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Samhain und der keltische Gott der Toten

Samhain ist der Sonnengott und bei ihm bedankten sich die Kelten am 31. Oktober jeden Jahres für die Ernte, die sie einfahren konnten. Gleichzeitig gedachten sie an diesem Tag auch der Seelen der Verstorbenen. Und in der folgenden Nacht wurden Samhain, den Sonnengott, vom keltischen Gott der Toten abgelöst, der die dunkle Jahreszeit regierte.

Die Kelten waren der Meinung, dass die Seelen der Verstorbenen in dieser Nacht zurückkehren in ihre Häuser und dass Seelen, die ohne Heimat waren oder ihr Haus nicht fanden, in dieser Nacht spukten.

Viele hundert Jahre später wurde der 1. November zu “Allerheiligen” und der Tag zuvor entsprechend zum Abend vor Allerheiligen, auf englisch ‚All Hallows’ Evening’  abgekürzt ‚Hallows’ E’en’. Und heute? Heute nennen wir den Abend oder die Nacht Halloween.

(Ausführlich nachzulesen ist die Geschichte auf Zzzebra.)

Bis vor einigen Jahren konnte ich mit Halloween nichts anfangen. Halloween zu ignorieren ist allerdings in einer Region, in der viele tausend Amerikaner leben, unmöglich. Meine Kids konnten sich natürlich begeistern, nicht nur für die Deko, sondern natürlich auch für die Süssigkeiten. Als dann 2010 zum ersten Mal die große Halloween-Parade in Kaiserslautern statt fand, waren wir unter den knapp 30.000 Zuschauern. Noch viel viel mehr sollten es im Jahr darauf werden und weil es uns bei der Premiere schon gefallen hatte, waren wir natürlich wieder dabei.

Aber wie es so ist, in Kaiserslautern, was Geld kostet, wird gekippt. 2012 hiess es, dass die Parade nur noch alle zwei Jahre stattfinden wird und – wer hatte etwas anderes erwartet – dieses Jahr wurde dann unter der Hand verbreitet, dass es die Halloween City Parade gar nicht mehr geben wird. Sehr sehr schade.

Im vergangenen Jahr waren meine Mädels dann mit Freunden unterwegs, wie gesagt, durch die vielen Amis in der Stadt und in der Region ist das durchaus üblich hier. In diesem Jahr haben wir sogar eine Einladung zum “Halloweenlaufen” für die ganze Familie bekommen, mit Verkleidungspflicht. Die Einladung wird uns aus der Stadt heraus führen in ein Dorf in der näheren Umgebung, wo unsere Freunde in einem Wohngebiet mit sehr vielen amerikanischen Familien wohnen und das wird bestimmt nochmal was ganz anderes werden. Aber ich bin gespannt.

Fürs Erste haben meine Mädels mit ihrem Opa bereits die Kürbisse geschnitzt. Die werden vermutlich nicht bis Halloween durchhalten, aber da wir die Großeltern erst wieder nach Halloween sehen, zieren die beiden Gesellen eben  nun schon unser Haus.

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Halloween City Parade in Kaiserslautern

Ganz großes Kino, ehrlich, ich bin begeistert, was die Leute in Kaiserslautern da auf die Beine gestellt haben.Aber fangen wir von vorne an. Wir haben uns am frühen Nachmittag mit mehreren Familien in der Stadt getroffen, weil wir am Kinderumzug um 15 Uhr teilnehmen wollten. Wir hatten gelesen, dass auch in der Buchhandlung “Thalia” Kinder geschminkt wurden und hatten Glück, dass nicht so viele Kinder vor unseren dran waren.

Danach sind wir gleich zum Altenhof, wo der Kinderumzug starten sollte. Wir hatten uns für den Kinderumzug entschieden, da wir Kinder ab drei Jahren dabei hatten und nicht wussten, wie die auf das abendliche Treiben reagieren würden – daher also die Teilnahme an der “harmlosen” Fassung des Umzuges. Eigentlich. Denn nach der One-Man-Show von Frau M. (Lautrer wissen bestimmt, wen ich meine) und noch bevor der Umzug eigentlich gestartet ist, hatten wir schon genug und sind Richtung Stiftskirche gepilgert.

Wir sind mehrfach auf zwei Guggenmusiken getroffen und ich hatte den Eindruck, dass gefällt den Leuten. Uns übrigens auch. Am Stiftsplatz hat ein Feuerkünstler – nennt man das so? – sein Können gezeigt. Feuer – für Kinder natürlich toll anzuschauen, wir können nur hoffen, dass sie nicht versuchen, es daheim nachzumachen ;)

Eigentlich waren wir unterwegs, um uns den Kinderumzug anzuschauen, nach dem wir eben nicht mehr mitlaufen wollten, aber gesehen haben wir den Umzug nicht mehr. Was meiner Meinung nach auch kein Wunder war, da es alles etwas chaotisch wirkte.

Gegen 16 Uhr wollten wir eine Runde mit dem “Kiddy Train” durch die Innenstadt drehen, haben dann aber festgestellt, dass die Rundfahrten nur bis 16 Uhr geplant waren und der Zug danach auf den Stiftsplatz gefahren ist, um sich dort für die Parade aufzustellen. Also sind wir zum Stiftsplatz und dort haben wir zum ersten Mal die Umzugswagen gesehen.

Der Hammer. Die Leute haben sich echt Gedanken gemacht, haben gebaut und gewerkelt und bestimmt jede Menge Zeit, Arbeit und Geld reingesteckt. Dann hatten wir auch noch das Glück, tatsächlich Plätze im “Kiddy Train” für die Parade erobern zu können, sassen dann allerdings über eine Stunde dort fest, bis auch der Zug sich in den Umzug eingliedern konnte. Was mich total erstaunt hat war, dass die Kids problemlos auf ihren Bänken sitzen geblieben sind. Das passiert doch sonst nie.

Ein Freund, der ebenfalls mit seiner Familie dabei war, und ich, wir haben uns entschlossen, den Umzug anzuschauen und Fotos zu machen, während unsere Frauen mit den Kindern im “Kiddy Train” mitgefahren sind.

Stellenweise war es bestimmt besser, dass die Kinder nicht alles sehen konnten. Ich bin auch der Meinung, dass erwachsenen “Monstern” bewusst sein sollte, dass man nicht zu einem Kind im Kindergartenalter hinrennen und es erschrecken sollte, das war leider nicht immer der Fall. Stichwort: “Die sind alle nur verkleidet, Du musst keine Angst haben”

Aber auf die gesamte Parade gesehen, war diese absolut “kinder-kompatibel” und wie ich gesehen habe, waren auch viele Kinder bereits mit Plastiktüten ausgestattet, um die ganzen Süssigkeiten mit nach Hause tragen zu können.

Nochmals ein grosses Kompliment an alle Organisatoren. Es war meiner Meinung nach perfekt geplant und durchorganisiert und die riesige Menschenmenge, sowie deren Begeisterung, ist denke ich Zeugnis genug dafür, dass dieses Event wiederholt werden sollte.

Ein DANKE an alle, die sich am Umzug beteiligt haben, mit Wagen oder Gruppen, Ihr ward klasse!!! Hoffentlich hatte Ihr genau so viel Spaß wie wir.

#Gastbeitrag

Der Blog vom Lautrer hat seine Pforten geschlossen, einige Blogposts leben nun auf Daggis Welt weiter.