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Jagdsaison – Ein mörderischer Reisebericht von Nina Casement

Jagdsaison - Ein mörderischer Reisebericht von Nina Casement

Kurzfazit

Nina Casement schreibt von der Schönheit Skandinaviens und damit konnte sie mich bereits in den Bann ziehen. Die Geschichte selbst ist gerade für einen Thriller über weite Strecken eher unspektakulär und der Spannungsbogen bestand für mich hauptsächlich darin, dass ich mehr über die vier Charaktere erfahren wollte und darüber, wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind.


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Frederika, genannt „fred“, hat ihren Lebensgefährten mit ihrer besten Freundin im Bett erwischt. Sie ist am Boden zerstört, packt ein paar Habseligkeiten in einen Rucksack und reist immer weiter Richtung Norden, bis sie in Schweden ankommt. Unterwegs findet sie langsam wieder Gefallen am Leben und kann zumindest die Schönheit der Regionen, die sie bereist, genießen.

Karl Andersson ist Polizist in Schweden, doch sein Job bereitet ihm schon lange keine Freude mehr und so sitzt er seine restliche Dienstzeit ab bis er auf mehrere Todesfälle in den Wäldern Skandinaviens stößt, die sein Interesse weckt. Zum ersten Mal seit langem verbeißt er sich wieder in Ermittlungen, stößt jedoch bei seiner Vorgesetzten auf taube Ohren.

Lars und sein Weggefährte, der nur „der Alte“ genannt wird, haben sich ebenfalls von Deutschland aus auf den Weg Richtung Norden gemacht und sind in Schweden geladet.

Vier grundverschiedene Menschen, die sich in Schweden begegnen und deren Schicksale unausweichlich miteinander verbunden sind.


Meine Gedanken zum Buch

Nina Casement schreibt von der Schönheit Skandinaviens und damit konnte sie mich bereits in den Bann ziehen. Die Geschichte selbst ist über weite Strecken eher unspektakulär und gerade anfangs hatte ich Probleme damit, die Personen zuzuordnen, aber je mehr ich über sie gelesen habe, desto leichter ist es mir gefallen.

Der Thriller ist anders, als die Thriller, die ich sonst lese, weil sie im Grunde recht wenig ereignet und das, was sich ereignet, erahnt man mehr, als dass man es weiß. Der Spannungsbogen bestand für mich hauptsächlich darin, dass ich mehr über die vier Charaktere erfahren wollte und darüber, wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind. Hin und wieder hat mir dadurch etwas gefehlt, wodurch die Geschichte ein wenig zäh wirkte, wobei die Beschreibungen der Landschaft wieder viel wettgemacht haben.

Gegen Ende bahnt sich dann das Finale auf, das mit einem Paukenschlag endet. Das liest sie nun möglicherweise eher kryptisch, aber über dieses Buch sollte man gar nicht zu viel schreiben, weil man schnell Gefahr läuft, zuviel zu verraten.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Jagdsaison – Ein mörderischer Reisebericht
von Nina Casement
erschienen am 12. November 2018
Books on Demand


Weitere Meinungen zum Buch

Petrissa vom Morgendwald hat eine Buchvorstellung und ein Interview mit der Autorin veröffentlicht.