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Das Lied der Wächter – Das Erwachen von Thomas Erle

Das Lied der Wächter-Trilogie
Band 1: Das Erwachen
von Thomas Erle
erschienen am 4. Oktober 2018
bei Gmeiner


  • Der Protagonist und seine Geschichte

Felix war gerade ein paar Monate alt, als der Schwarzwald nach einem verheerenden Atomunfall evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich ist die ganze Region unbewohnbar.

Erst an seinem 16. Geburtstag erfährt er, dass seine Eltern sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Wanderung befanden, von der sie nicht mehr zurückgekehrt sind und dass die Frau, die er bisher für seine Mutter hielt, in Wirklichkeit seine Tante ist.

Er macht sich auf Spurensuche und findet heraus, dass die Regierung ein falsches Spiel spielt, denn es gibt sehr wohl noch Menschen hinter dem Zaun. Er muss wissen, ob seine Eltern noch leben und dringt in die Sperrzone ein. Dort stößt er auf eine unheimliche Kraft, die alles Lebendige gefährdet, was sich jenseits des Zaunes befindet.


  • Meine Gedanken zum Buch

Die Geschichte startet mit der Wanderung von Felix Eltern, mit seltsamen Vorkommnissen und Wetterkapriolen, der „Vorspann“ endet mit dem Eintritt der Katastrophe, so dass auch der Leser nicht weiß, wie und ob es mit den beiden weiterging. Es folgt der Sprung zu Felix, der zunächst nur etwas über seine Eltern erfahren möchte und dann immer tiefer hinein gezogen wird in die Recherchen seines Onkels und einer Gruppe, die vor 16 Jahren Menschen hinter dem Zaun verloren haben und fest daran glauben, dass es dort noch Leben gibt

Auf der Buchmesse hatte ich die Möglichkeit, mich mit anderen Lesern auszutauschen und wir haben darüber gesprochen, in welches  Genre wir den Roman einordnen würden.

Es ist für mich kein typischer Fantasy-Roman, eher mystisch und vor allem spannend und zwar so spannend, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte. Die Vorstellung, dass so ein riesiges Gebiet wie der Schwarzwald zur Sperrzone erklärt wird, hat mich bewegt, sicherlich hat dabei eine Rolle gespielt, dass ich die Region kenne, weil ich am Rand des Südschwarzwalds aufgewachsen bin und die Strecke, die Felix in diesem ersten Teil der Trilogie zurücklegt, gedanklich verfolgen konnte.

Das Leben der Menschen, die noch im Schwarzwald leben, wurde um Jahrzehnte zurück gesetzt, sie mussten sich Gedanken darüber machen, wie man kocht und Lebensmittel kühlt, wie macht man Feuer, Licht, was isst man. Das hat dem Schwarzwald etwas Ursprüngliches zurück gegeben. Ich fand das aber so interessant, weil die Menschen zu dem Zeitpunkt die Elektrizität schon kannten und zu diesem Bekannten dann eben Alternativen suchen mussten.

Der Autor erzählt hier eine Geschichte über die Folgen einer Atomkatastrophe, die – so unglaublich sie auch klingen mag – durchaus vorstellbar ist. Natürlich muss man als Leser dieses Buches bereit sein, sich auf das mystische, diese unheimliche Kraft, einzulassen. Sie ist immer wieder da und doch streift Thomas Erle die Thematik nur und klärt nicht auf, was dahinter steckt, so dass ich am Ende fasziniert zurückgeblieben bin und natürlich wissen wollte, wie es weitergeht.

„Das Erwachen“ hat mich aufgewühlt und bewegt und  es hat mich von den Socken gehauen. Ich bin sehr gespannt, was in der Trilogie um „Das Lied der Wächter“ noch passiert und ich hoffe so sehr, dass Thomas Erle das Niveau dieses ersten Teils halten kann.

Keine Frage, ich vergebe fünf von fünf Eulen.

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Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei

-> Deutschland

Blogger-Event bei Gmeiner #unheimlicheKraft

Eine tolle Einladung von Gmeiner, gedruckt auf Pergament, erreichte mich im September. Werde selbst Teil der Saga… hieß es da.

Dem Klappentext konnte ich entnehmen, dass die Trilogie „Das Lied der Wächter“ im Schwarzwald spielt, der nach einem verheerenden Atomunfall vor 16 Jahren evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich sei das Gebiet unbewohnbar.

Felix war damals gerade ein paar Monate alt. Erst an seinem 16. Geburtstag erfährt er, dass seine Eltern sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Wanderung befanden, von der sie nicht mehr zurückgekehrt sind. Er macht sich auf Spurensuche und findet heraus, dass die Regierung ein falsches Spiel spielt, denn es gibt sehr wohl noch Menschen, die hinter dem Zaun leben. Er muss wissen, ob seine Eltern noch leben und dringt in die Sperrzone ein. Dort stößt er auf eine #unheimlicheKraft, die alles Leben jenseits des Zaunes bedroht.

Beim Blogger-Event wollten Autor Thomas Erle und der Gmeiner-Verlag wissen, wie wir das Buch einordnen würden. Es ist für mich kein typischer Fantasy-Roman, eher mystisch und vor allem spannend. Die Vorstellung, dass so ein riesiges Gebiet zur Sperrzone erklärt wird, hat mich bewegt, sicherlich hat dabei eine Rolle gespielt, dass ich die Region kenne, weil ich am Rand des Südschwarzwalds aufgewachsen bin.

Der Autor erzählt hier eine Geschichte, die – so unglaublich sie auch klingen mag – durchaus vorstellbar ist. Natürlich muss man als Leser bereit sein, sich auf das mystische, diese unheimliche Kraft, einzulassen. Sie ist immer wieder da und doch streift Thomas Erle die Thematik nur und klärt nicht auf, was dahinter steckt, so dass ich am Ende fasziniert zurückgeblieben bin und natürlich wissen wollte, wie es weitergeht.

Der 2. Band erscheint erst im März 2019, aber der Verlag hatte in der Einladung eine „exklusive Preview“ versprochen. Ich hatte mir darunter vorgestellt, dass der Autor einen kleinen Einblick gibt, wie es weiter geht. Aber Gmeiner hat sich etwas ausgedacht, was mich schon fast umgehauen hat, der Verlag hat uns ein Kapitel des zweiten Bandes zur Verfügung gestellt. Allerdings bin ich nun nur noch mehr „angefixt“ und kann Band 2 nicht mehr erwarten!

Meine 5-Sterne-Rezension folgt in Kürze, ihr dürft gespannt sein!

Am Blogger-Event durften wir auch noch etwas testen: Tannenliebe, eine Bio-Limonade, süß-herb, die ganz leicht nach Tanne schmeckt. Hört sich ungewöhnlich an, war aber wirklich lecker, für mich genau die richtige Mischung, nicht zuviel Tanne und nicht zu süß .

Osterfeuer von Ella Danz

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Osterfeuer
von Ella Danz
Band 1 von 9 der Angermüller-Serie

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Hörbuch: RADIOROPA
erschienen am 18. Januar 2008

  • Inhalt

Trude ist vor einigen Jahren aus Berlin nach Ostholstein gezogen und wird über Ostern von ihren besten Freundinnen Betty und Iris besucht. Als die beiden ankommen, stellt Trude fest, dass auch Margot mit an Bord ist, die Frau, mit der sie bereits vor längerer Zeit gebrochen hat.

Margot kommt an keinem Mann vorbei, das war früher schon so und daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch in der Nacht, in der traditionell das Osterfeuer entzündet wird, hat sie viele Verehrer. Als sie am nächsten Morgen ermordet aufgefunden wird, ist die Liste der Verdächtigen daher recht umfangreich und Hauptkommissar Georg Angermüller hat alle Hände voll zu tun, um den wahren Täter zu finden.

  • Meine Meinung zum Buch

Das erste Kapitel war sehr lang und im Grunde eher handlungsarm. Ella Danz lässt eine Figur nach der anderen in die Geschichte einfließen und beschreibt die ostholsteinische Heimat von Trude Kampmann. Ich konnte mir zwar den Mühlenhof, auf dem Trude mit ihrer Familie lebt, gut vorstellen, aber hier hat mir etwas mehr Handlung gefehlt. Zusammenfassend kommen die Freundinnen in Warnstedt an, man geht spazieren, trinkt Kaffee, erinnert sich an alte Zeiten und plant das große Hoffest. Immerhin kommt am Ende des ersten Kapitels zum großen Knall, Margot wird ermordet.

Das zweite Kapitel ist ähnlich aufgebaut. Die Autorin führt die Polizisten in die Handlung ein und beleuchtet ausführlich den familiären Hintergrund ihres Protagonisten. Da Trude Kampmann Erfolg mit dem Schreiben von Kochbüchern hat und der Hauptkommissar ein Freund guter Küche ist, sind Kochen und Essen ebenfalls ein scheinbar unerschöpfliches Thema.

Bis zu diese Zeitpunkt war die Geschichte eher unspektakulär und auch nicht spannend. Ich habe mich vom Hörbuch berieseln lassen, ohne wirklich konzentriert zuzuhören.

Der Kriminalfall selbst ist dann spannend konzipiert und auch wenn ich bereits frühzeitig den richtigen Verdacht hatte, hat mir dieser Teil dann gut gefallen, weil immer wieder neue Verdächtige aufgetaucht sind, die dann wieder entlastet wurden.

Die Stimme der Sprecherin des Hörbuches, Antje Temler, fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Sie konnte mich leider gar nicht überzeugen.

Insgesamt reicht es daher für 3,5 von 5 Eulen.

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Aufgabe 18 – ein Buch rund um das Thema Frühling oder Ostern im Titel oder auf dem Cover

Autor: Danz, Ella
Titel: Osterfeuer
Charakter: Georg
Ort : Warstedt

Verlags-vielfalt-Challenge 2.0

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Weinrache von Susanne Kronenberg

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Weinrache
von Susanne Kronenberg
277 Seiten
erschienen am 01. Juli 2007
im Gmeiner Verlag


  • Inhalt

Die frühere Polizistin Norma Tann und ihr Mann Arthur gehen seit geraumer Zeit getrennte Wege. Während einer Autofahrt geraten die beiden in Streit, Arthur steigt aus und verschwindet, keiner weiß, wo er abgeblieben ist.

Nur wenig später wird ein guter Bekannter von Arthur, Moritz Fischer, an einem Stand auf der „Rheingauer Weinwoche“ in Wiesbaden erschossen. Norma kann den mutmaßlichen Schützen zwar verfolgen, verliert ihn aber.

Während die ehemaligen Kollegen Norma zunächst als Zeugin im Mordfall vernehmen, gerät sie wegen des Verschwindens ihres Mannes ins Fadenkreuz der Ermittler. Da ist es nicht gerade zuträglich, dass Norma von einem Traum verfolgt wird, in der Arthur vor ihrem Wagen steht und sie aufs Gaspedal drückt – hat sie Arthur womöglich überfahren und verdrängt die Tat nun?


  • Protagonistin

Norma Tann hat ihren Mann Arthur vor rund einem Jahr nach Kolumbien begleitet, wo die beiden entführt worden waren. In der Folge hat sie ihren Polizeiberuf an den Nagel gehängt und schlägt sich nun als private Ermittlerin durch. Auf dem Weinfest hilft sie im Verkauf, um finanziell besser über die Runden zu kommen.

Was in Kolumbien alles passiert ist, erfährt der Leser erst nach und nach. Die Tatsache, dass Norma den Dienst quittiert hat und die Kollegen nicht wissen, was wirklich passiert ist, trägt dazu bei, dass die Kollegen ihr nicht unvoreingenommen gegenüber treten.


  • Schauplatz

Da es sich um einen Regionalkrimi handelt, spielt hier die Stadt Wiesbaden und der Rheingau eine wesentliche Rolle. Susanne Kronenberg lässt den Mord auf der Weinwoche passieren, einem Weinfest, dass tatsächlich Jahr für Jahr viele Menschen anzieht.

Auch sollte man wissen, dass Wiesbaden eine große architektonische Vielfalt bietet, denn auch diese spielt eine große Rolle in diesem Buch.


  • Meine Gedanken zum Buch

Wenn ich alleine den Spannungsbogen bewerten müsste, würde ich dem Buch vier bis fünf Sterne geben, denn gefesselt hat mich die Handlung schon von Anfang an.

Allerdings bin ich mit den Charakteren nicht warm geworden. Dies betrifft sowohl die Protagonistin, wie auch ihre Ex-Kollegen, den Schwiegervater oder die Bekannten ihres Mannes.

Was mir gar nicht gefallen hat, war die Auflösung der Geschichte. Sie war zwar gut konstruiert, aber hätte ruhig etwas ausführlicher ausfallen dürfen. So hatte ich den Eindruck, dass es eine Maximal-Seitenzahl gab, die die Autorin durch Streichungen am Ende einzuhalten versucht hatte.


  • Fazit

Ein Krimi sollte spannend sein. Das trifft hier zu. Ein Kriminalfall sollte gut konstruiert sein, auch das trifft hier zu. Im besten Fall hat man als Leser eine Ahnung, wer der Täter sein könnte und am Ende liegt man völlig falsch. Das trifft hier nicht zu, allerdings hatte ich die Beweggründe des Täters so nicht erwartet, was mich dann wieder positiv überrascht hat.

Insgesamt würde ich sagen, dass Susanne Kronenberg mit diesem Buch nicht an andere Regionalkrimi-Autoren, die ich gerne lese, herankommt. Daher vergebe ich 3,5 von 5 Eulen.

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