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Elfmeter ins Herz von Tanja Neise

Elfmeter ins Herz von Tanja Neise
Band 1 der Herzklopffinale-Reihe
erschienen am 2. Juni 2018
Independently published


Die Herzklopffinale-Reihe von Tanja Neise, Sina Müller und Karina Reiß erschien am Rande der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und handelt von drei befreundeten jungen Männern, die früher zusammen Fußball gespielt haben. Sie sind jeweils der Protagonist eines Bandes und jedes Buch ist in sich abgeschlossen.

1. Elfmeter ins Herz – Tanja Neise
2. Bei Abpfiff Liebe – Sina Müller
3. Fanmeile ins Glück – Karina Reiß


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Antonia, genannt Toni, ist 20 Jahre alt und stammt ursprünglich aus dem Saarland, lebt aber nun in Berlin und der Abstand zu ihrer überfürsorglichen Mutter tut ihr gut.

Der 22-jährige Christoph Schorlmann, genannt „Schorli“, wurde vom Bundestrainer ausgemustert und ist nicht mit zur WM gefahren. Durch einen Zusammenstoß lernt er Toni kennen und ist ganz angetan von ihr. Dass Toni nicht weiß, wer er ist, gefällt ihm, denn es passiert ihm viel zu oft, dass die Menschen seine Nähe suchen, weil er prominent ist. Sein Dasein also Sport-Profi hat zum Bruch mit seinen Eltern geführt hat.

„Schorli“ kann nicht verhindern, dass er schon kurz nach ihrem Kennenlernen erkannt und seine Identität vor Toni aufgedeckt wird. Damit hat er gerechnet, aber von nun an macht die Regenbogenpresse Jagd auf Antonia und die ist mit der Situation selbst schon überfordert ist, aber noch weitaus mehr Probleme hat sie damit, klarzukommen, dass die Presse mehr interpretiert, als recherchiert.

In diesem Chaos muss Toni sich dann auch noch klar darüber werden, was sie für Schorli empfindet und ob sie überhaupt bereit wäre, in seine Welt einzutauchen.


  •  Meine Gedanken zum Buch

Toni hat mir sehr gut gefallen. Sie ist bodenständig, hat ein Ziel vor Augen und das verliert sie nicht aus den Augen. Schorli wirkt äußerlich hart, ist aber ist ein sehr liebevoller Typ. Aufgrund seines Promi-Status hat er bereits Erfahrungen gemacht, durch die er zum gebrannten Kind wurde.

Dass es zwischen den beiden knistert, merkt man schnell, was folgt, ist ein Auf und Ab an Gefühlen. Tanja Neise hat es geschafft, diese Emotionen zu transportieren, wobei gerade die negativen Empfindungen sehr gut bei mir angekommen sind, ich hatte mehr als einmal ein Ziehen im Bauch, weil ich mit Toni mitgelitten habe.

Was mir sehr gut gefallen hat, sind die Dialoge zwischen Toni und Schorli, die beide nicht auf den Mund gefallen sind. Das war sehr unterhaltsam.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin noch ein wenig mehr auf die Eltern der beiden Protagonisten eingeht. Die Probleme, die sie haben, werden zwar immer wieder angesprochen, das hätte ruhig noch ein wenig tiefer gehen dürfen. Aber was man nicht übersehen darf, es ist eine Novelle und da muss eben entsprechend gekürzt werden.

Womit ich ein wenig zu kämpfen hatte, war das viele Auf und Ab, da denkt man, die beiden haben endlich alles geklärt, da wartet schon der nächste Dämpfer. Das wiederum war mir zuviel für die Novelle.

Diese minimalen Kritikpunkte konnten mich aber nicht davon abhalten, das Buch an einem Stück zu lesen, was mich ein paar Stunden Schlaf gekostet hat. Für mich ein deutliches Zeichen, dass mir ein Buch gut gefallen hat und deswegen vergebe ich vier Eulen.

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