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Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid von Fredrik Backman

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Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid
von Fredrik Backman
erschienen am 22. Juni 2015
bei Fischer Krüger
aus dem Schwedischen von Stefanie Werner


Bisher von diesem Autor gelesen:


  • Inhalt

Oma ist 77 Jahre alt als sie krank wird und stirbt. Für Elsa, 7 Jahre alt, bricht erst einmal eine Welt zusammen, denn Oma war ihr bester und einziger Freund. Aber Oma hat in den sieben Jahren von Elsas Leben eine Märchenwelt für Elsa aufgebaut, in die sich das Mädchen flüchten kann. Doch Oma hat bereits zu Lebzeiten dafür gesorgt, dass Elsa Aufgaben in der realen Welt lösen muss und so macht sich Elsa auf den Weg.


  • Protagonisten

Oma ist 77 Jahre alt, Ärztin und im Grunde ein etwas chaotischer, aber direkter Mensch, was allerdings häufig auf Unmut in ihrer Umgebung stösst. Oma ist bereits zu Beginn des Buches krank und stirbt.

Elsa ist 7 Jahre alt und „altklug“ bezeichnet sie wohl am besten. Sie verbessert Erwachsene, wenn diese sich falsch ausdrücken, ihr Wissen hat sie durch Wikipedia genährt, sie steht auf Apple-Produkte und ich könnte mir vorstellen, dass sie Erwachsene nerven könnte.


  • Cover

Auf dem Cover ist – so vermute ich – Elsa von hinten zu sehen, die einen Brief in der Hand hält. Der Stil ist dem des „Ove-Buches“ sehr ähnlich, so dass es einen Wiedererkennungseffekt hat.


  • Handlung

Die Geschichte spielt in zwei Welten. Da ist zum einen Elsas Phanstasiewelt, in die sie sich schon geflüchtet hat, als Oma noch lebte. Der andere Teil der Handlung spielt sich in der realen Welt ab und das meiste passiert in dem Haus, in dem außer Elsa noch zahlreiche andere Personen wohnen.


  • Meinung zum Buch

Nach „Ein Mann namens Ove“ war ich sehr auf das zweite Buch des Autors gespannt. Da „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ aber etwas ganz anderes ist, war ich anfangs sehr irritiert, denn Fredrick Backman lässt eine Märchenwelt aufleben und damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Buch ist witzig, keine Frage, insbesondere so lange Oma noch lebt, weil die schrullige Frau immer genau das macht, was ihr gefällt. Ich bin schon auf den ersten Seiten nicht mehr aus dem Grinsen herausgekommen, weil der Autor so bildhaft beschreibt, was Oma angestellt hat, dass ich sie vor mir gesehen habe.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines altklugen Kindes erzählt, das war am Anfang recht unterhaltsam, hat aber irgendwann gestört. Insbesondere die Beschreibung, wer wie zum wem steht und wo wohnt war eigentlich ganz logisch erklärt, aber am Ende dennoch so verwirrend, weil mir sehr viele Namen um die Ohren geflogen sind, die ich zunächst nicht zuordnen konnte.  Zitat: „Es ist ein bisschen kompliziert.“

Was mir positiv aufgefallen ist, sind die vielen Hinweise auf andere Bücher und Filme, der Schal von Gryffindor, die X-Men … und andere mehr.

Doch ich habe mich sehr sehr schwer getan, in die Geschichte hinein zu kommen. Da ich das Buch in einer Leserunde gelesen habe, habe ich nicht abgebrochen, obwohl mir das Spaß an diesem Buch zwischendurch vergangen ist. Die Märchenpassagen nehmen sehr viel Platz in dieser Geschichte ein, aber nicht nur, dass sie mich fesseln konnten, ich habe begonnen, sie quer zu lesen, weil sie mich nicht an das Buch gebunden haben.

Nach ungefähr einem Viertel des Buches habe ich in der Leserunde gepostet, dass das Buch sehr zäh ist und mir wurde gesagt, es würde sich lohnen, durchzuhalten, weil insbesondere das letzte Drittel sehr ansprechend wäre. Entsprechend habe ich mich regelrecht durch das Buch gequält auf der Suche nach dem Punkt, an dem mich die Handlung begeistern konnte.

Es war ein schwieriges Unterfangen. Zwar hat sich die Märchenwelt nach und nach der Realität angenähert, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt, was mich an ein Buch fesselt. Ich muss meiner Kollegin aus der Leserunde recht geben, tatsächlich konnte mich die Geschichte im letzten Drittel doch noch begeistern, doch bis dahin war es kein Lesevergnügen.


  • Fazit

Wer „Ove 2.0“ erwartet, sollte nicht zu diesem Buch greifen, weil es völlig anders ist, als das Ove-Buch. Oma hat mir viel Spaß gemacht, doch sie musste leider viel zu früh gehen. Sicherlich ist das Buch phantasievoll, es gibt nicht nur humorvolle Passagen, sondern auch nachdenkliche Anstösse und die Wendungen, die die Geschichte nimmt, sind gut konstruiert und teilweise auch spannend, aber überzeugen konnte mich „Oma“ nicht und daher reicht es nur für drei Eulen.

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Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung über dieses Buch wurde dadurch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Lovelybooks-Leserunde zu Rauhnacht von Tanja Meurer

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Ich habe seit längerer Zeit an keiner Leserunde auf Lovelybooks mehr teilgenommen und als Juliane Seidel mich während der HomBuch, der saarländischen Buchmesse, auf die Leserunde zu diesem Buch ihrer Autorenkollegin Tanja Meurer aufmerksam machte, war ich zunächst skeptisch.

Steampunk, Krimi, Mystery und eine außergewöhnliche, verbotene Liebe

Was bitte ist Steampunk, habe ich mich gefragt.

Im Steampunk werden futuristische Funktionen mit dem viktorianischen Zeitalter verknüpft, man könnte es als Retro-Futurismus bezeichnen, eine Sicht auf die Zukunft, wie sie in der Vergangenheit entstanden sein könnte. Das sagt Wikipedia.

Das geht in eine ganz andere Richtung als die Bücher, die ich normalerweise lese und auch oder gerade mit diesem Wissen war ich mir nicht sicher, ob ich an der Leserunde teilnehmen sollte. Denn was wäre, wenn mir Steampunk gar nicht zusagt? Könnte ich das Buch objektiv bewerten? Wäre es fair gegenüber der Autorin, wenn ich teilnehme?

Am Ende war ein Gespräch mit der Autorin Tanja Meurer selbst, dass meine Neugier geweckt hat. Tanja Meurer hat mir nicht nur von ihren bisherigen Büchern und dem Inhalt von Rauhnacht erzählt, ich durfte mir auch einige Skizzen und Zeichnungen anschauen, die sie und Juliane Seidel angefertigt hatten. Dabei hat die Autorin mich auch auf Details auf dem Cover aufmerksam gemacht. Schaut Euch mal die schwarzen Schatten links und rechts auf dem Cover an. Habt Ihr auf Anhieb gesehen, dass es sich um die Umrisse von zwei Frauen handelt?

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Rauhnacht ist der Beginn einer Steampunk-Reihe um Anabelle Talleyrand, eine französische Wissenschaftlerin, die nicht mehr viel Menschliches an sich hat, und die angolanischen Magierin „Madame Zaida“. Die beiden Frauen verbindet mehr als nur die Arbeit an unheimlichen Fällen …

Wenn Ihr nun auch neugierig geworden seid, könnt Ihr das eBook zum Preis von 4,99 EUR kaufen. Und wenn Ihr noch nicht ganz überzeugt seid, dann wartet doch einfach meine Rezension ab :)

Bittere Sünde von Lieselotte Roll

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Zum Inhalt:

Erik Berggren wird ermordet, kurze Zeit später wird seine Mutter auf die gleiche Weise misshandelt, überlebt aber. Die Ermittler müssen tief graben, bis sie einen Zusammenhang mit Ereignissen in Argentinien herstellen, die sich vor vielen Jahren ereignet haben. Den Fall bearbeitet das Team um Magnus, anstatt dem Mörder auf die Spur zu kommen, kommt der Mörder Magnus und seiner Familie nah, viel zu nah.


Meine Meinung:

Schon mit der ersten Seite befindet sich der Leser mitten in der Handlung. Die beiden ersten aufgezeigten Misshandlungen produzieren Bilder im Kopf, die man nicht sehen will und das sage ich, die ich ein echter Thriller-Fan bin.

Der Protagonist Magnus Kalo macht keinen unsympathischen Eindruck, allerdings bin ich nicht richtig warm geworden mit ihm, das schiebe ich vor allem darauf, dass er als Familienmensch dargestellt werden soll, aber der Job viel zu oft vorgeht. Allerdings hat mir auch die Tiefe zu seiner Person gefehlt. Auch mit seiner Frau konnte ich mich nur zu Beginn der Handlung anfreunden. Sie will unbedingt in den Fall einbezogen werden, weil sie Psychologin ist, allerdings ist sie keine Beraterin der Polizei. Sie bohrt bei ihrem Mann so lange nach, bis er ihr die Details zum Fall erzählt, obwohl sie weiß, dass er seinen Job verlieren kann und dann begibt sie sich auch noch blauäugig in Gefahr.

Der Aufbau des Buches hat mir gefallen. Die Autorin springt zwischen den einzelnen Personen und Schauplätzen hin und her, durch die Kürze der Kapitel konnte ich der Handlung aber zu jedem Zeitpunkt folgen. Sie hat es geschafft, die Spannung, die sich schon auf den ersten Seiten aufgebaut hat, über die ganze Geschichte zu halten, so dass ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Allerdings habe ich auch einige Kritikpunkte an der Handlung, das reicht von Kleinigkeiten (warum geht die Autorin immer wieder auf das Kribbeln in Magnus Beinen an, wenn am Ende gar nicht mehr darauf eingegangen wird) bis zum Eindruck, dass in der zweiten Hälfte des Buches Vieles konstruiert wirkt.

Ich habe schon einige Krimis und Thriller gelesen, die in Skandinavien spielen, die meisten davon haben mir auch gut gefallen. Für Bittere Sünde vergebe ich aber nur 3,5 von 5 Sternen, weil am Ende ein Nachgeschmack von Unglaubwürdigkeit blieb.

Glückspilz

Glückspilz

Dank der Bloggeraktion Sandra&Sandra suchen bin ich stolzer Besitzer eines neuen Paares selbstgestrickter Socken, danke Sunny und Sabo :)

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Über Blogg Dein Buch darf ich dieses Hörbuch hören

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Bei Was liest Du habe ich Punkt gesammelt und diese gegen folgendes Buch eingelöst

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und bei Lovelybooks darf ich wieder einmal an einer Leserunde teilnehmen

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Neues auf meinem Bücherregal

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Ich hab mir ein Kaufverbot auferlegt, wobei ich schon hin und wieder eine Ausnahme mache, aber mein SuB müsste unbedingt kleiner werden und da ist es hilfreich, wenn man nicht selbst gegensteuert. An einem Gewinnspiel bei Jutta bin ich allerdings nicht vorbei gekommen und wie es die Glücksfee so will, bin ich die Gewinnerin des sommerlichen Buchpaketes :)

Bisher kenne ich noch keinen der Autoren, magisch angezogen wurde ich allerdings von Nora Roberts, weil das Claudias Lieblingsautorin ist und Claudia schon viel Gutes berichtet hat. Außerdem ist mein Blick sofort auf Männertaxi gefallen, ein Buch, das ich schon länger lesen wollte, weil ich den Blog von Kossi, der Autorin, schon lange verfolge.

Aber im Paket waren noch viel mehr Bücher aus dem Bereich leichte Sommerlektüre, auf die ich mich schon sehr freue:

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Ein Buch habe ich mir aber doch angeschafft und zwar nach einer Diskussion bei Cogito:

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Und zu guter Letzt ist auch noch meine sehnlichst erwartete Eulenpost von Lovelybooks angekommen:

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Mörderische Schärennächte von Viveca Sten

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Da ich die drei vorhergehenden Fälle von Thomas Andreasson kenne, war ich schon sehr gespannt auf das neue Buch von Viveca Sten:

Marcus Nielsen, ein junger Student wird erhangen aufgefunden. Seine Mutter glaubt nicht an die Selbstmordtheorie der Behörden und beschwört Thomas Andreasson, zu ermitteln und zu beweisen, dass ihr Sohn sich nicht selbst erhängt hat. Da Thomas einige Ungereimtheiten entdeckt, beschäftigt er sich tatsächlich näher mit dem Fall.

In einem Nebenstrang erfährt der Leser durch Tagebucheinträge eines unbekannten Mannes, dass dieser sich in den 1970er Jahren für eine Ausbildung bei den Küstenjägern gemeldet und diese mit sieben weiteren jungen Männern auch aufgenommen hat. Die Ausbildung ist hart und das Verhalten des Ausbilders stellenweise menschenunwürdig bis sadistisch.

Als ein ehemaliger Küstenjäger stirbt, dürfte dem Leser bereits klar sein, dass dieser einer der Acht aus dem Tagebuch sein muss. Den Ermittlern ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, dass Marcus Nielsen, der sich mit genau dieser Ausbildungseinheit bei den Küstenjägern beschäftigt hat, auf ein Geheimnis gestossen ist, das ihn das Leben gekostet hat …


  • Meine Gedanken zum Buch

Die bisherigen Bücher, die ich von Viveca Sten gelesen habe, haben mich immer begeistert. Sie mischt dem Kriminalfall eine gute Portion Privatleben von Thomas Andersson und seiner Jugendfreundin Nora unter, die zwar jeweils ihr eigenes Leben leben, aber sich nie aus den Augen verloren haben. Das hat sie auch in diesem Buch beibehalten und es war schön zu lesen, dass beide wohl wieder ihr privates Glück gefunden haben.

Der Fall selbst ist von der ersten Seite weg spannend, Viveca Sten hat es einmal mehr geschafft, diese Spannung so aufrecht zu erhalten, dass man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Tagebucheintragungen haben mich darüber nachdenken lassen, wieviel ein Mensch ertragen kann.

Einzig ein paar Widersprüche im Text selber haben mich ein wenig gestört, nichts desto trotz freue ich mich auf den fünften Fall des sympatischen Ermittlers, seines Teams, Nora und allen, die dazu gehören. Jeden, der sich für die Bücher von Viveca Sten begeistern möchte, rate ich allerdings, mit Band 1 anzufangen, um Mitzuerleben, wie sich das Privatleben von Thomas und Nora in der Vergangenheit entwickelt hat, weil eben diese Privatleben einen Teil der Bücher einnimmt.


Das Cover, reiht sich optisch in die Reihe der vorhergehenden Bände ein und für ein Buch, das im Schärengarten handelt, könnte es vermutlich kein besseres Symbol geben, als dieses falunrote Häuschen. Der Hintergrund des Covers ist überwiegend in blau gehalten und daher erfüllt dieses Buch Punkt 11 von Hufies „Auf den SuB mit Gebrüll“ Challenge 2013: Lest ein Buch mit einem blauen Cover.

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