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Wo niemand dich findet von Laura Griffin

Wo niemand dich findet von Laura Griffin

Wo niemand Dich findet
von Laura Griffin
Verlag: Blanvalet
erschienen am 20. Februar 2012


Zum Inhalt:

Die Privatdetektivin Alexandra Lowell hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu helfen, ihre Spuren zu verwischen und irgendwo neu anzufangen. Melanie Bess ist eine ihrer Klientinnen. Sie war auf der Flucht vor ihrem Ehemann Craig Coghan, einem angesehenen Polizeibeamten, der sie geschlagen hat. Einige Monate später erfährt Alex, dass Melanie sich nicht an die Regeln gehalten hat und wieder aufgetaucht ist. Alex hat es geschafft, ihre Adresse ausfindig zu machen und findet am Haus Blutspuren auf der Veranda. Doch noch ehe sie etwas unternehmen kann, brennt das Haus nieder.

Alex bittet den Polizisten Nathan um Hilfe, da sie befürchtet, dass Melanie etwas zugestossen ist. Als Nathan hört, dass es sich bei dem Mann, den Alex verdächtigt, um einen befreundeten Polizisten Craig handelt, ist er zunächst skeptisch. Da es aber zwischen Alex und Nathan knistert, versuchen sich beide, zu arrangieren. Während Alex aber davon ausgeht, dass Craig Coghan im Drogensumpf mit drin steckt, denkt Nathan, dass Melanie Alex nicht die Wahrheit gesagt hat, als sie sie vor einigen Monaten um Hilfe gebeten hat. Nicht die besten Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit. Und das Auftauchen von Alex Ex-Freund Troy und Nicole, der Ex-Frau von Nathan, verkomplizieren auch die Gefühle, die sich zwischen Alex und Nathan entwickelt haben.


Meine Meinung:

Wo niemand Dich findet war mein erstes Buch von Laura Griffin. Ich würde es als Romantic Thriller einordnen, da sich der Thriller hier mit einer Liebesgeschichte zwischen Alex und Nathan verbindet. Während der Leser sich durch das Verschwinden von Melanie direkt mitten im Geschehen befindet, entwickelt sich die Beziehung der beiden Protagonisten eher langsam.

Das Besonders an diesem Buch war für mich, dass von Anfang an klar war, warum Melanie verschwunden ist und auch, wer ihr nach dem Leben trachtet, unklar sind zunächst nur die Beweggründe der Person. Aber die erarbeiten Alex und Nathan mit Hilfe ihrer Kollegen ebenfalls nach und nach. Trotzdem bleibt die Handlung spannend, denn die Autorin arbeitet sich so immer weiter zum großen Showdown heran.

Die Geschichte richtet sich eher an weibliche Leser, denn es handelt sich um keinen Top-Thriller, dafür ist die Entwicklung zu absehbar. Aber aufgrund der tollen Mischung zwischen Sex & Crime vergebe ich trotzdem noch 4 Sterne.

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Office Affären von Lucy Kellaway

Office Affären
Von Lucy Kellaway
Verlagsgruppe Random House


Stella Bradberry ist Mitte 40, verheiratet, Kinder, Bella Chambers ist Mitte 20, alleinerziehende Mutter einer Tochter. Während es für Stelle steil die Karriereleiter bergauf geht, hat Bella ihr Studium abgebrochen, als sie merkte, dass sie schwanger war.

Sie arbeiten 2008 bei Atlantic Energy. Außer Stella gibt es nur noch eine weitere Frau im höheren Management und das ist Julia Swanson. Als Julias Affäre mit James Staunton öffentlich wird, verlässt Julia die Firma.

Weil Julia von heute auf morgen gekündigt hat, muss Stella ihren Trainee mit übernehmen. Einen Kerl, Mitte 20, der ihr von Anfang an unsympathisch ist. Aber Julias Weggang verändert auch Bellas Leben, denn Bella war Julias Assistentin. Und nun wird sie James Staunton zugeteilt.

Bella versteht es selbst nicht, warum sie sich von James angezogen fühlt. Schließlich sieht er nicht einmal gut aus. Und Stella setzt sich bei ihrem Trainee Rhys in die Nesseln.

Die beiden ungleichen Frauen beginnen zur gleichen Zeit eine Büroaffäre, die junge Bella mit dem älteren Chef James und Stella mit dem wesentlich jüngeren Assistenten Rhys.

Während Bella ihren Alltag trotzdem einigermaßen meistert, vernachlässigt Stella ihre Arbeit und fällt trotzdem immer weiter die Karriereleiter hoch. Sie wird einige Male fast erwischt und wenn sie anfänglich noch dachte, sie hätte neun Leben zu verspielen, kommt sie irgendwann zu dem Punkt, dass es bisher immer gut gegangen ist, dann wird es auch künftig gut gehen.


Meine Gedanken zum Buch

Das ungewöhnliche an dem Buch ist, dass es im Jahr 2010 beginnt, also über zwei Jahre nach dem Start der Affären. Beide Frauen erhalten fast zur gleichen Zeit eine E-Mail. Bella von James, Stella von Rhys. Der Leser erfährt, was diese Mail in den Frauen auslöst. Und dann erst beginnt Lucy Kellaway die Handlung rund um die Affären zu erzählen. Immer abwechselnd geht es um Bella und Stella. Und um den Wahnsinn von Affären im Büro, Liebe auf dem Schreibtisch, Emails, die nicht nur der Empfänger lesen kann und ungelöschte SMS.

Die beiden Handlungen sind sehr unterhaltsam geschrieben. Das Buch war mir mit den über 440 Seiten zu lang. Die Probleme in den Affären ziehen sich an einigen Stellen wie Kaugummi und eigentlich will man ja nur wissen, ob sie auffliegen, was mit ihnen passiert und vor allem, was es mit den Mails im Jahre 2010 auf sich hat. Aber genau, weil ich das wissen wollte und hab durchgehalten und mir die Nacht um die Ohren geschlagen. Ich möchte nicht sagen, dass es sich nicht gelohnt hat, denn die Geschichte ist lesenswert. Aber kein „muss“… vielleicht eine Urlaubslektüre.

Wer neugierig geworden ist und sich ein eigenes Bild machen möchte, dem sei gesagt, dass der Verlag auf seiner Seite eine Leseprobe zur Verfügung stellt.

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Rosa macht blau von Karin Michalke

Rosa macht blau
von Karin Michalke
erschienen am 29. Juni 2009
bei Langen / Müller


  • Klappentext

Rosa steht am Ende der Welt. Am südlichsten Zipfel Italiens. Genauer: Sie steht im Mittelmeer und wartet auf die Flut. Ihr reicht’s endgültig. Ertränken will sie sich. Zum Teufel mit allen Männern! Doch keine Flut in Sicht … Ihr Leben lang hat Rosa auf Wunder gehofft, ist im Heimatort Happing kleben geblieben und hat darauf gewaretet, dass Marco – den sie liebt, seit sie sieben Jahre alt ist – endlich erkennt, dass sie zusammengehören. Doch Marco liebt Marion. Gleichgültig ist ihm Rosa allerdings nicht.

Rosa fällt von einer Krise in die nächste. Helfen können nur ihre beste Freundin Elfie – und Maurizio. Er tritt an Rosas allerschwärzestem Tag in ihr Leben. Er rettet sie und bringt ihr bei, dass man Kaffee ausschließlich schwarz, heiß und stark trinken darf. Die Romanze dauert einen Sommer lang …

Wie Rosa, schlussendlich gestrandet in einem italienischen Dorf, endlich erkennt, dass nur sie selbst sich befreien kann – und wie es ihr gelingt, ihr Glück und die Freiheit zu finden, das erzählt Karin Michalke anrührend, komisch und in einer ganz eigenen, wunderbaren Sprache.


  • Meine Gedanken zum Buch

Ich hab am Abend angefangen zu lesen und morgens um vier konnte ich endlich einschlafen, weil ich das Buch fertig gelesen hatte. Der Roman ist spannend geschrieben, voller Emotionen und fesselnd.

Im Laufe der Geschichte erfährt man von Rosas schwieriger Kindheit, von ihrem Übergewicht, ihrer immer noch andauernden Liebe zu Marco, dessen Hochzeit mit einer anderen, ihrer besten Freundin Elfie … und Maurizio, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Die Geschichte endet so ganz anders, also ich es mir vorgestellt hatte. Mehr möchte ich nicht verraten, aber wer sich entschliesst, dieses Buch zu kaufen, der sollte für ein unerwartetes Ende offen sein.

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