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Der Gewinner von Maloccio – der böse Blick

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Am 30. April hatte ich an dieser Stelle ein Autoreninterview mit Patrizia Zannini Holoch veröffentlicht und wer sich das Interview genau durchgelesen hat, hatte die Chance, ihr eBook Malocchio – der böse Blick zu gewinnen.

Und die Fruit Machine hat sich entschieden für

Malocch

Herzlichen Glückwunsch, Andrea – alle anderen bitte nicht traurig sein, die nächste Buchverlosung kommt bestimmt.

Autoreninterview mit Patrizia Zannini Holoch + Verlosung

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Im Rahmen der Autoren-Lesechallenge habe ich eine Kurzgeschichte von Patrizia Zannini Holoch gelesen, über die ich mit der Autorin näher in Kontakt gekommen bin. In der Folge hat sie mich gefragt, ob ich Lust hätte, auch ihr Buch Malocchio – Der böse Blick zu lesen. In meinem Fazit habe ich geschrieben, dass Malocchio ein Buch ist, das ich von mir aus nicht gekauft hätte, weil es in der Vergangenheit spielt und ich um Bücher, die in der Vergangenheit spielen eigentlich einen Bogen mache. Allerdings hat mich die Handlung von Anfang an fasziniert. Es ist eines der Bücher, bei dem man denkt “nur noch ein Kapitel” und irgendwann ist es mitten in der Nacht ;) . Wenn Ihr nun neugierig geworden seid, dann solltet Ihr den folgenden Beitrag genau lesen, denn am Ende des Artikels verlose ich einen eBook-Download von Maloccio – der böse Blick.


Patrizia, Du hast eine Ausbildung zur Fotografin und ein Studium im Bereich Werbung absolviert, wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer geschrieben. In der Grundschule waren es Märchen, später – mit etwa 15 Jahren – düstere Gedichte, mit denen ich meine Umgebung „gequält“ habe. Das erste Buch war eine Kindergeschichte „Die Lebkuchenschuhe“. Diese habe ich an unzählige Verlage geschickt und genauso oft wieder zurück bekommen.

Das erste, was ich von Dir gelesen habe, war die Kurzgeschichte „Rache schmeckt bitter“, zwischenzeitlich habe ich Deinen Roman „Malocchio – Der böse Blick“ gelesen und ich weiß, dass Du auch Kinderbücher schreibst. In welchem Genre hast Du Dich zuerst bewegt und was hat Dich dazu gebracht, „etwas anderes“ auszuprobieren?
Nach ersten Schreibversuchen in meiner Jugend habe ich Gedichte geschrieben. Zuerst veröffentlicht wurden allerdings meine Kindergeschichten, die bereits ein kleines Regal in meinem Arbeitszimmer einnehmen. Es ist ein großer Unterschied, ob ich ein Kinderbuch oder eine Kurzgeschichte schreibe, oder eben einen Roman wie „Malocchio“.  Ein Roman ist viel Arbeit. Es ist etwas Komplexes, Figuren entwickeln sich, „leben“ in der Geschichte und man muss aufpassen, dass man den roten Faden behält. Zurzeit schreibe ich an einem Roman, aber nebenher auch immer wieder etwas „Kurzes“, ein Kinderbuch, eine Kurzgeschichte, einfach um kurzfristiger etwas vollenden zu können.

„Malocchio – der böse Blick“ ist im August erschienen, was ist dann passiert? Beobachtest Du die Verkaufszahlen? Suchst Du aktiv nach Reaktionen und Rezensionen im Net?
Ich könnte nun schwindeln und sagen: „Nein, die Meinungen der Leser und die Verkaufszahlen interessieren mich überhaupt nicht.“ Aber natürlich ist das nicht so. Gleich nach dem Erscheinen habe ich geschaut, ob es sich verkauft, ob die Geschichte den Lesern gefällt. Das hat nun, nachdem das Buch bereits ein halbes Jahr erschienen ist, etwas nachgelassen.

Wie ist das bei Dir, bevorzugst Du noch die gedruckten Seiten oder bist Du auf eBooks umgestiegen?
Ich habe schon eine ganze Weile einen e-Reader, den ich mittlerweile regelmäßig benutze. Vor allem, wenn ich in den Urlaub fahre, dann sind eBooks vorteilhafter, weil man sich das Gewicht im Gepäck spart. Dennoch kaufe ich mir auch immer noch gedruckte Bücher, wie zum Beispiel den neuen John Irving. Ich würde sagen, dass es sich mittlerweile die Waage hält.

Welche Genres liest Du am liebsten und was ist Dein aktuelles Lieblingsbuch?
Ich lese Querbeet. Mein Lieblingsbuch ist momentan „In einer Person“ von John Irving.

Gewährst Du uns einen Blick in die Zukunft. Arbeitest Du schon an einem neuen Projekt?
Ich schreibe momentan wieder an einem Roman, allerdings verrate ich nicht, um was es geht. Außerdem habe ich eine Kurzgeschichte abgeschlossen, die ich demnächst veröffentliche: „Pizza, Pasta und Angelo“. In dieser Geschichte geht es um eine junge Frau, die den Sommer über in Venedig die Trattoria ihrer Tante übernimmt und dabei „himmlische“ Hilfe erhält.

Vielen Dank für das Interview, Patrizia.


Und nun kommt Eure Chance. Ihr hinterlasst mir in einem Kommentar die Antwort auf eine Frage und habt die Möglichkeit, einen eBook-Download für „Maloccio – Der böse Blick“ zu gewinnen. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Gewinner nach dem Lesen auch eine Rezension des Buches veröffentlichen würde, falls der Gewinner keinen eigenen Blog hat, stelle ich die Rezension auch gerne als Gastbeitrag ein.

Die Teilnahme ist bis zum 10. Mai 2013 um 23.59 Uhr möglich.

Die Frage, die es zu beantworten gilt, lautet:

Welches Buch ist das aktuelle Lieblingsbuch der Autorin Patrizia Zannini Holoch?

Malocchio – Der böse Blick von Patrizia Zannini-Holoch

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  • Malocchio – Der böse Blick
  • von Patrizia Zannini-Holoch
  • eBook: 1,99 Euro

Vor einiger Zeit habe ich „Rache schmeckt bitter“ von Patrizia Zannini-Holoch gelesen und hier rezensiert. Einige Zeit später hat mich die Autorin gefragt, ob ich Lust hätte, ihren Roman „Malocchio – Der böse Blick“ zu lesen. Ich gebe zu, sobald ich lese, dass ein Roman in der Vergangenheit spielt, werde ich skeptisch, denn Handlungen, die in der Vergangenheit spielen, gehören nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Büchern. Nachdem ich mich näher mit dem Buch beschäftigt und auf dem Buchblog gestöbert habe, habe ich aber sehr gerne ja gesagt.


Zum Inhalt:

Die junge Letizia hat gegen Ende des Krieges durch unglückliche Verstrickungen beide Elternteile verloren und lebt bei ihren Großeltern Maria und Benito in einem kleinen Küstendorf in Italien. Eines Tages begegnet sie dem Amerikaner Jack und verliebt sich in ihn. Letizia wird schwanger und obwohl der junge Soldat zurück in seine Heimat gerufen wird, möchte er zu ihr stehen. An dem Abend, als sie ihn ihren Großeltern vorstellen will, kommt er nicht zum vereinbarten Treffpunkt.

Das Mädchen beichtet der Großmutter die Schwangerschaft und diese belegt Jack mit einem Fluch. Was sie nicht weiss, Jacks Heimflug wurde vorgezogen und er hatte keine Chance mehr, mit seiner großen Liebe zu sprechen. Jack sieht seine Heimat nicht mehr, denn sein Flugzeug stürzt ab und er stirbt.

Maria wusste, dass sie ihre Gabe, Menschen durch Worte zu heilen, auch gegen die Menschen einsetzen kann, doch ihre Schwiegermutter hatte sie oft genug gewarnt, es nie zu tun. Marias schlechtes Gewissen meldet sich zu spät. Mit ihrem Fluch hat sie nicht nur Jack in den Tod geschickt, sondern seiner ganzen Familie Unglück beschert und da ihr eigener Urenkel Jacks Sohn ist, bleibt auch ihre Familie nicht verschont.


Meine Meinung:

Maloccio, der böse Blick ist ein Aberglaube und wie der Titel des Buches schon sagt, spielt ein Fluch, den Maria ausgesprochen hat, eine grosse Rolle in dieser Geschichte.

Die Handlung des Buches zieht sich über mehr als zwanzig Jahre hinweg Patrizia Zannini-Holoch zeigt dem Leser abwechselend, was in den USA und Italien innerhalb der Familien passiert. Dabei werden auch die Lebensumstände von Jacks Familie näher beleuchtet, denn ob die Familienmitglieder wollen oder nicht, sie müssen sich der politischen Karriere des Vaters unterordnen und da die meisten von ihnen eigene Ziele haben und hatten, fällt es ihnen schwer.

Letizia hatte Jack einen Brief geschrieben, der in den Händen seines Vaters und dann im Feuer gelandet ist, weil nie an die Öffentlichkeit kommen darf, dass der Sohn des zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten (sein grosser Traum) einen Bastard, ein uneheliches Kind, in Italien hat.

Doch trotzdem kommt es zu einem gelegentlichen Briefwechsel zwischen Italien und den USA. Auf diese Weise sind die beiden Familien über viele Jahre wenigstens ansatzweise miteinander verbunden und so erfährt Maria auch, welches Unheil sie über Jacks Familie gebracht hat.

Die Autorin bringt nach und nach weitere Protagonisten ins Spiel, jeder für sich ein starker Charakter mit einer eigenen Geschichte und jede Geschichte wird weiter erzählt und endet – vor allem in Jacks Familie – sehr oft mit dem Tod dieser Person. Gegen Ende sterben die Protagonisten für meinen Geschmack etwas zu schnell. Auch wenn das Buch damit etwas an Umfang gewinnen würde, hätte ich mir gewünscht, dass Patrizia Zannini-Holoch die Geschichte mit der gleichen Ausführlichkeit zu Ende bringt, wie sie sie begonnen hat.


Mein Fazit:

Malocchio ist ein Buch, das ich ohne die Mail der Autorin nicht gelesen hätte, weil es nicht meinen Lieblingsgenres entspricht. Allerdings hat mich die Handlung von Anfang an fasziniert. Es ist eines der Bücher, bei dem man denkt „nur noch ein Kapitel“ und irgendwann ist es mitten in der Nacht ;) . Malocchio gehört zu den Büchern, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Ich hoffe sehr, dass wir noch mehr von Patrizia Zannini-Holoch zu lesen bekommen.