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Autoreninterview mit Patrick Satters

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Vor gut vier Wochen habe ich Euch “Reich der Götter – Der Gott des Todes” vorgestellt. Wie Ihr vielleicht schon in der Rezension gelesen habt, konnte mich der Debütroman von Patrick Satters, an dem er vier Jahre lang gearbeitet hat, absolut überzeugen. Patrick ist Fan von J.R.R. Tolkien, insbesondere “Herr der Ringe” hat es ihm angetan und auch wenn es gar nicht beabsichtigt war, hat Tolkien Einfluss auf den Roman gehabt, das sagen zumindest einige der Rezensenten. Ich zum Beispiel hatte beim Lesen manchmal Bilder aus dem Hobbit 2 im Kopf, den ich kurz zuvor im Kino gesehen hatte. Meine Liebe zu “Herr der Ringe” und “Der Hobbit” hat mit Sicherheit auch eine Rolle dabei gespielt, dass mir die Geschichte von Patrick so gut gefallen hat. Ich freue mich daher auch sehr, dass ich den Autor interviewen durfte.

 

  • Wie würdest Du Dein Buch in drei Worten beschreiben?

Rätselhaft, Andersartig, Liebevoll

 

  • Eine Menge Autoren sind online präsent, Facebook, Twitter, ein Blog oder eine Homepage, wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?

Der größte Spaß am Bücher schreiben ist, mit Menschen darüber zu reden. Eine Leserin hatte zum Beispiel den Lazuli Vogel ins Herz geschlossen, obwohl dieser in nur wenigen Zeilen erwähnt wurde. Sie fand‘s einfach toll und hat sich darüber gefreut wie ein Honigkuchenpferd. Es sind die kleinen Geschichten, die mich besonders faszinieren.

 

  • Was war Dein persönliches Lesehighlight des Jahres 2013?

Gut gegen Nordwind, auch wenn die Geschichte schon etwas älter ist. Manche Geschichten lernt man erst richtig zu schätzen, wenn man es zulässt, sich von ihnen zu verzaubern.

 

  • Was machst Du, wenn Du nicht schreibst?

Vermutlich schaue ich Filme, weil ich ein wirklich großer Filmjunkie bin. Grundsätzlich bin ich aber in vielen anderen Bereichen der Kunst interessiert und ziehe von überallher meine Inspiration.

 

  • Du landest auf einer einsamen Insel, wen oder was hättest Du gerne dabei?

Ich denke ein nicht endenwollender Block und ein Stift wären gute Weggefährten, um nicht den Verstand zu verlieren. Sich Dinge von der Seele schreiben zu können, kann wirklich befreiend sein und helfen mit ihnen leichter fertig zu werden. Ansonsten wäre es natürlich wundervoll, wenn ich meine Freundin mitnehmen könnte, denn dann wäre es gewiss keine einsame Insel mehr, sondern viel mehr ein verlängerter Liebesausflug.

 

  • Du schreibst aktuell an Deinem nächsten Buch, einem Liebesroman, wann können wir mit der Fortsetzung von “Reich der Götter – Gott des Todes” rechnen?

Ich bin mir mittlerweile schon sicher, wohin die Reise geht, doch das Ziel zu kennen und den Weg zu gehen, sind bekanntlich zwei verschiedene Paar Schuhe. Es wird noch eine ganze Weile dauern und zwischenzeitlich wird es wie gesagt einen Liebesroman von mir geben, der gewiss ebenso unterhaltsam sein wird.


Herzlichen Dank für das Interview Patrick, ich bin schon sehr gespannt auf das, was wir noch von Dir erwarten dürfen!

Der Gott des Todes von Patrick Satters

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Zum Inhalt:

Azur findet sich nach seinem Selbstmord in der Unterwelt wieder. An seine Vergangenheit kann er sich kaum noch erinnern, als auch die Erinnerungen an seine Frau zu verschwinden drohen, lässt er sich auf ein Spiel mit dem Gott des Todes ein und bekommt die Chance, noch einmal in sein Leben zurückzukehren.

Er begibt sich auf die Suche nach seiner geliebten Frau und muss dabei allerlei Gefahren bestehen.


Meine Meinung:

Der Gott des Todes ist der erste Band der „Reich der Götter“-Trilogie und im Bereich Epic Fantasy angesiedelt. Ich habe in den letzten Monaten kaum Fantasybücher gelesen, die mich richtig überzeugen konnten, aber Patrick Satters ist hier ein echter Pageturner gelungen.

Nach ca. 50 Seite schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass der Autor den zweiten Hobbitfilm gesehen haben musste, als er das Buch schrieb, tatsächlich ist es so, dass Patrick Satters ein Fan von Tolkien ist, da ich den Film erst kurz vor Weihnachten gesehen habe, hatte ich bei verschiedenen Passagen einfach verschiedene Bilder aus dem Film im Kopf, die die Erzählweise des Autors noch anschaulicher gemacht haben. Wer aber nun denkt, dass es sich bei diesem Buch um einen Abklatsch vom Hobbit oder Herr der Ringe handelt, der hat weit gefehlt.

Sicherlich muss auch Azur – wie die Gefährten und die Zwergen – auf seiner Reise einige Abenteuer bestehen, aber darüber hinaus hat er seine ganz eigene Geschichte und die fand ich sehr fesselnd. Ganz davon abgesehen, dass Patrick Satters es auch in den vielen vielen Nicht-Tolkien-Affinen Passagen schafft, Bilder in meinen Kopf zu zaubern und mir das Gefühl zu geben, als sei ich hautnah dabei.

Die beiden Protagonisten Azur und Numenez sind mir sehr sympathisch, wobei Azur eher spontan reagiert, wenn jemandem Unrecht geschieht, während Numenez gerne abwägen würde, was auf ihn zukommen kann – doch dafür ist es meist schon zu spät, weil Azur schon losgestürmt ist ;) Azur weiss eigentlich gar nicht, wohin seine Reise ihn führt, aber durch die Rückblicke in Form von Erinnerungsfetzen kommt er seiner Vergangenheit immer näher, bis er erkennt, was ihn wirklich dazu veranlasst hat, Selbstmord zu begehen.

Mich konnte der Debütroman von Patrick Satters absolut überzeugen, ich vergebe fünf von fünf Sterne und bin gespannt auf den 2. Teil der Trilogie.


Sub

Mit diesem Buch erfülle ich Punkt 16 meiner Challenge Lese ein Buch aus dem Bereich Fantasy.