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Der Augenblick von Irene Matt

Der Augenblick
von Irene Matt
erschienen am 01. Dezember 2017
im schardt Verlag


bisher gelesen:


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Hauptkommissarin Alexandra Keller wir ein Fall übertragen, bei dem ein kleiner Junge erstickt wurde. Die Ermittlungen verlaufen im Sande und die Akte wird geschlossen. Bis zu dem Tag, an dem sich die Mörderin, Renate Weiss, stellt. Bei der Vernehmung kann sie zwar aussagen, was passiert ist, das Motiv ist ihr aber selbst völlig unklar.

Der ehemalige Ausbilder von Alexandra, Hermann Rau, will mittels Therapie herausfinden, was die Frau angetrieben hat.


  •  Meine Gedanken zum Buch

Nach dem Lesen des Klappentextes (Zitat: „während sie versucht, Licht ins Dunkel einer verhängnisvollen Tat zu bringen..“) hatte ich erwartet, dass Alexandra die Mörderin sucht, doch tatsächlich ist es so, dass sich die Mörderin verhältnismäßig früh in der Geschichte outet. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir die Handlung viel zu flach, ein Spannungsbogen, der mich gehalten hätte, war so gut wie nicht vorhanden, wodurch ich das Buch immer wieder aus der Hand gelegt habe und mich regelrecht aufraffen musste, weiter zu lesen.

In diesem Roman geht es auch keineswegs um die Lösung eines Kriminalfalles, sondern darum, ob eine Therapie Aufschluss über die Motive von Kriminellen geben kann und ob dies ggf. dazu führt, dass man einen (potentiellen) Verurteilten auch mit anderen Augen sehen kann.

Das Buch spielt in meiner Heimat, ein Grund, warum ich mich dafür entschieden hatte, doch leider sind die Handlungsorte beliebig austauschbar. Bedauerlicherweise ist der Roman auch noch schlecht lektoriert, beispielsweise hat Alexandra drei „Wochen“ Urlaub genommen, kehrt aber nach drei „Monaten“ an ihren Arbeitsplatz zurück, ein weiteres Beispiel kann man dem Foto entnehmen. Und wieso eine Sex-Beichte der besten Freundin der Mörderin eingebaut wurde, ist mir unbegreiflich, ich kann nur auf „Sex sells“ tippen, aber diese Passage war völlig daneben.


  • Fazit

Erwartet hatte ich einen Krimi, bekommen habe ich aber einen Roman, in dem eine Therapiegruppe sich nach und nach öffnet, wodurch dem Leser klar aufgezeigt wird, dass nicht immer alles ist, wie es scheint. Grundsätzlich kein schlechter Ansatz, allerdings eben verschleiert unter dem Deckmantel eines Krimis. Zusammen mit den weiteren Negativpunkten reicht es leider nur für drei von fünf Eulen.

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Vielen Dank an literaturtest.de für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares. Dies hat keinen Einfluss auf meine Rezension, die Rezension gibt meine ehrliche Meinung wieder.

 

Aufgabe 33) ein Buch eines Autors, dem / der Du Dich regional verbunden fühlst (den Begriff regional darfst Du selbst auslegen)


-> Deutschland

Nichts drin? – Ein Homöopathie-Krimi von Irene Matt

Nichts drin? – Ein Homöopathie-Krimi
von Irene Matt
erschienen am 22. Februar 2017
im Verlag am Eschbach


  • Zum Inhalt

Die Kommissare Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg leben und arbeiten im südlichen Schwarzwald. Aktuell ermitteln sie in zwei Fällen, eine junge Mutter hat sich im Hotzenwald umgebracht und ein Banker ist aus seinem Bürofenster in Freiburg gesprungen. Doch handelt es sich wirklich um zwei Selbstmorde? Oder hatte noch jemand seine Finger im Spiel.


  • Meine Gedanken zum Buch

Der Krimi begann sehr zäh und er endete auch so. Mehr als 100 Seiten lang musste ich auf etwas warten, das mich auf einen Spannungsbogen hebt und mich mitfiebern lässt. Doch auch in diesem Mittelteil habe ich einige Passagen übersprungen, die mir schlichtweg viel zu ausführlich beschrieben haben, oftmals handelten die Passagen von Etymologie, mit der Isidor sich beschäftigt, Entwicklungen aus der Finanzwelt, die selbst ich, die ich in diesem Bereich arbeite, als langweilig empfinde oder von Homöopathie, die gegen Ende eine wesentliche Rolle in diesem Krimi einnimmt.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Idee der „Mordwaffe“, hier kann ich nicht mehr verraten ohne zu spoilern, aber das war für mich völlig neu, etwas Vergleichbares habe ich bisher in keinem Buch entdeckt. Was mir gar nicht gefallen hat war, dass einige Male etwas passiert, was nicht zu Ende geführt wird und dadurch auch keinen Sinn ergibt. Auch hier muss ich kryptisch bleiben, um nicht zu viel zu verraten.

Für dieses Buch habe ich mich entschieden, weil ich – wie die Autorin – im südlichen Schwarzwald, direkt an der Grenze zur Schweiz – geboren und aufgewachsen bin. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das direkt in meiner Heimat spielt und deswegen war ich sehr gespannt. Allerdings kam ich mir recht veralbert vor, als die Ermittler beim zweiten Fall nach Freiburg gerufen wurden. Zwischen der Dienststelle in Waldshut und dem Tatort in Freiburg liegen mindestens 80 km und fast 90 Minuten Fahrzeit. Selbst für einen Austausch unter den Dienststellen war mir das zu unrealistisch.

Der Mittelteil war nicht übermäßig spannend aber zumindest interessant angelegt. Die Idee zum Plot war sehr ungewöhnlich. Beide Punkte zusammen ergeben immerhin noch drei von fünf Sterne, aber überzeugen konnte mich dieser Krimi nicht.


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Dieses Buch habe ich zu Rezensionsexemplare von literaturtest.de erhalten.

Vielen Dank dafür.

Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

Aufgabe 24) ein Buch mit einer Verneinung im Titel


-> Deutschland


 

-> Baden-Württemberg