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Saphirblau nach dem Buch von Kerstin Gier #Kinoreview

Saphirblau

Im Rahmen der Serie “Young Movies” haben die UCI-Kinowelten “Saphirblau” bereits vor dem offiziellen Filmstart gezeigt. Meine beiden Mädels waren schon sehr gespannt auf den zweiten Film der Edelstein-Trilogie und so hatten wir uns Tickets für die Vorab-Vorstellung am 10. August 2014 reserviert. Das Kino war gut besucht und überraschenderweise eher von Erwachsenen, als von Teenies.

Da ich in den vergangenen beiden Tagen bereits zwei sehr negative Kritiken im Netz entdeckt habe, ist es mir ein Bedürfnis, nun eine Lanze für den zu Film brechen:

Ich bin der Meinung, man sollte sich im Klaren darüber sein, dass dies die Verfilmung eines Jugendromanes ist und der Film daher – wie überraschend – auch diese Zielgruppe anspricht. Es wäre mit Sicherheit ebenfalls kein Nachteil, wenn man als potentieller Besucher des Films eine gewisse Affinität für die Edelstein-Trilogie entwickelt hat.

Da ich immer wieder gerne zu einem Jugendroman greife, die Edelstrein-Trilogie mich verzaubert hat und ich damit gerechnet habe, dass der Film sich nur am Buch orientiert, das Buch aber nicht 1:1 umgesetzt werden kann, stand meinem persönlichen Kinovergnügen nichts im Wege.

Zum Inhalt des Filmes muss ich vermutlich nichts schreiben, ich gehe einfach davon aus, Ihr wisst, worum es in “Saphirblau” geht.

Meine Gedanken zum Film:

Der Film glänzt beispielsweise mit tollen Aufnahmen von London, den aus “Rubinrot” bekannten Special-Effects bei den Zeitsprüngen oder auch dem Blick in das Innere des Chronographen, wunderbaren Schauspielern und einem entzückenden Xemerius, der – wenn es nach mir geht – etwas mehr zur Geltung hätte kommen dürfen.

Zu Beginn des Films werden nochmals die Geschehnisse aus dem Film “Rubinrot” zusammen gefasst, damit der Zuschauer die Möglichkeit hat, dort anzuknüpfen, wo es vor fast 1,5 Jahren geendet hatte.

Dem Handlungsstrang der Beziehung zwischen Gwen und Gideon wird hier mehr Raum gelassen, als in “Rubinrot”, aber wer das Buch kennt, hat mit Sicherheit damit gerechnet. An dieser Stelle muss ich auf einen der ersten Trailer zurück kommen, der – ziemlich reißerisch – nach einer Bettszene ausgesehen hat, wer das auch so empfunden hatte, den kann ich beruhigen, die Szene im Trailer ist aus dem Zusammenhang gerissen und kommt im Film überhaupt nicht billig herüber und wird der Altersfreigabe ab sechs Jahren auch gerecht.

Während die Geschichte der beiden Protagonisten hier also ausgebaut wird, ist Veronica Ferres kaum zu sehen. Für mich persönlich kein herber Verlust, da ich sie grundsätzlich sowieso nicht gerne sehe, allerdings mit der Einschränkung, dass ich sie in “Rubinrot” sehr überzeugend fand, dagegen wirkt sie in “Saphirblau” sehr blass.

Nach dem Film habe ich – wie oben bereits angedeutet – gehört, dass der Film sich nicht nahe genug am Buch orientiert. Ja, das ist so und das war auch schon bei “Rubinrot” der Fall. Darauf muss man sich einlassen wollen. Ich kann beispielsweise nichts Verwerfliches daran finden, dass Gwen auf der Soiree der Bromptons nicht “Memory” aus dem Musical “Cats” singt, sondern (ACHTUNG SPOILER) “Time Warp” aus “Rocky Horror Picture Show” – “Time Warp” – “Zeitsprung” – darauf hätte Kerstin Gier doch beim Schreiben des Buches schon kommen können ;)

Natürlich hätte auch die Vorahnung von Tante Maddy (Der Löwe stösst mit einem Prankenhieb ein Herz die Klippen hinunter und beim Aufprall zerspringt es in viele Teile.) im Film nochmals aufgenommen werden können, als Gwens Herz tatsächlich zerspringt. Statt dessen steht Mr. Bernhard ihr in diesem schweren Moment zur Seite und hilft ihr einen Blick in die Zukunft zu werfen (tolle Idee übrigens, Ihr werdet schon sehen ;) ).

Wie gesagt, man sollte den Film auf sich wirken lassen, ohne ihn dauerhaft mit dem Buch zu vergleichen, dann kann man sich auf romantische, märchenhafte, verträumte, verrückte, spannende, humorvolle und unterhaltsame Stunden freuen. Mehrfach wurde im Kino laut gelacht, mehrfach hat sich ein Männerarm um eine Frauenschulter gelegt und mehfach habe ich gehört, dass die Kinobesucher nun gespannt sind, was sich die Filmemacher für “Smaragdgrün” ausgedacht haben. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich das Kino mit einem zufriedenen Lächeln verlassen habe und nun hoffe, dass “Smaragdgrün” nicht all zu lange auf sich warten lässt.

Kaiserslautern – unterwegs mit Kindern

Da ich nicht in der Pfalz aufgewachsen bin, hatte ich keine Ahnung, was man hier mit Kindern alles unternehmen kann. Meine Recherchen im Internet haben zwar das eine oder andere Ergebnis geliefert, aber eine umfassende Seite mit allen möglichen Angeboten hat mir einfach gefehlt.  Falls es jemandem genau so geht, hätte ich hier den einen oder anderen Tipp:

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Ganz oben auf meiner Liste steht das Gartenschaugelände in Kaiserslautern. Mit der SWK-Karte bezahlt man 25,- Euro und hat dafür eine Saison lang freien Eintritt mit der ganzen Familie. Wer keine SWK-Karten bezieht, kann sich eine Jahres- oder Dauerkarte für 45,- bzw. 39,- EUR kaufen und hat dann ebenfalls freien Eintritt.

Auf dem Gartenschaugelände finden die ganze Saison hindurch Veranstaltungen statt, z.B. das Mittelalterspectaculum, das Kürbisfestival, das jedes Jahr unter einem festen Motto steht oder das Kinderfest. Aber auch ohne diese Veranstaltungen hat die Gartenschau eine Menge für Familien zu bieten: Dinolehrpfad, Barfußpfad, Minigolfplatz, Wasserspielplatz, Spielplätze, Bachlauf und Teich zum plantschen und vieles mehr. Für die Grösseren gibt es Skater-Rampen, ein Beachvolleyballfeld und einen Bolzplatz.

Wir sind begeistert von der Gartenschau. Die Kinder haben viele Möglichkeiten, sich zu beschäftigen, während die Eltern sich einfach in den bereitstehenden Liegestühlen zurücklehnen und zuschauen können. Es sind immer andere Kinder da, niemand spielt alleine. Der Zugang ist bis 19 Uhr möglich, danach wird der Eingang abgesperrt, aber aus dem Gelände hinaus kann man jederzeit. Wir treffen uns oft mit anderen Familien aus unserer KiTa, bringen Picknickdecken, Essen und Trinken mit und sitzen, bis wir keine Lust mehr haben oder es zu kühl wird – übrigens haben wir uns auch schon Pizza ans Eingangstor bringen lassen :)

Hunde haben keinen Zutritt.

Weitere Parkflächen finden sich im Volkpark, Highlight hier der Schwanenweiher, an dem viele Kinder nicht vorbei kommen, ohne die Enten zu füttern, die teilweise ans Ufer kommen und das Brot von der Hand picken und der Stadtpark (mit Spielplatz), der noch immer saniert wird, aber in meinen Augen damit an Anziehungskraft gewonnen hat. Wenn es hier endlich eine Toilette gibt, wird das ein Kinderparadies mitten in der Stadt.

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Schwimmen geht man in Kaiserslautern im Monte Mare, was wir uns als vierköpfige Familie eher selten leisten, wir fahren lieber ein paar Kilometer bis nach Ramstein ins Azur.

Auch im Sommer gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Warmfreibad Kaiserslautern (an heissen Tagen mega überlaufen)
  • Waschmühle Kaiserslautern (zu kalt für viele Kleine)
  • Gelterswoog (Strandbad, auch kalt)
  • Freibad Mehlingen (klein, überschaubar, gemütlich, familienfreundlich)

Uns und viele Familien, die wir kennen, zieht es meist ins Warmfreibad nach Trippstadt, das sind für uns 10-15 Minuten zu fahren. Vorteil für mich ist, dass ich mich direkt auf die Terrassen am riesigen Nichtschwimmerbecken legen kann und die Kinder dadurch besser im Auge habe. Das Warmfreibad in Trippstadt hat ausserdem ein Sportbecken, das nur von den Kindern betreten werden darf, die Schwimmen können. Unsere Kleine (mit Schwimmärmeln) wurde einmal aus dem Wasser geschickt und ich habe mich länger mit dem Schwimm-Meister unterhalten, weil ich einfach den Grund dafür wissen wollte. Er sagte mir, dass das Becken durchgehend tief sei und wenn viel los ist, hätten sie keine Chance, auf Kinder zu achten, die nicht Schwimmen können. Das klang einleuchtend und gleichzeitig habe ich festgestellt, dass die Angestellten dort sehr freundlich sind. Für die ganz Kleinen gibt es darüber hinaus ein Babybecken.

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Die Tierfreunde finden ebenfalls mehrere Möglichkeiten in Kaiserslautern. Im Stadtwald befindet sich ein Wildgehege und im Ortsteil Siegelbach kann der Zoo von Kaiserslautern besucht werden. Wer auch hier bereit ist, etwas weiter zu fahren, der sollte sich einmal die Vogelschau im Wildpark Potzberg anschauen, absolut sehenswert.

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Für Indooraktivitäten bietet Kaiserslautern einen Indoor-Spielplatz, die Spiel- und Spass-Fabrik, allerdings nehme ich auch hier lieber ein paar Kilometer Fahrt in Kauf und bevorzuge das Yabadoo in Mehlingen. Nicht nur, dass es dort günstiger ist, ich persönlich finde die Inhaberin und die Angestellten wesentlich freundlicher, allerdings ist das Yabadoo auch etwas kleiner und bietet daher weniger Möglichkeiten, als die SuSF.

In Kaiserslautern hat man außerdem die Wahl zwischen zwei Bowlingeinrichtungen, die Bowlingarena und das Planet Bowling. Die Bowlingarena kenne ich gar nicht, im Planet Bowling haben wir nur positive Erfahrungen gemacht. Beim Einchecken in eine Bahn nennt man die Namen der Spieler und bei wem es sich um ein Kind handelt. Bevor ein Kind wirft, wird dadurch automatisch eine Bande hochgefahren, so dass auch die Kleinsten schon sehr viel Spass haben können. Mittwochs nachmittags ist übrigens Familientag mit einem Nachlass von 50% auf die Spiele.

Natürlich hat die Stadt auch Kinos zu bieten. Da wäre zunächst die UCI Kinowelt, das Central in der Stadtmitte, sowie das Union Kino. Wir besuchen meist das UCI, auch wenn es etwas teuerer ist. Angetan bin ich ausserdem vom Broadway in Landstuhl, was aber auch wieder mit einer Autofahrt von 20 Minuten verbunden ist. Im Union finden im Rahmen des Sommerferienprogramms montags Kindertage statt. An diesen Tagen werden beliebte Kinderfilme gezeigt und der Eintritt kostet 2 Euro pro Person. Unsere Kinder weisen darauf hin, dass es im Union nur gesalzenes Popcorn gibt ;)

Vom Pfalztheater habe ich schon mehrfach berichtet. Hier wird ein Kinderabo zu tollen Preisen (auch für die Begleitperson) angeboten. Weitere Möglichkeiten sind das TIM – Theater im Museum -, dort wird einmal im Monat ein Kinderstück gespielt, ausserdem die Freilichtbühne in Katzweiler.

Auf der Freilichtbühne werden jedes Jahr zwei Stücke gespielt, eines für Erwachsene und eines für Kinder. Da bei jedem Wetter gespielt wird, muss man natürlich auch ein bisschen Glück oder einen Regenmantel dabei haben. Wir sind vor zwei Jahren im strömenden Regen auf unseren Plätzen gesessen und es war toll. Als ein Gewitter mit Blitz und Donner aufkam, wurde das Stück unterbrochen und die Kinder durften in ein Haus und dort hinter die Kulissen schauen.

Nachdem Kaiserslautern über mehrere Jahre nur eine mobile Eishalle hatte, gibt es nun KL on Ice in der Eishalle auf dem Gartenschaugelände, die im Sommer als Veranstaltungshalle genutzt wird. Moderate Preise, grosse Auswahl an Essen und Getränken, Pinguine für Fahranfänger, auch hier ein “Daumen hoch” von uns.

Wer sich eher für den passiven Sport begeistern kann, dem möchte ich die Heimspiele der Kaiserslautern Pikes ans Herz legen. Im Schulzentrum Süd schauen die Erwachsenen Football, während die Kids in der Sprunggrube sitzen und spielen. Wer eine Sportveranstaltung  als keine geeignete Familienfreizeitgestaltung sieht, dem sei gesagt, dass die Heimspiele der Pikes eher mit einem grossen Barbecue zu vergleichen sind. Auch hier haben wir immer die Picknickdecke im Gepäck, da die Sitzmöglichkeiten auf der Tribüne den Popo schnell erkalten lassen ;) aber das Essen holen wir vom Grill der Pikes, selbstgemacht Burger, absolut lecker – sagen auch die Kleinsten :D

In einiger Entfernung zu Kaiserslautern gibt es ausserdem zwei Einrichtungen, die ich nicht unerwähnt lassen möchte, das Pfalzmuseum für Naturkunde – POLLICHIA-Museum in Bad Dürkheim und das Dynamikum in Pirmasens, aus Letzterem habe ich meinen Mann übrigens schwerer wieder hinausbekommen, als die Kinder und das, obwohl er zunächst gar nicht mitkommen wollte. :D

Last but not least, um das Thema Fußball kommt man in Kaiserslautern nicht herum: die SoccaFive Arena, wie der Name schon vermuten lässt, wird hier Indoor-Fußball gespielt, darüber hinaus hat die Stadt sehr viele Bolzplätze zu bieten.

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Diese Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung in Kaiserslautern habe ich für die Eltern-Kind-Parade von Kerstin zusammen gestellt, die diesen Monat in Kooperation mit Sparbaby unter dem Motto “Ausflüge mit Kindern” steht. Kerstin möchte alle Tipps zusammenfassen und hofft auf ganz viele Teilnehmer, damit für viele Regionen Tipps aufgeführt sein werden.

Bitte wundert Euch nicht über das Dinobild, die Rechte daran gehören auch mir, das Foto wurde aber ursprünglich auf unserem alten Blog (“Die Lautrer”) veröffentlicht und hat daher ein anderes Wasserzeichen.

Wenn ich es zeitlich schaffe, werde ich noch zwei weitere Artikel zu diesem Thema schreiben, einer wird sich mit dem Thema Letterboxing und der andere mit Familienausflügen in Tirol befassen.

Rubinrot – nach dem Buch von Kerstin Gier #Kinoreview

Broadway

Zum Inhalt:

Die 16jährige Gwendolyn ist das schwarze Schaf der Familie, sie hält sich weder an eine Kleiderordnung, noch kann sie sich mit ihrer feinen Verwandtschaft identifizieren – ganz anders ihre Cousine Charlotte, die ihr Leben lang darauf vorbereitet wurde, ab ihrem 16 Lebensjahr durch die Zeit zu reisen und für die Loge des Grafen von St. Germain Aufträge zu erledigen. Dumm nur, dass nicht Charlotte diejenige ist, die das Gen in sich trägt, sondern Gwendolyn. Gwenny, die weder Sprachen, noch Selbstverteidigung oder Geschichte studiert hat, um sich auf diese Aufgabe vorzubereiten, wird nun ins kalte Wasser geworfen. Zur Seite gestellt wird ihr Gideon de Villiers, Charlottes gut aussehender Freund, der die tolpatische Gwenny am liebsten loswerden würde. Ihre Aufgabe wird es sein, das Blut aller zwölf Zeitreisenden in die Zeitmaschine einzuspeisen, damit sich der Blutkreis der zwölf schließt. Da die meisten Zeitreisenden bereits verstorben sind, müssen Gwenny und Gideon sie in der Vergangenheit aufsuchen. Doch Gwendolyn ist nicht bereit, einfach zu tun, was man ihr sagt, sie hinterfragt alles und bezweifelt das Gute am Auftrag der Loge…


Meine Meinung:

Rubinrot ist phantastisch, romantisch, rührend und stellenweise auch sehr humorvoll. Die Geschichte fesselt von der ersten Sekunde an, da gleich zu Beginn ein Pärchen auf der Flucht ist und mit Hilfe einer Zeitmaschine flieht. Was dahinter steckt, wird nach und nach im Film deutlich. Das Ende ist in so fern offen, dass Gwendolyn zwar erfährt, was die Prophezeihung für sie vorgesehen hat, ob es sich bei der Loge aber um die “Guten” oder die “Bösen” handelt, lässt sich nicht erahnen, so dass ich sehr gespannt auf die Fortsetzung bin.


Die Bücher der Edelsteintrilogie sind ein wenig an mir vorbeigegangen. Ich hatte mir vor einiger Zeit den Rückentext von Rubinrot durchgelesen, aber der hat mich nicht sonderlich angesprochen. Daher kann ich nicht beurteilen, in wie fern der Film sich am Buch orientiert.

Als ich entdeckt habe, dass der erste Band verfilmt wurde, habe ich im Fernsehen ein Making of angeschaut, das mich sehr angesprochen hat. An diesem Abend ist die Idee entstanden, dass ich unsere Große mit ins Kino nehmen könnte. Allerdings ist der Film ab 12 Jahren, sie aber jünger ist, war ich mir nicht sicher, ob sie ihn verstehen würde und ob wirklich alle Szenen für sie geeignet sind. Ich wusste, dass MrsJennyenny den Film schon gesehen hatte und hab daher in einer Facebookgruppe nachgefragt, was die UserInnen dort von der Idee, meine Tochter mitzunehmen, halten und die Resonanz war durchweg positiv.


Fazit:

Uns beiden hat der Film sehr gut gefallen. Hin und wieder hatte ich den Eindruck, ihr etwas erklären zu müssen, oder sie hat auch einfach nachgefragt, aber insgesamt hat sie verstanden, um was es ging und sie war genau so begeistert, wie ich. Schon auf dem Weg aus dem Kinosaal hinaus haben wir uns darüber unterhalten, dass wir uns die Bücher holen werden, um so schnell wie möglich zu wissen, wie es weiter geht, denn wir wollen auf keinen Fall warten, bis Saphirblau in die Kinos kommt – anschauen werden wir uns den Film dann aber trotzdem :)

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise – #Kinoreview

Die Herr der Ringe – Trilogie habe ich begeistert verfolgt und so war es für mich keine Frage, dass ich mir auch “Der Hobbit” ansehen werde.


Zum Inhalt:

Bilbo Beutlin ist den “Herr der Ringe”-Fans sicherlich noch ein Begriff. In “Der Hobbit” erzählt er eine Geschichte, die sich 60. Jahre vor seinem legendären 111 Geburtstag (dem Start der HdR-Trilogie) zugetragen hat.

Eines Tages steht Gandalf vor seiner Tür und fordert ihn auf, ihn auf eine abenteuerliche Reise zu begleiten, Bilbo lehnt dies ab. Kurze Zeit später treffen nach und nach dreizehn Zwerge unter der Führung von Thorin Eichenschild bei ihm ein und erklären, dass sie ihn brauchen, um Erebor, den Einsamen Berg, zurück zu erobern. Der Drache Smaug hatte die Städte zerstört und hat die Schatzkammer im Herzen des Berges nie mehr verlassen. Doch nun wurde er 60 Jahre lange nicht mehr gesehen und die Zwerge hegen die Hoffnung, wieder in ihre Heimat zurückkehren und den Schatz der Ahnen zurückholen zu können.

Nach einigem Zögern macht Bilbo Beutlin sich auf zu seinem grössten Abenteuer, er begenet Trollen, Nekromanten, Orks, Zauberern, den Elben, der schönen Galadriel und natürlich Gollum und ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass er an dieser Stelle den “Einen Ring” findet.


Meine Meinung:

Gleich zu Beginn des Filmes fühlt man sich rund 10 Jahre zurück versetzt, denn “Der Hobbit” beginnt am gleichen Tag, an dem auch die HdR-Trilogie gestartet ist: am 111. Geburtstag von Bilbo Beutlin. Während Frodo in HdR im Auenland sitzt und auf Gandalf wartet, sehen wir in diesem Film, wie Frodo das Haus von Bilbo verlässt um genau diesen Platz aufzusuchen.

Bilbo sitzt vor seinem Haus und erinnert sich an seine erste Begegnung mit Gandalf, als der Film 60 Jahre zurück springt und wir den jungen Bilbo an der gleichen Stelle sitzen sehen und Gandalf auftaucht.

Natürlich spielt auch die Musik eine grosse Rolle und so kommt man als Zuschauer wieder gleich zu Beginn in Mittelerde an.

Später tauchen auch bekannte Figuren, wie die Elben, Saroman oder Galadriel auch und bringen Erinnerungen mit sich.


Der Film ist nur bedingt mit HdR vergleichbar, ich würde ihn beispielsweise als unterhaltsamer bezeichnen. So erzählt Gandalf beispielsweise von Radagast, dem Braunen, als Bilbo ihn fragt, ob das ein grosser Zauberer sei … oder eher so wie Gandalf selbst. Es sind Szenen, die mich haben schmunzeln lassen.

Die Kampfszenen dagegen kennen wir so, oder zumindest ähnlich – bereits aus HdR.

Die detailverliebtheit, die die Macher auch im “Hobbit” an den Tag legen, hat mich einmal mehr begeistert. Allerdings haben mich die Spezialeffekte nicht wirklich vom Hocker gehauen, gerade in 3D wäre hier – meiner Meinung nach – noch mehr möglich gewesen.

“Der Hobbit – Ein Unerwartete Reise” ist ein Film, der  bei den HdR-Fans bestimmt (sehr) gut ankommt, nicht nur, weil es die Vorgeschichte zur Reise der Gefährten ist – ich gehe davon aus, dass ich mir auch die anderen beiden Teile der Trilogie ansehen werde – allerdings würde ich ihn nicht als Film bezeichnen, den man unbedingt gesehen haben muss. Diese Aussage zu begründen, fällt mir schwer, es war einfach ein unbefriedigendes Gefühl, als ich das Kino verlassen habe. Aber das ist – wie immer – nur meine persönliche Meinung und soll Euch nicht davon abhalten, Euch selbst ein Bild zu machen ;)

Film- & TV-Blogparade #1 Kinostarts 2012

Heute startet die Film- und TV-Blogparade bei vom Leben geschrieben.

15 Wochen lang gibt’s hier jede Woche eine Frage bzw. ein Thema rund um Film und Fernsehen. Auf eurem Blog könnt ihr die Frage dann beantworten bzw. euch zu dem Thema auslassen – egal ob in der aktuellen Woche oder irgendwann später.
1. Thema
Auf welchen Film, der dieses Jahr in die Kinos kommt, freust du dich am meisten?
Das ist gar keine einfache Frage, 2012 starten viele tolle Filme, vor allem auch Nachfolger von Filmen, die ich bereits gesehen habe.
American Pie 4 – Das Klassentreffen, 96 Hours 2, Ice Age 4 … Aber zum Beispiel auch Der Hobbit – Eine unerwartete Reise – ein Film auf den bestimmt viele HdR-Fans warten. Entdeckt habe ich auch die “Muppets” und habe schockiert festgestellt, dass meine Kinder die Muppets bisher gar nicht kennen, naja zumindest nicht das, was über Kermit und Miss Piggy hinaus geht.
Schwer zu entscheiden, auf was ich mich am meisten freue. Ice Age 4, weil mir die Ice Age-Filme gut gefallen haben.  Der Hobbit, weil ich HdR faszinierend fand.
Mein Favorit dürfte wohl Men in Black 3 sein. Der Film startet im Mai 2012 in den deutschen Kinos und ich bin wirklich gespannt, was sich die Macher da haben einfallen lassen. Will Smith und Tommy Lee Jones sind wieder mit von der Partie, aber zum Beispiel auch Emma Thompson und Alec Baldwin.
Um was es geht? Keine Ahnung, aber es wird bestimmt wieder eifrig “geblitztdingst” :)
Wer sich über die Kinostarts 2012 informieren möchte, kann das beim Sponsor der Woche, tun. (Verlinkung auf Anfrage des Sponsors entfernt, 30.09.2014)

Filmkritik: Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel

Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil im Beitrag Verlinkungen zu finden sind und ich nicht ausschließen kann, dass dies als Werbung gewertet wird. Ich weise jedoch darauf hin, dass ich diesen Artikel aus freien Stücken veröffentlicht habe und nicht dafür bezahlt wurde.

 

Nach “Arthur Weihnachtsmann” haben wir uns nun auch den Film “Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel” nach dem Buch von Cornelia Funke angesehen.

Die Hauptpersonen:

Der letzte echte Weihnachtsmann Niklas Julebukk und Ben und Charlotte.

Niklas Julebukk ist ein völlig untypischer Weihnachtsmann, jung, mit Strubbelfrisur, ohne Bart und ohne Bauch. Er wird vom Regenten der Weihnachtswelt, Waldemar Wichteltod, verfolgt, denn Waldemar möchte das Weihnachtsfest kommerzialisieren. Er sorgt dafür, dass Wunschzettel verschwinden und die Kobolde keine Geschenke mehr selbst anfertigen. Die Eltern sollen kaufen, kaufen, kaufen …

Niklas hat sich vergangene Weihnachten zusammen mit sechs anderen Weihnachtsmännern (die Welt ist in Weihnachtsmann-Bezirke unterteilt, damit die Arbeit überhaupt zu schaffen ist) widersetzt. Die Folge: Alle Weihnachtsmannschlitten wurden verschrottet, die Rentiere zu Salami verarbeitet und sechs Abtrünnige hat Waldemar Wichteltod schon erwischt, er hat ihnen die Stiefel ausgezogen und die Weihnachtsmänner sind an Ort und Stelle zu Eis erstarrt.

Niklas Julebukk ist auf der Flucht und trifft auf Ben und Charlotte, die ihm helfen sollen, Weihnachten zu retten. Für Ben kein Thema, aber Charlotte möchte von Weihnachten eigentlich gar nichts wissen, denn letztes Jahr an Heiligabend hat ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen.

Ob es Niklas Julebukk, seinen Engeln und Kobolden trotzdem gelinkt, zu entkommen und Weihnachten zu retten, müsst Ihr Euch selbst ansehen.


Meine Meinung:

Ich kannte das Buch von Cornelia Funke nicht.

Die Handlung selbst ist nichts Neues, Weihnachten ist in Gefahr und muss gerettet werden, aber die Geschichte ist zeitgemäss aufgemacht.

Die Frage, wie der Weihnachtsmann alle Kinder in einer Nacht beschenken kann, wird völlig logisch erklärt, denn es gibt mehrere echte Weihnachtsmänner und jeder hat einen Bezirk zugeteilt bekommen. Dafür gibt es natürlich einen bis ins Detail ausgearbeiteten Plan.

Auch die Frage, wie der Weihnachtsmann alle Geschenke gleichzeitig in einen Sack packen kann, wird hier absolut verständlich beantwortet.

Waldemar Wichteltod verfügt über eine Armee von riesigen Nussknackern. Hier gab es zwei oder drei Szenen, bei denen unsere sechsjährige Tochter gezuckt hat, irgendwann wollte sie auch auf meinen Schoss, weil die Nussknacker ihr Angst gemacht haben. Neben uns sass eine Familie, deren Tochter vielleicht vier war, die sass recht schnell bei Papa auf dem Schoss, weil der Film etwas unheimlich war.

Trotzdem hat der Film auch unserer Kleinen sehr gut gefallen, zwei Mal sind die Tränen gekullert, einmal weil sie traurig war und einmal, weil der Film so schön war (sie wollte übrigens schon wissen, wann wir uns den Film wieder ansehen können ;) ).


Mein Fazit:

Wirklich schön gemacht, stellenweise sehr lustig, manchmal für die Kleinen etwas unheimlich, aber mit einem Ende, dass mich in Weihnachtsstimmung versetzt hat und mich auch ein wenig beseelt hat aus dem Kino gehen lassen.

Ein Film für Erwachsene und Kinder.

  • Genre: Kinderfilm
  • Kinostart:24.11.2011
  • Regie:Oliver Dieckmann
  • Produzentin:Uschi Reich
  • Co-Produzenten:Dr. Veit Heiduschka, Michael Katz, Dr. Wilfried Ackermann, Dr. Irene Wellershoff, Jörg von den Steinen, Gabriele Heuser
  • Drehbuch:Benjamin Biehn, Robin Getrost, Uschi Reich, nach dem Roman „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ von Cornelia Funke
  • Darsteller:Alexander Scheer, Noah Kraus, Mercedes Jadea Diaz, Jessica Schwarz, Fritz Karl, Volker Lechtenbrink, Christine Urspruch, Charly Hübner, Gruschenka Stevens, Paul Alhäuser, Tamino Wecker, Eric Evers
  • Homepage:http://weihnachtsmann-film.de

Quelle: Constantin Film