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Töchter des Windes von Nora Roberts

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Töchter des Windes – Teil 2 der Irland-Trilogie
von Nora Roberts
Erscheinungstermin: 15. Dezember 2014
Originaltitel: Born in Ice (Jove Books, New York 1995)
Gekürzte Lesung
Gelesen von Elena Wilms
Verlag: Random House Audio


Zum Inhalt:

Brianna Concannon führt eine kleine Pension auf dem irischen Land. Grayson Thane, ein erfolgreicher amerikanischer Schriftsteller, hat sich für mehrere Monate bei ihr einquartiert, um an seinem neuen Buch zu schreiben. Schon ihre erste Begegnung macht beiden klar, dass jemand Besonderes in ihr Leben getreten ist und das, obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten:

Brianna, die junge Frau, die von der Liebe ihers Lebens enttäuscht wurde und seither keine Gefühle und schon gar keinen Mann an sich heran gelassen hat, ist fest in Irland verwurzelt und liebt ihre Heimat. Grayson hingegen ist ein rastloser Mann, der nie zu lange an einem Ort und bei einer Frau bleiben kann.


Meine Meinung zum Buch:

Nach dem ich in Töchter des Feuers bereits die Geschichte der Künstlerin Maggie Concannon gehört habe, beschäftigt sich dieser zweite Teil der Trilogie mit der viel ruhigeren und häuslichen Schwester Brianna, die ganz in ihrer Rolle als Besitzerin einer kleinen Pension aufgeht. Ganz im Gegensatz zu ihr ist Grayson Thane ein Mann von Welt, der mit seinen Büchern viel Geld verdient. Obwohl die beiden in zwei verschiedenen Welten leben, fühlen sie sich dennoch vom ersten Moment zueinander hingezogen.

Wie bereits im 1. Teil der Trilogie nimmt die Familiengeschichte der Concannons eine wichtige Rolle ein. Während es im Roman um Maggie und Rogan darum ging, seine Träume zu verwirklichen und sich trotzdem selbst treu zu bleiben, haben in diesem Teil die Wurzeln der Menschen, die Familie und die Heimat eine große Bedeutung. Kein Wunder also, dass auch der Handlungsstrang um die eisige Beziehung der beiden Schwestern zu ihrer Mutter genau so fortgeführt wird, wie auch das Gerüst über die Vergangenheit des verstorbenen Vaters und das Geschehen um Maggie und ihren Rogan.

Nora Roberts schreibt gefühlvoll und mit Poesie. Sie lässt die Schauplätze ihrer Bücher vor dem geistigen Auge des Lesers oder Hörers aufleben. Kürzlich habe ich in einer Rezension zu einem Buch von Nora Roberts sinngemäß gelesen „Wenn man eins kennt, kennt man sie alle!“ Ich bin anderer Meinung. Natürlich lernen sich immer zwei Menschen kennen, nähern sich an, danach gibt es Schwierigkeiten und am Ende ein HappyEnd. Aber das hat Nora Roberts nicht für sich gepachtet, genau so verlaufen die meisten typischen Frauenromane. (Kyra Groh hat dieses System vom Romanen in ihrem Buch Pinguine leben nur einmal übrigens näher unter die Lupe genommen und perfektioniert.) Der Unterschied, der die Bücher von Nora Roberts ausmacht, besteht für mich in den tiefer gehenden Teilen der Romane in denen es, wie oben bereits aufgeführt, eben um die Wurzeln eines Menschen geht oder darum sich selbst treu zu bleiben.

Bereits bei der Rezension zum Vorgängerband habe ich geschrieben, dass Elena Wilms den Protagonisten einen eigenen Zauber einhaucht, das hat sie auch in „Töchter des Windes“ wieder geschafft. Ihre wunderbare Stimme macht das Hörbuch zu einem Genuss.

Gerne vergebe ich erneut fünf von fünf Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar  zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Office Affären von Lucy Kellaway

Office Affären
Von Lucy Kellaway
Verlagsgruppe Random House


Stella Bradberry ist Mitte 40, verheiratet, Kinder, Bella Chambers ist Mitte 20, alleinerziehende Mutter einer Tochter. Während es für Stelle steil die Karriereleiter bergauf geht, hat Bella ihr Studium abgebrochen, als sie merkte, dass sie schwanger war.

Sie arbeiten 2008 bei Atlantic Energy. Außer Stella gibt es nur noch eine weitere Frau im höheren Management und das ist Julia Swanson. Als Julias Affäre mit James Staunton öffentlich wird, verlässt Julia die Firma.

Weil Julia von heute auf morgen gekündigt hat, muss Stella ihren Trainee mit übernehmen. Einen Kerl, Mitte 20, der ihr von Anfang an unsympathisch ist. Aber Julias Weggang verändert auch Bellas Leben, denn Bella war Julias Assistentin. Und nun wird sie James Staunton zugeteilt.

Bella versteht es selbst nicht, warum sie sich von James angezogen fühlt. Schließlich sieht er nicht einmal gut aus. Und Stella setzt sich bei ihrem Trainee Rhys in die Nesseln.

Die beiden ungleichen Frauen beginnen zur gleichen Zeit eine Büroaffäre, die junge Bella mit dem älteren Chef James und Stella mit dem wesentlich jüngeren Assistenten Rhys.

Während Bella ihren Alltag trotzdem einigermaßen meistert, vernachlässigt Stella ihre Arbeit und fällt trotzdem immer weiter die Karriereleiter hoch. Sie wird einige Male fast erwischt und wenn sie anfänglich noch dachte, sie hätte neun Leben zu verspielen, kommt sie irgendwann zu dem Punkt, dass es bisher immer gut gegangen ist, dann wird es auch künftig gut gehen.


Meine Gedanken zum Buch

Das ungewöhnliche an dem Buch ist, dass es im Jahr 2010 beginnt, also über zwei Jahre nach dem Start der Affären. Beide Frauen erhalten fast zur gleichen Zeit eine E-Mail. Bella von James, Stella von Rhys. Der Leser erfährt, was diese Mail in den Frauen auslöst. Und dann erst beginnt Lucy Kellaway die Handlung rund um die Affären zu erzählen. Immer abwechselnd geht es um Bella und Stella. Und um den Wahnsinn von Affären im Büro, Liebe auf dem Schreibtisch, Emails, die nicht nur der Empfänger lesen kann und ungelöschte SMS.

Die beiden Handlungen sind sehr unterhaltsam geschrieben. Das Buch war mir mit den über 440 Seiten zu lang. Die Probleme in den Affären ziehen sich an einigen Stellen wie Kaugummi und eigentlich will man ja nur wissen, ob sie auffliegen, was mit ihnen passiert und vor allem, was es mit den Mails im Jahre 2010 auf sich hat. Aber genau, weil ich das wissen wollte und hab durchgehalten und mir die Nacht um die Ohren geschlagen. Ich möchte nicht sagen, dass es sich nicht gelohnt hat, denn die Geschichte ist lesenswert. Aber kein „muss“… vielleicht eine Urlaubslektüre.

Wer neugierig geworden ist und sich ein eigenes Bild machen möchte, dem sei gesagt, dass der Verlag auf seiner Seite eine Leseprobe zur Verfügung stellt.

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