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Beim Dehnen singe ich Balladen von Jürgen von der Lippe

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Beim Dehnen singe ich Balladen

von Jürgen von der Lippe

  • Meine Meinung

Jürgen von der Lippe mag ich seit meiner Kindheit, ich habe ihn immer gerne im Fernsehen gesehen und konnte auch oft über oder mit ihm lachen.

Bei diesem Hörbuch handelt es sich um einen Live-Mitschnitt einer Lesung aus dem Buch Beim Dehnen singe ich Balladen. Die Geschichten werden im Dialog zwischen Jürgen von der Lippe, Carolin Kebekus und Jochen Malmsheimer erzählt.

Und das ist auch das Salz in der Suppe, denn sie machen die Geschichten, die sie vorlesen, zu etwas besonderem. Die drei sind spontan, halten sich nicht an Geprobtes und bringen Imporvisation vom Feinsten auf die Bühne.

Wobei ich zugeben muss, dass ich in den ersten Minuten, bevor Jürgen von der Lippe seine Mitstreiter angekündigt hat, mehr Lachtränen in den Augen hatte, als während des eigentlichen Programmes, aber herzlich Lachen und viel Schmunzeln konnte ich auch später noch.

Fasziniert war ich von den Liedfrequenzen, denn hier habe ich mich erwischt, wie ich Lieder mitgesungen habe und überrascht, als ich hörte, dass es dem Livepublikum genau so ergangen ist.

Gelegentlich konnte ich Lacher aus dem Publikum nicht nachvollziehen, eben weil ich nur Zuhörer, nicht aber Zuseher war, darüber konnte ich aber hinwegsehen, weil ich insgesamt sehr viel Spaß mit dem Hörbuch hatte.

Daher vergebe ich vier von fünf Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden.n.

 

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Aufgabe 5: Ein Buch, dass Dich zum Lachen, Grinsen, Schmunzeln gebracht hat

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Autor: Von der Lippe, Jürgen

In all den Jahren von Barbara Leciejewski

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In all den Jahren
von Barbara Leciejewski
erschienen am 28. September 2015
im acabus Verlag


Von dieser Autorin habe ich gelesen:


  • Inhalt

Die Geschichte beginnt im Jahr 1990 als Elsa und Finn sich im Treppenhaus kennen lernen. Nach und nach werden sie zu besten Freunden und verbringen die nächsten zwanzig Jahre miteinander. Manchmal sehen sie sich öfters, manchmal weniger oft, manchmal sind sie Single, manchmal liiert, manchmal wohnen sie Tür an Tür, manchmal sind sie durch einen Ozean getrennt, meist sind sie ein Herz und eine Seele, manchmal zoffen sie sich aber auch ordentlich.

Sie lieben sich – als Freunde – und nicht einmal die eine Nacht, die sie in all den Jahren miteinander verbringen, kann das zerstören, denn als sie am Morgen aufwachen, steht fest, es soll alles bleiben, wie es ist. Aber wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Als Elsa und Finn sich kennenlernen, ist Elsa Mitte 20 und Finn fast 30. Sie ist eine recht unbekannte Synchronsprecherin mit Schauspielausbildung, Finn hat sich als Künstler einen kleinen Namen gemacht.

Ich mochte die beiden vom ersten Moment an sehr gerne, weil sie als absolut liebenswerte Menschen gezeichnet sind. Da die beide eine Entwicklung über einen Zeitraum von zwanzig Jahren durchmachen und über der Leser sie begleitet, hatte ich am Ende das Gefühl, dass nicht nur die beiden Protagonisten sich in- und auswendig kennen, sondern dass sie auch mir sehr vertraut sind

Das Buch lebt natürlich auch von den unterschiedlichen Nebenfiguren: den Freunden David und Maria, Finns Mutter und seinem Bruder mit Familie, Edda, die ältere Dame, die so gern aus ihrem Leben erzählt, Norbert, Elsas väterlicher Freund, aber auch von Elsas Eltern, die sich schon seit Jahren mehr für Freunde und Reisen begeistern können, als für das Leben ihrer Kinder.

Der Leser begleitet die beiden Protagonisten über einen Zeitraum von 1990 bis 2010. Das Buch ist so aufgebaut, dass jedes Kapitel einen Zeitraum von einem Jahr einnimmt. Es gibt Jahre, in denen passiert viel, dann sind die Kapitel etwas länger, oder es passiert weniger, dann sind die Kapitel ein wenig kürzer und die Handlung etwas komprimierter.

Im Laufe der zwanzig Jahre lernt der Leser Finns Familie und seine Freunde genauso kennen wie Elsas Familie und Freunde und natürlich erleben wir mit, wie die beiden sich einen gemeinsamen Freundeskreis aufbauen, neue Leute kennen lernen, in Beziehungen hinein- und auch wieder hinausschlittern. Elsa und Finn verstehen sich blind und wissen, was der andere denkt und begleiten sich gegenseitig durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in München, aber Elsas Wurzeln liegen in Mannheim, Finns in Schottland und beruflich verschlägt es Elsa durch Deutschland und Finn bis in die USA, so dass auch andere Schauplätze eine Rolle in diesem Buch spielen.


  • Meine Meinung zum Buch

Barbara Leciejewski hat mich mitgenommen auf eine Reise, die nicht nur für die Protagonisten eine Berg- und Talfahrt war, sondern auch für mich als Leser. Ich habe mich über so viele wunderbare Momente im Leben von Finn und Elsa gefreut, hatte Tränen in den Augen als jemand starb, der Elsa so wichtig war und habe gelitten, wann immer die beiden Protagonisten sich gestritten haben.

Die Autorin hat es geschafft, ihre beiden Hauptfiguren getreu ihrem Alter weiterzuentwickeln, hat Zeiten übersprungen, wann immer es notwendig war und hat wichtige Zeitpunkte in beider Leben ausführlich beschrieben, ohne, dass ich je das Gefühl hatte, dass die Geschichte langatmig wird.

Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Autorin „echte“ Geschehnisse aus diesen zwanzig Jahren hat in die Geschichte einfließen lassen. Dies fällt gleich zu Beginn auf, als Elsa ihren Lohn in DM berechnet oder als Deutschland 1990 Fußballweltmeister wird, behandelt aber beispielsweise auch den Brandanschlag von Solingen in den 90er Jahren und die Terroranschläge von 2001, sowie weitere Erlebnisse, wie z.B. die WM 2006 in Deutschland.

Ich habe einige Seiten gebraucht, bis ich mich in die Geschichte eingelesen habe, aber danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich um 2 Uhr morgens auf der letzten Seite angekommen bin. Dann habe ich es mit einem tiefen Seufzer zur Seite gelegt und war traurig, dass es schon zu Ende war – und das, wo ich doch nach der Hälfte des Buches kurz darüber nachgedacht habe, was noch alles passieren kann und womit man die kommenden 200 Seiten noch füllen soll.


  • Fazit

„In all den Jahren“ ist ein ganz außergewöhnliches Buch mit tollen Figuren, das alles anspricht, was einem Menschen im Laufe eines Lebens begegnen kann, Freundschaft, Liebe, Erfolg, Misserfolg, Krankheit, Tod, Fremdenhass, Alzheimer, sogar eine nervige Nachbarin trägt ihren Teil zum Gelingen der Geschichte bei. Ich konnte Schmunzeln, ich habe geweint, ich habe gelitten und ich wurde auf die Folter gespannt. Der Schreibstil von Barbara Leciejewski hat mir das Gefühl gegeben, dass ich noch ewig weiterlesen könnte. Mehr kann man von einem Buch nicht erwarten. „In all den Jahren“ ist auf jeden Fall schon im Januar ein Lesehighlight des Jahres und ich vergebe natürlich fünf von fünf Eulen.

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Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Ina.

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

CHASE – Jagd auf die stumme Dichterin von Thomas Dellenbusch

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CHASE – Jagd auf die stumme Dichterin
von Thomas Dellenbusch
erschienen am 14. November 2015
im KopfKino-Verlag

  • Inhalt

Enrique „Rique“ Allmers ist der Chef einer kleinen Security-Firma in Hamburg. Als er eines Tages von einer jungen Frau umgerannt wird und diese vor ihren Verfolgern beschützt, hat er sich selbst einen neuen Fall beschert, denn Katja, die junge Frau, braucht offensichtlich Schutz. Doch dies kann Rique zunächst nur vermuten, denn sie spricht nicht mit ihm.

  • Protagonisten

Riques Security-Firma „CHASE“ lebt davon, dass bekannt ist, dass sie gerade die schwierigen Fälle übernimmt, bislang aber niemand weiß, wer hinter der Firma steckt, bzw. wer dort beschäftigt ist. Wo den Behörden Grenzen gesetzt sind, kann Rique mit seinem Team in Grauzonen arbeiten. Er hat verschiedene Menschen um sich gescharrt, von denen jeder ein Profi auf seinem Gebiet ist.

Katja ist Anfang 20 und seit frühester Kindheit taubstumm. Ihre Gefühle drückt sie in Gedichten aus, die auch schon als Sammelband veröffentlicht wurden. Sie weiß, dass ihre Mutter bei einem Überfall getötet wurde, hat aber keine Ahnung, wer sie verfolgt.

  • Meine Meinung

Die Geschichte beginnt direkt spannend nämlich in de Moment, in dem Katja vor ihren Verfolgern flüchtet und in Rique hinein rennt. Danach überschlagen sich die Ereignisse und der Leser lernt nach und nach Riques Team und die jeweiligen Besonderheiten der Mitglieder kennen.  Gemeinsam setzen sie Puzzleteil für Puzzleteil zusammen, um gegen Ende herauszufinden, wieso Katja in Gefahr ist.

Das Buch ist als „Kopfkino in Spielfilmlänge“ konzipiert, daher hält sich die Handlung nicht mit Details auf, sondern es geht tatsächlich Schlag auf Schlag. Es ist kurzweilig und vom Anfang bis zum Ende spannend.

Was ich nicht gebraucht hätte, war der „Gefühle“-Aspekt: eine Liebesbezeugung kam für mich völlig überraschend und aus dem Nichts.

  • Die Reihe

Die Reihe „Kopfkino in Spielfilmlänge“ eignet sich für Wartezeiten, einen Nachmittag im Freibad oder abends – die meisten werden es sicherlich kennen, wenn man nur „noch kurz“ ein paar Seiten lesen will und am Ende die halbe Nacht mit dem Buch in der Hand verbringt. Diese Serie ist anders, denn in maximal 150 Minuten sollte das Buch ausgelesen sein.

  • Fazit

Die Handlung konnte mich überzeugen, das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, die Liebesbeziehung hat für mich aber nicht hinein gepasst und daher vergebe ich 4,5 von 5 Eulen.
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Titel: Chase – Jagd auf die stumme Dichterin
Charakter: Katja
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Lese ein Buch mit einem Schauplatz, den Du schon besucht hast  -> Hamburg

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KopfKino-Verlag

Fenster zum Tod von Linwood Barclay

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Fenster zum Tod
von Linwood Barclay
gekürztes Hörbuch
gelesen von Frank Arnold
erschienen am 01. März 2013
bei Audiobuch OHG

 

  • Inhalt

Thomas Kilbride sieht sich gerade in New York um, als ihn etwas stutzig macht: Im oberen Stockwerk eines Hauses beobachtet er ein Ding, das aussieht wie ein Kopf, über den eine Plastiktüte gezogen wird. Da Thomas seine Spaziergänge nicht etwa im realen Leben macht, sondern online auf Whirl360 – das darf man sich als eine Art begehbares Google-Earth vorstellen – ruft er seinen Bruder Ray zu Hilfe. Ray zweifelt an der Theorie seines psychisch kranken Bruders, doch um Thomas zu beruhigen, muss er nach New York fahren, um sich das Fenster aus der Nähe anzuschauen. Dort steht er allerdings vor verschlossenen Türen und findet auch keinen Hinweis darauf, dass in der Wohnung ein Mord geschehen sein könnte. Doch nur weil Ray nichts sieht, bedeutet das nicht, dass er nicht gesehen wird und so beginnt eine Jagd, auf die niemand vorbereitet war.

  • Protagonisten

Thomas Kilbride war schon in seiner Kindheit ein Sonderling. Während er früher noch Landkarten gesammelt hat, verbringt er heute den ganzen Tag vor dem PC und lebt in einer virtuellen Welt. Mit seiner Begabung, sich alles merken zu können, durchstreift er online die ganze Welt, Stadt für Stadt, Straße für Straße, in der Überzeugung, dass eines Tages alle Karten dieser Welt verschwunden sind und die CIA dann auf ihn zurück greift, weil er alle Städte in seinem Kopf hat. Er ist ein sehr liebenswerter Protagonist mit einem kindlichen Gemüt, der trotzdem ernst genommen werden möchte.

Ray Kilbride ist Illustrator und lebt bereits seit Jahren sein eigenes Leben. Nach dem überraschenden Unfalltod seines Vaters muss er in das Haus seiner Familie nach Promise Falls zurück kehren, vieles regeln und vor allem versuchen, seinen Bruder in einem Heim unterzubringen. Alleine damit ist er zunächst überfordert, doch Thomas Überzeugung, einen Mord beobachtet zu haben, bringt noch größere Probleme mit sich. Er behandelt seinen Bruder sehr rücksichtsvoll und versucht alles, um auf ihn einzugehen.

Ihm zur Seite steht eine frühere Schulkameradin, Julie, die als Reporterin für die regionale Zeitung arbeitet. Sie findet einen ganz anderen Zugang zu Thomas als sein Bruder und hilft ihm gelegentlich in dieser Beziehung auf die Sprünge. Auch bei der Recherchen der beiden Brüder steht sie diesen hilfreich zur Seite.

  • Meine Meinung

Der Titel des Hörbuches hat mich sofort an den Film „Das Fenster zum Hof“ von Alfred Hitchcock erinnert, doch während der Protagonist im Film aufgrund einer Verletzung nur am Fenster sitzen und die Menschen beobachten kann, ist es bei Thomas Kilbride ein virtuelles Fenster und seine Handlungsmöglichkeiten sind dadurch noch eingeschränkter.

Während der Hörer zunächst die beiden ungleichen Brüder kennen lernt und auch nach und nach erfährt, wie schwierig die Beziehung zwischen den beiden ist, springt Linwood Barclay dann von Kapitel zu Kapitel, teils unter Zuhilfenahme von Zeitsprüngen, zu neuen Handelnden und neuen Schauplätzen bis der Hörer der Meinung ist, ein komplexes Bild davon zu haben, was passiert ist – von dem Zeitpunkt an, als der Aufnahmewagen durch New York fuhr und das verhängnisvolle Bild aufgenommen hat bis zu dem Moment, in dem Thomas das Bild entdeckt hat.

Doch dann bringt der Autor eine Wendung ein, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe und steigert die Spannung so noch weiter. Er macht weder vor Politikern Halt, noch vor der Mafia, weitet seine Geschichte immer weiter aus und schafft es dabei, dass man als Hörer jederzeit den Überblick darüber behält, wo man sich gerade befindet und ob die Situation in der Gegenwart spielt oder in der Vergangenheit.

Mich hat dieser Thriller von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann gezogen. Der Fortgang der Handlung ist logisch aufgebaut und ist ohne Schwächen.  Die Charaktere sind ebenfalls bestens herausgearbeitet. Der Sprecher Frank Arnold versucht jedem, eine eigene Stimme zu geben, was ihm im Grunde auch gelungen ist, allerdings bedient er sich manchmal unterschiedlicher Lautstärken und das hat mir nicht gefallen. Während ich bei Thomas – aufgrund seiner Erkrankung – noch davon ausgegangen bin, dass dieser etwas lauter spricht, hatte ich manchmal den Eindruck, dass andere Handelnde sich anschreien, dabei war es nur die Stimme, die der Sprecher ihnen verliehen hat. Tatsächlich war ich davon hin und wieder so genervt, dass ich einem absolut überzeugenden Thriller, dem ich als Buch vermutlich fünf von fünf Eulen gegeben hätte, für das Hörbuch eine Eule abziehe.

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Titel: Fenster zum Tod
Charakter: Julie
Stadt: Promise Falls
Land: USA
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13. einen Krimi oder Thriller

Verlags-vielfalt-Challenge 2.0

Audiobuch OHG

Bis Mittwoch unter der Haube von Catherine Bybee

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Bis Mittwoch unter der Haube von Catherine Bybee
erschienen am 04. März 2014
bei Amazon Crossing

  • Inhalt

Blake Harrison ist ein waschechter britischer Herzog. Als Self-made-Millionär hat er das Geld aus dem Erbe seines verstorbenen Vaters gar nicht nötig. Aber hier geht es ums Prinzip, denn mit seinem Vater hat er sich bereits zu Lebzeiten nicht verstanden und dass stattliche Vermögen, das seiner Schwester und ihrer Mutter helfen würde, den Lebensstandard beizubehalten, würde an einen Cousin und verschiedene Organisationen fallen, wenn er nicht bis zu seinem 35 Geburtstag verheiratet ist.

Er hätte sich direkt nach der Testamentseröffnung vor rund fünf Jahren um dieses „Problem“ kümmern können, aber keine seiner Geliebten ist für die Rolle seiner Ehefrau in Frage gekommen. Nun eilt die Zeit und er beschließt, eine Ehefrau auf Zeit zu buchen und dafür engagiert er die Agentur Alliance von Sam Elliot. Beim ersten Treffen stellt sich heraus, dass Sam eine Samantha ist und mit ihrer Stimme auch für ganz bestimmte Hotlines arbeiten könnte. Blake beschließt, dass er keine Frau aus Sams Agentur haben will, sondern er will die Chefin, die eigentlich gar nicht zur Verfügung steht.

Anfangs ziert Sam sich noch. Doch mit dem Geld, dass Blake ihr bietet, wäre ihre Schwester, die in einem Pflegeheim ist, über viele viele Jahre versorgt und so stimmt sie zu und unterschreibt einen Vertrag als Ehefrau für ein Jahr.

Allerdings hat sie ein klitzekleines Problem, sie findet Blakes Aussehen und seinen Charme sehr anziehend, nur war Verlieben nicht Bestandteil des Vertrages …

  • Protagonisten

Samantha Elliot ist eine Kämpferin. Die Verhaftung ihres Vaters, der viele Menschen und ihr Geld betrogen hat, sorgte in den Staaten für großes Aufsehen, das ihre Mutter nicht verkraftet hat, weswegen sie sich das Leben nahm. Ihre Schwester Jordan hat einen Selbstmordversuch zwar überlebt, aber einen Schlaganfall erlitten und ist seither ein Pflegefall. Das Ersparte, was Sam sich auf die Seite gelegt hat und das, was sie nun verdient, reicht zum Leben, um ihre Agentur zu betreiben und ihre Schwester in einem guten Pflegeheim unterzubringen. Für sich selbst benötigt sie nicht viel.

Als frühere „Tochter aus reichem Hause“ findet sie sich schnell in ihrer neuen Rolle als Herzogin zurecht, doch die Anwälte von Blakes verstorbenen Vater, Blakes Cousin und auch eine Geliebte von Blake lassen nichts unversucht, um das frisch vermählte Paar zu diskreditieren, insbesondere ist ihnen natürlich daran gelegen, die Scheinehe aufzudecken.

Blake und Sam finde ich gut gezeichnet, sie stehen mit beiden Füßen auf dem Boden und wissen, was sie wollen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Summen, mit denen die beiden um sich werfen, aber das ist natürlich dem Plot geschuldet und ich habe mich auch recht schnell an die vielen Nullen gewöhnt.

  • Handlung

Es kommt natürlich, wie es kommen muss, Sam empfindet etwas für Blake, Blake findet Sam anziehend und die beiden schließen eine Zusatzvereinbarung darüber, ihre körperliche Zuneigung für dieses eine Jahr zuzulassen und abzuwarten, wie sich dieser Teil ihrer Beziehung entwickelt.

Es gibt einige sehr detailliert beschriebene Liebesszenen, die aber eher sinnlich und gar nicht platt sind.

Auf die Probleme, die die Scheinehe mit sich bringt, waren die beiden grundsätzlich vorbereitet, aber es wird viel schlimmer, als sie dachten. Außerdem hat Sam, was Beziehungen betrifft, noch ein Stück Vergangenheit aufzuarbeiten.

  • Fazit

Bei diesem Buch handelt es sich um eine romantische Geschichte, die mir von der Handlung her das bietet, was ich von einem guten Frauenroman erwartet und die mich gut unterhalten hat. Sie beinhaltet zwar absehbare Wendungen, ist aber kurzweilig und hat starke Protagonisten, die mich beide überzeugen konnten.

Daher vergebe ich fünf von fünf Sternen.

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Autor: Bybee, Catherine
Titel: Bis Mittwoch unter der Haube
Charakter: Blake
Stadt: Malibu

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10) ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover