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Die Tuschelmuscheln von Christian Noß – eine Leserunde für Kinder

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Die Tuschelmuscheln leben am Grund des Meeres und langeweilen sich. Die Tiefseefee nimmt sie mit auf eine Reise und so lernen sie verschiedene mehr oder weniger lustige Gesellen kennen.

Das Buch ist in Reimform verfasst und bunt illustriert. Allerdings haben wir schon andere Bücher aus dieser Reihe gelesen, bei denen mir die Bilder wesentlich mehr zugesagt haben.

Unserer Kleinen hat von Anfang an am besten gefallen, dass die Tiere tolle sich reimende Namen tragen und deswegen hat sie sich immer wieder die Seiten angesehen, auf denen die Tiere und ihre Namen abgebildet waren. Die Geschichte selbst hat sie etwas weniger interessiert.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, allerdings waren einige Reime holprig, was sich für mich daran bemerkbar gemacht hat, dass ich sie nicht flüssig lesen konnte, wenn schon Reime, dann sollten sie auch „sauber“ sein. Auch hier hat Langenscheidt mindestens ein anderes gereimtes Buch in dieser Reihe veröffentlicht, das mir sehr viel besser gefallen hat.

Die Altersempfehlung 5+ kann ich nur bedingt nachvollziehen, denn es ist eher ein Vorlesebuch für Kleinere, die Reime eignen sich aber wahrscheinlich tatsächlich erst ab einem Alter von fünf Jahren.

Unsere Erstklässlerin hat sich an verschiedenen Passagen versucht und hatte Schwierigkeiten, was zur Frustration geführt hat, das hing aber aus meiner Sicht auch wieder mit den unsauberen Reimen zusammen.

Auch wenn ich den einen oder anderen Minuspunkt genannt habe, hat das Gesamtbild des Buches gepasst und deswegen gebe ich 4 von 5 Sternen.

A-Z-Titel

Die Tuschelmuscheln sind mein Buch mit dem Anfangsbuchstaben T im Rahmen der A-Z Titel-Challenge.

Ich lese, also bin ich…

 

Meinen Wochenrückblick habt Ihr vielleicht schon entdeckt. Ich habe aber noch einen weiteren Briefumschlag in meinem Briefkasten entdeckt, über dessen Inhalt ich mich so gefreut habe, dass ich dafür einen eigenen Artikel schreibe ;)

Die Seite von Lovelybooks hat einen Relaunch hinter sich gebracht. Ich bin sehr begeistert, denn während ich mich mit dem neuen Outfit von vorablesen bisher nicht richtig anfreunden konnte, ist Lovelybooks für mich sehr viel übersichtlicher geworden.

Was mir schon immer gefallen hat, ist, dass man jederzeit eine riesige Menge an Leserunden, Buchverlosungen und Wanderbüchern bei Lovelybooks findet. Ich habe schon einige Wanderbücher lesen dürfen und ganz aktuell nehmen wir an einer Leserunde für ein Kinderbuch tel.

Wenn Ihr noch nicht Mitglied von Lovelybooks seid, solltet Ihr das dringend nachholen :)


Aber nun zurück zu meinem Briefkasten. Aus Anlass des Relaunsch habe ich heute Post von Karla von Lovelybooks erhalten.

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Eine persönliche Karte

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mit fünf meiner Lieblingslesezeichen (das knickbare Eselsohr)

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und fünf Eulen-Lesezeichen mit einem knickbaren Flügel.

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Vielen vielen Dank, gerade die Karte hat mich mehr als überrascht und über die Lesezeichen habe ich mich sehr gefreut :)

 

Wir beide, irgendwann von von Jay Asher u. Carolyn Mackler

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Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit ich das erste Mal eine Leseprobe gelesen habe und nun hatte ich die Möglichkeit, über Lovelybooks an einer Wanderbuchgruppe teilzunehmen.


Zum Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1996. Emma (geb. 1980) hat zum Geburtstag einen Computer geschenkt bekommen. Mit Hilfe ihres besten Freundes Josh installiert sie AOL. Sie loggt sich zum ersten Mal ins WWW ein und landet bei Facebook. Da Facebook erst acht Jahre später gegründet wird, kann Emma überhaupt nicht wissen, auf was sie da gestossen ist, aber was sie sieht, ist ihr Name und eine Frau, die nicht nur am gleichen Tag wie sie Geburtstag hat, sondern die ihr auch sehr ähnlich sieht… wenn Emma 15 Jahre älter wäre. Wo also ist sie gelandet? Des Rätsels Lösung: Emma kann in die Zukunft blicken, genauer gesagt, auf ihre eigene Facebookseite und auf die ihrer Freunde – im Jahr 2011.

Emma liest, dass sie nicht nur arbeitslos, sondern auch unglücklich verheiratet ist. Ganz im Gegensatz zu Josh, der das hübscheste Mädchen der Schule geheiratet hat und Vater von drei Kindern ist. Emma beschliesst, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen und sie zu verändern. Als erstes macht sie ihren zukünftigen Ehemann ausfindig, findet heraus, dass sie sich während des Studiums kennen gelernt haben müssen und streicht die Uni von der Liste ihrer bevorzugten Studienorte. Durch aktualiseren ihrer Facebookseite kann Emma umgehend feststellen, wie sich ihr Leben dadurch geändert hat. Nun hat sie einen Job und einen anderen Mann, aber glücklich ist sie trotzdem nicht. Emma unternimmt immer wieder neue Versuche, doch dann muss sie feststellen, dass sie die Zukunft zwar verändern kann, aber keinen Einfluss darauf hat, wie sie sich verändert. Was bleibt, ist eine immer längere Liste an „Ex-Männern“, deren sie sich entledigen konnte, aber das große Glück scheint sie in der Zukunft nicht finden zu können…


Meine Meinung:

Wir beide, irgendwann ist ein tolles Jugendbuch mit – ich nehme es gerne vorweg – einem Happy End. Dabei spielt nicht nur das Leben der Protagonisten im Jahre 2011 eine Rolle, sondern auch die Liebe, die Beziehung zu den Eltern, Freundschaft und Schule im Jahr 1996 kommen nicht zu kurz.

Das Buch hat mich nachdenklich gemacht. Sicher bin ich auch neugierig, was in 15 Jahren aus mir geworden ist, aber ist es wirklich gut, das heute schon zu wissen, oder gar verändern zu können?

Aber das Buch war auch sehr unterhaltsam und hat mir einige Déjà-vu´s beschert. Wer in den 90er Jahren einen Internetanschluss hatte, kennt sicher noch die Geräusche eines Modems beim Verbindungsaufbau oder die AOL-CDs, die sich regelmässig in unseren Briefkästen eingefunden haben.

Andererseits muss man befürchten, dass die Zielgruppe des Buches sich an solche Dinge gar nicht mehr erinnern kann. Denn die heute 12-15 jährigen haben das – wenn überhaupt – nur als kleine Kinder miterlebt und können sich wahrscheinlich gar nicht daran erinnern. Merkt Ihr auch gerade, wie alt wir geworden sind? ;)

Besonders gelungen fand ich Textpassagen wie die, in denen Emma und Josh über Facebook sprechen und die Möglichkeiten, die sich ihnen nun eröffnen:

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Jaaa…. Warum sollten sie das tun? Das frage ich mich auch manchmal, wenn ich sehe, was in Facebook alles gepostet wird :D

Aber ich denke, gerade der letzte Abschnitt zeigt, dass auch die jüngeren Leser sich durchaus in der Geschichte zurecht finden werden.


Mein Fazit:

Ein Jugendbuch, dass ich auch der Generation 30plus bedenkenlos empfehlen würde, weil es für alle etwas zu bieten hat und gerade uns „Ältere“ in Erinnerungen schwelgen lässt.


Da „Wir beide, irgendwann“ von einem Autorenduo geschrieben wurde, erfüllt das Buch Punkt 44 von *Hufies “Auf den SuB mit Gebrüll” Challenge 2013*: 44. Lest ein Buch von zwei Autoren (Autorinnen).

Flashback – mein Wochenrückblick

Vom Pfennig-Basar habe ich drei Bücher mitgebracht, das hatte ich bereits erzählt, eines davon war für mich bestimmt und zwar das von Andreas Franz.

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Am Montag wurden bei Aldi-Süd verschiedene Hörbücher verkauft und ich habe mir dieses hier geleistet:

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Ausserdem hat mir eine Arbeitskollegin ein Buch von Kerstin Gier ausgeliehen.

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Nach vielen Wochen habe ich mich bei vorablesen wieder einmal um ein Buch beworben und hatte Losglück.

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Über Lovelybooks habe ich die Möglichkeit, ein Wanderbuch zu lesen, was schon lange auf meiner Wunschliste steht.

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Für Bad Heilbrunner darf ich Tee testen, da freuen sich meine Kolleginnen schon :)

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Und auch für Rexona darf ich testen:

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Entrissen von Tania Carver

 

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Entrissen
von Tania Carver
List Verlag
erschienen am 10. Juni 2011

Im September 2011 habe ich Der Stalker“ von Tanja Carver gelesen und seither stand auch der Vorgänger „Entrissen“ auf meiner Wunschliste. Im Rahmen eines Wanderbuches bei Lovelybooks konnte ich nun auch dieses Buch lesen.


  • Zum Inhalt

Eine schwangere Frau wird brutal ermordet und das Baby aus ihrem Bauch heraus geschnitten. Von dem Kind fehlt jede Spur. Das Team um Phil Brennan weiss, dass das nicht der erste Fall dieser Art war. Zwei und vier Monate zuvor sind bereits zwei schwangere Frauen getötet worden. Anders als hier wurden dort aber auch die Babies umgebracht.

Der Vorgesetzte von Phil setzt durch, dass die Psychologin Marina Esposito hinzugezogen wird. Sie hat dem Team bereits einige Monate zuvor zur Seite gestanden, war aber dann vom Täter überfallen worden und wollte nie mehr mit der Polizei zusammen arbeiten.

Für Phil kommt erschwerend hinzu, dass er ein Verhältnis mit ihr hatte und sie seither den Kontakt zu ihm unterbrochen hatte. Marina hatte in der schweren Zeit nach dem Überfall die volle Unterstützung ihres Freundes Tony, während sie sich von Phil im Stich gelassen gefühlt hat.

Zwischenzeitlich ist Marina schwanger und wird damit zu einem potentiellen Opfer…


  • Meine Meinung

Wie schon beim Nachfolge-Buch „Der Stalker“ musste ich bei diesem Buch mehr als einmal schlucken und versuchen, die Bilder, die sich in meinem Kopf zusammensetzen wollten, auszublenden, dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Leser.

Nicht nur, dass hier schwangere Frauen gepeinigt und ermordet werden, es werden sogar Babies zerstückelt und spätestens da zieht sich bei mir alles zusammen und ich komme an einen Punkt, an dem mir die Tränen in die Augen steigen. Um so schlimmer finde ich es, dass mich die Handlung so in seinen Bann gezogen hat, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Auch in diesem Buch springt die Autorin zwischen den Protagonisten auf Seiten der „Guten“ und „Bösen“ hin und her und gewährt so Einblicke in das Seelenleben einer verkorksten Existenz, die sich unbedingt ein Kind wünscht und die dafür morden lässt.

Genau wie bei „Der Stalker“ hat mich „Entrissen“ überzeugen können. Allerdings hat mir „Der Stalker“ besser gefallen, vielleicht, weil dort die Beziehung zwischen Phil und Marina viel mehr im Hintergrund steht.


  • Was gibt es sonst noch zu sagen?

Das Cover hätte mich überhaupt nicht angesprochen. Natürlich ist klar, dass es beim Titel darum geht, dass Kinder dem Mutterleib entrissen werden, aber das Cover wäre mir in der Masse der Bücher nicht aufgefallen, so dass ich das Buch in der Buchhandlung nicht in die Hand genommen hätte.

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Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Aglaya.

Sonutarium Labyrinth von Astrid Vehstedt

Im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks darf ich derzeit das Buch Sonutarium Labyrinth von Astrid Vehstedt lesen. Bei dem Buch handelt es sich um einen Krimi aus dem fhl Verlag.

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Die Leserunde beinhaltet auch, nach und nach über das Buch zu schreiben, eine gute Gelegenheit, gleichzeitig Punkt 41 der Buchchallenge extreme abzuarbeiten: „Buch mit Updates in eigener Rezension versehen, wann man es gelesen hat“.


03.12.2012

Als ich das Buch das erste Mal in Händen hielt, hat es mich ein wenig erschlagen. Ich hatte das Gefühl, einen dicken Wälzer zu halten, obwohl das Buch weniger als 50o Seiten hat. Die Schrift ist verhältnismässig klein und mit dem Titel konnte ich gar nichts anfangen. Also habe ich den Begriff Sonutarium bei Google eingegeben, aber es haben sich erstmal nur Ergebnisse in Zusammenhang mit diesem Buch ergeben.

Im ersten Kapitel erfährt der Leser, dass der Straßenarbeiter Alfons Blanc austreten muss und eine Kinderleiche entdeckt. Die hinzugerufene Polizei findet eine weitere Leiche und vernimmt den Arbeiter. Im Anschluss benimmt sich dieser komisch, winkt in die Kameras der Presse und hofft, ab sofort im Scheinwerferlicht zu stehen.

Man vermutet, dass es sich dabei um zwei Mädchen handelt, die ein Jahr zuvor in Köln verschwunden sind. Dort werden Martin Kowalski und Luca Gawriloff mit dem Fall betraut. Beide werden im zweiten Kapitel vorgestellt. Kowalski ist verheiratet, scheint eher gemütlich zu sein, spontan würde ich ihn als sympatischen Chaot bezeichnen. Gawriloff ist mir suspekt. Seine Vergangenheit ist lückenhaft und er scheint beim Polizeichef einen Stein im Brett zu haben.

Das Lesen empfinde ich derzeit als etwas mühsam, das Buch hat mich im ersten Kapitel nur kurz in den Bann ziehen können.


Update 04.12.2012

Ich habe heute die Kapitel 3 bis 9 gelesen.

Alfons Blanc wird verhaftet und der Presse als Täter vorgeführt. Er scheint geistig nicht seinem Alter gemäss entwickelt zu sein. Kowalski und Gawriloff haben ihre Zweifel, die Akte ist sehr dünn, die Obduktion dürftig und der Presse werden falsche Informationen zugespielt. Ein Besuch in Lüttich bestätigt sie in ihrer Meinung.

Gawriloff wird richtig sympathisch, auch wenn der Leser – und auch Kowalski – noch nicht viel über ihn weiss. Kapitel für Kapitel lernt der Leser den Ermittler ein bisschen mehr kennen, was natürlich neugierig macht.

Das Lesen fällt mir immer noch ein wenig schwer. Die Autorin erzählt sehr detailreich, so dass ich geneigt bin, immer wieder Absätze zu überspringen, um schneller voran zu kommen. Der Fall selbst scheint grössere Kreise zu ziehen und hat bereits jetzt eine politische Brisanz.


Update 08.12.2012

Zwischenzeitlich bin ich bei Kapitel 14 angelangt und merke, dass ich nur noch in Stichworten über den Inhalt berichten sollte, um nicht zu viel zu verraten.

  • Die Psychologin Dr. Ilia Ehrenstein, die die Familie eines der verschwundenen / ermordeten Mädchen betreut, wird näher vorgestellt.
  • Luca Gawriloff nimmt den Bauunternehmer Klowiak genauer unter die Lupe, weil er davon ausgeht, dass der in irgendeiner Form Dreck am Stecken hat.
  • Der Leser erfährt, was es mit Lucas Mails an seine Tochter auf sich hat. Warum er seine Familienverhältnisse allerdings verbirgt, ist immer noch nicht klar.

Die Handlung hat an Spannung aufgenommen und ich freue mich schon, aufs Weiterlesen.


Update 12.12.2012

Ich bin bis zu Kapitel 26 vorgestossen.

  • Gawriloff ist zusammengeklappt und der Arzt scheint etwas über den Gesundheitszustand zu wissen, was der Leser noch nicht weiss. Zitat S. 123 „Schon allein wegen Ihrer“ … „Sie wissen schon, was ich meine, damit ist nicht zu spaßen“.
  • Der Polizeichef ist nicht begeistert, dass gegen Klowiak ermittelt wird.
  • Bei der belgischen Polizei liegt wohl auch etwas im Argen, man versucht nach wie vor mit allen Mitteln, Alfons als den Schuldigen hinzustellen.
  • Es scheint eine Spur gegen Klowiak zu geben, aber nachdem die Ermittler in eine Schiesserei geraten, kann Klowiak auch noch den Spieß umdrehen und ist offenbar wieder fein raus aus der Sache.
  • Dr. Ehrenstein hat eine seltsame Patientin, die offensichtlich lügt, ich könnte mir vorstellen, dass die später noch eine Rolle spielen wird.
  • Dr. Kreutzfeld trifft eine Entscheidung, die ihn möglicherweise den Posten als Polizeichef kosten kann. Ob es wirklich so weit kommt?

Die beiden Ermittler sind völlig unterschiedlich, aber zwischenzeitlich beide sehr sympathisch. Wie auch Kowalski musste ich erst lernen, mit Gawriloff klar zu kommen. Es ist sicher ab und zu noch schwer, seinen Gedankengängen zu folgen, aber es wird ersichtlich, dass er mit Leib und Seele Polizist ist und nicht anders kann, als einen nach dem anderen zur Strecke zu bringen.

Die Handlung hat für mich merklich an Fahrt aufgenommen und ich stelle fest, dass es mir zunehmend schwerer fällt, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Allerdings frage ich mich, was noch alles passieren kann, denn ich bin noch nicht einmal bei der Hälfte des Buches angelangt.


Update 19.12.2012

Kapitel 27 bis Ende. Die verbliebenen rund 250 Seiten habe ich Anfang der Woche in einer Nacht durchgelesen, einfach weil es nicht mehr aus der Hand legen wollte, ohne zu wissen, wie es endet. Die beiden Ermittler finden Unterstützung in Belgien und selbst Lucas kühnste Vermutungen werden noch übertroffen. Politiker, Notare und Polizeibeamte stecken selbst mitten im Sumpf und ca. 100 Seiten vor Ende des Buches wird einer der Drahtzieher dingfest gemacht, während gleichzeitig einige Opfer gerettet werden können. Der Höhepunkt der Geschichte, könnte man meinen.

Doch während ich mich bei der Hälfte des Buches noch gewundert habe, was noch alles kommen kann in der zweiten Hälfte, ist man als Leser doch gespannt, was noch folgen kann, wenn der Täter nach 3/4 des Buches schon geschnappt wurde.

Ich hatte damit gerechnet, dass man den Männern den Prozess macht, aufzeigt, dass die Kreise sich zwar immer weiter ziehen, wenigstens der eine oder andere zur Rechenschaft gezogen wird und dass die Ausdauer und Risikobereitschaft der Ermittler sich auszahlt.

Doch (und damit komme ich zu den Negativpunkten) das verbleibende ¼ des Buches beschäftigt sich im Großen und Ganzen nur noch mit Luca und Ilja, der Fall wird nur noch am Rande tangiert und Einiges auf diesen letzten 100 Seiten ist in meinen Augen unrealistisch. Sehr schade, denn wenn sich die Autorin das gespart und dafür einen runden und dafür wesentlich kürzeren Abschluss gefunden hätte, hätte ich gerne 5 Sterne vergeben.

Darüber hinaus ist mir bis zum Schluss nicht klar geworden, was es mit dem Wort „Sonutarium“ auf sich hat. Luca verwendet das Wort zwar bei seinen Ermittlungen, die Autorin lässt den Leser aber über die Bedeutung im Unklaren, was ich als „no go“ ansehe, denn es geht immerhin um einen Teil des Buchtitels.

Völlig unpassend finde ich das Cover, wenn ich das Buch in der Buchhandlung entdeckt hätte, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es sich um einen Krimi handelt könnte. Und nach dem Lesen des Buches muss ich sagen, dass ich das Cover überhaupt nicht mit der Geschichte in Verbindung bringen kann.

Mein Fazit: die Geschichte war anfangs ein wenig zäh war, hat Fahrt aufgenommen, wurde richtig spannend und hat mir im letzten ¼ überhaupt nicht zugesagt.

Für drei Sterne ist der Kriminalfall zu spannend, vier Sterne möchte ich aber nicht vergeben, weil es meinen Eindruck vom Ende nicht widerspiegeln würde. Daher vergebe ich 3,5 Sterne für „Sonutarium Labyrinth“ von Astrid Vehstedt.