Schlagwort-Archive: Random House Challenge

Liebe dein Leben und nicht deinen Job von Frank Behrendt

Liebe dein Leben und nicht deinen Job.
10 Ratschläge für eine entspannte Haltung
von Frank Behrendt
Gütersloher Verlagshaus


Grundlage für dieses Buch waren die „10 ernsthaften Ratschläge wie man lockerer durchs (Berufs)Leben kommt“, die Frank Behrendt zusammen gestellt hat und die vor einme Jahr im Magazin CLAP, dem „People-Magazin der Kommunikationsbranche“ erschienen sind. CLAP hat die Ratschläge einige Tage später online gestellt – Zum Ausdrucken und an die Cheftüre nageln.

Schon nach den ersten Seiten war mir klar, auch Frank Behrendt hat das Rad nicht neu erfunden. Er betont im Buch auch, dass es zehn Ratschläge sind, durch die er persönlich es schafft, gelassen zu sein. Aber das, was ich da gelesen habe, hat mir wieder einmal deutlich gemacht, auf was ich achten sollte und was ich ändern müsste, damit ich weniger gestresst durchs Leben gehe. Das schreibe ich bewusst im Konjunktiv, denn natürlich ist mir klar, dass so etwas nicht von heute auf morgen funktioniert und wahrscheinlich auch ein Kampf mit dem inneren Schweinehund ist.

Gerne würde ich jemanden dazu befragen, der schon einmal mit Frank Behrendt zusammengearbeitet hat. Wie ist es, wenn da jemand ist, der immer ein Lachen im Gesicht hat, der gute Laune versprüht, der frei Schnauze sagt, was er denkt? Wie ist es, einen Chef zu haben, der – gerne im goldenen Dress, wie er in seinem Buch schreibt – die Bühne erklimmt und Howard Carpendale singt? Frank Behrendt geht davon aus, dass ihn das seinen Mitarbeitern näher bringt, ihn anfassbar macht und dafür sorgt, dass er sich selbst nicht zu wichtig nimmt. Das kann ich mir sogar gut vorstellen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass es auch „die anderen“ gibt, die Mitarbeiter, die das peinlich oder unangemessen finden.

Frank Behrendt, die Rampensau? Ja, das ist er wohl, vielleicht auch ein Selbstdarsteller, das muss man wahrscheinlich auch ein Stück weit sein in diesem Job. Kommunikationsberater, Top-Manager (das schreibt stern.de), Vollblut-Verkäufer aus Leidenschaft (das schreibt er über sich), kein Wunder also, dass dieser Mann gut reden kann. Doch es sind keine Phrasen, die er von sich gibt, er ist ein Geschichtenerzähler, einer, dem man sich nicht entziehen kann.

Aber er klingt authentisch und er ist offensichtlich auf dem Boden geblieben. Denn Frank Behrend ist auch ein Familienmensch, bringt die Kinder morgens in KiTa und Schule oder nimmt nachts mal gerne 300 km Autofahrt auch sich, nur, um morgens mit der Familie frühstücken zu können. Mein Fazit aus dem Interview, das ich mit ihm führen durfte: Verdammt sympathisch, dieser Frank Behrendt.

Frank Behrendt – Mein Gespräch mit einer Rampensau

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Todesurteil von Andreas Gruber

Todesurteil
von Andreas Gruber
Sprecher: Achim Buch
erschienen am 16. Februar 2015
bei Der Hörverlag


Todesurteil ist der 2. Band um das Ermittlerteam Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. 
Teil 1: Todesfrist
Teil 3: Todesmärchen


  • Protagonisten

Kommissarin Sabine Nemez war beim Münchner Kriminaldauerdienst als ihre Mutter entführt und getötet wurde. Bei ihren eigenen Nachforschungen traf sie auf den BKA-Profiler Maarten S. Sneijder, einen Mann, dem es offenbar an Höflichkeit und anderen guten Eigenschaften fehlt. Ab dem Zeitpunkt, ab dem sie wichtige Erkentnisse zur Aufklärung einer Mordserie beitragen konnte, genießt sie den Respekt von Sneijder.

In diesem zweiten Band erhält Sabine Nemez auf Zutun von Sneijder die Chance, eine Ausbildung beim BKA zu absolvieren.

Wer Martin S. Sneijder noch nicht kennt, dem lege ich das Interview ans Herz, das der Verlag veröffentlicht hat.


  • Inhalt

Ein Jahr, nach dem die zehnjährige Clara in Wien verschwunden ist, taucht sie wieder auf. Auf ihrem Rücken findet sich eine Tätowierung, die Ähnlichkeiten zu Dantes „Inferno“ aufweist. Die Staatsanwältin Melanie Dietz kann mit ihren nicht ganz integren Methoden aufdecken, dass es weitere Opfer gibt.

Zeitgleich beginnt Sabine Nemez ihr Studium beim BKA auf, wo Sneijder seinem hochbegabten Nachwuchs ungelöste Fälle vorlegt und seine Musterschülerin Nemez einen Zusammenhang erkennt.


  • Meine Gedanken zum Buch

Andreas Gruber hat es auch bei diesem zweiten Fall des Ermittlerteams Nemez / Snijder geschafft, einen Spannungsbogen aufzubauen, der von der ersten bis zur letzten Minute anhielt.

Ein Teil der Geschichte des Thrillers spielt in Deutschland, der andere in Österreich und ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich erzähle, dass beide Handlungsstränge irgendwann zusammen führen, doch wie Andreas Gruber das konstruiert hat, hat mich einmal mehr fasziniert.

Nachdem ich Fall 1 und Fall 3 bereits kenne, habe ich sogar Martin S. Sneijder ins Herz geschlossen, Sabine Nemez war mir sowieso vom ersten Moment an sympathisch.

p1210632-3

Ich hatte auf der Buchmesse 2016 die Möglichkeit, Andreas Gruber zu interviewen und ich frage mich immer noch, wie ein so netter Mann es schafft, solche perfiden Psychothriller zu konstruieren.

Von mir gibt es auch für diesen Band eine Leseempfehlung und fünf von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Angi.

Die Toten von der Falkneralm von Miroslav Nemec

p1210669

Die Toten von der Falkneralm von Miroslav Nemec


  • Zum Inhalt

Miroslav Nemec, der Schauspieler der den Kommissar Ivo Batic im Münchner „Tatort“ spielt, wird von der Inhaberin des Berghotels „Falkneralm“ in ihr Hotel eingeladen, wo er bei einem Event mit der Bezeichnungn „Mörderisches Wochenende“ aus einem Krimi lesen und an einer Diskussionsrunde teilnehmen soll.

Nachdem er am Freitag Abend angereist ist, bricht aufgrund eines Sturms der Kontakt zur Außenwelt ab. Als es in den folgenden Stunden zu zwei Todesfällen kommt, glauben Nemec, und Herr Mees, Kommissar im Ruhestand, sowie die junge Polizeimeisterin Bergending nicht so recht an einen Unfall.

Als es dann zu einem dritten Todesfall kommt, lässt das dem Schauspieler keine Ruhe und er beginnt, ein wenig nachzuforschen, immer auf der Hut davor, von der Polizei als Fernsehkommissar, dem seine Rolle zu Kopf gestiegen ist, angesehen zu werden.

Miroslav Nemec und Gregor Weber im Lesezelt, Buchmesse 2016


  • Meine Gedanken zum Buch

Miroslav Nemec schreibt hat einen Krimi geschrieben, in dem er selbst die Hauptrolle spielt. Wie im richtigen Leben ist er in seinem Roman der Schauspieler, den den Kommissar Ivo Batic verkörpert.

Die Ereignisse auf der Falkneralm bringen der Ermittler in ihm in Schwung, doch wer nun vermutet, dass Miroslav Nemec versucht, den Fall auf eigene Faust zu lösen, der irrt grundsätzlich einmal, denn Nemec nimmt sich selbst nicht so wichtig und möchte auch nicht wichtig genommen werden. Ihm ist durchaus bewusst, dass er aufpassen muss, was er sagt und tut, da man von ihm geradezu erwartet, dass er den Ermittler heraushängen lässt. Tatsächlich ist Nemec eher ein Kombinierer, der von der Neugier getrieben wird.

Autor, Protagonist und auch noch Sprecher des Hörbuches – und das hat er ruhig, sachlich und ohne Starallüren gemacht, fast so, als ob er in ungezwungener Atmosphäre von seinen Erlebnissen berichtet.

Der Krimi ist spannend und auch unterhaltsam. So darf man den Untertitel „Mein erster Fall“ durchaus mit einem Augenzwinkern verstehen. Die Vermischung zwischen dem echten Leben und der Romanfigur ist Miroslav Nemec wunderbar gelungen und wenn es „Meinen zweiten Fall“ gibt, würde ich den auf jeden Fall auch hören wollen.

Ich vergebe fünf von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Wer gerne eine zweite Meinung hätte, findet die bei Buchbube

Das Steiner Prinzip von Inge & Matthias Steiner

p1210656

Das Steiner Prinzip – Vom Schwergewicht zum Wohlfühl-Ich
von Inge & Matthias Steiner
erschienen am 12. Oktober 2015
beim Südwestverlag


Im Umschlagtext erzählt Matthias Steiner, dass er nach dem Ende seiner Karriere wieder zu seinem „alten“ Gewicht zurückkehren wollte.

Er hat im Laufe eines Jahres 45 kg abgespeckt, wichtig war ihm dabei nicht nur, dass er sich gesund ernährt, sondern auch, dass er seiner Haut die Möglichkeit gibt, sich zurück zu bilden.

Danach erreichten ihn zahlreiche Briefe und Mails, vor allem von „gewichtigen“ Menschen, die wissen wollten, was das Geheimnis seines Abnehmerfolges ist.

Er hat seine Geschichte aufgeschrieben in der Hoffnung, Motivation für andere zu sein. In seinem Buch gibt er viele Tipps für den Weg zum Wohlfühl-Ich.


  • Gedanken zum Buch

Als ich das erste Mal von diesem Buch gehört habe, war mein erster Gedanken, was will Matthias Steiner mir jetzt erzählen, was ich nicht sowieso schon weiß. Ich esse zu ungesund und ich bewege mich zu wenig. Doch die Neugier hat gesiegt.

Was direkt auf den ersten Seiten auffällt, sind die vielen – teils großflächigen – Bilder von Matthias Steiner, die ihn in verschiedenen Lebenslagen, aber auch in verschiedenen Gewichtsklassen zeigen.

Im ersten Kapitel erzählt der Autor, wie er auf 150 kg aufgespeckt hat und wie es ist, mit diesem Gewicht zu leben.

In Kapitel 2 berichtet er von seinem Weg zurück zu 105 kg. Wie auf dem Foto unten zu sehen ist, lautet das Steiner Prinzip 1: Verbrenne mehr, als du zu dir nimmst. Seine Prinzipien unterlegt Steiner mit Geschichten darüber, wie er sie selbst umgesetzt hat und noch immer umsetzt.

p1210657

Bewegung spielt natürlich auch eine Rolle, aber wiederum so, dass für jeden etwas dabei ist.

Das dritte Kapitel ist überschrieben mit „Dein Weg zum Erfolg“ und da erscheint mir der Hinweis „Ohne Wille kein Abnehmen“ am Wichtigsten. Matthias Steiner bietet verschiedene Ziele an und so muss sich jeder selbst überlegen, aus welchem Grund er abnehmen möchte.

Im weiteren Verlauf geht es um Teilziele und den IST-Zustand sowie Motivationshilfen, Sport und Nahrungsmittelkunde.

p1210658

Das Steiner-Prinzip ist eben ganz klar keine Diät, sondern es ist eine Lebenseinstellung.

Matthias Steiner empfiehlt, ein Abnehmtagebuch zu führen. Zunächst wird notiert, was man isst, trinkt und wieviel man sich bewegt. Für die ersten 14 Tage sind bereits Vorlagen im Buch enthalten.

p1210659

Aber das Allerwichtigste, das jeder mitbringen soll, ist Motivation.

Der Autor hat als Diabetiker natürlich auch Tipps für zuckerkranke Menschen.


  • Fazit

Wie bereits vermutet, wusste ich schon vieles, was Matthias Steiner da ausgeschrieben hat. Aber klar, in Sachen gesunder Ernährung und Bewegung konnte auch Matthias Steiner das Rad nicht neu erfinden. Dennoch bin ich der Meinung, dass sein Buch eine Motivationshilfe sein kann und deswegen vergebe ich vier von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Eine weitere Meinung zu diesem Buch könnt ihr bei Deborahs Bücherhimmel entdecken.

Einmal lieben geht noch von Rachel Corenblit

picsart_09-30-08-00-10
Einmal lieben geht noch
von Rachel Corenblit
erschienen am 12. September 2016
im Penguin Verlag


  • Inhalt

Lucie, eine Lehrerin, die langsam auf die 40 zu geht, ist auf der Suche nach dem Partner fürs Leben bisher nicht fündig geworden. Ihr neuer Plan: sie nutzt jede Möglichkeit, um einen Mann kennenzulernen und davon gibt es reichlich. Da wären die Väter ihrer Schüler, die Exmänner ihrer Freundinnen, die Singles an der Tiefkühltruhe im Supermarkt, der Vertretungsarzt, die gutgebauten Männer im Schwimmbad … da muss doch Mister Right irgendwo zu finden sein.


  • Gedanken zum Buch

Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich einen spritzigen und humorvollen Roman erwartet, allerdings spiegelt die Geschichte eher die Einsamkeit von Singles jenseits der Mitte 30 wieder und vermutlich dürften sich einige Singles auch in einer der Figuren wieder erkennen.

Jedes Kapitel ist eine in sich abgeschlossen Erzählung über einen Ort oder Zeitpunkt, an dem Lucie mit dem männlichen Geschlecht in Kontakt kommt. Stellenweise bildet sie sich ein, besser, als andere Frauen zu sein und oftmals hält sie sich zu gut für einen Mann, solange, bis sie an den einen gerät, der ihr einen Spiegel vorhält und ihr sagt, dass er lieber alleine bleibt, als sie näher kennenzulernen.

Entsprechend war mir die Protagonistin in ihrer Oberflächlichkeit sehr unsympathisch, die Geschichte selbst war viel zu schwermütig, hier hat es an Leichtigkeit und Humor gefehlt und die Handlung konnte mich nicht fesseln.

Da ich zumindest zwischendurch in einige Kapitel abtauchen konnte, die mich unterhalten haben, vergebe ich noch drei von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeule

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Die Schwester von Joy Fielding

picsart_10-09-08-04-27

Die Schwester
von Joy Fielding
Hörbuch
gelesen von Petra Schmidt-Schaller
erschienen am 11. Juli 2016
bei DHV – Der Hörverlag


  • Inhalt

Caroline und Hunter Shipley sind in Mexiko, um ihren 10. Hochzeitstag zu feiern. Während die beiden beim Abendessen sind, wird aus ihrer Suite die zweijährige Tochter Samantha entführt.

15 Jahre später, die Ehe ist mittlerweile zerbrochen, Caroline von der Presse als Rabenmutter abgestempelt, die ältere Tochter Michelle wegen Alkoholmissbrauch verurteilt, meldet sich telefonisch eine junge Frau, die der Meinung ist, die entführte Samantha zu sein.


  • Meine Gedanken zum Hörbuch

Ein kleines Mädchen, dass aus dem Hotelzimmer verschwindet, während die Eltern feiern. Das hat mich auf den ersten Blick an den Fall von Madeleine (Maddie) McCann erinnert, die 2007 aus der Ferienwohnung ihrer Eltern in Portugal verschwand. Und tatsächlich hat sich Joy Fielding von diesen Geschehnissen für ihr neuestes Werk inspirieren lassen. Doch sie hat den Fall nicht recherchiert, sondern hat ihn lediglich als Grundlage für ihren Plot herangezogen.

Der Leser erlebt das Verschwinden und alles, was in den folgenden 15 Jahren passiert, aus der Sicht der Mutter Caroline Shipley. Die junge Frau hat sich von ihrem Mann überreden lassen, die Kinder im Zimmer alleine zu lassen, was sie sich nie verziehen hat. Sie wurde von der Presse an jeem Jahrestag aufs Neue, ihre Ehe ist gescheitert, das Verhältnis zu Ex-Mann und Tochter ist gestört, sie hat mehr als einmal ihren Job verloren, nachdem Eltern Sturm gegen sie gelaufen sind, ihre Freunde haben sich abgewendet und auf ihre Mutter und ihren Bruder kann sie auch nicht bauen. Es grenzt schon an ein Wunder, dass Caroline nicht an ihrem Leben zerbrochen ist.

Die Geschichte spielt zu einem Großteil in der Gegenwart, aber durch Rückblicke auf die Ereignisse vor 15, aber auch vor 10 und 5 Jahren erhält der Leser / Hörer nach und nach einen umfassenden Überblick. Was geschehen ist, ist von Anfang an klar und wenn man bedenkt, dass die Autorin die Zeit vom ersten Anruf des Mädchens bis zum Ergebnis des DNA-Tests über viele Seiten bzw. Stunden zieht, könnte man meinen, dass das Buch / Hörbuch Längen haben müsste. Aber das ist nicht der Fall. Joy Fielding schafft es, die Spannung ständig auf einem hohen Niveau zu halten.

Mir hat die Figur der Caroline gut gefallen. Sie wirkt immer so, als ob sie am Rande eines Zusammenbruchs steht und doch gibt sie nie auf. Manchmal hätte ich sie am liebsten geschüttelt, weil ich nicht verstanden habe, wie man sich alles, was sie erlebt, gefallen lassen kann und sehr oft hätte ich mir gewünscht, dass Caroline allen einmal die Meinung sagt, doch sie ist immer darauf bedacht, alles in Ruhe auszutragen. Doch – Achtung, Spoiler, am Ende rechnet Caroline mit allen ab und das hat sogar mir als Hörer richtig gut getan.

Die Auflösung des Falles ist nicht unbedingt unvorhersehbar, während des Lesens habe ich mir schon Gedanken über einzelne Personen gemacht und darüber nachgedacht, ob sie etwas mit dem Fall zu tun haben könnten, dennoch ist sie überraschend. Am Ende des Hörbuches lässt die Autorin noch eine Besonderheit einfließen, sie wiederholt ein Kapitel vom Anfang, allerdings aus der Sicht der anderen Personen, die an dem Abend, an dem Samantha entführt wurde, im Hotelrestaurant saßen.

Ich habe mich schon früh für Thriller interessiert, ich meine, dass ich mit ca. 13 Jahren mein Faible für Mord und Totschlag und menschliche Abgründe entdeckt habe. Meine Favoriten damals waren ganz klar Stephen King und Joy Fielding. Doch seit einigen Jahren habe ich von beiden kein Buch mehr gelesen. Daher kann ich nun nicht beurteilen, ob sich der Schreibstil von Joy Fielding im Laufer der Jahre verändert hat, aber ich habe einen wesentlichen Unterschied zu früher festgestellt: diese Geschichte ist weniger ein Thriller als viel mehr eine Familientragödie.

Das Hörbuch empfand ich als sehr emotional, wohl, weil ich es aus Sicht einer Mutter gesehen habe. Es ist spannend und hervorragend konstruiert. Auch die Sprecherin Petra Schmidt-Schaller darf ich hervorheben, sie hat das Buch brilliant umgesetzt.

Ich vergebe fünf von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Silvia.