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Flitterwochen von Anne Hertz

 

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Flitterwochen von Anne Hertz
erschienen am 01. März 2013
im Verlag Knaur

Zum Inhalt:
Es ist nicht Tines Tag. Zuerst hat sie Ärger mit dem Direktor ihrer Schule, dann verdächtigt man sie des Banküberfalls und wird zur mutmaßlichen Geiselnehmerin. Die Chancen, dass die Polizei ihr Glauben schenkt, wenn sie behauptet, dass sie die Spielzeugpistole, die sie einem ihrer Schüler abgenommen hat, am Bankschalter versehentlich aus der Handtasche gezogen hat und sich die Geisel ihr förmlich an den Hals geworfen hat, gehen gegen Null.
Ihre einzige Hoffnung ist, dass ihre “Geisel”, Oma Strelow, die Sache bei der Polizei aufklärt. Aber die stellt eine Bedingungen. Tine soll sie und ihren Pfleger Jan nach Pommern fahren, damit sie dort die Asche ihres Mannes auf dem Meer vertreuen kann. Das würde Tini ja auch liebend gerne machen, wenn sie damit den Kopf aus der Schlinge ziehen kann, allerdings hat sie dafür nicht einmal 48 Stunden Zeit, denn sie muss zusammen mit ihrem Freund Alexander einen Flieger Richtung Seychellen erreichen, wo die beiden in den Osterferien heiraten wollen.

Meine Meinung zum Buch:
Tine Samstag ist 30, Lehrerin und verlobt mit dem bekannten und reichen Banker Alexander Wellenstein, den sie im Urlaub auf den Seychellen heiraten wird. Und mal ehrlich, jede Frau wird verstehen, dass man so ein klingelndes Handy nicht ohne Weiteres in den tiefen der Handtasche findet, dass Tine statt des Handys die Spielzeugpistole in der Hand hält, ist einfach dumm gelaufen.
Oma Strelow geht zielstrebig auf die 90 zu, aber trotz gelegentlicher Aussetzer steht sie mit beiden Beinen fest im Leben und weiß, was sie will: mit der Urne nach Pommern. Ihre Kinder kümmern sich kaum um sie und so muss Oma Strelow eben schauen, wo sie bleibt. Zum Leidwesen von Tine.
Jan hat eigentlich Germanistik studiert und ist nur kurz für seine Mutter bei Oma Strelow eingesprungen. Er hat also keine Pflegeerfahrung, aber Oma Strelow kennt ihn schon eine ganze Weile und Jan hat sich intensiv mit der alten Dame beschäftigt, so dass er mit ihren Aussetzern gut umgehen kann.
Die drei Protagonisten des Romans sind – jeder auf seine Weise – sehr liebenswert und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.
Eigentlich hatte ich einen Roadtrip – einmal Pommern und zurück – erwartet, aber wie es der Zufall will, stößt die kleine Reisegesellschaft in Polen auf Jans Verwandtschaft. Dort wird es dann richtig chaotisch – und ehrlich gesagt auch sehr unglaubwürdig, was mich aber überhaupt nicht gestört hat ;)
Ich habe bereits zwei Frauenromane von Anne Hertz gelesen und mag den lockeren Schreibstil. Die Geschichte hat mich unterhalten und war sehr kurzweilig, unter anderem weil es Schlag auf Schlag ging. Das Autorenduo Scheunemann / Lorenz hat mir mit diesem Buch ein Land näher gebracht, was ich gar nicht kenne. Sie erzählen sehr bildhaft von den schönen Städten, Sehenswürdigkeiten und Stränden Polens, und nehmen dabei sowohl die Polen, als auch die Deutschen gehörig aufs Korn.
Wie es sich für einen Frauenroman gehört, bietet Flitterwochen auch etwas fürs Herz, mal chaotisch, mal mit Tiefgang, aber immer mit ganz viel Gefühl.

Mein Fazit:
Wer bereit ist, sich auf einen unrealistischen Roadtrip mit großer polnischer Verwandtschaft und viel Alkohol einzulassen, dem kann ich Flitterwochen ans Herz legen. Ich konnte mich darauf einlassen und vergebe daher fünf von fünf Eulen.
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ein Buch das von mindestens zwei Autoren (männlich und / oder weiblich) geschrieben wurde
ein Buch, welches Du schnell gelesen hast
innerhalb von 3,5 Stunden bis morgens um 2 Uhr ;)
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Ziemlich unverbesserlich von Frauke Scheunemann

Rezensionen (1)

Ziemlich unverbesserlich von Frauke Scheunemann
erschienen am 23. März 2015
bei Der Hörverlag
gelesen von Marie Bierstedt


Zum Inhalt:
Die Rechtsanwältin Nikola Petersen ist Ende 30, verwitwet und Mutter von zwei Kindern. Seit dem Tod ihres Mannes lebt sie zusammen mit ihren Kindern bei ihrer Schwiegermutter Gisela.

Als Giselas gut aussehender Nachbar Tiziano Schwierigkeiten mit der Staatsanwaltschaft ins Haus stehen, übernimmt Nikola den Fall, obwohl sie eher im Familienrecht, als im Strafrecht zuhause ist. Hilfe sucht sie sich bei “Mister Knackarsch”, einem Anwalt, der vor kurzem eine benachbarte Kanzlei übernommen hat. Alsbald geben sich Nikolas Verehrer die Klinke in die Hand. Doch die ist vollauf mit ihrem neuen Fall beschäftigt, der ungeahnte Ausmaße annimmt.


Meine Gedanken zum Buch:
Nikolas Mann starb vor mehr als vier Jahren bei einem Autounfall und hinterließ sie und die beiden Kindern. Tessa steckt mitten in der Pubertät, während Max noch den Kindergarten besucht.

Nach dem Schicksalsschlag musste Nikola ihr Leben schon wegen der Kinder selbst in die Hand nehmen. Sie arbeitet wieder in der Anwaltssozietät, die sie zusammen mit ihrem Mann und dessen besten Freund Alexander gegründet hatte. Um Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, ist sie zu ihrer Schwiegermutter Gisela aufs Land gezogen.

Gisela ist eine resolute Frau, die ihrer Schwiegertochter zur Seite steht und sich generell gerne um andere Menschen kümmert. Neben der Familie Petersen und den beiden Anwaltskollegen gibt es viele weitere – allesamt liebenswerte – Nebendarsteller.

Frauke Scheunemann ist eine Hälfte des Autorenduos Anne Hertz. Die Geschichte um Nikola, ihre Verehrer und den Fall hat sie gut konstruiert und zusätzlich mehrere Nebenhandlungen eingeflochten, so dass jedem Nebendarsteller noch eine eigene kleine Geschichte zuteil wurde.

Die Sprecherin Marie Bierstedt hat die Handlung und auch die Gefühlswelten, gerade auch der Kinder, wunderbar vermittelt. Durch sie wurde dieser unterhaltsame Roman, der mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht hat, zu einem Hörerlebnis.

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Ihr wundert Euch vielleicht, hier auch ein Foto des Buches zu finden, wo ich doch das Hörbuch schon mein Eigen nennen durfte. Das hat einen guten Grund. Am ersten Maiwochenende habe ich mich mit einigen BloggerInnen in Berlin getroffen. Zu unserem Programm gehörte es natürlich auch, uns die Stadt anzusehen.

Unter anderem waren wir am 1. Mai auf dem Bebelplatz. DieserPlatz im Stadtteil Berlin Mitte war am 10. Mai 1933 ein Schauplatz der Bücherverbrennung, als Studenten, Professoren und Mitglieder der SA und der SS Bücher von “undeutschen” Autoren wie Freud, Kästner, Mann und Tucholsky.

Durch eine gläserne Bodenplatte auf dem Platz kann man in einen unterirdischen Raum mit weißen Bücherregalen blicken.

Auf dem Bebelplatz fand Ende April / Anfang Mai das StadtLesen statt. Beim StadtLesen wird Interessierten die Möglichkeit geboten, sich ein Buch aus einem Regal zu ziehen, es sich auf einem der vielen Sitzsäcke gemütlich zu machen und unter freiem Himmel zu lesen. Da klar war, dass wir nicht mehrere Stunden bleiben würden, habe ich nach einem weniger umfangreichen Buch gesucht, dass ich in verhältnismässiger kurzer Zeit lesen wollte. Bei meiner Suche durch die vorhandenen Bücher bin ich dann auf “Ziemlich unverbesserlich” gestoßen. Das Hörbuch hatte ich noch auf dem Weg zum Flughafen bis zu ca. 75% gehört und so bot es sich natürlich an, den Roman fertig zu lesen, statt fertig zu hören.

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Dieses Hörbuch erhält von mir fünf von fünf Eulen.

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Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Meinung. Für den Artikel wurde ich weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.