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So bitter die Rache von Eric Berg

So bitter die Rache
von Eric Berg
erschienen am 19. März 2018
bei Limes


bisher gelesen:


  • Die Protagonistin und ihre Geschichte

Ellen Holst war mehrere Jahre im Ausland und kehrt nach der Trennung von ihrem Mann mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück. Nach ihrem Einzug in einer kleinen Siedlung in Heiligendamm erfährt sie, dass in ihrem Haus sechs Jahre zuvor drei Menschen ermordet wurden. Zunächst lässt sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen, aber dann kommt es zu Vorfällen, die den Anschein haben, mit den Ereignissen von vor sechs Jahren in Zusammenhang zu stehen.


  • Meine Gedanken zum Buch

Hin und wieder hat mich diese Geschichte an „Das Nebelhaus“ erinnert. Eric Berg arbeitet auch in einem neuen Roman mit verschiedenen Handlungssträngen in unterschiedlichen Zeitebenen.
Der Leser erlebt nicht nur, wie Ellen Holst in ihr neues Heim einzieht, sondern erhält auch einen Rückblick auf den Einzug der ehemaligen Besitzer. Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um ein Geschwisterpaar, das in beiden Zeitebenen nach Heiligendamm kommt. Die Handlungsstränge sind gut durchdacht und fließen am Ende schlüssig zusammen.

Auch die Tatsache, dass der Leser zwar weiß, dass es zu Morden kam, aber erst nach und nach erfährt, wer damals überhaupt getötet wurde, erinnerte mich an „Das Nebelhaus“. Das ist aber keineswegs störend, sondern im Gegenteil, eher spannend, weil ich mir zwischendurch Gedanken darüber machen konnte, wer Täter und wer Opfer ist.

Die Idee, die Protagonistin eher ungewollt auf die richtige Spur zu bringen, hat mir gut gefallen, insbesondere, da Ellen es gar nicht darauf angelegt hat, die Morde aufzuklären. sie versucht lediglich, sich und ihren Sohn zu schützen. Sie hinterfragt die aktuellen Ereignisse und wird dadurch immer weiter in die Vergangenheit hineingezogen, bis am Ende alles wie ein offenes Buch vor ihr liegt.

Eric Berg konnte mich erneut überzeugen.

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Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Aufgabe 29)  Buch rund um die sieben Todsünden im Titel oder auf dem Cover Hochmut (auch Stolz, Übermut), Geiz (auch Habgier), Neid (auch Eifersucht), Zorn (auch Wut, Rachsucht), Wollust, Völlerei (auch Maßlosigkeit), Trägheit


-> Deutschland


Mecklenburg-Vorpommern

Personalpronomen der ersten Person Singular

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Ich habe eben festgestellt, dass ich an der 17. Runde von 52 Bücher noch gar nicht teilgenommen habe. Wie man dem Titel dieses Artikels nur unschwer entnehmen kann, geht es um das Wörtchen ICH.

Unsere Weltherrscherin verlangt, dass wir ein Buch präsentieren, dass in der Ich-Form erzählt wird.

Eric Berg

Eric Bergs Küstengrab ist so ein Buch. Die Geschichte wird von der Protagonistin Lea in der Ich-Form erzählt, aber Eric Berg gewährt seinen Lesern zwischendurch auch immer wieder einen Blick in die Vergangenheit.

Mich hat Das Küstengrab absolut überzeugt und ich kann dieses Buch jedem Krimifan ans Herz legen.


Eric Berg durfte ich im Rahmen des Blog´n´talk auf der Frankfurter Buchmesse kennen lernen. Er erzählte uns in kleiner Runde vom Schauplatz auf Poel und war natürlich erfreut, zu hören, dass uns das Buch begeistert hat.

In einem Interview konnte ich lesen, dass er den Traum, einmal ein Buch zu schreiben, bereits während seiner Schulzeit hatte und sich selbst als “Mann der kleinen Wünsche” bezeichnet – Reichtum und Luxus findet er überschätzt. Er liest bunt gemischt, von Grisham bis Sparks und am besten kann er in der Sauna oder am Meer entspannen. Wenn Ihr wissen wollt, welche Geheimnisse er über sich preisgegeben habt, dann solltet Ihr unbedingt das Interview lesen – es loht sich :)

Das Küstengrab von Eric Berg

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Das Küstengrab von Eric Berg
Verlag: Limes
erschienen am 22. September 2014
Leseprobe

  • Zum Inhalt:

Lea ist nach über 20 Jahren aus Südamerika in ihre Heimat auf der Insel Poel zurückgekehrt. Bei einem Autounfall, bei dem Lea´s Schwester ums Leben kam, wird auch Lea schwer verletzt. Lea leidet seither an einer Amnesie, sie kann sich weder an ihre Rückkehr auf die Insel, noch an die Ereignisse bis zum Unfall erinnern. Deshalb will sie heraus finden, was passiert ist und reist erneut nach Poel, wo sie auf ihre Jugendfreunde trifft, die ihr berichten, was sie vier Monate zuvor mit ihr erlebt haben. Doch kann sie den Freunden damals wirklich noch trauen?


  • Meine Gedanken zum Buch:

Die Geschichte wird von der Protagonistin Lea in der Ich-Form erzählt, aber Eric Berg gewährt seinen Lesern zwischendurch auch immer wieder einen Blick in die Vergangenheit, sowohl in Leas Jugendzeit, als auch in die Zeit von ihrer ersten Rückkehr.

Während Lea zu Beginn des Buches kein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester hat und sich fragt, wie es dazu kam, dass sie gemeinsam in dem Unfallwagen saßen, wird für den Leser während der Rückblenden ersichtlich, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden Schwestern verändert hat.

Die Clique von früher setzt sich aus ganz unterschiedlichen Charakteren zusammen, von denen jeder irgend eine Schwäche zu haben scheint, die Lea nach und nach aufdecken kann. Von den positiven Erinnerungen an ihre Jugendzeit kann Lea daher nicht lange zehren.

Eric Berg verlegt den Ort der Handlung dieses Kriminalromanes in einen kleinen Ort auf der Insel Poel, der vor allem wegen der verlassenen Burg, die früher der Treffpunkt von Lea und ihrer Jugendfreunde war, sehr düster erscheint und damit natürlich ein geeigneter Schauplatz für die Geschichte ist.

Mit Das Küstengrab hat der Autor eine beklemmende Geschichte konstruiert, die mich von Anfang an ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil natürlich klar war, dass Sabina nicht ohne Grund einen Autounfall hatte und ich unbedingt wissen musste, wer die Schuld dafür trägt.

Mit dem Ende hatte ich allerdings so ganz und gar nicht gerechnet, obwohl es sich auf den letzten Seiten angedeutet hat.

Mich hat Das Küstengrab absolut überzeugt und ich kann dieses Buch jedem Krimifan ans Herz legen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Buch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten. 

  • Der Autor:

Eric Berg durfte ich im Rahmen des Blog´n´talk auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen. Er erzählte uns in kleiner Runde vom Schauplatz auf Poel und war natürlich erfreut, zu hören, dass uns das Buch begeistert hat.

In einem Interview konnte ich lesen, dass er den Traum, einmal ein Buch zu schreiben, bereits während seiner Schulzeit hatte und sich selbst als „Mann der kleinen Wünsche“ bezeichnet – Reichtum und Luxus findet er überschätzt. Er liest bunt gemischt, von Grisham bis Sparks und am besten kann er in der Sauna oder am Meer entspannen. Wenn Ihr wissen wollt, welche Geheimnisse er über sich preisgegeben habt, dann solltet Ihr unbedingt das Interview lesen – es loht sich :)

Eric Berg

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

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Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat
Gavin Extence
erschienen am 03. März 2014 im Limes Verlag


Zum Inhalt

Alex Woods steht im Badezimmer, als er von einem Meteoriten getroffen wird, ab diesem Zeitpunkt leidet er an Epilepsie. Alex war schon immer eher ein Einzelgänger und hat nun um so mehr mit seiner Umwelt zu kämpfen. Als er den alten und alleinstehenden Mr. Peterson kennen lernt, entwickelt sich langsam eine ungewöhnliche Freundschaft.


Die Protagonisten

  • Der Leser begenet Alex zum ersten Mal, als dieser 17 Jahre alt ist und sich in Gewahrsam der Polizei befindet. Alex erzählt in einem Rückblick die Geschichte der vergangenen sieben Jahre seines Lebens. Der Vater ist verschwunden, die Mutter hat hellseherische Fähigkeiten, Alex ist ein Einzelgänger, der sich mit verschiedenen Wissenschaften beschäftigt und viel Zeit mit Büchern verbringt. Der Junge äussert sich sehr tiefgründig, ungewöhnlich für jemanden in seinem Alter.
  • Mr. Peterson erscheint zunächst als griesgrämiger Mann jenseits der 60, der schon viel erlebt hat und entsprechend später auch viel zu erzählen hat. Als der alte Mann unheilbar krank wird, steht Alex ihm uneingeschränkt zur Seite
  • Die restlichen Personen, wie beispielsweise die esoterische angehauchte Mutter von Alex, bleiben eher oberflächlich.

  • Meine Meinung

Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht, die Idee zu diesem Roman hat mir sehr gut gefallen und auf den ersten Seiten habe ich mich mit dem Stil des Autors sehr wohl gefühlt.

Nach dem Klappentext hatte ich mit einer eher humorvollen oder ironischen Geschichte gerechnet, das war jedoch weit gefehlt. Durch Alex Tiefgründigkeit ist dieses Buch eher „schwere Kost“ die erst einmal verdaut werden muss.

Leider verliert sich der Autor oft in Details, so dass die Geschichte nach und nach sehr langatmig wird und mich nicht wirklich fesseln konnte. Erst gegen Ende nahm die Handlung so viel Fahrt auf, dass ich das Buch dann in einer Nacht zu Ende gelesen habe.

Das Buch konnte mich nicht vollständig überzeugen, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Buch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden.