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Die Melodie eines Sommers von Verena Rabe

Die Melodie eines Sommers
von Verena Rabe
erschienen am 02. Juli 2017
bei dotbooks


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Kristina ist mit Peter verheiratet, lebt in Lüneburg und ist Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern. Gerade als sie feststellt, dass ihre Kinder sie nicht mehr brauchen, beschließt ihr Mann, für einige Wochen alleine nach Indien zu fliegen, um dort Yoga zu praktizieren.

Kristina weiß im ersten Moment nicht, was sie ohne Verpflichtungen mit ihrer Zeit anfangen soll, doch dann überredet ihre Freundin sie, die Koffer zu packen und ebenfalls alleine zu verreisen.

In Lissabon findet sie schnell Anschluss. Doch die Erinnerung an ihre große Liebe Luis, mit dem sie während des Studiums liiert war, zieht sie in dessen Heimatstadt Nazaré, wo ihr das Schicksal Luis vor die Füße spült. Obwohl er sie damals bitter enttäuscht hat, als er nicht bereit war, sich dauerhaft zu binden, verbringen die beiden glückliche Tage und Nächte miteinander. Doch Kristina hat nicht nur eine Familie in Deutschland, sondern auch ein Geheimnis, das sie Luis all die Jahre verschwiegen hat.


  • Meine Gedanken zum Buch

Verena Rabe hat eine Protagonistin gewählt hat, die gerade an einer neuen Schwelle ihres Lebens steht. Nachdem sie jahrelang für ihre Familie da war, wird sie auf einmal nicht mehr gebraucht. Es war schön, mitzuerleben, wie Kristina wieder Ziele ins Auge fasst und aus sich herauskommt.

Gleichzeitig trifft sie nach vielen Jahren erneut auf ihre große Liebe und gerät in einen Zwiespalt. Sie muss sich klar darüber werden, was sie will. Da ist einerseits ihr Mann, der zwar gerade eigene Wege geht, der ihr aber den Schutz eines geregelten und altbewährten Lebens bietet, während Luis andererseits Empfindungen hervorruft, die sie nach ihrer Beziehung mit ihm nie wieder erlebt hat.

In diesem Roman ist viel vom Fado zu lesen, einer Musik, die ich zuvor nur dem Namen nach kannte. Der Fado ist ein Gesang voller Wehmut und sanfter Melancholie. Verena Rabe beschreibt die Wirkung, die diese Musik auf ihre Protagonistin hat, richtig nachvollziehen konnte ich das erst, als ich mir Fado selbst angehört habe. Die Musik geht unter die Haut und ich kann gut nachvollziehen, dass sie viele Emotionen hochspült.

Kristina ficht einen inneren Kampf aus, allerdings konnte ich lange Zeit nur erahnen, in welche Richtung sie tendiert. Mir war nicht klar, ob es wirklich Liebe ist, die Kristina mit Luis verbindet, oder ob es lediglich der Reiz des Neuen und Verbotenen ist. Das hat mich ein wenig gestört, hier hätte ich mir für mich selber mehr Klarheit gewünscht. Was mir gut gefallen hat, waren einige Nebencharaktere wie Kristinas Freundinnen in Deutschland und in Portugal und auch Luis Mutter hat mich sehr fasziniert.

„Die Melodie eines Sommers“ ist kein ChickLit, den man einfach weg liest, sondern ein Roman der tiefer geht. Ich habe das Buch mehrfach unterbrochen, was aber nicht daran lag, dass es mir nicht gefallen hat, es gab einfach Momente, in denen der Verlauf der Geschichte zu schwermütig war, so dass ich eine Pause gebraucht habe.

Ich vergebe vier von fünf Eulen.


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  • Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Verlosung über dotbooks erhalten.
  • Vielen Dank dafür.
  • Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 

Aufgabe 27) ein Buch rund um das Thema Sommer oder Urlaub im Titel oder auf dem Cover


-> Portugal

Daggi trifft … Buchmenschen beim Bloggerfrühstück von dotbooks, skoobe und Aufbauverlag

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Am Buchmesse-Samstag haben dotbooks, skoobe und der Aufbau-Verlag zum gemeinsamen Bloggerfrühstück eingeladen. Tim Sonderhüsken, Programmleiter bei dotbooks, begrüßte uns gut gelaunt und stellte die anwesenden Autoren und Verlagsmitarbeiter vor. Christine Seiler vom Aufbau-Verlag richtete ebenfalls ein paar Worte an uns, bevor Veronika von skoobe den Reader Icarus Illumina vorstellte. Der Illumina hat ein Android-Betriebssystem, wodurch alle Android-Leseapps installiert und genutzt werden können. Der Nutzer ist also nicht mehr an ein System oder einen Anbieter gebunden. Da ich keinen Reader besitze, sondern eBooks auf dem Tablet lese, wo ich sowohl die Kindle-App, als auch andere Lese-Apps installiert habe, ist das die ideale Lösung, wenn mein Tablet eines Tages den Geist aufgeben sollte.

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Danach hatten wir die Möglichkeit, mit den Autoren und Verlagsmitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Tanja Kinkel ist mir seit langer Zeit ein Begriff, allerdings habe ich kein Faible für historische Romane, so dass ich noch keines ihrer Bücher gelesen habe. Ich war neugierig, was die Autorin dazu veranlasst hat, ihre Geschichten bei einem ebook-Verlag zu veröffentlichen.

Tanja Kinkel erzählte mir, dass Tim Sonderhüsken ihr Lektor bei Droemer war und sie Beate Kuckertz ebenfalls aus deren Zeit bei Droemer kennt. Da im Printbereich keine Novellen mehr veröffentlicht werden, wollte sie die Möglichkeit eines eBooks nutzen, um etwas Neues auszuprobieren. Darüber hinaus hat sie vor rund 20 Jahren Romane veröffentlicht, die im Printbereich nicht mehr erhältlich sind, die dafür aber nun bei dotbooks als eBook angeboten werden. So erschien beispielsweise im März 2015 ihr historischer Roman „Die Schatten von La Rochelle“ bei dotbooks.  Auf der Buchmesse stellte sie außerdem ihr neues Buch „Schlaf der Vernunft“ vor, in dem es um die RAF geht.

Nach dem Kontakt zu ihren Lesern gefragt, erzählt sie, dass sie sich immer freut, wenn sie jemanden entdeckt, der gerade eines ihrer Bücher liest, ansprechen würde sie diese Personen jedoch nicht. Rund fünf Mal pro Jahr wird sie auf der Straße von Menschen angesprochen, die sie erkennen, auch darüber freut sie sich. Bei Lesungen pflegt sie den Kontakt zu ihren Lesern, weil sie dort Feedback zu ihren Geschichten erhält, gleiches gilt in den Sozialen Medien, wo sie bei Facebook und Twitter aktiv ist.

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Beate Kuckertz ist die Gründerin und Verlegerin von dotbooks, davor war sie zuletzt Verlagsleiterin in der Verlagsgruppe Droemer Knaur.

Im Interview erzählte sie mir von ihrer Überzeugung, dass Taschenbuch-Käufer auf eBooks umschwenken werden, was sie zu dem Entschluss gebracht hat, den eBook-Verlag dotbooks zu gründen. Rund die Hälfte des Verlagsprogrammes besteht aus älteren Print-Romanen, die nun als eBook neu aufgelegt werden, die andere Hälfte besteht aus Veröffentlichungen von neuen Autoren und Autoren, die etwas Neues ausprobieren möchten.

Wenn Beate unterwegs jemanden entdeckt, der ein Buch aus ihrem Verlag liest, dann wird diese Personen von ihr auch angesprochen. Sie fragt, wie das Buch gefällt und ob der Leser den Verlag kennt, erst dann gibt sie sich als Verlegerin zu erkennen. Sie hat viele positive und viele überraschte Reaktionen erhalten.

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Andrea Russo hat bereits bei verschiedenen Verlagen Bücher veröffentlicht. Bei dotbooks ist unter ihrem Pseudonym Juliane Albrecht der Roman „Möppelchensex“ erschienen.

Tanja von lesen und mehr und ich hatten beim Bloggerfrühstück die Möglichkeit, mit ihr und ihrem Mann zu sprechen. Dabei haben wir erfahren, dass ihr Mann sein Herz auf der Zunge trägt und daher – wenn er nach seiner Meinung gefragt wird – auch recht unverblümt sagt, was er denkt. Hin und wieder verarbeitete sie ihre Erlebnisse mit ihrem Mann in ihren Büchern. Er hat ebenfalls aus dem Nähkästchen geplaudert und erzählt, dass sie nicht auf den Punkt kreativ sein kann, sondern zum Schreiben „runter kommen“ muss.

Die beiden hatten auch ein paar witzige Anekdoten auf Lager, die unter anderem von Freunden handeln, die den Russos etwas erzählen, um kurz danach darauf hinzuweisen, dass man diese Geschichte dann bitte nicht in einem der Bücher wieder finden möchte. Auch sollte Andrea Russo auf der Shades of Grey-Welle mitschwimmen. „Kannst Du auch erotisch?“ lautete damals die Frage. Sie hat es versucht und hat festgestellt, dass sie es nicht konnte. Da sich ihre Bücher aber auch ohne Erotik gut verkaufen, war das überhaupt kein Problem.

Aktuell schreibt sie an einem neuen Frauenroman und recherchiert dafür ein wenig in der Blogger-Szene. Tanja und ich haben die Ehre, sie dabei zu unterstützen und ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt, was am Ende dabei heraus kommt.

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Das Bloggerfrühstück war leider viel zu kurz, um mit allen Autoren zu sprechen, aber am Ende hat es immerhin noch für ein Foto mit Kirsten Rick und Patrick Hinz gereicht, daher möchte ich Euch die beiden Autoren wenigstens noch vorstellen.

Kirsten Rick hat bei dotbooks bereits mehrere Kurzgeschichten verfasst. 2014 erschienen beispielsweise „Maria räumt auf“ und „Ausgestochen! Eine Plätzchengeschichte.“

Patrick Hinz ist Mitautor des Buches „Liebe lernen – ein Beziehungskurs“, das 2011 erschienen ist und sich mit dem Thema Beziehung und Familie befasst. Bei dotbooks veröffentlichte er im Mai diesen Jahres seinen melancholisch-humorvollen Debütroman „Ich bin Paul“.

Nylons – Erziehung eines Diebes von Nora Schwarz

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  • Nylons – Erziehung eines Diebes von Nora Schwarz
  • Erotische Phantasien – Band 4

Zum Inhalt:

Eine Frau in den 30, die offensichtlich mit sich selbst nicht klar kommt, arbeitet als Detektivin in einer Erotik-Boutiqe und wird auf einen Mann aufmerksam, der mehrfach in das Geschäft kommt und beim fünften Besuch Nylons mitgehen lassen möchte. Die Inhaberin denkt sich zusammen mit der Ladendetektivin eine besondere Bestrafung für ihn aus.


Meine Gedanken zum ebook:

Die Nylons-Novellen sind eine Serie, die sich mit einem Fetisch für Nylons befassen. Vor rund 1 1/2 Jahren habe ich schon einmal ein Buch aus dieser Serie gelesen, das mir sehr viel besser gefallen hat. Nora Schwarz hatte die Story eines Märchens aufgenommen und eine erotische Erzählung daraus gemacht, die schlussendlich nur noch wenig mit dem Märchen gemeinsam hat.

Damals habe ich geschrieben, dass die erotischen Sequenzen sehr niveauvoll gehalten sind und man das Buch nicht mit den gängigen SM-Romanen vergleichen kann. Das ist in diesem Band ganz anders, weniger niveauvoll, aber keineswegs niveaulos, mit einem guten Schuss Einsteiger-SM und einem Ende, das für mich nicht gepasst hat, weil ich etwas ganz anderes erwartet habe.

Dieses Mal vergebe ich nur 3,5 von  Eulen.

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Hitzewelle

in diesem Kurzroman geht es heiss her


Ein Buch für Leser über 16 Jahren


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10) ein Buch, dessen Cover Euch nicht angesprochen hat.

Das Haus in Portofino von Brigitte D’Orazio

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Zum Inhalt:

Nach dem Tod von Claires Vater erfährt diese, dass sie gar nicht seine leibliche Tochter war. Ihr Vater Robert lebt in Italien und möchte den Kontakt zur ihr aufnehmen. Widerwillig lässt sie sich auf eine Reise nach Italien ein.

Mein Kurzfazit:

Tolle Ideen, die man auf mehr als 100 Seiten hätte umsetzen müssen. So wirkt das Buch teilweise, als ob an vielen Stücken gekürzt worden wäre. Anders kann ich mir den platten Verlauf der Handlung nicht erklären. Darüber hinaus haben mich die Gefühle nicht erreicht.

Das reicht leider nicht für mehr als zwei von fünf Eulen.

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ein helles Cover

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das Buch spielt zum Ende des Sommers hin in Italien

Eisprinzessin von Carla Blumberg

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Eisprinzessin von Carla Blumberg
Verlag: dotbook
erschienen im Januar 2015

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Dieses Buch wurde mir über Blogg Dein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wurde ich gebeten, zu verlinken. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

  • Zum Inhalt:

An Sofies 36. Geburtstag findet sie ihren Hamster tot auf. Er war das Abschiedsgeschenk ihres Exfreundes Bert, bevor dieser zu einer Weltumsegelung aufgebrochen ist. Sofies Herz hing zwar noch am Hamster, aber Bert war zwischenzeitlich von Anton aus Sofies Gedanken vertrieben worden. Anton ist das männliche Aktmodell aus Sofies Zeichenkurs und scheint sie so gar nicht wahrzunehmen. Bis sie im Restaurant mit Geschirr nach seiner Begleitung wirft…


  • Meine Meinung:

Die Handlung hat mich stellenweise sehr verwirrt, nicht nur, dass in der Zeit und im Schauplatz hin und her gesprungen wird, auch tauchen plötzlich die verstorbenen Großeltern von Sofie auf – wenigstens sind diese Passagen in der Schriftform abgehoben, so dass ein Gedankensprung hier leichter gefallen ist. Leider habe ich bis zum Ende nicht verstanden, warum die Großeltern in der Geschichte „mitspielen“, denn eine Hilfe sind sie Sofie nicht – weil ja tot – außerdem wird diese Nebenhandlung nicht zu Ende geführt.

Das wiederum zieht sich durch das ganze Buch, immer wieder wird etwas angerissen, aber gar nicht oder nur andeutungsweise beendet. Da ist beispielsweise die Zeichenschule, die dem Klappentext zufolge ein Schauplatz des Kennenlernens ist, im Buch aber nur verzeinzelt auftaucht. Oder aber der Titel dieses Buches „Eisprinzessin“, der auch gleichzeitig der Titel eines Buches, das Anton geschrieben hat. Was es mit diesem Buch auf sich hat, wird jedoch nicht klar, es wird ebenfalls nur am Rande erwähnt.

Außer Sofie, Anton und Bert spielen auch Sofies Mutter und Sofies Freundin Verena eine größere Rolle, allerdings waren mir beide recht unsympathisch, denn von einer Mutter und einer besten Freundin erwarte ich bedingungslosen Rückhalt und den geben ihr beide nicht, im Gegenteil.

Das Cover hat aus meiner Sicht rein gar nichts mit dem Buch zu tun, ich kann mich nicht einmal daran erinnern, dass eine Katze vorgekommen ist. Wenn es ein Tier sein muss, dann hätte wohl am ehesten ein Hamster gepasst.

Ich muss zugeben, es waren einige nette Ideen erkennbar und wenn diese auch ausgearbeitet worden wären, hätte das durchaus ein toller Roman werden können, so aber blieb vieles offen oder war verwirrend, wobei mir vor allem Letzteres die Freunde am Lesen verleidet hat. Daher vergebe ich nur zwei von fünf Eulen.

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Nur Liebe ist schöner von Gabriella Engelmann

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Nur Liebe ist schöner
von Gabriella Engelmann
erschienen im November 2014
bei dotbooks.de


  • Zum Inhalt

Die Freundinnen Nelly, Tinette und Inka haben das gleiche Problem: sie suchen die große Liebe. Nelly hat ihre Sandkastenliebe zum zweiten Mal verloren, Tinette verliebt sich immer in V-Männer, wobei V hier für vergeben steht und Inka fühlt sich zu Männern hingezogen, die weit weg leben. Die drei verbindet eine tolle Frauenfreundschaft,


  • Meine Meinung zum eBook

Mit den drei Protagonistinnen konnte ich mich recht schnell anfreunden, Tinette und Inka haben zwar beide eine kleine Macke, was Männer betrifft, stehen aber mit beiden Beinen fest im Leben. Nelly, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird,  war mir für eine Frau von Mitte 30 zu naiv, aber nicht unsympathisch.

Alle drei stoßen im Laufe der Geschichte auf einen neuen Mann. Doch während Inka zunächst zwischen Hamburg und Salzburg pendelt und Tinette mit den Tücken einer Affäre mit einem verheirateten Mann kämpft, ist der Titel des Romans im Bezug auf die Hauptprotagonistin Nelly irreführend. Nelly verliebt sich zwar, einen verhältnismäßig großen Teil des Romanes nimmt aber die Geschichte um ihre Tätigkeit als Autorin von Liebesromanen ein. Zuerst hat sie eine Schreibblockade, dann will sie hin schmeißen, daraufhin lernt sie jemanden kennen, der ihr neue Ideen aufzeigt, um dann jemanden kennen zu lernen, mit dem sie genau das umsetzen könnte … dieser Teil von Nellys Leben hat mir zu viel Raum eingenommen.

Wirklich enttäuscht hat mich das Ende des Buches.

Zum einen fehlt mir für den Handlungsstrang um Tinette ein Schluss, denn das Letzte, an was ich mich erinnern kann, ist, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie die Beziehung, die sie in diesem Moment hat, so auch weiterführen möchte und dass die Freundinnen einen Plan ausarbeiten möchten, wie Tinette Agenturchefin werden kann. Wie der Plan aussieht oder was daraus wird, darüber schweigt sich die Autorin aus.

Zum zweiten ist das Happy End (ich gehe davon aus, dass das kein Spoilern ist, wenn ich verrate, dass ein Liebesroman ein Happy End hat) für Nelly so plötzlich und in seiner Art unpassend, dass ich zwei Mal nachsehen musste, ob ich nicht irgendwo eine Seite übersehen oder etwas verpasst habe. Das kann man sich in etwa so vorstellen, dass eine heillose Romantikerin ein ganzes Buch lang ihren Traumprinzen sucht und zwischendurch einen potentiellen – eher zurückhaltenden – Kandidaten kennen lernt, der ihr dann auf den letzten zwei Seiten draufgängerisch die Kleider vom Leib reißt. Ganz so ist es nicht gelaufen, aber so ähnlich.

Ich könnte nun berücksichtigen, dass es in diesem Buch nicht nur darum geht, die große Liebe zu finden, sondern vor allem die Freundschaft zwischen den Frauen mit im Vordergrund steht. Dann allerdings muss ich mich fragen, warum Nelly in ihrer großen Not jeweils „zufällig“ genau die richtige Person trifft, die sie mit Ideen oder Inspiration versorgt. Abgesehen davon, dass die Treffen sehr konstruiert waren, hätte ich die Hilfe von den besten Freundinnen erwartet. Da darüber hinaus sowohl Buchtitel, als auch Klappentext etwas ganz anderes versprochen haben, kann ich leider nicht mehr als drei Eulen vergeben.


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Lese ein Buch, dessen Titel aus vier Worten besteht.

Ein Buch, welches kein halbes Jahr auf dem SuB liegt

-> Ich hatte mich im Dezember 2014 bei Blogg Dein Buch beworben, entsprechend liegt es erst seit wenigen Wochen auf meinem SuB. BdB-logo-small2