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Das Leben ist Brosig von Marek Heindorff

Marek

Das Leben ist Brosig von Marek Heindorff
erschienen am 26. März 2015
im rouven-finn-Verlag


Schon mal auf nen Strommast geklettert, um ne verfickte Wolke zu retten?

Nein? Holger Brosig schon. Er sieht eine Wolke auf einen Strommast zu treiben und klettert am Mast hoch, um die Wolke wegzupusten. Gut, man muss dazu sagen, dass Holger Brosig dauerbekifft ist und auch sonst ist sein Leben eher chaotisch:

Er lebt von den finanziellen Unterstützungen seiner Eltern, die immer noch davon ausgehen, dass er studiert, sein neuer Hund erweist sich als kampf- und gewaltbereit, seine Angebetete ist ein Fehlgriff und eine direkte Spur zum Sinn des Lebens hat er auch noch nicht gefunden.

Zurück zum Strommast – während jeder andere vermutlich in eine Zwangsjacke gesteckt worden wäre, kommt Holger regional zu zweifelhafter Berühmtheit, denn seine Rettungsaktion wurde gefilmt und macht nun die Runde.

Aber es gibt auch Lichtblicke in seinem Leben: eine tolle Frau, das große Geld … wenn das nur alles so einfach wäre.


Ich durfte Marek Heindorff im März auf der HomBuch, der saarländischen Buchmesse, kennen lernen. Er hat mir zwar ein bisschen etwas über sein Werk erzählt, aber was dann auf mich zugekommen ist, damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Buch ist bizarr, absurd, völlig übertrieben, aber ich war vom ersten Moment an so im Bann des Holger Borsig, dass ich nicht mehr aufhören konnte, zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich Schlag auf Schlag, Marek Heindorff gönnt dem Leser keine Verschnaufpause, sondern legt mit jedem neuen Kapitel nochmal eine Schippe drauf. Das klingt jetzt ein bisschen wie meine Rezension zu „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, aber „Das Leben ist brosig“ ist ganz anders, denn hier geht es um Musik, Joints, Selbstbefriedigung, den Dochichmus („Doch, ich muss“), durchgeknallte Knallerfrauen und Superhelden in Strumpfhosen.

Wie man sehen kann, man muss bereit sein, sich auf die Geschichte einzulassen, denn sie ist – wie das Leben – einfach BROSIG.

Ich vergebe vier von fünf Eulen.

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Daggi trifft … auf der HomBuch

hOMbUCH

Am 28. und 29. März 2015 fand in Homburg/Saar die HomBuch, die Saarländische Buchmesse statt. Ich konnte verschiedene Lesungen besuchen, über die ich in den nächsten Tagen auch noch berichten werde, und einige Gespräche mit tollen Autoren führen.

Seidel

Juliane Seidel hat mit 14 Jahren mit dem Schreiben begonnen, um den Stress von Schule und Studium zu kompensieren. Außer zeichnet und illustriert sie zusammen mit Tanja Meurer als Illustratorenteam „Vee-Jas“. Juliane leitete den von ihr gegründeten Zeichnerverein „ARS“ mit teilweise fast 50 Illustratoren und Comiczeichnern. 2007 übergab sie die Leitung des Vereins und organisierte bis 2011 die Messeauftritte für Vee-Jas. Danach rief sie das Lesecafé Wiesbaden in der Coffeebar Anderswo ins Leben.

2008 nahm sie das alte Konzept zu „Assjah“ und überarbeitete die Ursprungsgeschichte zu “Die lebenden Träume” und “Die vergessenen Kinder”. 2012 nahm sich der Bookshouse Verlag der Bücher an.

Am 31. März 2015 erscheint Nachtschatten ~unantastbar~, der erste Band einer Urban Fantasy Trilogie, die sich an die Zielgruppe der 14-16jährigen richtet.

Außerdem nimmt Juliane mit ihrem Blog Like a dream an meiner Buch-Challenge 2015 teil.


Meurer

Tanja Meurer ist gelernte Bauzeichnerin, arbeitet aber seit Jahren nur noch in bauverwandten Berufen. Seit 1997 arbeitet sie nebenberuflich als Autorin und Illustratorin. Sie ist die Tochter einer Graphikerin und Malerin und kam früh mit Kunst in Berührung. Auch sie begann während ihrer Schulzeit mit dem Schreiben. 1997 wurde ihre erste Kurzgeschichte veröffentlicht, zwischen 2007 und 2011 konnte sie sechs Ausschreibungen für Kurzgeschichten für sich entscheiden. Im Januar 2013 erschien dann der erste Band der Mystery-Reihe „Schattengrenzen„.

Ihr aktuelles Buch „Rauhnacht – Ein Anabelle-Talleyrand-Roman“ ist im November 2014 beim Weltenschmiede Verlag erschienen. Tanja Meurer umschreibt das Buch mit den Begriffen Steampunk, Krimi, Mystery und eine außergewöhnliche, verbotene Liebe.

 Baitsch

Monika Baitsch ist an der Bergstraße geboren und lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren Söhnen auch heute noch dort. Sie ist gelernte Arzthelferin, hat sich aber über mehrere Jahre mit dem Gedanken getragen, ein Buch zu schreiben.

Nach zahlreichen Kindernbüchern erschien im vergangenen Sommer ihr Roman Verlieb dich mal wieder … oder: Sex ist auch eine Lösung.

Aufgefallen ist mir Monika Baitsch zum ersten Mal, als Sabine von Daisy and Books im Rahmen der HomBuch-Blogtour einen Gastbeitrag mit dem Titel Ein Landei geht zur Buchmesse gelesen habe. :)


Marek

Ich gestehe, Marek Heindorff war mir bisher gar kein Begriff, aber das hat sich schlagartig geändert, nicht nur, weil  auf der HomBuch geändert, weil Monika Baitsch mir ihren „Stand-Nachbarn“ vorgestellt hat.

Marek Heindorff wurde in Berlin Köpenick geboren und ist in Pankow groß geworden. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie in ­Mettmann und ist als Medienfachwirt in der Druck- und Werbebranche tätig.

Er schreibt, seit er denken kann und nach Gedichten, Geschichten und Kinderbüchern ist vor wenigen Tagen im Rouven-Finn-Verlag sein Roman „Das Leben ist Brosig“ erschienen.


Die aktuellen Bücher dieser vier Autoren werde ich Euch in den nächsten Tagen und Wochen vorstellen!