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Dolphin Dance von Helmut Barz

Im Sommer diesen Jahres hatte ich die Möglichkeit, im Rahmen von Wanderbüchern die ersten beiden Teile um Katharina Klein zu lesen. Als ich nun gesehen habe, das bei LovelyBooks Teilnehmer für eine Leserunde zum dritten Band der Reihe gesucht werden, habe ich mich sofort beworben und hatte das Glück, an der Leserunde teilnehmen zu dürfen.


Dolphin Dance
von Helmut Barz
Sutton Verlag
erschienen im Oktober 2012


Inhalt

Katharina Klein und Andreas Arendt kehren nach Frankfurt zurück. Katharina ist sich zwischenzeitlich sicher, dass Andreas ihre Eltern und ihre Schwester nicht ermordet hat. Die beiden beschließen, den Mörder von Katharinas Familie zu finden, schließlich hat der Ministro bereits zum Ende des letzten Bandes angedeutet, dass er geschossen hat.

»Ich hatte eine Spur. Und am Ende waren eine Menge Leute tot.« Das ist der erste Satz auf der Rückseite des Buches und er sagt schon einiges aus. Immer, wenn Katharina jemanden auftreibt, der ihr weiterhelfen könnte, stirbt derjenige. Darüber hinaus muss Katharina sich auch mit dem Gedanken beschäftigen, ob ihr Vater wirklich der harmlose Kunsthändler war, für den sie ihn immer gehalten hat…


Mein Eindruck

Dolphin Dance baut auf die ersten beiden Bücher der Reihe um Katharina Klein auf und ich kann nicht guten Gewissens behaupten, dass man Dolphin Dance unabhängig von den ersten beiden Teilen lesen kann, obwohl der Autor bereits vor baut und dem Neuleser im ersten Kapitel einen kleinen Überblick über die Geschehnisse in WestEnd Blues und African Boogie gibt:

Helmut Barz geht zunächst ausführlicher auf die Ereignisse des Jahres 1991, als Katharinas Familie ermordet wurde, ein und springt dann zu einer informellen Anhörung, die Katharina zu den Vorkommnissen seit ihrer Rückkehr aus Tansania befragt. Nun startet das eigentliche Buch, denn die sympathische Protagonistin beginnt ihre Erzählungen mit der Landung in Frankfurt und berichtet von den Geschehnissen der folgenden Tage, an denen zahlreiche Menschen ihr Leben lassen müssen, bis Katharina endlich weiß, warum ihre Familie sterben musste.

Der Autor hat es einmal mehr geschafft, mich zu fesseln. Von Seite zu Seite hat sich meine Liste der Verdächtigen erweitert, gelegentlich wurden die Verdächtigungen durch die Ermittlungen von Katharina und Andreas wiederlegt. Immer, wenn ich mir vorgenommen habe, nur noch ein Kapitel zu lesen, war garantiert wieder ein kleiner Cliffhanger eingebaut und ich konnte das Buch einmal mehr nicht aus der Hand legen.

So kam es, dass ich das Buch um 3 Uhr morgens zu Ende gelesen hatte und nur einen Kritikpunkt anmerken möchte: Am Ende kommt es geballt, für meinen Geschmack etwas zu geballt. Andererseits wird auf diese Weise die Geschichte fast jedes überlebenden Haupt- und Nebendarstellers zu Ende erzählt. Das wiederum hat mich zu der Überzeugung gebracht, das mit Dolphin Dance die Reihe um Katharina Klein abschließt.

Doch im “Schlussakkord” zeigt Helmut Barz auf, dass er noch weitere Ideen hat und eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen ist.

Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar über lovelybooks.de zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

Westend Blues und African Boogie von Helmut Barz

WestEnd Blues – Buchrückentext

Der Partner tot, sie selbst vom Dienst suspendiert, zur Babysitterin degradiert, des Mordes beschuldigt und von einem rachsüchtigen Drogenboss gejagt:

Genau der richtige Zeitpunkt für die Frankfurter Kommissarin Katharina Klein, sich in den völlig falschen Mann zu verlieben.

Eigentlich hat Katharina Klein, Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei, genug eigene Probleme: In einer eskalierten Polizeiaktion wurde ihr Partner getötet; und sie selbst hat zwei Menschen erschossen.

Doch als ihre Nachbarin ermordet wird, muss Katharina deren Tochter, die vierjährige, altkluge Laura, bei sich aufnehmen; und bald schon setzt die Kommissarin alles daran, das Versprechen, das sie dem kleinen Mädchen gibt, einzulösen und den Mörder von Lauras Mutter zu finden.

Unerwartete Hilfe erhält Katharina vom arroganten, undurchsichtigen und leider viel zu attraktiven Gerichtsmediziner Andreas Amendt – mit dem sie mehr verbindet, als gut für sie ist.

Aber alles zu seiner Zeit: Erst muss sie Laura noch in den Kindergarten bringen …

Katharina Klein liebt Oldtimer, Waffen und Zeichentrickfilme. Und sie hasst Morde: Um die Schuldigen zu überführen, riskiert sie, wenn nötig, Kopf und Kragen.
‘Westend Blues’ ist ihr erster Fall.


African Boogie – Buchrückentext

Kriminaldirektorin Katharina Klein muss weg. Weit weg. Untertauchen, weil ein Killer auf sie angesetzt ist. Einen klaren Kopf bekommen, weil sie sich in den völlig falschen Mann verliebt hat. Allein sein, weil ihre persönlichen Dämonen sie verfolgen.

Das Fünf-Sterne-Resort Golden Rock vor der afrikanischen Küste ist genau das Richtige. Palmen, Pool, sogar ein toller Kraftraum, wie gemacht für die halbkoreanische Kampfsportlerin. Aber so leicht entkommt Katharina nicht, schon nach zwei Tagen ist das Hotel voll. Voller Hessen. Als der erste Gast auf unschöne Weise ertrinkt, denkt sie sich noch nichts Böses. Doch dabei bleibt es nicht, und spätestens, als die einzige Verbindung zur Außenwelt in die Luft fliegt, verwandelt sich das Urlaubsparadies in eine Hölle, in der jeder jeden verdächtigt.

Mafia Island! Das mag ja wirklich aus dem Arabischen stammen und nichts mit der Cosa Nostra zu tun haben. Aber beim nächsten Mal wird Katharina sehr viel genauer aufpassen, wo sie hinfliegt – wenn es ein nächstes Mal gibt.


Fazit

Mir waren bei beiden Büchern schnell klar, wer der “Böse” ist und ich habe mehr als einmal gedacht “jetzt wird es aber unrealistisch”, aber trotzdem konnte ich beide Bücher nicht aus der Hand legen:

WestEnd Blues hat mich eine halbe Nacht Schlaf gekostet, weil ich wirklich bis vier Uhr morgens gelesen habe, nach drei Stunden Schlaf arbeiten gegangen bin, früher Feierabend gemacht habe und dann direkt African Boogie “inhaliert” habe.

Ich kann nicht einmal sagen, warum mich die Bücher nicht mehr losgelassen haben, es war vermutlich eher weniger die Spannung, als vielmehr der lockere und unterhaltsame Schreibstil von Helmut Barz, der mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht hat.

Die Bücher sind geprägt von Musik. Zunächst ist der männliche Protagonist ein begeisterter Hobbymusiker, zum anderen hat der Autor die Titel der Kapitel und auch die Titel der Bücher nach verschiedenen Kompositionen benannt.

Ich empfehle sehr, WestEnd Blues zuerst zu lesen, da einiges in African Boogie auf das Vorgänger-Buch aufbaut. Im Oktober erscheint der dritte Fall von Katharina Klein “Doplphin Dance”, der direkt an African Boogie anschließt… und ich bin schon sehr gespannt.