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Vergessen von Elke Pistor

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Vergessen
von Elke Pistor
Erscheinungsdatum: 08.08.2014
erschienen bei Ullstein


  • Zum Inhalt:

Die Ermittlerin Verena Irlenbusch muss sich neben ihrem Beruf auch um ihre Großmutter Ruth kümmern, deren Alzheimer-Erkrankung immer mehr in den Vordergrund tritt. Sie ist gerade bei Ruth, als ihre Partnerin Leo anruft und sie zu einem Einsatz bestellt. Doch Leo kommt am Einsatzort nie an, sie ist auf der Fahrt mit dem Motorrad verunglückt und wird lange Zeit ausfallen. Der eigensinnige Christoph Todt wird ihr bis auf Weiteres als Partner zur Seite gestellt.

Die beiden müssen den Tod mehrerer Personen aufklären, die sich offensichtlich unter Drogeneinfluss selbst umgebracht haben. Es gibt eine Verbindung zwischen den Toten, mehr noch, es gibt noch weitere Personen, die nun potentielle Opfer sein können. Als auch noch eine Kindesentführung in den Fall hineinspielt, wird es Zeit, dass Verena und Christoph sich zusammen reißen und als Team arbeiten. Aber das ist leichter gesagt, als getan, denn schließlich haben beide noch ein Päckchen aus ihrem Privatleben zu tragen.


  • Meine Gedanken zum Buch:

Elke Pistor befördert den Leser direkt mitten in die Geschichte. Zwei kleine Mädchen spielen Verstecken, schnell macht sich das Bauchgefühl breit, dass einem der beiden Kinder etwas zustoßen wird. Und damit hatte mich die Autorin bereits in den Bann der Geschichte gezogen. Zunächst wollte ich natürlich erfahren, was dem Kind passiert, sobald ich das wusste, geht die Reise in den nächsten Abschnitt. Ein Mann bedroht einen Zahnarzt. Ein Notruf aus einer Arztpraxis, zwei Personen tot. Der Leser bleibt zunächst im Dunklen, weiß nicht, wer hier wie gestorben ist und macht sich seine Gedanken. Doch schon geht es weiter. Eine krebskranke Frau erhält Besuch und stirbt, aber warum? Zurück zur Zahnarztpraxis …

Ich denke, an diesen wenigen Sätzen, die die ersten Seiten beschreiben, ist gut zu sehen, dass es zu Beginn des Buches Schlag auf Schlag geht, die Autorin gibt dem Leser eine Antwort auf eine noch offene Frage und wirft direkt die nächste Frage auf. “Vergessen” hat mich daher von Beginn an gefesselt und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass mich das Buch eine schlaflose Nacht gekostet hat.

Im Laufe der Handlungen spiegelt sich der Buchtitel mehrfach wieder. Es geht nicht nur um die Alzheimer-Erkrankung der Großmutter und deren damit einhergehende Vergesslichkeit, sondern auch darum, dass Menschen versuchen, etwas vergessen zu machen oder zu verdrängen, was einmal passiert ist.

Der Fall ist sehr spannend aufgebaut und wird durch die Disharmonie zwischen den beiden Ermittlern ergänzt. Ich gebe zu, ich hatte recht früh eine Ahnung, wer sich am Ende als Bösewicht heraus kristallisieren wird. Trotzdem war das Ende doch überraschend und hat der Geschichte den letzten Schliff gegeben. Ich habe mich sehr gefreut, zu lesen, dass Elke Pistor Verena und Christoph als neues Ermittlerteam bezeichnet hat, so dass ich mich schon auf einen zweiten Fall der beiden freuen kann.

Nach Eifler Zorn und Kraut und Rübchen ist das nun das dritte Buch der Autorin, das ich gelesen und mit fünf von fünf Eulen belohnt habe.

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Kraut und Rübchen von Elke Pistor

 

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#Werbung

Dieses Buch wurde mir von der Autorin für eine Rezension zur Verfügung gestellt. Da ich außerdem ein Landpaket zum Buch erhalten habe, bin ich verpflichtet, diesen Artikel als Werbung zu kennzeichnen. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt.

 

Kraut und Rübchen
von Elke Pistor
251 Seiten
Emons Verlag
erschienen am 10. Oktober 2013


Zum Inhalt:
Katharinas Tante Marion ist tot und Katharina hat deren Hof auf dem Dorf geerbt. Da sie gerade Probleme mit ihrem Chef und Ex-Liebhaber Björn hat, packt sie ein paar Sachen zusammen und fährt nach Kleinhaulmbach. Dort findet sie das Tagebuch einer Urahnin und auf diesem Weg erfährt sie, dass diese den einen oder anderen Dorfbewohner um die Ecke gebracht hat. Katharina wird in den Bann des Tagebuches gezogen. Aber auch in ihrem Leben wird es turbulent, denn die Dorfbewohner verheimlichen etwas vor ihr, Björn will endlich seinen Artikel, die Tiere auf dem Hof büxen ständig aus und mit dem Tierarzt hat sie sich früher schon gut verstanden…


Besonderheiten:
Die Geschichte ist als Buch im Buch aufgebaut. Katharina findet im geerbten Haus ein Tagebuch und der Leser kann mit ihr zusammen verfolgen, was ihre Ahnin Hilda erlebt hat.


Cover und Aufbau:
Das Cover ist vergleichbar mit den Covern der Naturpflanzenbücher meines Opas ;) Der Einband innen ist einer Blümchentapete nachempfunden und klappbar. Zu Beginn jeden Kapitels wird eine Pflanze und ihre Wirkung vorgestellt, die oft im Kapitel selbst wieder aufgegriffen wird. Am Ende des Buches führt die Autorin einige Speisen und Getränke auf, die im Landkrimi eine Rolle spielen und präsentiert das dazu gehörende Rezept.

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Protagonisten:
Katharina hat Marion, die Schwester ihres Vaters in ihrer Kindheit des öfteren besucht, aber in den letzten Jahren hat sie sie eher selten gesehen. Sie sieht sich selbst als Stadtkind und muss sich erst an das Dorfleben gewöhnen. Katharina war mir von Anfang an sympathisch und auch wenn sie stellenweise ein wenig paranoid wirkt, kann ich ihre Denkweise nachvollziehen.

Hilda ist Magd auf einem Hof und hat sich ein umfangreiches Wissen über Naturheilkunde angeeignet. Ihre Herrin bringt ihr Lesen und Schreiben bei und so fängt sie an, ihre Forschungen aufzuzeichnen und eines Tages auch, Tagebuch zu führen. Sie tötet Menschen, aber nicht aus Habgier, sondern damit es anderen besser geht.


Mein Eindruck:
Elke Pistor lässt in diesem Landkrimi zwei Handlungsstränge laufen. Zum einen lebt der Leser sich mit Katharina in die Dorfgemeinschaft ein, zum anderen liest er gleichzeitig mit Katharina im Tagebuch.

Vor allem das Tagebuch und die Geschichte von Hilda hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihr weiter geht, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Elke Pistor hat es geschafft, Hilda so darzustellen, dass ich sie auf keinen Fall für ihre Taten verurteilt habe, sie hat immer selbstlos zum Wohle anderer gehandelt.

Auch wenn man sich zwischenzeitlich seinen Teil denken musste, waren beide Handlungsstränge schlüssig.

Den potentiellen Leser möchte ich dringend darauf aufmerksam machen, dass die Geschichte mit einer guten Prise schwarzen Humors gewürzt ist.

Im ganzen Buch habe ich einen einzigen Fehler gefunden, denn eine Schlüsselperson wird im Text mit einem anderen Vornamen vorgestellt, als dem, den er bei seinem Tod trägt, da werde ich bei der Autorin mal nachfassen ;)


Mein Fazit:
Den Begriff Landkrimi kann man hier einerseits wörtlich nehmen, andererseits darf man sich vom Begriff “Krimi” nicht in die Irre leiten lassen, denn einen Kriminalfall, wie man ihn als Leser der Eifelkrimis von Elke Pistor kennt, findet man hier nicht.

Von mir gibt es fünf von fünf Sterne für dieses wunderbare Buch und ein herzliches Dankeschön an Elke Pistor für das schöne Landpaket :)

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Post von einer Mörderischen Schwester

Die Mörderischen Schwestern e.V. ist ein Netzwerk deutschsprachiger Krimiautorinnen und Elke Pistor ist eine dieser Autorinnen. Im Oktober 2012 durfte ich ihr Buch Eifler Zorn vorab lesen und war total begeistert.

Am 10. Oktober 2013 erschien nun ihr neues Buch, der Landkrimi Kraut und Rübchen. Ich bin eine von 25 BloggerInnen die mit einem tollen Landpaket beglückt worden sind und das möchte ich Euch heute näher vorstellen.

Alles Wissenswerte zum Buch erfahrt Ihr bei Elke Pistor, unter anderem auch, wo Ihr ein signiertes Exemplar bestellen könnt, die Lieferung erfolgt ohne Porto- und Versandkosten :)

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Glückspilz

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Von Buchneuheit.de habe ich über die Aktion #weristnora diesen Roman erhalten. Nach dem Sneak Video sollte man raten, um welches Buch es sich handelt, ich (naiv wie ich bin :D ) dachte an einen Thriller, allerdings hatten die Misshandlungen nicht mit einem Thriller, sondern mit SM zu tun … freut Euch auf die Rezension ;-)

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Elke Pistor hat mir gleich ein ganzes Paket rund um ihren neuen Roman zukommen lassen, das Paket stelle ich Euch in Kürze noch im Einzelnen vor :)

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Und auch bei Vorablesen hatte ich mal wieder Losglück.

Eifler Zorn von Elke Pistor

Eifler Zorn von Elke Pistor
Hermann-Josef Emons Verlag
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2012

Zum Inhalt

Ina Reichl ist Schutzpolizistin in Gemünd und wird mit ihrer Kollegin Sandra Kobler zu einer Baustelle gerufen. Eine Baggerführerin ist beim Abriss eines Anwesens auf eine Holzkiste mit einer Leiche gestossen. Dem Toten wurden postmortal die Hände abgetrennt. Die Leiche ist nicht verwest, der Arzt geht aber davon aus, dass sie schon länger in der Kiste gelegen hat, doch es gibt keine Vermisstenmeldung, die zu dem Toten passen würde.

Zur gleichen Zeit werden im Nationalpark unerlaubte Feuerstellen gefunden, die vom Aufbau her an ein satanistisches Ritual erinnern.

Die Ermittlungen der Polizei laufen in beiden Fällen auf Hochtouren, als auf der Baustelle eine weitere Leiche gefunden wird. Der Mord geschah erst wenige Stunden zuvor und auch dieser Leiche wurden die Hände abgetrennt.

Die Polizei hat alle Hände voll zu tun, denn es stellt sich heraus, dass eine vermeindliche Satanistin einen der Toten gekannt hat. Es dauert aber noch einige Zeit, bis die Ermittler heraus finden, wie die Fälle zusammen hängen.

Im Prolog, der im Jahr 1903 spielt, wurde ein Junge gefesselt und gefoltert. Es hat den Anschein, als ob der Prolog mit einem zweiten Handlungsstrang verbunden ist, der in der Vergangenheit spielt und in dem der Leser von Paul erfährt, dessen Schwester an Diphterie stirbt. Nach ihrem Tod schaltet sich die Jugendfürsorge ein. Die Kinder werden aus der Familie heraus gerissen und Paul kommt in ein Heim, das von starker Hand geführt wird und wer sich nicht anpasst, hat mit schlimmen Konsequenzen zu rechnen…


Meine Meinung

Eifler Zorn ist das dritte Buch aus einer Reihe um Ina Reichl. Elke Pistor macht es ihren neuen Lesern sehr leicht, sich einzufinden. Die Autorin erzählt von Inas Vergangenheit und innerhalb weniger Seiten weiß der Leser den Großteil dessen, was man über die Polizistin wissen muss, um der Geschichte folgen zu können.

Der erste Todesfall hat mich nicht sofort in den Bann gezogen, aber als nach und nach klar wird, wer mit wem wie zusammenhängt, war ich gefesselt von der Geschichte. Mit dem zweiten Toten habe ich angefangen, Vermutungen anzustellen, wer der Mörder gewesen sein könnte. Das Ende hat mich dennoch überrascht, denn den wirklichen Mörder hatte ich gar nicht auf der Rechnung.

Der Handlungsstrang um den Jungen Paul spielt für den Krimi-Plot nur eine untergeordnete Rolle. Er ist eher im geschichtlichen, als im kriminalistischen Sinne spannend,  aber nicht minder interessant, zeigt er doch auf, wie es armen Familien zu Beginn des 20. Jahrhunderts ergangen sein kann oder muss.

Die gesamte Geschichte wird erweitert um die Probleme von berufstätigen Müttern pubertierender Töchter, die vielen Leserinnen bekannt vorkommen dürften. Darüber hinaus geht Elke Pistor einfühlsam auf ein Täter-Opfer-Verhältnis ein, zu dem ich nicht mehr verraten möchte, als dass es ein Thema ist, das oftmals totgeschwiegen wird.

Mich hat das Buch angesprochen, weil es mehr bietet, als einen “normalen” Kriminalfall. Die Autorin erzählt von Schatten der Vergangenheit und Zwängen, von seelischem Leid und Mobbing, von Schuldgefühlen und Abhängigkeit. Die Geschichte ist keine pure Unterhaltung, sondern regt zum Nachdenken an.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich ausserdem, dass vor dem Prolog ein Zitat aus dem Lied “Still” von Jupiter Jones zu finden ist. Dieses Lied von der Punkrockband aus der Eifel gehört zu meinen Lieblingsliedern. Damit war bereits der Einstieg wie für mich gemacht :) und auch sonst hat mich “Eifler Zorn” absolut überzeugt.

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Vielen Dank an die Autorin, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Flashback #35

Vergangene Woche sind wieder verschiedene Bücher bei mir eingetrudelt:

“Susannah” habe ich als Wanderbuch über lovelybooks erhalten.

“Todesnähe” darf ich für vorablesen rezensieren.

Dieses Buch kam sehr überraschend, der Verlag Blanvalet hat es mir zugesandt. Da “Ich soll nicht töten” erst im Juli 2013 erscheinen wird, darf ich die Rezension auch erst im Juli 2013 veröffentlichen … fast ein Jahr Vorfreude ;)

Das Kinderbuch “Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln” gehört zu einer Leserunde auf lovelybooks.

Und Elke Pistor gibt mir die Möglichkeit, ihr Buch “Eifler Zorn” vorab zu lesen, doch auch hier wird es noch einige Wochen dauern, bis Ihr eine Rezension lesen werdet (Oktober 2012).

Als kleines “Goodie” kam noch eine Probe von Alien von Thierry Mugler.

Einen Beitrag dieser Woche möchte ich Euch auch noch ans Herz legen: Zeigt mir Eure Stadt von MelliausOsna. Sobald ich Zeit habe, die Fotos zu schiessen, werde ich Euch meine Stadt auch vorstellen.