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Passagier 23 von Sebastian Fitzek

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Passagier 23
von Sebastian Fitzek
Sprecher Simon Jäger
Jubiläumsedition , erschienen am 13. Mai 2016
bei Lübbe Audio

 

Inhalt:

Der Polizist Martin Schwartz war verheiratet und hatte einen kleinen Sohn. Vor fünf Jahren waren die beiden auf einer Kreuzfahrt auf der „Sultan of the Seas“ und sind seither verschwunden.

Schwartz gilt seither als seelisches Wrack, wird aber dennoch als verdeckter Ermittler eingesetzt, weil er oftmals der Einzige ist, der sich für besonders riskante Einsätze meldet.

Völlig unerwartet meldet sich eine Passagierin der „Sultan of the Seas“ bei ihm und erklärt ihm, dass einige Wochen zuvor ein Mädchen auf dem Schiff auf unerklärliche Weise verschwunden und plötzlich wieder aufgetaucht ist – und es trug den Teddy seines Sohnes im Arm…

 

  • Meine Gedanken zum Buch

Auf Kreuzfahrtschiffen verschwinden jährlich mehrere Duzend Menschen, Sebastian Fitzek beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage, was mit ihnen passiert ist. Insbesondere geht es hier um ein Mädchen, das wieder auftaucht, der Frage, wo sie war und vor allem, wo ihre Mutter abgeblieben ist und wie das Verschwinden von Passagieren zusammen hängt.

Über Sebastian Fitzek habe ich schon so viel gehört und gelesen und einige seiner Bücher liegen teilweise seit Jahren auf meinem SuB, aber tatsächlich war Passagier 23 das erste Buch, das ich von ihm gelesen / gehört habe und was soll ich sagen: ich bin angefixt.

Insbesondere hat mich die Ideenvielfalt, die der Autor in dieses Buch eingebunden hat, fasziniert. Die Handelnden entwickeln Ideen, wie und warum Passagiere verschwunden sein könnten, als Leser denkt man, man hat die Lösung gefunden und sofort passiert wieder etwas, was alle anderen Vermutungen – hier im wahrsten Sinne des Wortes – über Bord wirft. Die Handlung verläuft Schlag auf Schlag, so dass die Spannung ständig auf höchster Linie gehalten wird.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich gestaltet. Martin Schwartz lebt und arbeitet so, wie er sich fühlt, als Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. Einerseits wirkt er etwas lebensmüde, andererseits lebt er seinen Beruf und ist bereit, alles dafür zu geben, wenn er jemanden retten kann.

Gerlinde Dobkowitz ist die exzentrische ältere Dame, die Martin über das Auftauchen des Teddys seines Sohnes informiert hat. Sie hat sich dauerhaft auf dem Kreuzfahrtschiff eingemietet und gibt ihre Verschwörungstheorien zum Besten. Wobei – über ihre Hirngespinste darf man sich schon so seine Gedanken machen, frei nach dem Motto: Nichts ist unmöglich.

Daniel Bonhoeffer war bereits Kapitän der „Sultan“,  Martins Frau Nadja und sein Sohn Timmy verschwanden, er macht den Eindruck, als ob er etwas zu verbergen hat und wirkt dadurch nicht sonderlich sympathisch. Elena Beck, seine Verlobte und Bord-Ärztin unterstützt Martin hingegen, wo sie nur kann.

Daneben gibt es noch eine Handvoll weitere Passagiere und Crew-Mitglieder mit mehr oder weniger umfangreichen Rollen, ansonsten beschränkt sich Sebastian Fitzek aber sehr auf einen ausgewählten Personenkreis und hat es auch gar nicht nötig, auf die weiteren zahlreichen Passagiere oder Besatzungsmitglieder zurück zu greifen. Das liegt insbesondere daran, dass jeder Haupt- oder Nebendarsteller dieses Thrillers eine eigene Lebensgeschichte zu erzählen weiß und Sebastian Fitzek die Schicksale dieser Personen miteinander verwebt. Gut, eigentlich müsste man sich fragen, wie so wenigen Personen so viel widerfahren kann, aber ganz ehrlich: das Hörbuch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe, ob die Geschehnisse in dieser Form überhaupt noch realistisch sind.

Mich konnte Sebastian Fitzek auf jeden Fall zu 100% überzeugen und ich bin mir sicher, dass Fitzek meine persönliche Messlatte weiter nach oben verschoben hat. Von mir gibt es fünf von fünf Eulen.

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Autor: Fitzek, Sebastian

Meine Seele so kalt von Clare Mackintosh

 

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Meine Seele so kalt
von Clare Mackintosh
erschienen am 14. Januar 2016
bei Lübbe Audio

  • Inhalt

Der fünfjährige Jacob reißt sich von der Hand seiner Mutter los und rennt auf die Straße, wo er von einem Auto erfasst wird. Während Jacob sterbend auf der Straße liegt, begeht der Unfallfahrer Fahrerflucht. Nach dem Tod ihres Kindes zieht Jenna aus Bristol weg an die Küste von Wales, um von vorne zu beginnen.

DI Ray Stevens setzt alle Hebel in Bewegung,  doch der Todesfahrer wird nie gefasst. Obwohl er aufgefordert wird, den Fall zu den Akten zu legen, lässt ihn der Tod des Jungen nicht los. Als seine Kollegin Kate ein Jahr später eine neue Spur entdeckt, ahnen die beiden nicht, welche Lawine sie lostreten.

  • Protagonisten

Jenna Gray hat ihr altes Leben zurückgelassen und will in Penfach von vorne beginnen. Im Fotografieren findet sie ein Hobby und schließlich einen Job, mit dem sie sich über Wasser halten kann. Der Tierarzt Patrick schafft es, bis in ihr Herz vorzudringen und bringt etwas Sonne in Jennas Leben.

DI Ray Stevens hat zu Beginn seiner Karriere den Tod eines Kindes verarbeiten müssen, was ihn bis heute verfolgt. Daher will er nicht aufgeben, als es darum geht, den Unfallfahrer, der Jacobs Tod verursacht hat, zu finden und der Mutter Gerechtigkeit zu bringen.

  • Meine Gedanken zur Geschichte

Das Hörbuch habe ich bei einer Verlosung von Lübbe Audio gewonnen und habe mich verpflichtet gefühlt, es zu Ende zu hören, obwohl die erste Hälfte der Geschichte sehr langatmig war. Nach dem Unfalltod passiert zunächst nichts spektakuläres, so dass mir die Spannung gefehlt hat. Dann allerdings kommt es zu einer Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte und von da an habe ich die Geschehnisse gespannt verfolgt.

Ich muss daher sagen, es lohnt sich, dran zu bleiben, auch wenn sich der erste Teil ziemlich in die Länge zieht. 

Allerdings war für mich dann doch vorhersehbar, wie sich das Puzzle zusammen setzt, nur das Ende konnte mich dann nochmal überraschen. 

Insgesamt reicht es leider nur für 3,5 Sterne.

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Nr. 22) ein Buch mit einem der vier Elemente im Titel oder auf dem Cover (Feuer, Wasser, Luft, Erde) -> Küste vor Wales, leider auf dem Foto nicht so gut zu sehen

Titel: Meine Seele so kalt
Land: Wales

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Pinguinwetter von Britta Sabbag

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Zum Inhalt:

Job weg, der Mann für gewisse Stunden weg – um sich von ihren Sorgen abzulenken, stattet Charlotte dem Zoo einen Besuch ab. An ihrer Hand sollte sich eigentlich Finn, der Sohn ihrer Tochter Trine, befinden. Doch der ist ins Wasser gefallen und wird gerade von einem fremden Mann herausgezogen, der sich als Eric vorstellt. Eric ist alleinerziehender Vater und hält Charlotte für die alleinerziehende Mutter von Finn. Er entpuppt sich als sympathischer Mann und Charlotte verbringt gern Zeit mit ihm, dumm nur, dass sie versäumt hat, das Missverständnis um Finn aufzuklären. Als dann wider Erwartens Marc wieder auftaucht, ist der Schlamassel perfekt.

Autoren (6)


Meine Gedanken zum Buch

Ich hatte Pinguinwetter und Pandablues von Britta Sabbag bereits seit längerer Zeit auf dem SuB und folge der Autorin auch schon sehr lange auf Facebook. Außerdem hatte ich sie auf der Buchmesse im letzten Jahr kennen gelernt und habe mir die Bücher von ihr signieren lassen. Und trotzdem hatte ich es bisher noch nicht geschafft, eines der Bücher zu lesen. Als ich kürzlich das Hörbuch entdeckt habe, musste ich einfach zugreifen, denn derzeit komme ich nicht oft zum Lesen, aber Hören kann ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit.

Die Entscheidung zum Kauf ist mir deswegen so leicht gefallen, weil ich den Humor von Britta Sabbag schon kennengelernt habe, sowohl bei Facebook, als auch live und ich war mir ziemlich sicher, dass wenn sich nur ein Bruchteil davon in ihrem Buch wiederfindet, ich großen Gefallen daran finden würde.

So war es dann auch. Pinguinwetter ist eine Gute-Laune-Geschichte, die mich mehr als einmal zum Lachen gebracht hat. Natürlich ist das eine oder andere vorhersehbar, aber der Roman hat gerade zum Ende hin durchaus auch Überraschendes zu bieten und konnte mich überzeugen. Ich vergebe daher fünf von fünf Eulen.

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(16) ein Buch mit Bildern

– Illustrationen:

Der kleine Pinguin zieht sich als Daumenkino durch das ganze Buch:

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ein Sommerbuch für Amazing Summer Reads

Echo einer Winternacht von Val McDermid

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  • Echo einer Winternacht
  • von Val McDermid

Im Dezember 1978 entdecken die vier Studenten Sigmund „Ziggy“ Malkiewicz, Alex „Gilly“ Gilbey, David „Mondo“ Kerr und Tom „Weird“ Mackie die schwer verletzte Rosie Duff. Die vier jungen Männer geben ihr Bestes, können die Frau aber nicht retten und geraten danach selbst unter Mordverdacht. Sie werden zwar nie angeklagt, aber auch nie vollständig von der Schuld freigesprochen, denn der echte Mörder wird nie gefasst. 25 Jahre später wird eine Sonderkommission gegründet, die sich mit unaufgeklärten Fällen beschäftigt und so wird der Fall neu aufgerollt.

Als zwei Männer aus der damaligen Studentenclique sterben, beginnt für die anderen beiden ein Wettlauf mit der Zeit, denn für sie ist offensichtlich, dass jemand die Wiederaufnahme des Verfahrens zum Anlass genommen hat, Selbstjustiz zu üben…


  • Meine Gedanken zum Hörbuch:

Val McDermid beginnt mit einem ausführlichen Rückblick auf die Geschehnisse des Jahres 1978. Der Leser erfährt, was damals passiert und wie es den jungen Männern ergangen ist. Bereits hier ist die Handlung kurzweilig und fesselnd. Bereits hier hatte ich einen kurzen Verdacht, wer der tatsächliche Mörder sein könnte, aber das hat sich wieder zerschlagen. Die Autorin lenkt den Verdacht von einem zu anderen, bringt neue Motive ins Spiel und entlastet die Verdächtigen wieder.

Kurioserweise hat sich dann mein erster Verdacht doch noch bestätigt, dennoch konnte mich auch das Ende des Buches überraschen.

Das Hörbuch haben wir auf dem Weg in den Urlaub gehört und die Zeit ist ruckzuck verfolgen. Die Geschichte ist kurzweilig und spannend. Daher vergebe ich fünf von fünf Eulen und eine – in meinem Fall – Hörempfehlung.

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Ausgelöscht von Cody McFadyen

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Seit meinem ersten Hörbuch über Smoky Barrett bin ich ein grosser Fan von Cody McFadyen und der Sprecherin Franziska Pigulla.


  • Zum Inhalt:

Smoky Barrett unc ihre Kollegen sind zu Gast auf der Hochzeit ihrer Kollegin Kelly, als ihnen eine schwer verletzte Frau vor die Füße geworfen wird. Es stellt sich heraus, dass ein Psychopath Frauen „entsorgt“, die ihren Männern lästig werden. Einige der Frauen sind tot, anderen wurden die Nervenbahnen im Gehirn durchtrennt, so dass sie nur noch vor sich hin vegetieren. Die Frau, die ihnen nun zugespielt wurde, hat überlebt und die Ermittler finden heraus, wie der Täter vorgeht. Er hat sein Opfer sieben Jahre gefangen gehalten, bis es für tot erklärt und die Lebensversicherung ausbezahlt worden war. Der Ehemann hatte allerdings nicht wie vereinbart, für die Entsorgung bezahlt, sondern das Geld aus der Lebensversicherung komplett für sich behalten. Als Denkzettel dafür wurde seine Frau frei gelassen. Das Team um Smoky will dem Täter eine Falle stellen, doch sie haben nicht alles bedacht und so ist es Smoky, die selbst zum Entführungsopfer wird…


  • Meine Meinung:

Was mir bisher schon gut gefallen hat, ist, dass die Geschichte des Teams in jedem Fall neu erzählt wird, so dass auch ein neuer Leser sich problemlos einfinden kann. Wie ich schon einmal geschrieben habe, ist das nicht langweilig, sondern spannend verpackt, so dass ich wieder von der ersten bis zur letzten Minute mitfierbern konnte.

Der Aufbau der Fälle ist eigentlich immer der gleich, irgend ein gestörter Mensch tut etwas bestialisches und das Team um Smoky versucht, den Fall aufzuklären. Allerdings sind die menschlichen Abgründe, die sich in den Thrillern auftun, immer andere.

Einige Passagen sind mit Sicherheit auch unglaubwürdig, aber das Gesamtbild passt einfach.

Ich bin einmal mehr sehr begeistert und vergebe vier von fünf Sternen.

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Der Todeskünstler von Cody McFadyen

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Nach „Das Böse in uns“ habe ich mir gleich den zweiten und den viertel Fall von Smoky Barrett gekauft und auch hier konnte mich Franziska Pigulla als Sprecherin überzeugen.


Der Todeskünstler ist der zweite Fall für Smoky Barrett. Am Anfang werden auch in diesem Teil sie und ihr Opfer vorgestellt. Der Leser, der Smoky Barrett noch nicht kennt, erfährt, dass sie und ihre Familie Opfer eines Killers geworden sind, ihr Mann und ihre Tochter sind tot, sie hat überlebt und viele Monate gebraucht, um ins Leben zurück zu kehren.

Nun arbeitet sie wieder beim FBI. Eines Nachts wird sie zu einem Haus gerufen, weil ein Mädchen droht, sich umzubringen und die Einzige, mit der sie sprechen würde, ist Smoky. Die findet das Mädchen zusammen mit den entstellten Leichen ihrer Pflegeeltern. Sarah erzählt Smoly vom „Todeskünstler“, einem Mann, der seit Jahren jeden tötet und quält, den Sarah liebt oder der Sarah liebt mit dem Ziel, das Mädchen zu zerstören. Allerdings hat Sarah bisher niemanden gefunden, der ihr glaubt.

Mit Hilfe von Sarahs Tagebuch macht sich das Team um Smoky daran, den Wahnsinnigungen zu finden und was sie aufdecken können ist eigentlich unvorstellbar.


  • Kurzmeinung:

Das Hören des Hörbuches war eine Mischung zwischen Entsetzen und Spannung, eine CD habe ich auf einer Autofahrt alleine nachts gehört und musste den CD-Player irgendwann ausschalten, was mir grundsätzlich nicht passiert, ich vertrage eigentlich schon einiges, wenn es um Thriller geht.

Auch bei diesem Fall war ich sofort wieder gefesselt von der Geschichte, bereits nach meinem ersten Cody McFadyen war ich ein großer Fan und das hat sich mit diesem zweiten Buch auf jeden Fall gefestigt, ja, ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass Cody McFadyen süchtig machen kann.