss
Das letzte Ritual von Yrsa Sigurðardóttir
In weisser Stille von Inge Löhnig
Herzalarm von Paul Carson

Ich habe mir die Texte auf den Buchrücken durchgelesen und nach dem ersten Durchgang lagen acht Bücher auf meinem “will haben” Stapel, aber ich habe mich nicht getraut, den halben Kisteninhalt auszutauschen ;)

Übrig geblieben sind am Ende trotzdem sechs Bücher. Diese Exemplare finden bei mir ein neues Zuhause:

Interessanterweise habe ich mit Herzalarm ein Buch, das Jutta mit der Startbefüllung in die Buchbox gelegt hatte und das nun elf Mal aus dem Karton heraus und wieder hinein gewandert ist, während Schwarzer Schwan erst bei der letzten Station dazu gestossen ist und seine Reise nun auch schon wieder beendet hat.

Getrennt habe ich mich von

Weiberfrühstück von Renée Karthee, ein typischer Frauenroman, nicht anspruchsvoll, aber sehr unterhaltsam, frei nach dem Motto „Mit vierzig hat man keine Zeit mehr zum Unglücklichsein.“

Süden und der Luftgitarrist von Friedrich Ani habe ich über die Aktion Lesefreunde erhalten. Zum Buch selbst kann ich noch nichts sagen, weil ich mein Paket gestern abgeholt, aber das Buch noch nicht gelesen habe.

Bellas Bruder Bobby ist Autist, während Bella jahrelang davon ausgeht, dass er deswegen kein glückliches Leben haben kann, vergisst sie manchmal, selbst zu leben.

Ein unterhaltsames Buch mit ernstem Hintergrund, das ich bei einer Verlosung bei Laris Bücherkiste gewonnen habe.

Die irische Meerjungfrau von Carolin Römer ist ein unterhaltsamer Krimi, der mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Weil das Buch aber bei anderen Lesern durchaus angekommen ist, hoffe ich, dass sich auf diesem Weg jemand findet, dem es gefällt.

Fasziniert hat mich, dass die Autorin auf wahre Begebenheiten eingeht. So gibt der Protagonist vor, Journalist zu sein und Nachforschungen anzustellen zu einem teuren und erfolgreichen Rennpferd, welches in den 80er Jahren in Irland verschwunden ist. Gibt man den Namen “Shergar” bei google ein, spuckt beispielsweise Wikipedia aus, dass  das Pferd des Aga Khan 1983 von einem Gestüt im County Kildare, Irland, gestohlen wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Genau das verwendet Carolin Römer in ihrem Buch.

Sie und Er von Andrea De Carlo habe ich über Kastanies Bücherblog erhalten und war sehr gespannt, da es überhaupt nicht mein Genre ist. Aber die Geschichte von Daniel und Clare hat mich berührt und ich kann dieses Buch all denen ans Herz legen, die tiefsinnige Geschichten lieben.

Bretonische Verhältnisse ist für mich ein etwas anderer Kriminalroman, der meinen Geschmack nur gestreift, aber nicht getroffen hat. Wer die Bretagne kennt und liebt, wird die Ausführungen über die Region sicherlich mehr zu schätzen wissen und daran das Besondere an diesem Buch festmachen, da die Landschaft tatsächlich sehr stimmungsvoll beschrieben wird.

In der Buchbox befindet sich auch noch dieses Eintragbuch “Ex Libris”, in das jeder sein Lieblingsbuch einträgt.

Seit ich Ich.darf.nicht.schlafen von S.J. Watson gelesen habe, gehört das zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Da das Buch aber bereits von einer anderen Bloggerin vorgestellt wurde, habe ich mich für “Mein Buch 2011” entschieden: Radikal von Yassin Musharbash

Und zum Schluss noch ein Dankeschön an Jutta für die Organisation des ganzen Projektes.

Falls nun jemand auf den Geschmack gekommen ist und der Buchbox ebenfalls einmal für ein oder zwei Nächte ein zuhause geben möchte, kann sich bei Jutta über die Regeln informieren und anmelden.

Seid Ihr neugierig, wohin die Reise nun führt? Dann schaut in den nächsten Tagen bei Tina vorbei.

 

Die irische Meerjungfrau von Carolin Römer

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Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von Blogg Dein Buch zur Verfügung gestellt. Ich wurde gebeten, Blogg Dein Buch und den Verlag zu verlinken. Für diesen Artikel habe ich jedoch keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.

 

Carolin Römer
Die irische Meerjungfrau
Conte Krimi 24
272 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-941657-25-0
Preis 13,90 €


  • Zum Inhalt

Finbart (Fin) O´Malley, Detective in Dublin, wird von seiner Frau verlassen und mit samt seiner Alkoholprobleme von seinem Chef in ein kleines Nest am Ende der Welt geschickt. Das Örtchen Foley liegt an direkt an der Küste im Nordwesten Irlands. Die einzige Verbindung zur Außenwelt ist eine Brücke und mit viel Glück ein kleiner Balken auf der Handynetzanzeige, wenn man sich der Brücke nähert.

Der Grund für seine Ermittlungen ist ein Van Gogh, der gestohlen wurde. Am Tatort fand man die Fingerabdrücke von Thomas Keane. Er und sein Bruder haben bis vor 10 Jahren einigen Dinger gedreht und da die beiden in Foley gelebt hatten, liegt es nahe, einen Polizisten undercover dorthin zu schicken. Das Problem ist, dass Thomas Keane vor 10 Jahren auf dem Meer verunglückt ist und für tot erklärt wurde.

In Foley stößt Fin auf mehr oder weniger redselige Iren, eigentlich eher weniger redselig, denn Fin muss feststellen, dass er einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft gegenüber steht. Nur die durchgeknallte Nora tritt ihm offen gegenüber und erzählt ihm von Gnomen und Kobolden und von Meerjungfrauen, die versuchen, die Männer zu sich ins Meer zu locken. Sie warnt ihn vor der Meerjungfrau mit den grünen Augen und den roten Haaren und prompt landet Fin genau bei der Charlie Quinn; zuerst sich übergebend vor ihren Füssen und anschließend in ihrem Bett.

Fin ist von Tag zu Tag mehr fasziniert von der mysteriösen Frau und will ihrem Geheimnis auf die Spur kommen, ohne seinen Fall aus den Augen zu verlieren. Dafür muss er nicht nur nachts auf dem Friedhof umherwandern oder den Tücken von Ebbe und Flut trotzdem. Doch je mehr er in Erfahrung bringt, desto gefährlicher wird es für ihn. Er wird entführt, auf ihn wird geschossen, aber um hinter Charlies Geheimnis zu kommen und zu erfahren, ob O’Malley den Van Gogh und die Diebe findet, müsst Ihr das Buch schon selbst lesen.


  • Meine Meinung

In den ersten Kapiteln wird Fin vorgestellt, der Leser lernt Foley und seine Bewohner kennen, erfährt aber erst nach und nach, was Fin nach Foley verschlagen hat. Das Buch ist daher am Anfang gar nicht spannend und das Gefühl, weiterlesen zu müssen, bleibt erst einmal aus. Dann erfährt der Leser mehr über die Kriminalfälle, in die die Keane-Brüder verwickelt waren, sowie über ein gestohlenes Rennpferd und je offensichtlicher es wird, dass die Fäden in Foley zusammen laufen, desto spannender wird die Geschichte.

Die Autorin präsentiert das Dorf und die Bewohner mit einem ganz eigenen Witz und Charme. Das Buch ist nicht anspruchsvoll und durch den flüssigen Schreibstil von Carolin Römer leicht zu lesen. Sie bringt dem Leser das Land, die Leute und die Natur näher, so dass das Buch durchaus unterhaltsam ist.

Auch die Keane-Brüder, die ja eigentlich Verbrecher sind, waren mir sehr sympatisch. Vielleicht, weil sie immer ein wenig schlauer als die Ermittlungsbeamten dargestellt wurden. Das zeigt auch folgende Geschichte:

Die Keanes hatten durch Geldwäsche eine Million Euro erwirtschaftet. Die Polizei riegelte die Brücke ab und alle Telefone des Dorfes wurden angezapft, um einen Hinweis auf den Aufenthaltsort der Brüder oder den Verbleib des Geldes zu erhalten.

Jack und Thomas hatten es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Herbst den Kartoffelacker der Großmutter umzugraben, aber das musste dieses Jahr wohl ausfallen. Frühmorgens klingelte bei der Großmutter das Telefon und eine Stimme sagte nur einen Satz. Sie möge das Geld bloß im Garten liegenlassen und auf keinen Fall anrühren. Oma Agnes konnte damit wenig anfangen, aber die Polizei, die das Telefon abgehört hatte, pflügte das Gelände innerhalb einer Stunde um.

Fasziniert hat mich, dass die Autorin auf wahre Begebenheiten eingeht. So gibt Fin vor, Journalist zu sein und Nachforschungen anzustellen zu dem oben erwähnten teuren und erfolgreichen Rennpferd, welches in den 80er Jahren in Irland verschwunden ist. Gibt man den Namen “Shergar” bei google ein, spuckt beispielsweise Wikipedia aus, dass  das Pferd des Aga Khan 1983 von einem Gestüt im County Kildare, Irland, gestohlen wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Genau das verwendet Carolin Römer in ihrem Buch.

Das Ende der Geschichte um Charlie und Fin bzw. den verschwundenen Van Gogh ist so nicht vorhersehbar und mir persönlich zu unglaubwürdig. Auf den letzten vier bis fünf Seiten bringt Carolin Römer das Buch aber doch noch zu einem für mich versöhnlichen Abschluss.

Insgesamt konnte mich das Buch aber nicht 100%ig überzeugen, daher vergebe ich 3 von 5 Sternen für das Erstlingswerk und weise darauf hin, dass die Autorin bereits einen weiteren Fin O´Malley Fall in Arbeit hat.

Ich bedanke mich beim Conte-Verlag und Blogg Dein Buch für diesen etwas anderen Krimi.