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Die Coolen Blogbeiträge zum Kanelbullens Dag

Kanelbullens Dag ist der schwedische Tag der Zimtschnecke und der wird am 4. Oktober, also am kommenden Sonntag gefeiert. Kanelbullar habe ich bisher nur einmal vor ein paar Jahren gebacken und habe mich damals am Rezept orientiert, dass ich auf Nordic Wannabe entdeckt habe. Allerdings habe ich Kardamom weggelassen.

Für die 15 Stück habe ich 50 g Butter erwärmt und 250 ml Milch dazugegeben. Achtung, nicht kochen, nur erwärmen. Danach habe ich ein Päckchen Trockenhefe in eine Schüssel gegeben und etwas von der Butter / Milch-Mischung dazu gegeben und verrührt.

Danach kamen 400 g Mehl, 60 g Zucker und eine Messerspitze Salz sowie die restliche Butter / Milch-Mischung hinzu. Das Ganze habe ich mit einem Knethaken geknetet und den Teig danach bis zur doppelten Größe gehen lassen.

Später wird der Teig ausgerollt und mit 50 g Butter bestrichen sowie mit einer Mischung aus 40 g Zucker und einem EL Zimt bestreut. Im Anschluss wird der Teig auf der langen Seite gerollt, in Scheiben von ca. zwei Zentimetern Breite geschnitten und aufs Backblech gegeben.

Nachdem die Teigschnecken nochmal 30 Minuten gegangen sind, werden sie mit Eigelb bestrichen, mit Hagelzucker bestreut und bei 250 Grad Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene gebacken. Die Backzeit beträgt ca. fünf bis zehn Minuten, schaut nach fünf Minuten mal, wie dunkel sie schon sind, länger als sieben habe ich sie nicht im Ofen gelassen.

Auf coffee2stay hat Carina den Bullalong 2020 ausgerufen, einen Zimtschnecken Bakealong. Habt ihr auch ein Rezept für Zimtschnecken, dann veröffentlicht eure Einkaufsliste und lasst uns gemeinsam backen. #bullalong


Auf Land Haus Küche hat Julia ebenfalls schon ein Rezept veröffentlicht – mit Hafermilch, Dinkelmehl und braunem Zucker.


Und wenn wir schon bei der Schweden-Bäckerei sind, darf Kladdaka nicht fehlen, ein schwedischer Schokoladenkuchen. Ein Rezept dafür Simone auf sheepysbakery veröffentlicht.


Bleiben wir in Schweden. Auf IKEA war uns nicht genug berichtet Basti von der Suche nach dem Kallax-Regal des Lebens. Im aktuellen Blogartikel zum Abschied hat er eine Top 10 Liste darüber zusammengestellt, was in Schweden anders ist, als in Deutschland.


Erwähnung hat dabei natürlich auch Fika gefunden, die schwedische Art Kaffee zu trinken. Und wie es der Zufall so will ist heute, am 1. Oktober, der Tag des Kaffees.

Was es sich mit diesem Tag auf sich hat, hat Sofi auf Sofis Welt zusammengestellt.


So und wie komme ich jetzt von Schweden auf Sabienes Welt? Sie hat vergangene Woche die Coolen Blogbeiträge zum Thema Junges Gemüse veröffentlicht, aber das passt nun irgendwie gar nicht zu meinem Beitrag. Am ehesten kommt da noch die Rezension zu “Ihr Königreich” ran, das von einem skandinavischen Autor – Jo Nesbø -stammt.

Am besten schaut ihr kommende Woche einfach wieder bei ihr rein und entdeckt, was sie sich dieses Mal Neues hat einfallen lassen :)

Auf zu neuen Ufern – die Coolen Blogbeiträge jetzt auch auf Daggis Welt

Sie sind da – meine ersten Coolen Blogbeiträge. Vielleicht kennt ihr sie schon von Sabienes, dort erscheinen die Coolen Blogbeiträge bereits seit mehreren Jahren immer donnerstags im 14-tägigen Wechsel mit anderen Bloggern und ab heute darf ich dieser “andere Blogger” sein.


Vor ein paar Jahren habe ich meine Liebe zum Norden entdeckt. Diese erstreckt sich mittlerweile von Hamburg über die Ostsee bis Skandinavien. Daraus habe ich meine ersten Coolen Blogbeiträge gebastelt und ich hoffe, dass ich euch neugierig machen kann.

Hauptstadt-Trip

Hygge, die dänische Art des Wohlbefindens ist in aller Munde.

  • Lisa stellt auf ihrem Blog “Mission best life” eine Auswahl von Aspekten zu Hygge vor, die ihr unbedingt diesen Winter ausprobieren solltet. Getreu dem Motto: Hygge – einfach glücklich leben.
  • Angelika vom österreichen Blog umgekrempelt würde Hygge am liebsten zum Teufel schicken, denn sie fragt sich, warum man dem ausländischen Trend nachlaufen muss, wo wir doch selbst auch so gemütlich sein können, wie die Dänen.

So kurz vor dem ersten Advent darf natürlich auch etwas Weihnachtliches nicht fehlen:

  • Wo wir gerade in Schweden sind, da darf natürlich Astrid Lindgren nicht fehlen. Ich kannte ihre Geschichte von Tomte Tummetott nicht, bis meine Kinder sie vor Jahren aus dem Kindergarten mit nach Hause gebracht haben. Falls sie auch euch unbekannt ist, schafft Daniela auf “Mama liest vor” Abhilfe.

  • Nun hat vielleicht den einen oder anderen das Fernweh gepackt, aber was tun, wenn die Urlaubstage für dieses Jahr bereits aufgebraucht sind? Wie wäre es, wenn ihr euch fürs erste mit Postkarten – handgeschriebene (!!) – aus aller Welt begnügt? Babsi hat sich zum Postcrossing angemeldet und erzählt von ihren ersten Gehversuchen auf dem Portal.
  • Postkarten gilt dann auch meine letzte Empfehlung. Genauer gesagt geht es darum, dass ihr mit dem Versand einer Postkarte etwas Gutes tun könnt. Heike von Irve liest unterstützt seit vielen Jahren das Dattelner Kinder-Palliativzentrum. Neben “Buch gegen Spende” und “Dein Urlaubsgruß schenkt Kinderlachen” gibt es auch in diesem Jahr wieder Weihnachtspost für einen guten Zweck. Für jede Postkarte, die Heike erhält, spendet sie einen Euro an das Dattelner Kinder-Palliativzentrum. Ich habe mich schon öfter an der einen oder anderen Aktion beteiligt und werde auch dieses Jahr wieder dabei sein. Ihr auch?

Fotos:

  • Flughafen Frankfurt
  • Blick auf Hamburg
  • Landeanflug auf Göteborg
  • Blick von der Älvsborg Festung, Göteborg

God jul!

Heute öffnet sich bei mir das 4. Söckchen.

Meine Stammleser wissen es, ich habe vor einiger Zeit meine Liebe zu Schweden entdeckt und möchte euch deshalb mit der (Vor-) Weihnachtszeit in Schweden vertraut machen.

Gegen Ende des Artikels verlose ich ein kleines Schweden-Paket.


Wie wir das auch in Deutschland kennen, eröffnen am ersten Adventswochenende viele Weihnachtsmärkte. Der größte Weihnachtsmarkt Schwedens ist in Göteborg zu finden und zwar im Vergnügungspark Liseberg.

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Dass Vergnügungsparks im Winter einige Wochen öffnen hat sich auch bei uns durchgesetzt, nur, dass auf Liseberg nicht die Fahrattraktionen sondern eben der Weihnachtsmarkt im Mittelpunkt steht. Die Werkstatt vom Weihnachtsmann, eine Lichter-Show, Eis-Ballett, Kunsthandwerk, auch wer des Schwedischen nicht mächtig ist, kann sich alleine durch die Fotos ein Bild davon machen, was rund eine halbe Million Menschen jedes Jahr nach Liseberg zieht.


Immer Anfang Dezember findet in Örebro, einer Stadt rund 200 km westlich von Stockholm, ein großes Weihnachtskonzert statt, das “O, Helga Natt” (Oh Heilige Nacht) genannt wird. Das Konzert zieht tausende Besucher an, die dann gemeinsam mit regionalen Künstlern Weihnachtslieder singen. Die Show wird aufgezeichnet und an Weihnachten im Fernsehen übertragen.


Am 13. Dezember jeden Jahres wird in Schweden das Luciafest begangen. Mit der Lichterkönigin “Sankta Lucia” bin ich vor über 20 Jahren das erste Mal in Kontakt gekommen. Damals hatten wir eine schwedische Praktikantin, die bei unserer firmeninternen Weihnachtsfeier ein weißes Gewand mit rotem Sandband sowie einen Lichterkranz trug und ein Lied vorgetragen hat. Wer keine Vorstellung von der “Lussebrud” hat, für den habe ich dieses Video bei YouTube entdeckt.

Im 18 Jahrhundert galt die Lucianacht noch als die Nacht, in der man besser zuhause blieb, weil Trolle ihr Unwesen treiben, doch seit rund 250 Jahren steht das Luciafest dafür, Helligkeit und Licht in die dunklen Wochen des Jahres zu bringen.


Das Weihnachtsbaum schlagen im Wald ist nicht erlaubt, sofern es sich nicht um den eigenen Wald handelt. In Schweden herrscht das “allemansrätt”, zu deutsch: das Jedermannsrecht. Dieses besagt, dass die Natur zwar allen offen steht und sich jeder frei bewegen kann, aber es gilt, Rücksicht auf die Natur zu nehmen. Regelmäßigen IKEA-Besuchern mag der Begriff “allemansrätten” möglicherweise bekannt vorkommen, denn dieser ist seit einiger Zeit auf den Verpackungen der Fleischbällchen zu finden und tatsächlich steht auf der Verpackung auch der Hinweis “Allemansrätten is everyones right to field, forest and a fine meal of meatballs”.

Genau so bekannt wie die schwedischen Fleischbällchen dürfte auch der “Julbock” sein, ein aus Stroh gearbeiteter Ziegenbock, der der nordischen Mythologie entsprungen ist und unter keinem Weihnachtsbaum und auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen darf.

In Gävle, ca. 170 km nördlich von Schweden, wird seit mehr als 50 Jahren jedes Jahr ein 13 Meter hoher, sieben Meter langer und drei Tonnen schwerer Julbock aufgestellt. Wir sind einen Tag zu spät dran, denn immer am ersten Advent, also gestern, fand eine Eröffnungsfeier statt, die in einem Feuerwerk ihren Höhepunkt findet. Auch der “Gävlebocken” zieht jährlich an die 20.000 Besucher an. Wer nicht selbst nach Gävle reisen möchte, kann sich den Bock auch per Webcam betrachten.


“Littlejulafton” heißt wörtlich übersetzt “kleiner Weihnachtsabend” und bezeichnet den 23. Dezember, an dem letzte Vorbereitungen für den Heiligen Abend getroffen werden.

An Heilig Abend läuft im Fernsehen seit mehr als 50 Jahren, man höre und staune: Donald Duck (Kalle Anka)! Kalle Anka och hans vänner,  Kalle Anka und seine Freunde.

Der schwedische Weihnachtsmann heißt Jultomte und die drei Kobolde oder Wichtel sind Tomtebisse, Tomte und Nisse. Sie kommen aus Lappland und bringen die Geschenke mit dem Rentierschnitten. Während Santa Claus in den Häusern in den USA warme Milch erwartet, ist es in Schweden Milchbrei, der dafür sorgen soll, dass größere Geschenke angeliefert werden.

Das “Julbord”, der Weihnachtstisch, bietet neben Weihnachtsschinken z.B. Hering mit verschiedenen Sorten Saucen, Köttbullar, Lachs und andere leckere Dinge. Auch diese Produkte findet man beim schwedischen Möbelriesen, genau wie den Glögg, eine Art Glühwein.


Wer sich übrigens mit Geschenkideen schwer tut, dem wird in Schweden geholfen: årets julklapp ist eine jährliche “Auszeichnung” für ein bestimmtes Produkt, dass dann die Geschenkidee des Jahres wird. Erstmals wurde 1988 ein Produkt ernannt, damals ein Brotbackautomat, 2017 ist es das E-Bike.


Auch nach Weihnachten geht es noch weiter und zwar mit dem dreizehnten Weihnachtstag “Trettondedag jul” und dem zwanzigsten Weihnachtstag “Tjugondedag jul“, dem 6. Januar, unserem Dreikönigstag, einem landesweite Feiertag und dem 13. Januar. Der 13. Januar hat sogar bei uns Berühmtheit erlangt. In Schweden wird er “Knut” genannt und dank eines Fernsehspots weiß man auch bei uns, dass an diesem Tag die Weihnachtsbäume abgeschmückt und aus der Wohnung geworfen wird.


Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid und Post aus Schweden erhalten möchtet, dann solltet ihr direkt an Tomte schreiben:

Zwischen 1891 und 1935 wurde in Schweden eine Zeitung mit dem Namen Jultomten verlegt. Die Zeitung sollte die Fantasie der Kinder anregen und war die Adresse, an die die Kinder Briefe versandten. Nachdem die Zeitung ab 1935 nicht mehr verlegt wurde, schrieben die Kinder jedoch weiter an den Weihnachtsmann und da übernahm die Post die Beantwortung der Briefe.

Homepage

Tomten/Santa Claus
173 00 Tomteboda
Sverige / Schweden


Und nachdem ihr nun ausreichend auf die schwedischen Weihnachtsfeiertage vorbereitet seid, könnt ihr ein Paket mit verschiedenen IKEA-Produkten gewinnen:

Es erwarten euch Kekse, Schokolade, Marshmallows, Tee, Kerzen und Ausstechformen. Um gewinnen zu können, müsst ihr nur eine Frage beantworten:

Wie schwer ist der 13 x 7 Meter große Julbock, der am 1. Advent in Gävle aufgestellt wurde?

Die Antwort dürfte gerne im Kommentar hinterlassen, die Kommentare mit der richtigen Antwort schalte ich erst nach Teilnahmeschluss frei.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr das Gewinnspiel fleißig teilt und regelmäßige Leser meines Blogs seid oder werdet, denn die meisten von uns wissen ja, wie groß die Freude über aktive Leser ist  Hier geht´s zu meiner Facebookseite, wo ihr aktuelle Infos zum Blog findet, alternativ freue ich mich natürlich auch über weitere Follower auf Twitter oder Instagram.

Teilnahmeschluss ist am 7. Dezember 2017 um 23.59 Uhr. Der Gewinner wird danach bekannt gegeben. Ich versende nur innerhalb von Deutschland. Ihr solltet bitte 18 Jahre alt sein oder das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten für die Teilnahme haben.

In den nächsten Tagen bitte die Augen offen halten, denn es wird noch eine weitere Verlosung geben!

 God Jul önskar jag er alla! – Frohe Weihnachten Euch allen!


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Die 24 Söckchen sind eine Aktion von Alex von selbstexperiment.de. Außer Marc hat uns auch Angeline schon einen Blick in ihr Söckchen werfen lassen. Das nächste Söckchen findet ihr morgen früh bei SabineSascha oder Sandra.

 

I don’t know why she’s leaving or where she’s gonna go

Punkt 2

Mit Alice hat er 24 Jahre lang Tür an Tür gewohnt, doch manchmal ist die Nachbarschaft so groß, dass man gar nicht alle kennen kann. Über den Dächern von Göteborg habe ich festgehalten, wie hier

Haus an Haus

steht.


Punkt Punkt Punkt ist eine Art Themen-Wunsch-Parade. Punkt Punkt Punkt steht für das Wort, das in der jeweiligen Woche in einem Foto umgesetzt werden soll. Alle Infos gibt es bei Sandra auf Always-Sunny.

Pro abgegebenem Bild/Beitrag werden 5 Cent auf das Spendenkonto gerechnet. Das Geld bekommt in 2017 stellvertretend für viele Stiftungen dieser Art Ärzte ohne Grenzen.

Zurück in die Vergangenheit

Schild

Auf Teilzeitreisender.de ist kürzlich der 600. Artikel online gegangen und ich folge dem Blog fast von Beginn an, 2013 durfte ich sogar einen Gastbeitrag veröffentlichen.

Aus Anlass des Jubiläums läuft noch bis zum 14. April 2016 eine Bloggeraktion:

Nehmt mich mit auf eure Zeitreise!

Ich möchte eure Geschichten hören. Erzählt mir von einer besonderen Reiseerlebnissen,  die euch deshalb in Erinnerung bleiben, weil sie eine Premiere darstellt. Wie war es, das erste mal mit Kindern unterwegs zu sein? Und was habt ihr gefühlt, als ihr das erste Mal ein völlig exotisches Gericht probiert habt? Eure erste Nacht im Hostel oder der erste Roadtrip – war es spannend? Habt ihr schon mal was aus dem Urlaub gekocht und es ist total schiefgelaufen? Ich will es wissen! Diese Blogparade ist etwas besonderes. Ich brauche keine tollen Tipps – sondern Gefühle! Lasst mich weinen, lasst mich lachen, lasst mich Gänsehaut bekommen! Ich freue mich!

Ski

Meinen ersten Urlaub, an den ich mich erinnern kann, habe ich mit meinen Eltern in Sedrun verbracht. Sedrun liegt im Kanton Graubünden in der Region, in der die Deutschschweiz in die italienische Schweiz übergeht. In Andermatt haben wir das Auto auf den Zug verladen, da der Oberalppass im Winter geschlossen ist. In Sedrun angekommen, fuhr mein Vater auf den Parkplatz des Fremdenverkehrsamtes und was dann passierte, weiß ich noch bis heute. Da stand ein Auto im Weg und auf einmal stieg der Fahrer aus, rannte an unser Auto, riss die Fahrertür auf und zog meinen Vater aus dem Auto. Mein kleiner Bruder und ich hatten furchtbar Angst, die allerdings unbegründet war, denn wie sich herausgestellt hat, handelte es sich bei dem Mann um einen Schulkameraden meines Vaters, der seit vielen Jahren im Tessin lebt, rund 300 km von seinem Heimatort entfernt. Er und seine Familie haben ihre Skiurlaub zur gleichen Zeit in Sedrun verbracht wie wir.

Ab Mitte der 1980er Jahre bin ich dann Jahr für Jahr mit der KJG ins Sommerlager gefahren, das waren meine ersten Reisen ohne Eltern. Zuerst war ich als Teilnehmer dabei, später habe ich selbst zum Leitungsteam gehört. Das war immer eine tolle Zeit. Deswegen habe ich mich auch gefreut, als meine Kinder damit einverstanden waren, selbst mit der KJG wegzufahren. Beim ersten Mal waren sie nur rund eine Autostunde von zuhause weg im Saarland und wir haben sie noch selbst hingebracht und abgeholt. Im zweiten Jahr sind sie mit dem Bus ins Allgäu gefahren und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass der Bus losgefahren ist und einige Eltern einen Countdown angestimmt haben, in den die meisten eingefallen sind und der dann in einem kleinen Jubel endete, als der Bus außer Sichtweite war – wer nun an Rabeneltern denkt, dem sei gesagt, der Jubel auf Elternseiten war genau so groß, als der Bus zurück gekommen ist ;)

Ende der 1980er Jahre war ich das erste Mal richtig weit weg von zuhause. Das war eine einwöchige Klassenfahrt, die uns rund 800 km in den Süden an die Côte d’Azur geführt hat. In der Partnerstadt der Stadt, in der sich mein Gymnasium befand, wohnten wir in einem Landschulheim und nahmen zum Teil am Unterricht einer Partnerschule teil, den Großteil der Zeit verbrachten wir aber damit, Land und Leute kennen zu lernen. Das war gleichzeitig auch das erste Mal, dass ich das Meer gesehen habe.

Konkret kann ich mich noch an drei Dinge erinnern. Wir sind bis zur Boje heraus geschwommen und ich habe den Rückweg kaum geschafft, weil mir die Kraft gefehlt hat (seither habe ich Respekt vor offenen Gewässern), wir wurden Opfer einer Pfeffersprayattacke auf einem Volksfest (auch mit 15 gibt es Momente, in denen man am liebsten nach seiner Mama rufen würde) und der Anblick des Yachthafens (und der war wirklich gigantisch).

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Kurz nach dem Ende meiner Ausbildung unternahm ich zusammen mit einer Freundin, die ich der Berufsschule kennengelernt habe, die erste Flugreise, unser Ziel war Lanzarote. Es folgten Zypern, Ägypten, die Kapverdischen Inseln und Gambia. Auch da hatte ich einige einschneidende Erlebnisse.

2001 habe ich – sportlich wie ich bin – *hüstel* den Bodensee auf dem Fahrrad umrundet. Allerdings war es keine echte Rundfahrt, von einer Ferienwohnung aus sind wir jeden Tag, mal mit dem Rad, mal mit der Fähre gestartet und haben neue Etappen zurück gelegt.

Tirol (2)

Ein Jahr später habe ich die Berge für mich entdeckt. Ich hatte einen Reisegutschein gewonnen mit dem wir uns in einem exklusiven Hotel im Kleinwalsertal eingenistet haben, von wo aus wir dann zu verschiedenen Tagestouren gestartet sind. Wieder ein Jahr später, ich war mit Kind 1 hochschwanger, bin ich mit meinen Eltern an den Wilden Kaiser nach Tirol gefahren und seither weiß ich auch, warum es Menschen gibt, die es Jahr für Jahr an den gleichen Ort zieht. Die ganze Region ist extrem familienfreundlich, so dass wir insgesamt zehn Mal am Wilden Kaiser geurlaubt haben. Und wenn irgendwann einmal jemand fragt, was die ersten Urlaubserinnerungen meiner Kinder sind, spielen diese mit Sicherheit am Wilden Kaiser.

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2015 gab es dann eine weitere Premiere: mein erster Urlaub ohne Kinder, das erste Mal, dass ich alleine ins Ausland geflogen bin und gleichzeitig mein erstes Mal Skandinavien. Die Tage in Schweden verliefen sehr unspektakulär, denn sie dienten einzig und alleine dazu, dass ich in den Weiten von Västergötland zur Ruhe kommen konnte.

Wenn ihr nun noch lesen möchtet, warum ich bei einem Skirennen nur fünf Meter weit gekommen bin, dann klickt schnell auf den Artikel Heiß, heiß, Baby. Im gleichen Artikel habe ich übrigens auch erzählt, wie ich Ende der 1990er Jahre bei einer Skiabfahrt aus der Kurve getragen wurde und in einem Bachbett gelandet bin, wegen eine überhitzen Motors mitten in der Nacht an einer Bretterbude mit Cola-Automat im Nirgendwo zwischen Kairo und Hurghada gestandet bin und auch wie ich in Gambia durch einen “reißenden Strom” getragen wurde.

Zurück in die Vergangenheit – Die Bloggeraktion #TZR600