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Sommer mit Aussicht von Lena Wolf

Sommer mit Aussicht
von Lena Wolf
erschienen am 15. Mai 2018
bei rororo, Rowohlt Taschenbuch Verlag


  • Die Protagonistin und ihre Geschichte

Luisa wurde als Kind adoptiert. Jahrzehnte später nimmt ihre leiblichen Mutter Regina Kontakt mit ihr auf und will sie kennenlernen. Sie lebt mittlerweile in der Provence und bewirtschaftet dort eine kleine Pension. Als Luisa sich auf den Weg zu Regina macht, wird sie von ihrer Adoptivmutter Elisabeth und ihrem Mann Stefan begleitet, von dem sie getrennt lebt. Während Stefan schon wieder in einer neuen Beziehung lebt, weiß Elisabeth noch nicht einmal, dass die beiden getrennt sind.

Auch Stefan scheint das plötzlich verdrängt zu haben, denn er bemüht sich schon zu Beginn der Reise merklich um Luisa. Kompliziert wird es, als auch Nicolas, Interesse signalisiert, ein Franzose, der der kleinen Reisegruppe aus der Patsche hilft, als ihr Auto liegen bleibt…


  • Meine Gedanken zum Buch

Zu Beginn des Buches hat mir Luisa leid getan, da ich an ihrer Stelle von Elisabeth und Stefan sehr genervt gewesen wäre, doch spätestens nach dem ersten Drittel war Luisa diejenige, die mich genervt hat, weil ihr Verhalten überhaupt nicht nachvollziehbar war. Ich will nicht zuviel verraten, aber sie handelt meines Erachtens gegen jeglichen Verstand.

Leider konnte mich die Geschichte auch nicht wirklich berühren und stellenweise habe ich ganze Absätze überflogen, weil mir die Ausführungen zu langatmig waren.

Vielleicht hätte der Roman mit Elisabeth als Protagonistin mehr hergegeben, sie erhält einen eigenen Handlungsstrang und der ist durchaus unterhaltsam zu lesen. Wenn man sich erstmal an ihre schlauen Sprüche gewöhnt hat, entdeckt man eine Frau, die in einem etwas reiferen Alter nochmal eine neue Herausforderung sucht (oder eher findet), das hat mir gut gefallen.

Das Buch ist insgesamt ganz nett für zwischendurch, aber überzeugen konnte es mich nicht,

SterneeuleSterneeuleSterneeule

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 


-> Frankreich

SuB – Zuwachs

SuB Zuwachs

Der Welttag des Buches und seine Aktionen hat bei mir für eine SuB-Erhöhung gesorgt. Einen ersten Einblick habe ich Euch bereits vor einigen Tagen gegeben. Hier geht es nun weiter:

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Dieses Set habe ich bei Mia vom Kochkarussell gewonnen. In den vergangenen Wochen habe ich bereits mehrfach von den Cake-Pop und Cup-Cake-Versuchen meiner Großen berichtet, nun geht es weiter mit Mini-Gugls… Fotos folgen ;)

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Nun habe ich das Problem, dass ich eine Mail gelöscht habe und nicht mehr weiß, wo ich dieses Buch gewonnen habe. Tatsächlich hat nicht einmal googlen geholfen. Dabei hätte ich gerne Bescheid gegeben, dass das Buch angekommen ist.

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Psychose habe ich von Kerstin, pbcat, erhalten.

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Und dieses wunderbare Buch hat mir meine Arbeitskollegin überlassen :)

Todesnähe von P.J. Tracy – gelesen für vorablesen

Todesnähe
von P.J. Tracy
Verlag: Rowohlt Polaris


  • Inhalt

“Todesnähe” ist der sechste Fall der Monkewrench-Crew. Wer die früheren Bände schon kennt, ist bereits mit den Protagonisten vertraut. Für mich war die Monkewrench-Crew Neuland. Daher habe ich zunächst Grace MacBride kennengelernt, Mitglied der Monkewrench-Crew und seit einigen Monaten mit dem ehemaligen FBI-Agenten John Smith auf einem Segelboot unterwegs. Auf dem Schiff tauchen nachts zwei Männer auf, die versuchen, John die Kehle durchzuschneiden. Grace erschiesst beide und wirft sie über Bord.

Fünf Mädchen werden aus einem Indianer-Reservat entführt, das älteste Mädchen, Aimee, kann fliehen, wird aber dann in “Little Mogadishu” – einem Stadtteil, der hauptsächlich von Somaliern bewohnt wird – grausam ermordet aufgefunden. Die Ermittler Magozzi und Rolseth werden auf den Fall angesetzt. Die Polizei putzt Klinken in der Hoffnung, dass jemand etwas beobachtet hat. Dabei stossen sie auf ein Haus, in dem mehrere Somalier ermordet wurden. Dort finden sie auch die anderen vier Entführungsopfer – und ein Kalenderblatt auf dem Helloween eingekreist ist.

Wenig später gibt es eine Schiesserei vor einem Haus, bei dem sich zwei Somalier und der ehemaligen Soldaten Joe Haydn gegenseitig erschiessen. Im Haus wird ein Waffenarsenal gefunden – und ein Kalenderblatt, auf dem Helloween eingekreist ist.

Innerhalb kurzer Zeit geschehen weitere Verbrechen in unterschiedlichen Städten und da die Ermittler zunächst keinen Zusammenhang erkennen können, müssen die Detectives Magozzi und Rolseth die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen, bis sie feststellen, dass sie einem Terroranschlag auf der Spur sind, den es zu verhinder gilt.

In der Zwischenzeit ist Grace zur Monkewrench-Crew zurück gekehrt und John ist untergetaucht. Die Crew versucht, herauszufinden, wer Jagd auf John macht und wird dabei selbst zur Zielscheibe….


  • Meine Meinung

Das wichtigste gleich vorweg: Ich kannte die ersten fünf Fälle der Monkewrench-Crew nicht, hatte aber keine Probleme, mich in die Geschichte einzufinden. Dabei ist der Klappentext behilflich, auf dem die Mitglieder der Crew vorgestellt werden. Auf die Beziehungen untereinander, aber auch auf die Detectives Magozzi und Rolseth gehen die Autorinnen ebenfalls ein. Das erscheint mir auch wichtig im Hinblick darauf, dass die Geschichte verhältnismässig viele Protagonisten aufweist.

Die Handlung an sich ist ebenfalls umfangreich: viele Handlungsstränge, die nach und nach zusammen laufen und in einem Showdown enden, der dann wiederum sehr kurz und bündig erzählt wird. Das ist auch der einzige Minuspunkt, den ich der Geschichte ankreide, der Showdown hätte Platz für mehr geboten.

Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn aufgebaut und lässt bis zum Ende nicht nach. Natürlich ist absehbar, dass es zum grossen Showdown kommt und ich habe auch damit gerechnet, dass es Verluste auf Seiten der „Guten“ geben wird, aber es hätte jeden treffen können.

Ein passendes Ende war für mich der Epilog, dessen Inhalt man vielleicht auch schon hätte vermuten können, aber die Tatsache, es dann schwarz auf weiss zu lesen, hat mich doch sehr überrascht. Also ganz wichtig: Bloss nicht die letzten Seiten zuerst lesen ;)

Sympatische Protagonisten, spannender Fall, kleine Abzüge für die Kürze des Showdowns, die aber nicht ausreichen, um dem tollen Thriller nur vier Punkte zu geben.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar über vorablesen.de zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Bullen und Schweine von Josef Kelnberger

  • Zum Inhalt

Der Kommissar Konrad Wolf aus München mischt sich aus privaten Gründen in eine Mordermittlung in Niederbayern ein. Der Ehemann seiner Jugendfreundin Klara wurde ermordet. Der ortsansässige Ermittler Hubert Hartmann bringt ihm die Ermittlungen näher, aber so recht verstehen wollen sich die beiden nicht.

Verdächtig sind für Wolf einige. Das Ehepaar Bergmüller, dass seine Tochter durch einen Autounfall verloren hat, die Witwe und ihr Liebhaber, die osteuropäische Futtermittelmafia, eine komplette Metzger-Familie.

Außer dem Mord geschehen aber noch weitere unerklärliche Dinge: Katzen werden entführt, ein Vollernter wird aus einer Ausstellung entwendet und als ob das nicht schon genug wäre, kämpft Wolf mit den Schatten seiner Vergangenheit, denn er ist in der Nähe aufgewachsen und erst mit Ende 20 in die große Stadt gezogen.

Der Kommissar aus München steht vor einer großen Aufgabe und das, obwohl er offiziell nicht einmal ermittelt. Er findet Verbündete und stellt fest, dass man ihn hintergangen hat, er trifft auf Leute, die mit einer Waffe auf ihn zielen, die ihm aber im Grunde genommen wohlgesonnen sind.

Nach und nach lösen sich alle Rätsel auf und ganz am Ende steht der große Knall.

Der Klappentext:
Ein wenig eine Pietät hat auch die tote Sau verdient», spricht Mastbauer Bergmüller. Betreten steht der Münchner Kommissar Konrad Wolf vor einem Schweinesarg. Allerdings wurde darin keine Sau, sondern ein toter Mensch gefunden. Ein erstochener niederbayerischer Unternehmer, der Mann von Wolfs Jugendfreundin Klara außerdem.

Deswegen hat sich Wolf am Morgen auf den Weg gemacht in die Provinz. Bald stellt sich heraus: Hätte er es bloß gelassen. Während ein hasserfüllter Mörder die niederbayerische Bevölkerung dezimiert, wird der Kommissar von Dämonen aus der Vergangenheit heimgesucht. Der Fall: reiner Sprengstoff!

  • Meine Meinung

Als ich die Leseprobe gelesen habe, habe ich bereits gemerkt, dass Josef Kelnberger manchmal ein wenig von der Geschichte abschweift. Nach dem Lesen des Buches muss ich sagen, dass er sehr oft abschweift und dass ich einige Male einen Kampf mit mir selbst ausgetragen haben, ob ich die Geschichte zu Ende lesen soll, oder nicht.

Diese Abschweifungen befassen sich mit den wirren Gedanken des Kommissar Wolf, denen ich stellenweise nicht folgen konnte. Als ich angefangen habe, diese Passagen zu überlesen, konnte ich die Geschichte auch flüssiger Lesen und der Handlung besser folgen. Allerdings liefen da zu viele verschiedene Stränge gleichzeitig ab, die sich zwar am Ende vereint haben, aber es war mir persönlich „zu viel“, was da vor sich ging.

Aufgeben wollte ich, weil mich der Spannungsbogen erst nach mindestens 1/3 des Buches erfasst. Als es dann aber soweit war, habe ich das Buch in wenigen Stunden ausgelesen. Allerdings auch hier wieder eine Einschränkung, die ganzen Vorgänge rund um den Showdown waren zuviel des Guten und haben die Geschichte unglaubwürdig gemacht.

  • Mein Fazit

Die Gedanken und Rückblicke von Wolf haben mich verwirrt, die Story war zu viel des Guten, ich denke, ich würde das Buch eher nicht weiter empfehlen, weil es einfach nicht das war, was ich mir erhofft hatte.

Bullen und Schweine von Josef Kelnberger
352 Seiten
erscheint am 09. März 2012
14, 95 Euro
Rowohlt Verlag GmbH