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Die Schattenbucht von Eric Berg

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Die Schattenbucht
von Eric Berg
gelesen von Nana Spier
erschienen am 22. Februar 2016
bei Random House Audio


  • Inhalt

Die Bäckersfrau Marlene Adamski springt vom Balkon ihres Hauses. Sie überlebt den Sturz zwar, verweigert aber, zu sprechen. Die Psychologin Ina Bartholdy lässt nicht locker und sucht ihre Patientin zuhause auf. Dort erfährt sie von allen, dass niemand sich den Selbstmordversuch erklären kann. Die Psychologin hat immer mehr den Eindruck, dass es sich um einen Hilfeschrei handelt. Doch erst als Ina selbst in Lebensgefahr gerät, tun sich nach und nach Abgründe auf.


  • Meine Meinung zum Buch

Nachdem mich Das Nebelhaus und Das Küstengrab bereits begeistern konnten, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Eric Berg.

Die Geschehnisse werden in zwei verschiedenen Zeitzonen erzählt, einmal in der Gegenwart und einmal 14 Monate zuvor. Gut gefallen hat mir, wie der Autor verschiedene Handlungsstränge aufbaut und dann nach und nach zusammenfließen lässt, dass er das mit Bravour beherrscht, hat er schon in seinen beiden anderen Krimis bewiesen. Im Gegensatz zu den beiden Büchern, ist dieses Mal jedoch die Spannung ein wenig auf der Strecke geblieben und ich musste feststellen, dass ich gelegentlich nur mit halbem Ohr hingehört habe. Im Großen und Ganzen war die Geschichte aber sehr gut konstruiert, wobei mir das Ende nicht besonders zugesagt hat, da ein Täter offensichtlich davon kommt.

Ich habe zwischenzeitlich hohe Erwartungen an die Kriminalromane von Eric Berg und „Die Schattenbucht“ reicht aus meiner Sicht nicht an die beiden Vorgänger heran, so dass ich an der Bewertung mindestens eineinhalb Eulen abziehen müsste. Verglichen mit den Krimis anderer Romane reicht es aber für vier von fünf Eulen und nur das ist bei dieser Bewertung ausschlaggebend.

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Eine weitere Meinung findet ihr bei Rike.

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Beim Dehnen singe ich Balladen von Jürgen von der Lippe

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Beim Dehnen singe ich Balladen

von Jürgen von der Lippe

  • Meine Meinung

Jürgen von der Lippe mag ich seit meiner Kindheit, ich habe ihn immer gerne im Fernsehen gesehen und konnte auch oft über oder mit ihm lachen.

Bei diesem Hörbuch handelt es sich um einen Live-Mitschnitt einer Lesung aus dem Buch Beim Dehnen singe ich Balladen. Die Geschichten werden im Dialog zwischen Jürgen von der Lippe, Carolin Kebekus und Jochen Malmsheimer erzählt.

Und das ist auch das Salz in der Suppe, denn sie machen die Geschichten, die sie vorlesen, zu etwas besonderem. Die drei sind spontan, halten sich nicht an Geprobtes und bringen Imporvisation vom Feinsten auf die Bühne.

Wobei ich zugeben muss, dass ich in den ersten Minuten, bevor Jürgen von der Lippe seine Mitstreiter angekündigt hat, mehr Lachtränen in den Augen hatte, als während des eigentlichen Programmes, aber herzlich Lachen und viel Schmunzeln konnte ich auch später noch.

Fasziniert war ich von den Liedfrequenzen, denn hier habe ich mich erwischt, wie ich Lieder mitgesungen habe und überrascht, als ich hörte, dass es dem Livepublikum genau so ergangen ist.

Gelegentlich konnte ich Lacher aus dem Publikum nicht nachvollziehen, eben weil ich nur Zuhörer, nicht aber Zuseher war, darüber konnte ich aber hinwegsehen, weil ich insgesamt sehr viel Spaß mit dem Hörbuch hatte.

Daher vergebe ich vier von fünf Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden.n.

 

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Aufgabe 5: Ein Buch, dass Dich zum Lachen, Grinsen, Schmunzeln gebracht hat

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Autor: Von der Lippe, Jürgen

Hope – Sprung ins Glück von Carola Wimmer

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Hope – Sprung ins Glück
von Carola Wimmer
gelesen von Marie Bierstedt
erschienen am
bei cbj Audio
Altersempfehlung: ab 9 Jahren


  • Inhalt

Leonie ist Schülerin an einem Sportinternat und trainiert für eine Karriere als Eiskunstläuferin. Als sie sich bei einem Sprung verletzt, raten die Ärzte ihr, die Karriere zu beenden. Doch das bedeutet auch das Aus am Sportinternat und die Rückkehr in ihre Heimatstadt, wo einige Mitschülerinnen der „Eisprinzessin“ das Leben schwer machen.

Zusammen mit ihrer neuen Freundin Bea besuchen sie einen Pferdehof in der Nähe, dort trifft Leo auf Hope, ein Pferd, dass sich bei einem Sprung verletzt hat und nun nicht mehr bei Wettkämpfen eingesetzt werden kann. Die beiden kommen auf Anhieb miteinander klar. Eines Tages stellt die Trainerin Leo in Aussicht, mit Hope an einem Querfeldein-Rennen teilzunehmen.

  • Protagonistin

Mit einer Verletzung endet alles, worauf Leonie Jahre lang hingearbeitet hat. Die Gewissheit, ihr bisheriges Leben aufgeben und wieder in ihre Heimatstadt zurück kehren zu müssen, lässt sie zunächst in ein Loch fallen, was noch dadurch verstärkt wird, dass die Trainerin und die sogenannten Freundinnen sich mit jedem Tag, den sie im Krankenhaus liegt, weniger für sie interessieren. Doch Leo lässt sich nicht unterkriegen und findet in ihrer neuen Klasse schnell eine neue Freundin, die sie mit ihrer Begeisterung für Pferde ansteckt, so dass die beiden auf dem Pferdehof landen, wo sich für Leonie neue Möglichkeiten auftun.

  • Cover

Das Cover ist romantisch und verspielt, wobei ich die Frau, die auf dem Rücken des Pferdes sitzt, wesentlich älter einschätzen würde, als die Protagonistin tatsächlich alt ist.

Es erinnert mich an die Cover der Schneider-Bücher die ich früher gelesen habe.

  • Gedanken zum Buch

Was ich sehr positiv finde ist, dass der Leser / Hörer Leonie im Moment des verhängnisvollen Trainings kennen lernt und ihren Gemütszustand daher von Anfang an verfolgen und ihren Wandel miterleben kann. Gut gefallen hat mir auch der kritische Rückblick auf die Vergangenheit im Eislaufzirkus den die Protagonistin vollzieht.

Die Schauplätze, die Personen und auch die Tiere sind sehr bildlich beschrieben. Carolin Wimmer hat es geschafft, auch den Lesern und Hörern, die keinen direkten Bezug zum Umgang mit Pferden haben, diesen anschaulich aufzuzeigen.

Die Autorin arbeitet viel mit Gefühlen, aber auch mit Moralvorstellungen, das wird beim Hörbuch durch die Sprecherin wunderbar transportiert.

  • Sprecherin

Marie Bierstedt hat eine sehr angenehme ruhige Stimme, die für dieses Jugend-Hörbuch perfekt ist. Bereits beim Hörbuch Ziemlich unverbesserlich konnte sie mich überzeugen, weil sie die Gefühlswelten der Personen wunderbar übermitteln konnte. Das war auch hier wieder der Fall.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich auf der Buchmesse die Möglichkeit hatte, sie persönlich kennen zu lernen und kurz mit ihr zu sprechen. Bei dieser Gelegenheit hat sie das Hörbuch für mich signiert.

  • Fazit

Ein liebevoll erzählte Geschichte für kleine Pferdenärrinen, aber auch für Mädchen, die (noch) nicht pferdebegeistert sind, für die ich fünf von fünf Eulen vergebe.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Hörbuch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden.

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Cottage gesucht, Held gefunden von Susan Elizabeth Phillips

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Cottage gesucht, Held gefunden
von Susan Elizabeth Phillips
Verlag: Random House Audio
erschienen am 20. April 2015
Sprecher: Rike Schmid
Übersetzung: Claudia Geng


  • Inhalt

Annie Hewitt kehrt nach dem Tod ihrer Mutter zurück nach Peregrine Island, die Insel, die sie nie wieder besuchen sollte. Doch da Annie pleite ist, ist sie darauf angewiesen, das Vermächtnis, das ihre Mutter ihr im Cottage hinterlassen hat, zu suchen. Die schlechten Erinnerungen an Peregrine Island verbindet Annie insbesondere mit Theo Harp, dem Mann, den sie in ihrer Jugend geliebt hat und der ihr die schlimmsten Ereignisse ihres Lebens bereitet hat … und natürlich läuft sie ausgerechnet ihm in die Arme.


  • Protagonisten

Als Annies Mutter schwer krank wurde, hat Annie sie gepflegt und ihr die letzten Wünsche erfüllt. Damit hat sie doch noch die Anerkennung ihrer Mutter erhalten, die sie ihr leben lang vermisst hatte.  Doch durch die Pflege der Mutter sind Annie finanzielle Mittel aufgebraucht, sie hat weder Geld, noch ein Dach über dem Kopf. Daher ist sie dringend darauf angewiesen, das Vermächtnis ihrer Mutter zu finden. Auf Theo Harp könnte sie gut verzichten, denn seine Gemeinheiten hätten Annie fast das Leben gekostet.

Theos Vater war vor vielen Jahren mit Annies Mutter liiert. Seiner Familie gehört Harp-House, das hoch über den Insel auf den Klippen steht. Das Cottage hat Annies Mutter nach der Trennung erhalten mit der Auflage, jedes Jahr eine vorgeschriebene Zeit auf der Insel zu verbringen. Diese Auflage gilt nun auch für Annie.

Theo Harp hat einen Bestseller geschrieben und arbeitet nun an seinem zweiten Buch.  Annie hat das Buch gelesen und fühlt sich in ihrer Meinung, dass Theo ein Psychopath ist, bestätigt. Er tritt selbstbewusst auf, zeigt sich aber zunächst nur von seiner schlechten Seite. Zu allem Überfluss besteht er darauf, im Cottage, statt in Harp-House zu schreiben, so dass Annie ständig mit seiner Anwesenheit konfrontiert ist.


  • Sprecherin

Rike Schmid konnte ich im wahrsten Sinne des Wortes stundenlang zuhören. Sie hat eine sehr angenehme Stimme und hat jeder Person etwas Individuelles gegeben. Besonders gefallen hat mir dabei die vierjährige Livia mit dem süßen Lispeln.


  • Cover

Das Cover weißt auf eine Liebesgeschichte hin, was alleine schon etwas trügerisch ist. Die abgebildete Deko kann ich weder mit Harp-House, noch mit dem Cottage in Verbindung bringen. Bei Muscheln und Seesternen könnte man an einen Strandurlaub im Sommer denken, aber auch das passt ganz und gar nicht zur Handlung, denn die Geschichte spielt in einem regnerischen und kalten Winter.


  • Geschichte

Die Geschichte startet mit Annies Rückkehr auf die Insel. Der Leser / Hörer erfährt, dass Annie eigentlich Schauspielerin werden wollte, es aber nie zu einem Engagement gebracht hat. Statt dessen arbeitet sie als Bauchrednerin. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass Annie schizophren sein könnte, weil sie mit ihren Puppen spricht und auch deren Antworten hört, doch nach und nach habe ich mich an die Dialoge, die mich teilweise auch zum Schmunzeln gebracht habe, gewöhnt.

Ob des Titels und des Covers hatte ich einen typischen Frauenroman erwartet, doch Susan Elizabeth Phillips hat viel Spannung in ihren Roman hineingepackt. Schnell wird klar, dass Annie zumindest Respekt, vielleicht auch Angst vor Theo hat. Nach und nach erfährt der Leser / Hörer, was sich in Annies Jugend zugetragen hat. Es folgen Einbrüche, Verwüstungen und ein Schuss und mitten drin Annie, die nicht weiß, wem sie vertrauen kann und wem nicht.

Die Autorin hat immer wieder Wendungen in den Roman eingebaut, so dass auch der Leser / Hörer nicht sicher sein konnte, ob es gut für Annie ist, dass sie sich erneut auf Theo einlässt – damit verrate ich hoffentlich nicht zu viel, denn natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte.

Die Handlung fand ich insgesamt gut konstruiert, allerdings war mir die Auflösung des Spannungsparts zuviel des Guten. Da die Geschichte aber keine Längen hatte und ich mich über die Gesamtlaufzeit von über 13 Stunden gut unterhalten fühlte, vergebe ich vier von fünf Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

Ein wunderbares Jahr von Laura Dave


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Ein wunderbares Jahr
von Laura Dave
gelesen von Luise Helm
gekürzte Lesung
erschienen am 27. April 2015
im Verlag Random House Audio


  • Zum Inhalt:

Die Anwältin Giorgia Ford probiert gerade ihr Brautkleid an, als ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird, weil sie erfährt, dass ihr Verlobter ein wesentliches Detail seines Lebens vor ihr verborgen hat. Sie steigt in ihr Auto und fährt neun Stunden zurück in den Ort, in dem sie aufgewachsen ist und wo sich das Weingut „The Last Straw“, das ihren Eltern gehört, befindet. Dort erwartet sie das behütete Heim ihrer Familie, doch auch dort ist nichts mehr so, wie es war. Aber es stellt sich heraus, dass ihr Verlobter nicht der Einzige war, der ihr etwas verschwiegen hat, denn ihr Vater will das geliebte Weingut verkaufen und die ganze Familie scheint auseinander zu brechen. Giorgia beginnt mit dem, was sie schon immer gut konnte, sich um die Probleme der anderen zu kümmern, damit sie nicht über ihr eigenes Leben nachdenken muss, doch das holt sie schnell wieder ein.


  • Protagonisten

Giorgia ist eine sympatische Protagonistin. Sie hat zwei Brüder, Finn und Bobby, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bobby ist der Bodenständige, der Entscheidungen mit dem Kopf trifft, während Finn eher mit dem Herzen denkt.  Ihre Eltern, Dan und Jen, haben jahrelang geschuftet und Dan hat sich mit dem florierenden Weingut einen Lebenstraum erfüllt, während Jens Wünsche auf der Strecke geblieben sind. Zur Familie gehören außerdem Giorgias Verlobter Ben, der eigentlich ein netter Kerl zu sein scheint, der aber meine Sympathie nie gewinnen konnte, ich hatte nur gelegentlich Mitleid mit ihm und Bobbys Frau Margaret mit ihren Kindern. Margaret spielt im Laufe der Geschichte eine etwas wichtigere Rolle, dafür ist sie mir aber zu blass geblieben. In einer weiteren Hauptrolle lernt der Leser Jacob McCarthy kennen, den Geschäftsführer von „Murray Grant Wines“, der Firma, die das Weingut von Dan gekauft hat.


  • Handlung

Die Handlung ist sehr vielfältig. Es gibt mehrere Paare, die mit ihren Problemen kämpfen – Giorgia und Ben, Dan und Jen, Bobby und Margaret, Jacob und Lee. Die Autorin lässt alle Beziehungen in das Buch einfließen und zeigt auch deren Entwicklung bis zur Gegenwart auf. In einzelnen Kapiteln erfährt der Leser außerdem durch Rückblenden, wie Dan die Weinberge gekauft hat und wie der Weinberg sich unter seinen Händen entfaltet hat, dabei hat die Autorin viel Wissen über Weinanbau einfließen lassen. Man merkt, dass die Autorin sich mit dem Anbau von Wein auseinander gesetzt und sich ein Wissen über Bedingungen und Techniken beim Anbau von Weinen angeeignet hat. Es gibt ein Kapitel, in dem Laura Dave beschreibt, warum welche Kräuter im Weinberg angepflanzt werden. Die Beschreibungen waren so realistisch, dass ich das Gefühl hatte, den Duft zu riechen.


  • Gedanken zum Buch

Trotz der vielfältigen Verzweigungen, aus denen sich die Geschichte zusammen setzt, habe ich das Buch als klar strukturiert empfunden. Die Ausführungen über den Weinanbau waren kurzweilig und interessant. Im Grunde hatte ich hier eine Liebesgeschichte erwartet und daher hat mir gut gefallen, dass Laura Dave Giorgias Entscheidung, ob sie Ben heiraten oder wegschicken wird, durch verschiedene Wendungen bis gegen Ende hinausgezögert hat. Das Buch ist aber viel tiefgründiger, denn es geht auch darum, seinen Platz im Leben zu finden, an einer Beziehung zu arbeiten und die Familie zusammen zu halten.

Laura Dave hat mich überzeugt und daher vergebe ich fünf von fünf Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

Das Nebelhaus von Eric Berg

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Das Nebelhaus von Eric Berg
erschienen am 04. März 2013

im Verlag Limes

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BRIGITTE Hörbuch-Edition – Starke Stimmen „Die Krimis – Gefährlich nah“
gelesen von Anneke Kim Sarnau
Verlag: Hörbuch-Editionen

Diesen Roman besitze ich als Hörbuch und als ebook, was den Vorteil hat, dass ich die CDs nicht aus dem Auto mit in die Wohnung nehmen muss, sondern dort weiterlesen kann, wo ich zuvor im Auto aufgehört habe, zu hören :)


  • Zum Inhalt:
Philipp, Timo, Yasmin und Leonie waren früher eine eingeschworene Gemeinschaft, doch irgendwann ist jeder seinen eigenen Weg gegangen. Viele Jahre später treffen sich die vier auf Einladung von Philipp und seiner Frau Genoveva in deren Haus auf der Insel Hiddensee. Am Ende der gemeinsamen Tage sind drei Menschen tot und die junge Frau, die im Verdacht steht, diese Menschen erschossen zu haben, liegt im Koma. Zwei Jahre später wird die Journalistin Doro Kagel damit beauftragt, die Geschehnisse auf Hiddensee aufzuarbeiten und darüber zu schreiben. Nach und nach kommen Ungereimtheiten an den Tag und Doro beginnt, tiefer zu graben.

  • Meine Gedanken zur Geschichte:

Protagonistin ist die Journalistin Doro Kagel, sie ist allein stehend und hat einen erwachsenen Sohn. Vor vielen Jahren wurde ihr Bruder getötet und vermutet darin den Grund, warum sie sich für den Tod durch Fremdeinwirkung faszinieren und darüber schreiben kann. Ihre eigene Geschichte hat ihr ein besonderes Einfühlungsvermögen im Umgang mit Hinterbliebenen eingebracht. Den Auftrag, die „Blutnacht von Hiddensee“ zum zweiten Jahrestag aufzubereiten nimmt sie daher bedenkenlos an.

Eric Berg arbeitet mit mehreren Handlungssträngen, in einem Rückblick zeigt er die Tage auf Hiddensee auf, im anderen Handlungsstrang erlebt der Leser mit, wie Doro Kagel einige Beteiligte der „Blutnacht“ aufsucht und immer tiefer in die Geschichte eintaucht und in einem dritten Handlungsstrang erzählt er von einer Familie, die aus ihrem Heimatland fliehen musste und deren Geschichte nun eng mit der Blutnacht verbunden ist. Die Handlungsstränge sind gut durchdacht und fließen am Ende schlüssig zusammen.
Mit dem ersten Satz des ersten Kapitels
Drei Tote und ein Komapatient, das war die Bilanz der „Blutnacht von Hiddensee“, die die Ostseeinsel zwei Jahre zuvor erschüttert hatte.

ist zwar bekannt, wie viele Opfer es gab, die Identität der im Koma liegenden Frau, sowie einer toten Person wird auch recht schnell bekannt, doch das Geheimnis um die beiden anderen ermordeten Personen lüftet der Autor ist zum Ende hin, was den Krimi noch spannender macht, denn damit schafft Eric Berg nicht nur, dass man sich als Leser bzw. Hörer Gedanken darüber macht, wer der Mörder sein könnte, ggf. muss man sich auch fragen, ob die Person nicht vielleicht sogar ein Opfer war.

Eric Berg hat mich einmal mehr überzeugen können. Der Krimi ist zu jeder Zeit übersichtlich und sehr spannend. Mit der Idee, die Identität der Toten erst am Ende zu offenbaren, hat er seinem Buch den letzten Schliff gegeben und sich fünf von fünf Eulen mehr als verdient.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Autoren (11)

Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 hatte ich im Rahmen des Blog´n´Talk mit Eric Berg zu sprechen. Ein sehr sympathischer Autor, der uns ganz viele Hintergrundinfos zu seinem zweiten Buch Das Küstengrab erzählt hat.