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Treffen mit Kinderbuchautorin Ute Krause

Ute Krause kannte ich bisher als Autorin der Reihe „Die Muskeltiere„. Am Messe-Samstag hatten wir in kleiner Runde die Möglichkeit, die Autorin, die ihre Bücher selbst illustriert, und ihre aktuellen Projekte kennenzulernen.

„Theo und das Geheimnis des schwarzen Raben“ ist am 1. Oktober erschienen und wird für ein Lesealter ab neun Jahren empfohlen. Die Geschichte handelt von Theo, der Besuch von einem Piraten bekommt und dann mit einem Dreimaster über die Weltmeere reist, wo er Abenteuer erlebt.

„Minus Drei und die wilde Lucy“ ist im Mai erschienen und der neueste Band um einen Dino mit Namen Minus Drei“. Die Vorlesegeschichte wird für Kinder ab sechs Jahren empfohlen.

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte die Autorin in der Türkei, Nigeria, Indien und den USA und schon alleine dadurch hat sie viel zu erzählen. Auf unsere Frage, wie sie zum Schreiben und Illustrieren gekommen ist, haben wir erfahren, dass sie in Indien ein Internat besucht hat, das – wie Hogwarts – in Häuser aufgeteilt war und die Schüler für ihr Haus Punkte sammeln konnten, um am Ende des Schuljahres einen Pokal zu gewinnen. Ihre „Mrs. McGonagall“ war ihre Zeichenlehrerin, die sie in der 5. Klasse für ihr Haus in den Zeichenwettbewerb geschickt und den Ute Krause dann gewonnen hat. Sie bemerkte, dass sie mit dem Zeichnen etwas beherrschte, was nicht jeder konnte.

Ute Krause wusste aber auch mit Hintergrundinformationen zu faszinieren. So hat sie uns beispielsweise von einem Baum vor ihrem Haus erzählt, der nun Pate stand für einen prägnanten Baum in „Theo und das Geheimnis des schwarzen Raben“. Oder von einem Kolonialwarenladen in der Deichstraße in Hamburg, der das Vorbild für Feinkost Fröhlich aus der Reihe der „Muskeltiere“  ist.

Zum Abschluss hat Ute Krause unsere Bücher signiert und mit einer Zeichnung des Titelhelden aus der Serie „Minus Drei“ versehen.

Blog-Bücherwanderkiste von Kastanies Leseecke

Kerstin hat eine Bücherwanderkiste auf den Weg geschickt, die mich in den vergangenen Tagen aus Berlin von Iris und Claudia erreicht hat. Claudia hatte bereits angekündigt, dass sie der Kiste die Spannung entnehmen wollte, was natürlich für einen Krimi- und Thrillerfan wie mich gar nicht gut ist.

Trotzdem bin ich fündig geworden. Diese beiden Hörbücher gehören nun mir

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ebenso diese beiden Taschenbücher

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und auch zwei Hardcover habe ich mir unter den Nagel gerissen.

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Der Tausch läuft 1:1, entsprechend habe ich zwei Hörbücher

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zwei Hardcover

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und zwei Taschenbücher wieder in die Kiste hineingelegt.

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Als nächstes geht die Kiste auf die Reise zu Anne, viel Spaß, ich hoffe, Du wirst fündig.

Der Atem der Angst von Alexa Hennig von Lange

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Der Atem der Angst
von Alexa Hennig von Lange
Verlag: cbt Jugendbücher Verlag

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Dieses Buch wurde mir über Blogg Dein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wurde ich gebeten, zu verlinken. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

  • Zum Inhalt:

Isabel, die Schwester des jetzt 16jährigen Louis, ist vor sieben Jahren verschwunden und kurze Zeit später tot aufgefunden worden. In dieser schweren Zeit nahm sich sein Vater das Leben und seine Mutter wurde zur Alkoholikerin. Endlich hat der Junge sein persönliches Glück gefunden: die gleichaltrige Michelle und er sind sehr verliebt.

Doch dann verschwindet Michelles kleine Schwester Leonie und ihre Eltern verdächtigen Louis, etwas damit zu tun zu haben. Als dann auch noch Michelle verschwindet, beschliesst Louis, sich selbst auf die Suche zu machen. Die Hinweise führen ihn in den nahegelegenen Wald, wo er Maya begegnet, einem verwilderten Mädchen, das kurz nach Isabels Verschwinden von ihrem Vater mit in den Wald genommen wurde, um sie zu schützen. Sechs Jahre lang lebte Maya im Wald mit ihrem Vater und als dieser vor einem Jahr starb, ist sie völlig auf sich alleine gestellt.

Die beiden finden heraus, dass ihre Eltern der gleichen Clique angehört haben und nun scheint jemand Jagd auf deren Kinder zu machen. Louis und Maya wird klar, dass auch sie in Gefahr schweben und dass sie den Mörder finden müssen, bevor er sie findet …


  • Meine Meinung:

Als ich dieses Buch zugeklappt habe und es meinem Mann hinlegte, schaute er mich erstaunt an, denn ich hatte das Buch erst am Abend zuvor in die Hand genommen. Aber es ist das passiert, was für mich ein spannendes Buch ausmacht, ich habe es innerhalb weniger Stunden gelesen.

Alexa Hennig von Lange hat bei diesem Buch einen Spannungsbogen aufgebaut, der sich von der ersten bis zur letzten Seite gehalten hat. Gleich zu Beginn wird die Geschichte eines Mädchens erzählt, das in eine Kiste eingesperrt wurde und das bemerkt, dass Erde auf sie herab fällt. Der Leser ist damit sofort mitten im Geschehen. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, dass Louis und Maya verschiedene Puzzleteile finden, die sich am Ende zu einem Bild zusammen setzen lassen. Durch die immer neuen Aufdeckungen wird der Leser „bei der Stange gehalten“ .

Die Autorin erzählt jedes Kapitel aus der Sicht einer ihrer Hauptpersonen, wobei sie jedes Kapitel mit dem jeweiligen Namen überschreibt. Vor allem Louis und Maya habe ich schnell in mein Herz geschlossen, weil sie trotz ihres jungen Alters vom Leben schon schwer geschlagen sind.

Der Schreibstil ist sehr bildlich, ich konnte mir die Stadt, vor allem den 24-Stunden-Supermarkt und auch die Weiten des Waldes gut vorstellen. Da es sich um einen Psychothriller für Jugendliche handelt, das empfohlene Alter wird mit 14 Jahren angegeben, geht die Autorin aber nie zu sehr ins Detail.

Zusätzlich zur Handlung um das Verschwinden einiger Mädchen gibt es einen weiteren Handlungsstrang, in dem der Leser die Ermittlerin Heidi näher kennenlernt. Richtig anfreunden konnte ich mich mit ihr allerdings nicht. Ich verstehe zwar, dass eine berufstätige Frau sich nicht immer um ihr Kind kümmern kann, wie sie gerne möchte, aber diese Mutter verhält sich mehr als fahrlässig und damit konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren.

Was ich als Pluspunkt hervor heben möchte ist, dass es der Autorin gelungen ist, trotz allen Unglücks, das über diese Stadt hereingebrochen ist, einen runden Abschluss zu finden, den man mit viel gutem Willen sogar als Happy End bezeichnen darf ;)

Der Atem der Angst von Alexa Hennig von Lange ist ein Psychothriller, der nicht nur die Zielgruppe der Jugendlichen ansprechen, sondern meiner Meinung nach auch vielen erwachsenen Thrillerfans gefallen wird.

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[Flashback] Mein Wochenrückblick

Flashback

Vor dem Start ins Wochenende zeige ich Euch noch kurz, was diese Woche bei mir angekommen ist.

Zuerst einmal dieses tolle Paket von der Bodyguardapotheke

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dann ein Buch von Blogg Dein Buch

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und ein Wanderbuch von Nathan Jäger, auf das ich schon sehr gespannt bin :)

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Dann habe ich noch einen Tipp beim Dealdoktor entdeckt, diese Waage mit Porto plus zwei Beigaben für unter 10 EUR, da musste ich einfach zuschlagen :D

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Mein böses Herz von Wulf Dorn

Mein böses Herz
von Wulf Dorn
cbt Jugendbücher Verlag
erschienen im Februar 2012


Zum Inhalt:

Doro ist ein normaler Teenie, deren Welt aus den Fugen gerät, als ihr 1,5 Jahre alter Bruder morgens tot in seinem Bettchen liegt. Sie beginnt zu halluzinieren und landet vorübergehend in der Jugendpsychiatrie.

Ihre Eltern trennen sich und Doro zieht mit ihrer Mutter aufs Land. Der Umzug bewirkt, dass Doro erneut Stimmen hört, die nicht da sind und eines nachts entdeckt sie in ihrer Gartenlaube einen verletzten Jungen, der sie um Hilfe bittet. Als Polizei und Rettungswagen eintreffen, ist der Junge verschwunden und niemand glaubt ihr. Einige Tage später entdeckt Doro den Jungen auf einem Foto, von seinem Freund erfährt sie, dass er Selbstmord begangen hat – an dem Tag, an dem Doro ins Dorf gezogen ist.

Doch dabei bleibt es nicht, es geschehen noch mehr merkwürdige Dinge. Jemand scheint Interesse daran zu haben, Doro als unglaubwürdig und verrückt darzustellen und sie in den Wahnsinn zu treiben…


Meine Meinung:

Der Autor zeigt hier eine Protagonistin, die eine sehr schwere Zeit erlebt hat und nun vor einem Neubeginn steht. Doch kaum ist sie in ihrer neuen Heimat angekommen, hört sie Stimmen und sieht Dinge, die gar nicht da sein können. Alleine die Tatsache, dass fast niemand bereit ist, ihr zu glauben, hat mich an das Buch gefesselt, denn ich habe immer und immer wieder mit Doro gehofft, dass sie eine Möglichkeit findet, zu beweisen, dass sie nicht verrückt ist.

Der Spannungsbogen wird gehalten durch die Wendungen, die die Handlung mit sich bringt und gerade, als ich selbst glauben wollte, dass Doro sich alles nur einbildet, präsentiert der Autor einen Verdächtigen, mit dem ich nicht gerechnet hatte.

Wer meine Rezensionen liest, weiss, wie wichtig mir ein Happy End sind, aber das hätte hier schlichtweg nicht gepasst und deswegen kann ich auch mit dem tragischen Ende gut leben.

Wir beide, irgendwann von von Jay Asher u. Carolyn Mackler

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Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit ich das erste Mal eine Leseprobe gelesen habe und nun hatte ich die Möglichkeit, über Lovelybooks an einer Wanderbuchgruppe teilzunehmen.


Zum Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1996. Emma (geb. 1980) hat zum Geburtstag einen Computer geschenkt bekommen. Mit Hilfe ihres besten Freundes Josh installiert sie AOL. Sie loggt sich zum ersten Mal ins WWW ein und landet bei Facebook. Da Facebook erst acht Jahre später gegründet wird, kann Emma überhaupt nicht wissen, auf was sie da gestossen ist, aber was sie sieht, ist ihr Name und eine Frau, die nicht nur am gleichen Tag wie sie Geburtstag hat, sondern die ihr auch sehr ähnlich sieht… wenn Emma 15 Jahre älter wäre. Wo also ist sie gelandet? Des Rätsels Lösung: Emma kann in die Zukunft blicken, genauer gesagt, auf ihre eigene Facebookseite und auf die ihrer Freunde – im Jahr 2011.

Emma liest, dass sie nicht nur arbeitslos, sondern auch unglücklich verheiratet ist. Ganz im Gegensatz zu Josh, der das hübscheste Mädchen der Schule geheiratet hat und Vater von drei Kindern ist. Emma beschliesst, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen und sie zu verändern. Als erstes macht sie ihren zukünftigen Ehemann ausfindig, findet heraus, dass sie sich während des Studiums kennen gelernt haben müssen und streicht die Uni von der Liste ihrer bevorzugten Studienorte. Durch aktualiseren ihrer Facebookseite kann Emma umgehend feststellen, wie sich ihr Leben dadurch geändert hat. Nun hat sie einen Job und einen anderen Mann, aber glücklich ist sie trotzdem nicht. Emma unternimmt immer wieder neue Versuche, doch dann muss sie feststellen, dass sie die Zukunft zwar verändern kann, aber keinen Einfluss darauf hat, wie sie sich verändert. Was bleibt, ist eine immer längere Liste an „Ex-Männern“, deren sie sich entledigen konnte, aber das große Glück scheint sie in der Zukunft nicht finden zu können…


Meine Meinung:

Wir beide, irgendwann ist ein tolles Jugendbuch mit – ich nehme es gerne vorweg – einem Happy End. Dabei spielt nicht nur das Leben der Protagonisten im Jahre 2011 eine Rolle, sondern auch die Liebe, die Beziehung zu den Eltern, Freundschaft und Schule im Jahr 1996 kommen nicht zu kurz.

Das Buch hat mich nachdenklich gemacht. Sicher bin ich auch neugierig, was in 15 Jahren aus mir geworden ist, aber ist es wirklich gut, das heute schon zu wissen, oder gar verändern zu können?

Aber das Buch war auch sehr unterhaltsam und hat mir einige Déjà-vu´s beschert. Wer in den 90er Jahren einen Internetanschluss hatte, kennt sicher noch die Geräusche eines Modems beim Verbindungsaufbau oder die AOL-CDs, die sich regelmässig in unseren Briefkästen eingefunden haben.

Andererseits muss man befürchten, dass die Zielgruppe des Buches sich an solche Dinge gar nicht mehr erinnern kann. Denn die heute 12-15 jährigen haben das – wenn überhaupt – nur als kleine Kinder miterlebt und können sich wahrscheinlich gar nicht daran erinnern. Merkt Ihr auch gerade, wie alt wir geworden sind? ;)

Besonders gelungen fand ich Textpassagen wie die, in denen Emma und Josh über Facebook sprechen und die Möglichkeiten, die sich ihnen nun eröffnen:

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Jaaa…. Warum sollten sie das tun? Das frage ich mich auch manchmal, wenn ich sehe, was in Facebook alles gepostet wird :D

Aber ich denke, gerade der letzte Abschnitt zeigt, dass auch die jüngeren Leser sich durchaus in der Geschichte zurecht finden werden.


Mein Fazit:

Ein Jugendbuch, dass ich auch der Generation 30plus bedenkenlos empfehlen würde, weil es für alle etwas zu bieten hat und gerade uns „Ältere“ in Erinnerungen schwelgen lässt.


Da „Wir beide, irgendwann“ von einem Autorenduo geschrieben wurde, erfüllt das Buch Punkt 44 von *Hufies “Auf den SuB mit Gebrüll” Challenge 2013*: 44. Lest ein Buch von zwei Autoren (Autorinnen).