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Totenleuchten von Klara Nordin

Totenleuchten

Totenleuchten
von Klara Nordin
erschienen im KiWi-Verlag
Erscheinungsdatum: 14.08.2014


  • Zum Inhalt: 

Drei junge Männer, Emil, Lucas und Per-Ante, starten in Jokkmokk am Polarkreis zu einer Fahrt mit ihren Motorschlitten. Sie wollen über den zugefrorenen Talvatis-See, als der seit einem Unfall gehbehinderte Emil vor den Augen seiner Freunde verschwindet und im See ertrinkt, weil er in ein Loch gefahren ist.

Einige Monate später wird Lucas tot aufgefunden, er wurde mit einem Messerstich in den Nacken getötet und zwar genau so, wie der Stich bei der Schlachtung von Rentieren vorgenommen wird.

Der Mann von Hauptkommissarin Linda Lundin hat nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit wieder Arbeit gefunden und daher hat es die beiden von Südschweden in den Norden des Landes verschlagen hat.  Linda tritt ihren neuen Job an und muss klären, wer den Jungen “abgeschlachtet” hat. Sie merkt schnell, dass sie sich intensiver mit dem Volk der Samen auseinander setzen muss, um die Menschen besser verstehen zu können, denn es gilt einen Mörder zu schnappen.


  • Die Samen:

Die Samen wurden früher “Lappen” genannt. Die Region Lappland zieht sich durch Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Die Samen haben ein starkes Nationalbewusstsein, viele eigene Traditionen und Feste, aber auch alte Geheimnisse.


  • Meine Gedanken zum Buch:

Zu Beginn des Buches kommt nicht nur die neue Kommissarin Linda im Norden von Schweden an, auch die Göteborger Redakteurin Julla wird einige Zeit am Polarkreis verbringen. Klara Nordin lässt den Leser mit den Augen von Julla die Schönheit von Nordschweden erkennen. Aber auch die anderen Personen, die ich in diesem Buch kennen gelernt habe, stellen immer wieder fest, in welcher wunderbaren Region sie leben. Die Autorin hat es mit diesen Beschreibungen geschafft, dass ich mir vor dem geistigen Auge vorstellen konnte, was die Menschen gerade wieder oder neu entdecken. Dazu passt auch das Cover mit der Rentierherde.

Im Buch selbst geht Klara Nordin auch auf die Gruben im Norden von Schweden ein. Im Februar hat sie dazu einen Artikel auf ihrem Blog verfasst, in dem sie berichtet, dass Lappland ein Gebiet ist, indem es unzählige Gruben gibt, die die Landschaft zerstören und die vor allem die Lebensexistenz der Samen kaputt machen. Die Autorin lässt ihre Leser dadurch nicht nur an der Schönheit ihrer selbst gewählten Heimat teilhaben, der Leser erfährt auch viel über das Leben der Samen.

Neben diesen ganzen Aspekten spielt natürlich der Kriminalfall eine entscheidende Rolle in diesem Buch und der ist ebenfalls überaus spannend. Durch die Erzählungen über Rentierschlachtungen und den damit verbundenen Vergleich mit der Tötung des Jungen ist die Handlung stellenweise etwas blutrünstig, hier sollte man vermutlich einfach versuchen, die Bilder innerlich nicht zu betrachten. Im Laufe der Geschichte tauchen immer wieder Verdächtige auf, um dann wieder entlastet zu werden. Bis zur Aufklärung des Falles deutet sich immer mehr an, wer der Mörder ist und warum diese Person Lucas getötet hat, was ich aber nicht als eine “Vorahnung” meinerseits beurteile. Im Gegenteil, die Autorin bietet dem Leser damit die Möglichkeit, Stück für Stück näher an die Aufklärung heran zu kommen. Und ganz am Ende hält sie auch noch eine Überraschung für ihre Leser bereit.

Der Roman war für mich kein “Pageturner”, daher müsste ich Abzüge beim Spannungsbogen machen, weil dieser hier und da unterbrochen war. Das jedoch ist den Ausschweifungen über die Schönheit der Landschaft und die Erzählungen über das Leben der Samen zuzuschreiben, was wiederum den Charme des Buches ausmacht.

Es gab jedoch einige Punkte in diesem Buch, für die sich mir kein Sinn erschlossen hat, oder die teilweise unvollständig waren. Achtung Spoiler: Ein Autounfall von Linda verhindert, dass diese sofort nach Jokkmokk reisen kann, sie kommt erst bei der Hälfte des Buches am Einsatzort an. Der einzige Grund, der ihren Krankenhausaufenthalt sinnvoll erscheinen lässt ist, dass festgestellt wird, dass sie schwanger ist. Sie will das Kind nicht, sie erzählt ihrem Mann nicht von der Schwangerschaft und am Ende gibt es auch keinen Abschluss für diesen Teil der Geschichte, der Handlungsstrag fällt unter den Tisch, es wird nicht mehr darauf eingegangen. Hier hätte ich mir ein runderes Ende gewünscht. So erscheint es, als ob dieser Part zur zum Auffüllen der Seitenzahl verwendet worden ist.

Ich vergebe daher 4,5 von 5 Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Buch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten. 

Mörderische Schärennächte von Viveca Sten

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Da ich die drei vorhergehenden Fälle von Thomas Andreasson kenne, war ich schon sehr gespannt auf das neue Buch von Viveca Sten:

Marcus Nielsen, ein junger Student wird erhangen aufgefunden. Seine Mutter glaubt nicht an die Selbstmordtheorie der Behörden und beschwört Thomas Andreasson, zu ermitteln und zu beweisen, dass ihr Sohn sich nicht selbst erhängt hat. Da Thomas einige Ungereimtheiten entdeckt, beschäftigt er sich tatsächlich näher mit dem Fall.

In einem Nebenstrang erfährt der Leser durch Tagebucheinträge eines unbekannten Mannes, dass dieser sich in den 1970er Jahren für eine Ausbildung bei den Küstenjägern gemeldet und diese mit sieben weiteren jungen Männern auch aufgenommen hat. Die Ausbildung ist hart und das Verhalten des Ausbilders stellenweise menschenunwürdig bis sadistisch.

Als ein ehemaliger Küstenjäger stirbt, dürfte dem Leser bereits klar sein, dass dieser einer der Acht aus dem Tagebuch sein muss. Den Ermittlern ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, dass Marcus Nielsen, der sich mit genau dieser Ausbildungseinheit bei den Küstenjägern beschäftigt hat, auf ein Geheimnis gestossen ist, das ihn das Leben gekostet hat …


  • Meine Gedanken zum Buch

Die bisherigen Bücher, die ich von Viveca Sten gelesen habe, haben mich immer begeistert. Sie mischt dem Kriminalfall eine gute Portion Privatleben von Thomas Andersson und seiner Jugendfreundin Nora unter, die zwar jeweils ihr eigenes Leben leben, aber sich nie aus den Augen verloren haben. Das hat sie auch in diesem Buch beibehalten und es war schön zu lesen, dass beide wohl wieder ihr privates Glück gefunden haben.

Der Fall selbst ist von der ersten Seite weg spannend, Viveca Sten hat es einmal mehr geschafft, diese Spannung so aufrecht zu erhalten, dass man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Tagebucheintragungen haben mich darüber nachdenken lassen, wieviel ein Mensch ertragen kann.

Einzig ein paar Widersprüche im Text selber haben mich ein wenig gestört, nichts desto trotz freue ich mich auf den fünften Fall des sympatischen Ermittlers, seines Teams, Nora und allen, die dazu gehören. Jeden, der sich für die Bücher von Viveca Sten begeistern möchte, rate ich allerdings, mit Band 1 anzufangen, um Mitzuerleben, wie sich das Privatleben von Thomas und Nora in der Vergangenheit entwickelt hat, weil eben diese Privatleben einen Teil der Bücher einnimmt.


Das Cover, reiht sich optisch in die Reihe der vorhergehenden Bände ein und für ein Buch, das im Schärengarten handelt, könnte es vermutlich kein besseres Symbol geben, als dieses falunrote Häuschen. Der Hintergrund des Covers ist überwiegend in blau gehalten und daher erfüllt dieses Buch Punkt 11 von Hufies “Auf den SuB mit Gebrüll” Challenge 2013: Lest ein Buch mit einem blauen Cover.

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Was wurde aus der Buchbox on Tour

Mitte Mai hat die Buchbox bei mir zu Hause Station gemacht, nachdem Jutta (chaosweib) sie einige Wochen zuvor mit 15 Büchern bestückt auf die Reise geschickt hat.

Vor mir war die Box bei Conny von den Buecher-Fans und ich habe sie weiter gegeben an  Tina.

Nachdem ich in der Kur viel Zeit zum Lesen hatte, ist mein SuB geschrumpft und so bin ich auch endlich dazu gekommen, mir einige Bücher, die ich der Bücherbox entnommen hatte, vorzunehmen.

Nachdem ich heute entdeckt habe, dass die Box gerade bei Bibilotta Station gemacht hat, war ich neugierig, wer den sechs Bücher, die ich in die Box hinein gelegt habe, eine neue Heimat gegeben hat.


 

Die irische Meerjungfrau von Carolin Römer und Bretonische Verhältnisse hatten mir beide nicht so sehr zugesagt, doch beide Bücher haben die nächsten Tage nicht überlebt, sondern sind direkt bei der nächsten Station, bei Tina, wieder ausgestiegen.

Wunschgeflüster ist bei Nadine gelandet.

Zimtschnute hat sich “mein” Weiberfrühstück von Renée Karthee geschnappt und

Süden und der Luftgitarrist steht nun bei Sabina in Berlin.

Sie und Er von Andrea De Carlo ist immer noch in der Buchbox drin. Ich habe schon gelesen, dass einige das Buch gerne genommen hätten, aber vom Umfang abgeschreckt wurden. Ich hoffe trotzdem nach wie vor, dass jemand sich “erbarmt” ;)

Falls Ihr nun auf den Geschmack gekommen ist und der Buchbox ebenfalls einmal für ein oder zwei Nächte ein zuhause geben möchte, könnt Ihr Euch bei Jutta über die Regeln informieren und anmelden.

Alternativ dazu hat Glamourgirl vor einigen Tagen eine Bücher-Rundreise-Box auf den Weg geschickt.

Schärengarten-Krimis von Viveca Sten

Im Mai durfte ich dank vorablesen.de “Die Toten von Sandhamn” von Viveca Sten lesen. Da dieser bereits der dritte Krimi der Thomas-Andersson-Fälle ist, habe ich nun in der Stadtbücherei auch “Tödlicher Mittsommer” und “Tod im Schärengarten” ausgeliehen und gelesen und ich war genau so begeistert, wie vom dritten Fall.

Absolut empfehlenswert – das findet übrigens auch Iris, die das Buch im Rahmen des Liegestuhl-Wichtelns von mir erhalten hat.

Liegestuhlwichteln 2012

Heute beginnen die Sommerferien in Berlin und damit geht das Liegestuhlwichteln 2012 zu Ende, denn mit Beginn der Sommerferien dürfen die Liegestuhlwichtler die erhaltenen Sendungen öffnen. Meine Bücher habe ich bereits Anfang Juni verschickt, zugelost wurden mir GlamourGirl und Iris, die Ihr sicher aus den Kommentaren vom EM-Abseits kennt. Den Buchgeschmack von GlamourGirl glaube ich ein wenig zu kennen und ein Blick in ihre Wunschliste hat mir bestätigt, dass ich gar nicht so falsch liege. Sie hat von mir das Buch Ich.darf.nicht.schlafen von S.J. Watson erhalten. Bei Iris ist mir die Wahl schon schwieriger gefallen, aber ich hoffe, dass ihr Die Toten von Sandhamn von Viveca Sten gefallen wird. Sie hat mir bereits verraten, kannte sie die Autorin bisher noch nicht, ich bin daher sehr gespannt.


Natürlich sind auch bei mir zwei Sendungen angekommen, eines von Sabines und eines von Mella.

Sabine hat mir “Lokalausgabe” von S. Lapid geschenkt und von Mella habe ich “Obsession” von Simon Beckett bekommen. Ich freue mich auf beide Bücher, wobei ich zugeben muss, dass mir Lokalausgabe niemals ins Auge gefallen wäre, aber das ist eben das schöne, man stösst auf Bücher, die man sonst nicht entdecken würde. Ich kenne Simon Beckett, aber ich habe noch nie ein Buch von ihm gelesen. Daher bin ich auch auf Obsession sehr gespannt.

Vielen Dank Euch beiden und auch an Vroe, die die Organisation übernommen hatte.

Die Toten von Sandhamn von Viveca Sten

 

Die Toten von Sandhamn
von Viveca Sten
Verlag: KiWi


  • Inhalt

Marianne Rosén wacht morgens auf und stellt fest, dass ihre Tochter Lina nicht nach Hause gekommen ist, nachdem sie auch nicht bei Freunden ist, wird die Polizei unter der Leitung von Thomas Andreasson eingeschalten, aber auch die können das Mädchen auf ganz Sandhamn nicht finden.

Einige Monate später wird Nora klar, dass ihr Mann Hendrik sie betrügt, sie setzt ihre Kinder ins Auto und fährt in ihr Haus nach Sandhamn, um wieder einen klaren Gedanken fassen zu können. Als ihre Jungs beim Spielen auf eine Leiche stossen, informiert Nora ihren Jugendfreund Thomas.

In einem weiteren Handlungsstrang lernt der Leser Thorwald und Gottfrid kennen, die Anfang des 20. Jahrhunderts auf Sandhamn gelebt und gelitten haben.


  • Meine Meinung

Vor einigen Monaten hatte ich das Buch “Tod im Schärengarten” von Victoria Sten in der Hand. Da dieses aber als “der zweite Fall” ausgeschrieben war, habe ich das Buch nicht gekauft – ein Fehler, wie sich nun heraus stellt. Denn auch ohne Vorkenntnisse zu den Büchern 1 und 2 habe ich mich problemlos im Schärtengarten zurecht gefunden.

Die Autorin lässt verschiedene Handlungsstränge anlaufen und verknüpft sie nach und nach geschickt miteinander, so dass am Ende klar wird, was der kleine Thorwald, der um die 100 Jahre zuvor im Schärengarten lebte, mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun hat.

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben, ich wollte das Buch nachts wieder einmal gar nicht aus der Hand legen. Das Ende hält die Autorin ein wenig offen, so bietet sich aber Spielraum für einen weiteren Band, auf den ich sehr hoffe. Bis dahin werde ich mich nun auf jeden Fall nach den ersten beiden Fällen umgesehen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar über vorablesen.de zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.